Tender Bar

von J.R. Moehringer 
3,9 Sterne bei391 Bewertungen
Tender Bar
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CorneliaPs avatar

ein Stück amerikanische Geschichte

Ein wunderschönes Buch! Tipp für Erstleser: Auf den letzten Seiten gibt es ein Glossar zu Ereignissen, Personen, Filmtiteln etc., das ma...

Alle 391 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Tender Bar"

Eine Bar ist vielleicht nicht der beste Ort für ein Kind, aber bei weitem nicht der schlechteste. Vor allem das 'Dickens' nicht, mit seinen warmherzigen und skurrilen Figuren: Smelly, der Koch, Bob der Cop mit seiner dunklen Vergangenheit oder Cager, der Vietnam-Veteran. Für den kleinen JR, der alleine mit seiner Mutter wohnt, sie alle sind bessere Väter als seiner es jemals war. JR wird erwachsen, und erfüllt sich seinen Traum: er geht nach Yale. Die Bar wird JR sein Leben lang begleiten. Dort hört er zum ersten Mal Sinatra, sieht Baseballspiele im Fernsehen, und trinkt sein erstes Bier. Und bekommt all das, was er braucht: Mut, Zuversicht und die Gewissheit, dass es nicht immer nur die Guten oder die Bösen gibt, dass Bücher Berge versetzen können und dass man an gebrochenem Herzen nicht stirbt.

Ein abwechselnd herzzerreißender und urkomischer Roman über tapfere Kinder, mitfühlende Männer und starke Mütter. Und darüber, dass Träume auch wahr werden können - wenn man für sie kämpft.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596176151
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.04.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 21.03.2013 bei Argon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    dominonas avatar
    dominonavor 3 Jahren
    ein Ort zu dem man immer wieder zurück kehrt

    Am Anfang dachte ich wirklich, der Autor wolle nur verschleiern, dass aus ihm ein Alkoholiker geworden ist, aber damit tut man dem Buch unrecht. Es beschreibt hauptsächlich ein Leben autobiographisch und streift aber so viele Bereiche des Lebens, dass ich oft genau wusste was er meint, obwohl mein Leben ganz anders verlaufen ist. Zwischendurch hat er mir die Männlichkeits-Schiene zu stark ausgewalzt, aber das Buch ist ebenso sympathisch wie der Schreibstil und ich wäre gerne im Dickens Gast gewesen.

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    Jacynthes avatar
    Jacynthevor 4 Jahren
    "Tender Bar" von J.R. Moehringer

    Inhalt


    Die Bar ist der Mittelpunkt seines Lebens. In seiner Kindheit ein Mysterium, als Jugendlicher und junger Erwachsener seine Familie und schließlich fast sein Untergang. Eindrucksvoll, tiefgründig und mit einer guten Portion Selbstironie schildert J.R. Moehringer sein Leben und das seiner Mitmenschen. Der Leser erlebt die Höhen und Tiefen mit, selbst die dunkelsten Momente teilt Moehringer in diesem autobiographischen Werk. Ein Roman, der unter die Haut geht.



    Meine Meinung


    Dieser Roman wurde noch während des Lesens zu einem meiner Lieblingsbücher. Ich habe schon lange kein so berührendes Buch gelesen und konnte es nur schwer aus den Händen legen. Es stimmt einfach alles: es ist ernst und unglaublich komisch; tieftraurig und hoffnungsvoll, erschreckend und inspirierend. Dabei war mir anfangs gar nicht klar, dass ich einen autobiographischen Roman in den Händen halte. Als der Groschen schließlich fiel, wuchs mein Respekt für den Autor nur noch mehr.

    Man kann es sich anfangs nur schwer vorstellen, wie es denn möglich sein sollte, einen ganzen Roman zu schreiben, der sich um eine  Bar dreht. Wie kann den jemand seinen Lebensmittelpunkt in einer  Kneipehaben, fragt man sich vielleicht. Doch nach wenigen Seiten versteht man, was das Besondere an dieser Bar ist, und am Ende erkennt man vielleicht, dass man selbst auch so einen Ort hat, der eine wichtige Rolle im Leben spielt oder gespielt hat. So ging es mir zumindest.

    Wie Titel und Thema schon vermuten lassen, spielt auch der Alkohol eine große Rolle in diesem Buch. Ehrlich und schonungslos erzählt Moehringer von dieser Droge, die für ihn selbst fast zum Verhängnis geworden wäre. Dabei ist das Buch keineswegs belehrend oder reuevoll. Es ist einfach nur  echt, was es einem noch einfacher macht, Parallelen zum eigenen Leben zu knüpfen und gegebenenfalls sogar daraus zu lernen.

