J.R.R. Tolkien Beren und Lúthien

(38)

Lovelybooks Bewertung

  • 47 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 5 Leser
  • 13 Rezensionen
(11)
(16)
(8)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „Beren und Lúthien“ von J.R.R. Tolkien

Ein dramatisches Schicksal überschattet die Liebe von Beren und Lúthien. Sie gehört den unsterblichen Elben an, während er ein Sterblicher ist. In seiner tiefen Abneigung gegen alle Menschen zwingt ihr Vater, ein großer Elbenfürst, Beren eine unlösbare Aufgabe auf: Bevor dieser Lúthien heiraten darf, muss er von Melkors Krone einen Silmaril rauben. Den Leser erwartet die schönste Geschichte Tolkiens.
Speziell für diese Ausgabe hat der bekannte Tolkien-Künstler Alan Lee zahlreiche Farbgemälde und Zeichnungen geschaffen.

Unerschrocken macht sich Beren auf den Weg, den Silmaril für seine Liebe zu gewinnen. Da setzt Melkor, auch Morgoth der Schwarze Feind genannt, die fürchterlichsten Kreaturen – skrupellose Orks und schlaue Wölfe – gegen Beren ein. Aber die Liebe zwischen Lúthien und Beren reicht buchstäblich über den Tod hinaus.

Diese ohne Übertreibung schönste Geschichte Tolkiens ist in nicht endgültiger Form Bestandteil des »Silmarillion«, des »Buchs der Verschollenen Geschichten« und des »Leithian Liedes«. Christopher Tolkien hat versucht, die Erzählung von Beren und Lúthien aus dem umfangreichen Werk, in das sie eingebettet ist, herauszulösen. Er erzählt sie mit den Worten seines Vaters: zunächst in ihrer ursprünglichen Form, dann gemäß späteren Texten.
So wird sie in ihrem Wandel dargestellt. Die hier erstmals zusammen präsentierten Texte enthüllen Aspekte, die sowohl was die Handlung, als auch was die erzählerische Unmittelbarkeit anbelangt, später verlorengegangen sind.

<3 <3 <3

— 23GZamasu

Die dramatische Geschichte über Beren und Luthien ist mir eine der liebsten aus dem Silmarillion.

— artphilia

"Mogelpackung" - eher was für Literaturwissenschaftler, weil die eigentliche Geschichte sehr kurz ist & der Rest eine Abhandlung darüber.

— BettinaR87

War jetzt nicht meins. Gewiss super für Tolkien Fans, die das Buch zwecks seiner Arbeit lesen. Aber für mich zu gestückelt.

— birarnol

Eine schöne Sammlung der Versionen zu "Beren und Luthien". Besonder das Leithian-Lied hat es mir angetan!

— Pialalama

Eine sehr schöne Liebesgeschichte

— BuchHasi

Eine schöne Liebesgeschichte, die den Autor über lange Jahre begleitet hat und die immer wieder verändert wurde.

— Jashrin

J. R. R. Tolkiens Geschichten sind niemals einfach, niemals unkompliziert, aber sie beinhalten meistens mehr als reine Fantasy.

— quatspreche

Die Geschichte von Beren und Luthien ist schön auch in den versch. Ausführungen. Entstehungsgeschichte war nichts so lesenswert und zu viel.

— Inga-9

Für Tolkien-Fans sehr spannend und die Liebesgeschichte ist in jeder Variation tragisch schön.

— sar89

Stöbern in Fantasy

Das Erbe der Macht - Schattenchronik 4 - Allmacht

Absolut fesselnd! Mir ist die Luft weggeblieben.

Hermione27

Palace of Glass - Die Wächterin

Tolle Welt, spannende Handlung, aber nicht immer konnte die Geschichte mich ganz packen.

