J.R. Moehringer Tender Bar

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Inhaltsangabe zu „Tender Bar“ von J.R. Moehringer

Eine Bar ist vielleicht nicht der beste Ort für ein Kind, aber bei weitem nicht der schlechteste. Vor allem das 'Dickens' nicht, mit seinen warmherzigen und skurrilen Figuren: Smelly, der Koch, Bob der Cop mit seiner dunklen Vergangenheit oder Cager, der Vietnam-Veteran. Für den kleinen JR, der alleine mit seiner Mutter wohnt, sie alle sind bessere Väter als seiner es jemals war. JR wird erwachsen, und erfüllt sich seinen Traum: er geht nach Yale. Die Bar wird JR sein Leben lang begleiten. Dort hört er zum ersten Mal Sinatra, sieht Baseballspiele im Fernsehen, und trinkt sein erstes Bier. Und bekommt all das, was er braucht: Mut, Zuversicht und die Gewissheit, dass es nicht immer nur die Guten oder die Bösen gibt, dass Bücher Berge versetzen können und dass man an gebrochenem Herzen nicht stirbt. Ein abwechselnd herzzerreißender und urkomischer Roman über tapfere Kinder, mitfühlende Männer und starke Mütter. Und darüber, dass Träume auch wahr werden können - wenn man für sie kämpft.

Wunderschöne Geschichte.

— CaroBurmeister
CaroBurmeister

Nur ein wort: wundervoll!

— CarrieTucker
CarrieTucker

man benötigt keinen bekannten Autoren für ein tolles Buch

— harakiri
harakiri

Eine wunderbare Lebensgeschichte für alle Fans der gepflegten Barkultur. JR Moehringer erzählt autobiographisch und dadurch leider zeitweise etwas dröge, aber seine skurrilen Charaktere und der sympathische Protagonist entschädigen alles. Das Werk wirkt wie eine charmante Rezeption von Billy Joels Piano Man. Für etwas viel Pathos am Ende gibt es aber einen Punktabzug.

— Krinkelkroken
Krinkelkroken

Ich habe das Buch nun auch angefangen zu lesen,bis jetzt gefällt es mir sehr gut.Malschaun wie es weiter geht.

— Aleena
Aleena

Sehr sehr gutes Buch!!!!! Unbedingt lesen :-)!

— Liselotte
Liselotte

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  • ein Ort zu dem man immer wieder zurück kehrt

    Tender Bar
    dominona

    dominona

    12. July 2015 um 20:09

    Am Anfang dachte ich wirklich, der Autor wolle nur verschleiern, dass aus ihm ein Alkoholiker geworden ist, aber damit tut man dem Buch unrecht. Es beschreibt hauptsächlich ein Leben autobiographisch und streift aber so viele Bereiche des Lebens, dass ich oft genau wusste was er meint, obwohl mein Leben ganz anders verlaufen ist. Zwischendurch hat er mir die Männlichkeits-Schiene zu stark ausgewalzt, aber das Buch ist ebenso sympathisch wie der Schreibstil und ich wäre gerne im Dickens Gast gewesen.

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  • "Tender Bar" von J.R. Moehringer