    Trotz der ernsten Angelegenheiten und dramatischen Wendungen ist es ein Vergnügen, diesen Roman zu lesen. Es gibt so viele Stellen, die mich zum Lachen brachten, denn Moehringer nimmt absolut kein Blatt vor den Mund. Selbstironie und Reflexionsfähigkeit sind ganz offensichtlich seine große Stärken. Außerdem versteht er es, Situationskomik so darzustellen, dass sie auch für Außenstehende lustig ist.

    Nach dieser Lobeshymne kann ja jetzt nur eines folgen: Volle  5 von 5 Wolken.

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    Elshalomvor 5 Jahren
    Like It!

    „Tender Bar“ ist teilweise fiktiv, teilweise hat Moehringer seine Kindheit und Jugend von den 60er bis 90er-Jahren beschrieben. Inhaltlich geht es weniger um Alkohol (was der Buchtitel vielleicht nahelegen würde), als vielmehr um Beziehungen. Und nachdem Moehringers Kindheit vorbei war, die sich für mich etwas langatmig las, hat mich das Buch wirklich in seinen Bann gezogen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Tender Bar" von J.R. Moehringer

    Die Geschichte dieses Buches ist die Geschichte eines kleinen Jungen, der mit seiner Mutter in einer amerikanischen Kleinstadt lebt. Den Vater kann man wohl guten Gewissens als Hallodri bezeichnen, der als Radiomoderator arbeitet und sich nur gelegentlich bei seinem Sohn meldet. JR, so der Name des Buben, lebt mit seiner Mom und weiteren Familienmitgliedern in einem heruntergekommenen Anwesen der Großeltern. Genauso heruntergekommen scheint die ganze Familie zu sein ....

    Ich will ehrlich sein: Auch wenn der Autor einen tollen Schreibstil hat, bin ich nicht über Seite 50 hinausgekommen. Die Story an sich ist leider total unspannend - zu viel Bier, zu viel Whiskey, zu viele Kleinganoven, viel zu komische Familie, fehlender Kick. Es packte mich einfach überhaupt nicht. Ich habe mich von Seite zu Seite gequält., in der Hoffnung, ich treffe auf einen spannenden Moment. . Aber die Story plätschert einfach dahin.

    Hm, vielleicht sollte ich mal ein andere Buch von diesem Autor lesen.

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    ninchen1809s avatar
    ninchen1809vor 6 Jahren
    Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Nicht nach meinem Geschmack

    Bei „Tender Bar“ handelt es sich um eine Autobiografie des Autors und seiner Liebe zur Bar „Publicans“.

    Der kleine J.R. wächst in Manhasset, einem kleinen Ort auf Long Island auf. Von seinem Vater verlassen wächst er bei seiner Mutter auf. Sie versucht alles, um ihrem Sohn ein gutes Leben (auch ohne Vater) zu bieten. Mit nur wenig Geld hält sie sich über Wasser und versucht mehr als einmal, das Haus von J.R.'s Opa zu verlassen, um in eine eigene Wohnung zu ziehen. Aber die Ersparnisse reichen nie lange aus und somit landen sie wieder da, wo sie nicht sein wollen. So lernt der Leser das Leben von Moehringer bis Mitte der Zwanziger kennen.

    Der Anfang des Buches hat mir ganz gut gefallen, weil die Emotionen gut eingeflossen sind. Aber einen großen Teil des Buches empfand ich eher als schleppend und schrecklich zäh. Und ständig geht es nur ums „Saufen“ und „besoffen sein“. Ich habe schon verstanden, dass ihm die Bar und die Besucher als Vaterersatz dienten, aber musste dies so ausufernd gestaltet sein. Die vielen verschiedenen Charaktere haben mich nicht so berührt, wie sie andere berührt haben. Da kenne ich weitaus bessere literarische skurrile Figuren.
    Alles in allem kein Buch nach meinem Geschmack.

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    Morellavor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Tender Bar: "Jeder hat einen heiligen Ort, eine Zufluchtsstätte, wo sein Herz reiner und der Verstand klarer ist, wo er sich Gott, der Liebe...
    Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    schon auf Reise

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    ksunlimitedvor 6 Jahren
    Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Eigentlich durchaus ein gutes Buch. Ich persönlich konnte vermutlich durch meine eigene Unwissenheit keinen so guten Bezug aufbauen, wie zu anderen Büchern. Ich werde es irgendwann nochmal lesen, nachdem ich mich mit Sinatra und diversen amerikanischen Autoren auseinandergesetzt habe.
    Also kein Abraten vom lesen, obwohl ich nur drei Sterne gebe. Die Geschichte ansich ist gut mit interessanten Charakteren.