KleineNeNi

Das Verlangen des Jägers

Interessante Geschichte allerdings fehlte mir die meiste Zeit die Spannung.

funny1

Animant Crumbs Staubchronik

Traumhafte Geschichte, bei der man mitfühlen kann.

XeniaMorris

Die Grimm-Chroniken (Band 3)

Ab nun gibt es keine zurück mehr.Viele neue Infos ,aber auch neue Rästel und Fragen stehen an.

Moorteufel

Das dunkle Wort

5 von 5 🌟 für die einfach bezaubernde Geschichte 💫🐉 5 von 5 🌟 für das Hammer Cover 😨

MellieJo

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Wissenschaftliche Abhandlung, keine romanhafte Erzählung

    Beren und Lúthien

    BettinaR87

    12. February 2018 um 09:21

    Beren ist ein junger Gnom, der durch die Wälder streift. Dabei sieht er Tinuviel (aka Lùthien), wie sie im Mondlicht tanzt und verliebt sich quasi sofort in sie. Sie bemerkt ihn und nachdem sie sich auf diese Art öfter gesehen haben, nimmt sie ihn mit in die Hallen und stellt ihm ihren Vater Tinwelint vor. Der macht sich über Beren eher lustig, will seine hübsche Tochter vor ihm „bewahren“ und schickt ihn durch einen höhnischen Kommentar auf eine gefährliche Reise: Einen Stein des Silmaril aus der Krone des schwarzen Feindes (Morgoth) zu stehlen! Tinuviel indes findet das nicht so witzig wie ihr Vater und seine Mannen – und büxt kurzerhand aus, um Beren zu Hilfe zu kommen. Zunächst weniger aus großer Liebe, mehr aus der Verantwortung, dass sie es war, die Beren erst zu ihrem Vater gebracht hat. Doch natürlich kommt es, wie es kommen muss: Die beiden gehen als eines der größten liebespaare Mittelerdes in die entsprechenden Annalen ein.Die KritikHält man das Buch in Folie eingepackt in der Hand, macht es den Eindruck, dass es ganz einfach ein Buch mit der Geschichte „Beren und Luthien“ innen ist. Hat man die Chance, den Text auf der Innenseite des Umschlags zu lesen, bekommt man zumindest eine Ahnung davon, dass die Geschichte nicht nur einmal, sondern in potenziell mehreren Versionen erzählt wird. Was dabei leider immer noch untergeht: Die quasi wissenschaftliche Herangehensweise von Christopher Tolkien. Schon bevor die eigentliche Geschichte losgeht, geht es schon mal 44 Seiten lang um die Hintergründe, die Einbettung der Geschichte in den Kontext der Altvorderen Zeit und den Bezug zu „Herr der Ringe“ natürlich auch. Die eigentliche Geschichte ist relativ kurz und schnell von Veanne erzählt. In diesem Sinne ist es auch keine romanhafte Erzählung, sondern in einer Version wirklich aus dem Munde einer Erzählerin, die natürlich keine perfekte Ausschmückung aller Szenen präsentiert, sondern recht kurz und pragmatisch einfach sagt, was passiert ist. Kennzeichnend dafür ist, dass recht viele Sätze mit „und“ beginnen.Nach der eigentlichen Geschichte geht das so weiter: Beren und Lùthien wird aus mehreren Sichtweisen, beziehungsweise auch mit Versionen aus verschiedenen Jahren erzählt – teils sogar in Versform. Dieses Leithian-Lied ist fast schon das Herzstück des gesamten Buches, denn es macht noch viel mehr Spaß es zu lesen, anstatt der erzählten Geschichte zuvor. Merke: Diese Darstellungen und Erklärungen sind sehr gut gemacht, geradezu wissenschaftlich akribisch. Denn die Welten, die J.R.R. Tolkien geschaffen hat, sind bisweilen sehr verwirrend – und handschriftlich mit Bleistift vor bald 100 Jahren verfasst. Hier strukturiertes Licht ins Dunkel zu bringen, ist sicherlich kein leichtes Unterfangen. Das ist Christopher Tolkien wirklich gut gelungen. Damit ist dieses Buch für Fans, die jedes Detail von Mittelerde aufsaugen, ein absolut perfektes Gimmick! Was hier kritisiert wird, ist, dass es so an sich nicht gut ersichtlich ist, was man als Leser bekommt – einige Stichworte auf der Rückseite des Buches wären hier sicherlich hilfreich gewesen.Absolut zucker sind die bunten Zeichnungen, die sich im Buch finden – grrundsätzlich in Büchern mittlerweile eine echte Seltenheit, in bewährter Weise von Alan Lee und wirklich interessant in der Betrachtung. Sie bringen wieder etwas Magie in die sonst recht nüchterne Abhandlung über eines der ältesten Liebespaare aus der Welt des Rings.Für Liebhaber und Literaturwissenschaftler ein kleines Juwel, weil teilweise Texte enthalten sind, die zum ersten Mal in deutscher Fassung vorliegen. Es braucht aber deutlich wissenschaftlich motiviertes oder sehr viel Fan-Liebe, um das Buch in seiner Gesamtheit so würdigen zu können, wie es das verdient.