    Tender Bar
    Jacynthe

    Jacynthe

    24. November 2014 um 15:40

    Inhalt Die Bar ist der Mittelpunkt seines Lebens. In seiner Kindheit ein Mysterium, als Jugendlicher und junger Erwachsener seine Familie und schließlich fast sein Untergang. Eindrucksvoll, tiefgründig und mit einer guten Portion Selbstironie schildert J.R. Moehringer sein Leben und das seiner Mitmenschen. Der Leser erlebt die Höhen und Tiefen mit, selbst die dunkelsten Momente teilt Moehringer in diesem autobiographischen Werk. Ein Roman, der unter die Haut geht. Meine Meinung Dieser Roman wurde noch während des Lesens zu einem meiner Lieblingsbücher. Ich habe schon lange kein so berührendes Buch gelesen und konnte es nur schwer aus den Händen legen. Es stimmt einfach alles: es ist ernst und unglaublich komisch; tieftraurig und hoffnungsvoll, erschreckend und inspirierend. Dabei war mir anfangs gar nicht klar, dass ich einen autobiographischen Roman in den Händen halte. Als der Groschen schließlich fiel, wuchs mein Respekt für den Autor nur noch mehr. Man kann es sich anfangs nur schwer vorstellen, wie es denn möglich sein sollte, einen ganzen Roman zu schreiben, der sich um eine Bar dreht. Wie kann den jemand seinen Lebensmittelpunkt in einer Kneipehaben, fragt man sich vielleicht. Doch nach wenigen Seiten versteht man, was das Besondere an dieser Bar ist, und am Ende erkennt man vielleicht, dass man selbst auch so einen Ort hat, der eine wichtige Rolle im Leben spielt oder gespielt hat. So ging es mir zumindest. Wie Titel und Thema schon vermuten lassen, spielt auch der Alkohol eine große Rolle in diesem Buch. Ehrlich und schonungslos erzählt Moehringer von dieser Droge, die für ihn selbst fast zum Verhängnis geworden wäre. Dabei ist das Buch keineswegs belehrend oder reuevoll. Es ist einfach nur echt, was es einem noch einfacher macht, Parallelen zum eigenen Leben zu knüpfen und gegebenenfalls sogar daraus zu lernen. Trotz der ernsten Angelegenheiten und dramatischen Wendungen ist es ein Vergnügen, diesen Roman zu lesen. Es gibt so viele Stellen, die mich zum Lachen brachten, denn Moehringer nimmt absolut kein Blatt vor den Mund. Selbstironie und Reflexionsfähigkeit sind ganz offensichtlich seine große Stärken. Außerdem versteht er es, Situationskomik so darzustellen, dass sie auch für Außenstehende lustig ist. Nach dieser Lobeshymne kann ja jetzt nur eines folgen: Volle 5 von 5 Wolken.

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    Tender Bar
    Elshalom

    Elshalom

    09. November 2013 um 16:06

    „Tender Bar“ ist teilweise fiktiv, teilweise hat Moehringer seine Kindheit und Jugend von den 60er bis 90er-Jahren beschrieben. Inhaltlich geht es weniger um Alkohol (was der Buchtitel vielleicht nahelegen würde), als vielmehr um Beziehungen. Und nachdem Moehringers Kindheit vorbei war, die sich für mich etwas langatmig las, hat mich das Buch wirklich in seinen Bann gezogen.

  • Rezension zu "Tender Bar" von J.R. Moehringer

    Tender Bar
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. February 2013 um 01:23

    Die Geschichte dieses Buches ist die Geschichte eines kleinen Jungen, der mit seiner Mutter in einer amerikanischen Kleinstadt lebt. Den Vater kann man wohl guten Gewissens als Hallodri bezeichnen, der als Radiomoderator arbeitet und sich nur gelegentlich bei seinem Sohn meldet. JR, so der Name des Buben, lebt mit seiner Mom und weiteren Familienmitgliedern in einem heruntergekommenen Anwesen der Großeltern. Genauso heruntergekommen scheint die ganze Familie zu sein .... Ich will ehrlich sein: Auch wenn der Autor einen tollen Schreibstil hat, bin ich nicht über Seite 50 hinausgekommen. Die Story an sich ist leider total unspannend - zu viel Bier, zu viel Whiskey, zu viele Kleinganoven, viel zu komische Familie, fehlender Kick. Es packte mich einfach überhaupt nicht. Ich habe mich von Seite zu Seite gequält., in der Hoffnung, ich treffe auf einen spannenden Moment. . Aber die Story plätschert einfach dahin. Hm, vielleicht sollte ich mal ein andere Buch von diesem Autor lesen.