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    thelexxxvor 6 Jahren
    Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    J.R. wächst in den ärmlichen Verhältnissen Manhassets auf, einem schicksalsträchtigen Kaff im Schatten New York Citys, dessen Bucht bereits F. Scott Fitzgerald zu seinem Epos "Der große Gatsby" inspirierte. Zwischen den Tavernen der Arbeiterklasse, den Imbissen, den Lacrosse-Plätzen und den prunkvollen Villen der Reichen, findet der in einem schäbigen, kleinen Haus mit Mutter und Großeltern lebende Protagonist die Vaterfigur, die in seinem Leben so schmerzlich fehlt, in einer ganzen Bar.
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    Eine liebevolle Clique aus zwielichtigen Schluckspechten und Taugenichtsen wird zu dem männlichen Bezugspunkt im Leben des Jungen. Sehnlichst erwartet er den Tag, an dem es ihm erlaubt ist, seinen ersten Drink zu ordern. Bis dahin glorifiziert er jedes Detail, das aus diesem dunklen, von Zigarettenrauch geschwängertem Utopia nach außen und zu ihm dringt. Bis es dann tatsächlich so weit ist, und J.R. endlich Teil der Gesellschaft im "Publicans" wird.
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    Moehringer erzählt in diesem, stark autobiografisch-geprägten Roman nicht nur von der träumerischen Liebeserklärung an eine fast schon mythologisch verklärte Bar, sondern auch davon, was es für einen Jungen bedeuten kann, ohne Vater aufzuwachsen. J.R. wird älter, verlässt Manhasset, verliebt sich, kehrt zurück, geht nach Yale, und doch bleibt er stets ein Teil der Bar - und umgekehrt. Es ist eine Geschichte über Verlust, über Familie, das Erwachsenwerden und - ganz nebenbei - über einen Jungen aus ärmlichen und zerrütteten Verhältnissen, der es bis in die Redaktion der altehrwürdigen New York Times schafft.
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    "Tender Bar" ist eines dieser Bücher, die einen nie fesseln, und doch nicht mehr loslassen, bis man sie ausgelesen hat. Die Tatsache jedoch, dass man den biografischen Bezug nie so ganz ausblenden kann, lässt den Pulitzer-Preisträger Moehringer an einigen Stellen ganz natürlich ein wenig selbstgerecht wirken, was wahrscheinlich auch der Grund ist, warum dieser die Gattung des Romans für seine Jugendmemoiren gewählt hat. Insgesamt bleibt "Tender Bar" jedoch, den wenigen American-Dream-Ausdünstungen zum Trotz, eine schöne und liebevolle Coming-Of-Age-Geschichte, deren sympathische Atmosphäre den Leser für einige Zeit begleitet und Lust macht, sich endlich mal wieder in einer dieser klassischen, verrauchten Kneipen an den Tresen zu setzen, sich volllaufen zu lassen und die ganze Welt zu zerreden.
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    Auch zu lesen auf: http://buchpiraten.blogspot.de

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    theworldisavampires avatar
    theworldisavampirevor 7 Jahren
    Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Ein wirklich schönes Buch über einen Jungen, der seinen fehlenden Vater durch eine ganze Bar voller schrulliger Männer ersetzt.

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    libris avatar
    librivor 7 Jahren
    Rezension zu "Tender Bar" von J. R. Moehringer

    Schon wieder ein Buch, das ich wegen dem Rückseitentext gekauft hab und letztendlich wenig mit diesem Text zu tun hat.
    Ja ok, JR verbringt viel Zeit in der Bar, aber erst ab seinem 17. Lebensjahr. Find ich immer wieder schade, das diese Texte so irreführen.
    Egal, trotzdem ein tolles Buch, voller schöner Ideen und Diskussionen.
    Sollte wirklich nicht als SUB-Leiche im Regal rumstehen :)

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    'J.R. Moehringer hat mit ›Tender Bar‹ ein großartiges Buch geschrieben. Alle, die Frank McCourts Kindheitsroman ›Die Asche meiner Mutter‹ geliebt haben, werden begeistert sein.'

    Brigitte

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