    Mehr
  • Hunde, Katzen und ein Elb namens Gimli

    Beren und Lúthien

    derMichi

    10. October 2017 um 08:56

    Wer an dieses Buch mit der Erwartungshaltung von Einzelausgaben wie "Die Kinder Húrins" herantritt, der sollte sich vorsehen. Diese Fassung der Geschichte ist keine romanhafte Nacherzählung von Mittelerdes größtem Liebesepos. Hier finden sich neben den gewohnt kunstvollen Illustrationen von Tolkien-Künstler Alan Lee zahlreiche unterschiedliche Versionen der Geschichte von Beren und Lúthien, oft auch nur in Ausschnitten. Manches könnte Kennern von "Das Buch der verschollenen Geschichten" schon bekannt vorkommen, andere Elemente, wie die ursprüngliche(n) Versfassung(en) liegen erstmals gedruckt und ins Deutsche übersetzt vor.Besonderes interessant: Beren bekommt es in einer früheren Form der Geschichte unter anderem mit kriegerischen Katern (!), sowie einem Elb namens Gimli zu tun. Und: Er war außerdem nicht von Anfang an ein Mensch (man denke an die Parallele zu Aragorn und Arwen Abendstern), sondern ein Gnom. Nein, kein Gartenzwerg mit Knubbelnase und auch kein verkappter Ork, sondern ein Elb. Tolkien junior erklärt sinnvoll wie es zur Wahl dieses Begriffs kam und stellt darüber hinaus sämtliche Versatzstücke der Erzählung in den Kontext der übrigen Geschehnisse in Mittelerde, vergleicht die Fassungen miteinander und spürt der Geschichte der Erzählung nach.Kein neuer Roman also, eher ein Stück mittelerdische Literaturwissenschaftler für Liebhaber und Insider. Wer sich schon einmal mit nordischer oder lateinischer (Vers)Dichtung befasst hat, der wird in Struktur und Tempuswechsel so manches vertraute Stilmittel entdecken. Wenn nicht gerade Prosa wiedergegeben wird, dann sollte man allerdings lange Strophen in Paareimen tolerieren können. Durch seine liebevolle und edle Gestaltung ist das Büchlein dennoch eine Zierde für jede Tolkien-Sammlung. Alan Lees Bilder laden zum Träumen ein und ebnen den Weg nach Mittelerde für alle visuell veranlagten Leser. Mit etwas Zeit und Geduld findet man dann sicher auch seinen Zugang zum Inhalt.Tolkiens schönste Geschichte in ihrer schönsten Form. Die Tragik der Ereignisse wird selbst in den früheren "tierischen" Fassungen und in den gereimten Versen deutlich und erklärt, warum sich gewisse Charaktere in anderen Episoden aus Mittelerde an diese Geschichte erinnern. Die vorliegende Ausgabe ist ein würdiger Abschluss von Christopher Tolkiens Arbeit, die man aus literaturgeschichtlicher Sicht und auch als Fantasyfan gar nicht genug würdigen kann. Da für zukünftige Filme allerhand rechtliche Hindernisse existieren, dürfte dieses Buch für die nächsten Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, überhaupt die vorerst letzte relevante Veröffentlichung von Geschichten aus Mittelerde sein. Tolkien-Experte Helmut W. Pesch und sein Kollege Hans-Ulrich Möhring sorgen dafür, dass daraus auch in der deutschen Fassung ein ansprechendes Erlebnis wird. Danke dafür, an alle Beteiligten!Originaltitel: "Beren and Lúthien"Seitenzahl: 304Format: 13,3 x 20,8 cm, gebundenVerlag: Klett-CottaBonusmaterial: Namensverzeichnis, Glossar