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  • Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Tender Bar
    ninchen1809

    ninchen1809

    26. December 2012 um 19:59

    Nicht nach meinem Geschmack Bei „Tender Bar“ handelt es sich um eine Autobiografie des Autors und seiner Liebe zur Bar „Publicans“. Der kleine J.R. wächst in Manhasset, einem kleinen Ort auf Long Island auf. Von seinem Vater verlassen wächst er bei seiner Mutter auf. Sie versucht alles, um ihrem Sohn ein gutes Leben (auch ohne Vater) zu bieten. Mit nur wenig Geld hält sie sich über Wasser und versucht mehr als einmal, das Haus von J.R.'s Opa zu verlassen, um in eine eigene Wohnung zu ziehen. Aber die Ersparnisse reichen nie lange aus und somit landen sie wieder da, wo sie nicht sein wollen. So lernt der Leser das Leben von Moehringer bis Mitte der Zwanziger kennen. Der Anfang des Buches hat mir ganz gut gefallen, weil die Emotionen gut eingeflossen sind. Aber einen großen Teil des Buches empfand ich eher als schleppend und schrecklich zäh. Und ständig geht es nur ums „Saufen“ und „besoffen sein“. Ich habe schon verstanden, dass ihm die Bar und die Besucher als Vaterersatz dienten, aber musste dies so ausufernd gestaltet sein. Die vielen verschiedenen Charaktere haben mich nicht so berührt, wie sie andere berührt haben. Da kenne ich weitaus bessere literarische skurrile Figuren. Alles in allem kein Buch nach meinem Geschmack.

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  • Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Tender Bar
    Morella

    Morella

    14. September 2012 um 12:35

    schon auf Reise

  • Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Tender Bar
    ksunlimited

    ksunlimited

    05. August 2012 um 12:44

    Eigentlich durchaus ein gutes Buch. Ich persönlich konnte vermutlich durch meine eigene Unwissenheit keinen so guten Bezug aufbauen, wie zu anderen Büchern. Ich werde es irgendwann nochmal lesen, nachdem ich mich mit Sinatra und diversen amerikanischen Autoren auseinandergesetzt habe. Also kein Abraten vom lesen, obwohl ich nur drei Sterne gebe. Die Geschichte ansich ist gut mit interessanten Charakteren.

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  • Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Tender Bar
    thelexxx

    thelexxx

    24. June 2012 um 15:58

    J.R. wächst in den ärmlichen Verhältnissen Manhassets auf, einem schicksalsträchtigen Kaff im Schatten New York Citys, dessen Bucht bereits F. Scott Fitzgerald zu seinem Epos "Der große Gatsby" inspirierte. Zwischen den Tavernen der Arbeiterklasse, den Imbissen, den Lacrosse-Plätzen und den prunkvollen Villen der Reichen, findet der in einem schäbigen, kleinen Haus mit Mutter und Großeltern lebende Protagonist die Vaterfigur, die in seinem Leben so schmerzlich fehlt, in einer ganzen Bar. --- Eine liebevolle Clique aus zwielichtigen Schluckspechten und Taugenichtsen wird zu dem männlichen Bezugspunkt im Leben des Jungen. Sehnlichst erwartet er den Tag, an dem es ihm erlaubt ist, seinen ersten Drink zu ordern. Bis dahin glorifiziert er jedes Detail, das aus diesem dunklen, von Zigarettenrauch geschwängertem Utopia nach außen und zu ihm dringt. Bis es dann tatsächlich so weit ist, und J.R. endlich Teil der Gesellschaft im "Publicans" wird. --- Moehringer erzählt in diesem, stark autobiografisch-geprägten Roman nicht nur von der träumerischen Liebeserklärung an eine fast schon mythologisch verklärte Bar, sondern auch davon, was es für einen Jungen bedeuten kann, ohne Vater aufzuwachsen. J.R. wird älter, verlässt Manhasset, verliebt sich, kehrt zurück, geht nach Yale, und doch bleibt er stets ein Teil der Bar - und umgekehrt. Es ist eine Geschichte über Verlust, über Familie, das Erwachsenwerden und - ganz nebenbei - über einen Jungen aus ärmlichen und zerrütteten Verhältnissen, der es bis in die Redaktion der altehrwürdigen New York Times schafft. --- "Tender Bar" ist eines dieser Bücher, die einen nie fesseln, und doch nicht mehr loslassen, bis man sie ausgelesen hat. Die Tatsache jedoch, dass man den biografischen Bezug nie so ganz ausblenden kann, lässt den Pulitzer-Preisträger Moehringer an einigen Stellen ganz natürlich ein wenig selbstgerecht wirken, was wahrscheinlich auch der Grund ist, warum dieser die Gattung des Romans für seine Jugendmemoiren gewählt hat. Insgesamt bleibt "Tender Bar" jedoch, den wenigen American-Dream-Ausdünstungen zum Trotz, eine schöne und liebevolle Coming-Of-Age-Geschichte, deren sympathische Atmosphäre den Leser für einige Zeit begleitet und Lust macht, sich endlich mal wieder in einer dieser klassischen, verrauchten Kneipen an den Tresen zu setzen, sich volllaufen zu lassen und die ganze Welt zu zerreden. --- Auch zu lesen auf: http://buchpiraten.blogspot.de

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  • Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Tender Bar
    theworldisavampire

    theworldisavampire

    30. November 2011 um 20:30

    Ein wirklich schönes Buch über einen Jungen, der seinen fehlenden Vater durch eine ganze Bar voller schrulliger Männer ersetzt.

  • Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Tender Bar
    libri

    libri

    23. April 2011 um 13:55

    Schon wieder ein Buch, das ich wegen dem Rückseitentext gekauft hab und letztendlich wenig mit diesem Text zu tun hat.
    Ja ok, JR verbringt viel Zeit in der Bar, aber erst ab seinem 17. Lebensjahr. Find ich immer wieder schade, das diese Texte so irreführen.
    Egal, trotzdem ein tolles Buch, voller schöner Ideen und Diskussionen.
    Sollte wirklich nicht als SUB-Leiche im Regal rumstehen :)

  • Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Tender Bar
    Sarii

    Sarii

    26. February 2011 um 17:48

    „Wir gingen hin, weil wir dort alles bekamen. Wir gingen hin, wenn wir Durst hatten, versteht sich, aber auch wenn wir hungrig waren oder hundemüde. Wenn wir glücklich waren, gingen wir hin, um zu feiern, wenn wir traurig waren um Trübsal zu blasen. Nach Hochzeiten und Begräbnissen gingen wir hin, um unsere Nerven zu beruhigen, und vorher, um uns schnell Mut anzutrinken. Wir gingen hin, wenn wir nicht wussten, was wir brauchten, in der Hoffnung, jemand könnte es uns sagen. Wir gingen hin, wenn wir Liebe suchten oder Sex oder Ärger oder wenn jemand verschwunden war, denn früher oder später tauchte dort jeder auf. Vor allem aber gingen wir hin, um ums finden zu lassen.“ * Dieser erste Absatz aus dem Roman „Tender Bar“ von J.R. Moehringer aus dem Jahre 2005 lässt die Bedeutung der Bar in dieser Erzählung erahnen und gibt somit einen Hinweis auf die gesamte Erzählung. Die Bar „Publicans“ ist der Dreh- und Angelpunkt in Manhasset auf Long Island. Dort versammeln sich zu jeder Tages- und Nachtzeit Menschen aus allen Schichten und versuchen ihre Probleme zu vergessen, zu feiern, abzuschalten oder den Abend in geselliger Runde abschließen zu können. Die Bar hat einen besonderen Zauber, der sich auf alle abfärbt. Auch auf den kleinen JR dessen Onkel Charlie dort als Barkeeper arbeitet. Der Junge ist von Anfang an von dem Leben seines Onkels und den Erzählungen aus der Bar fasziniert und schwört sich, dass er diese eines Tages betreten wird. JR lebt mit seiner Mutter bei den Großeltern zusammen mit der Tante und deren Kindern. Er ist umgeben von weiblichen Figuren und sehnt sich nach einem männlichen Vorbild, da sein Vater die Familie früh verlassen hat. Er orientiert sich an seinem Onkel und wird von diesem langsam in die Bar-Gemeinschaft eingeführt. Durch einen Umzug nach Arizona aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage der Familie, kann er nur in den Ferien nach Manhasset zurückkehren. Während dieser Zeit entdeckt JR seine Liebe zu Büchern und Worten, er identifiziert sich und sein ganzes Umfeld mit Büchern, Zitaten und Romanfiguren. Die Literatur und Sprache wird somit zum zweiten wichtigen Bezugspunkt in seinem Leben neben der Bar. Somit setzt er sich als Ziel Journalist zu werden, obwohl seine Mutter wünscht, dass er Jurist werde. JR befindet sich im Konflikt den Wünschen seiner Mutter hinsichtlich ihrer Opfer gerecht zu werden und wird von diesem sehr oft geplagt. Der Leser wird auf die Reise mitgenommen JR von der Kindheit bis in die Twenties zu begleiten und seine Entwicklung mitzuerleben. * Die Erzählung beschreibt eine authentische Entwicklung eines Jungen zu einem Mann mit bestimmten Zielen und Vorstellungen. Diese Entwicklung wirkt so real, da JR ein normales Kind ist evtl. auch ein Paradebeispiel für die Kinder aus benachteiligten Familien ( Alleinerziehende Mutter, wenig Welt, kaum Prestige), man empfindet sofort Symphatie für ihn und hofft, dass es ein gutes Ende nehmen wird. Ein weiterer Aspekt ist, dass Moehringer die männlichen Orientierungsfiguren mit wenigen Worten und Einzelheiten sehr real und lebendig erscheinen lässt, man hat das Gefühl jeden zu kennen, obwohl nicht sehr viel über sie erzählt wurde. Die Bar als Zentrum der Geschichte und die Besucher stellen somit einen wichtigen Teil dar, da sie das Sinnbild für Familie werden und auch die Vorurteile gegenüber Bargängern entkräften. Jedoch gab es eine große Überraschung für mich in dem Buch, da ich nicht damit gerechnet hatte, dass der Bereich „Bücher und Literatur“ thematisiert wird. JR entdeckt in seiner Kindheit das „Dschungelbuc“h und ist seitdem von Büchern und Sprache in den Bann gezogen worden, man erfährt, welche Autoren und Werke er liebt, da er diese immer wieder zitiert. Diese intertextuelle Einbindung ist meiner Ansicht nach super gelungen und man merkt, dass dies sehr liebevoll und mit Bedacht gestaltet wurde. Ich bin echt total begeistert von dieser Entdeckung, da es dem Buch für eine ganz besondere Note verleiht und zu etwas ganz Besonderem macht. * Fazit: Ein Buch, dass mehr ist, als der Klappentext verrät. Ein echter Schatz, den man entdecken sollte.

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  • Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Tender Bar
    HarryF

    HarryF

    20. September 2010 um 14:06

    "Tender Bar" ist wie "Garp und wie er die Welt sah", bloss "nicht ganz" so gut ... Dafür bekommt man einen humorvollen, nachdenklichen, interessanten, spannenden, entspannenden, zum Nachdenken anregenden, fröhlichen Blick auf's männliche Erwachsenwerden. Ich fand ihn großartig!

  • Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Tender Bar
    BettyBlue

    BettyBlue

    31. August 2010 um 14:18

    Ein wunderbares Buch!!! Eine Bar ist kein Ort für ein Kind? Normalerweise wohl nicht. Aber für JR ersetzt sie den Vater, lehrt ihn Lektionen fürs Leben und wird zum Fixpunkt in seinem Leben, das geprägt ist von Armut, Versagensängsten und Orientierungslosigkeit. Die Männer (und ein paar wenige Frauen) die diese Bar bevölkern könnten allesamt einem Roman von Dickens entsprungen sein, einer wunderlicher als der andere, aber alle mit dem Herz am rechten Fleck. Eine coming of age - Story, witzig, traurig, strange, bitter, süß, einfach brillant...

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  • Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Tender Bar
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. August 2010 um 10:27

    Ein ehrliches Buch - über eine Kindheit, über Eltern, über Frauen - und ganz viel über Männer! Und über Alkohol, über Mut, über das Dahintreiben-Lassen und über das Kämpfen, über das erste Mal und über die Frage, wie man leben sollte, was wichtig ist und was nicht. Unheimlich viele richtig gute und wahre Worte. Über Toleranz, darüber, jeden so zu nehmen, wie er ist. Über Akzeptanz und über die Kraft, sich trotz allem weiter zu entwickeln. Über das Leben, eben.

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  • Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Tender Bar
    Anit

    Anit

    15. May 2010 um 21:11

    Mit Tender Bar erzählt J.R. Moehringer seine Lebensgeschichte, es handelt sich hier also weniger um einen Roman, sondern mehr um seine Memoiren. Doch eigentlich hat er ein Buch über eine Bar und ihre Besucher geschrieben. Die Geschichte beginnt als J.R. sieben Jahre alt ist. Der erste Teil handelt hauptsächlich von der Familie und von seiner Mutter die versucht sich und ihren Sohn alleine durchzubringen. Sie hat den Vater von J.R. verlassen als J.R. gerade ein paar Monate alt war, da er sie körperlich misshandelt hat. Sie leben die meiste Zeit bei ihren Eltern im Haus. Dort wohnen noch mehr Familienangehörige unter anderem ein Onkel von J.R. und der arbeitet in einer Bar. Zu ihm blickt J.R. je älter er wird immer mehr auf. Er sehnt sich nach seinem Vater und Männer generell, weil er die meiste Zeit mit Cousinen, Mutter und Oma zusammenlebt. Die Erzählung vom dem heranwachsenden J.R. hat mir sehr gut gefallen. Wie er lebt und was er erlebt. Es gab sehr vieles das mich berührt hat. Besonders gefallen, und ja auch beeindruckt, hat mich seine Mutter. Wie sie ihn von seiner Schmusedecke entwöhnt, hat mir den Hals schon etwas enger werden lassen. Es gab noch viele Passagen dieser Art. Zu Recht hat er ihr das Buch gewidmet. Es gab auch viele Stellen die sehr humorvoll beschrieben waren. Nur, je älter J.R. wurde um so weniger hat mir die Geschichte gefallen. Im zweiten Teil wird erzählt wie er dann endlich nach Yale kommt zum studieren. Was ja sein Traum war. Auch durfte er nun ganz offiziell die Bar besuchen in der sein Onkel arbeitet. Dort lernt er die Männer kennen die er sich zum Vorbild macht. Es sind sicher alles sehr liebenswürdige Menschen die er dort trifft, nur konnte ich die Vorbildfunktion nie erkennen. Mir wurden die Abschnitte in der das Barleben beschrieben wurde mit der Zeit auch zu viel und zu langatmig. Der Alkohol fließt dort in Strömen. J.R. zieht sich auch immer wieder dorthin zurück, wenn es ihm nicht gelingt sein Leben in den Griff zu bekommen und mal wieder was schief geht. Und dies passiert ziemlich oft. Meiner Meinung nach gibt er ziemlich schnell auf. Überhaupt kommt er mir sehr orientierungslos vor was seine Berufspläne betrifft. Daher flüchtet er sich in sehr jungen Jahren immer wieder zu den Männern und dem Alkohol in die Bar. Was man als Leser ziemlich früh erkennt beschreibt der Autor dann zum Schluss hin, nämlich dass er auf dem besten Wege war ein Alkoholproblem zu bekommen. Es war schön wie ehrlich der Autor mit sich und seinem Umfeld umgegangen ist. Ich habe mich gefreut, dass es in seinem Leben eine Wende gab. Aber, meiner Meinung nach sollte man dieses Buch nicht mit Frank McCourts, Asche meiner Mutter vergleichen, denn dem hält es auf keinen Fall Stand. Dazu muss der Schriftsteller vielleicht doch noch mehr erleben als nur tagein tagaus in eine Bar zu gehen. Am Anfang dachte ich, ich halte ein fünf Sterne-Buch in der Hand, nur je älter J.R. wurde umso mehr Sterne habe ich abgezogen.

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