    Mehr
  • Sehr schöne Geschichte, aber in erster Linie nur für Fans geeignet!

    Beren und Lúthien

    Pialalama

    02. October 2017 um 21:38

    „Doch unbeschreiblich Lúthien war,wie sie mit weißen Rosen im Haargetanzt  und wie ihr Elbensangin jener Sternennacht erklang.“ – Leithian Lied, S.127 Die Geschichte um Beren und Lúthien ist recht schnell erzählt, was sie aber nicht weniger schön und spannend macht. Herzstück des Buches ist das Leithian-Lied, eine Gedichtversion der Geschichte. Es lässt sich sehr einfach lesen und auch verstehen, was bei solchen Liedern ja nicht immer der Fall sein muss. Neben dem Lied gibt es noch zwei weitere Versionen, von denen mir vor allem die erste gefallen hat. Hier begegnen wir wieder völlig neuen Fabelwesen: Riesigen Katzen! In der zweiten Version treffen wir jedoch wieder „nur“ auf die gewöhnlichen Bewohner von Beleriand, darunter auch Thú, der später Sauron genannt wird. Was mir auch hier wieder besonders gut gefällt, sind einfach diese Hintergründe zur Welt von Tolkien. Ich habe es schon mal gesagt: Die Welt von Tolkien, dieses großartige Werk das er geschaffen hat, fasziniert mich einfach immer wieder aufs Neue. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder ganz gefesselt von dem Zeitalter, den Elben und  den Helden, den Göttern, Königen und Bösewichten. Dazu hat natürlich auch der Schreibstil von Tolkien beigetragen, den ich immer noch nicht beschreiben kann. Man muss es einfach selbst gelesen haben. Aber wahrscheinlich würde ich es einfach als einen Märchen-Schreibstil bezeichnen. Märchenhaft sind neben dem Schreibstil auch die wundervollen Zeichnungen von Alan Lee, die wir auch in diesem Buch wieder vorfinden. Auch wenn mir diese wunderschöne Geschichte wirklich gut gefallen hat & ich vor allem von dem Leithian-Lied begeistern bin, gibt es leider auch einige Kritikpunkte, die sich hauptsächlich auf den Aufbau des Romanes beziehen: Herausgeber des Buches ist wieder Christopher Tolkien, der versucht hat Ordnung in die wirren Notizen und Manuskripte seines Vaters zu bringen. Wie auch schon bei „Die Kinder Húrins“, gibt es wieder sehr viele Informationen zur Entstehungsgeschichte und zu den Hintergründen rund um dieses Werk. An sich finde ich das sehr schön, vor allem dann, wenn man ein Fan von Tolkien ist. Aber an manchen Punkten hätte ich mir gewünscht, dass der Aufbau ein bisschen anders gewesen wäre: Dieses Buch besteht, wie bereits erwähnt,  aus mehreren Versionen von „Beren und Lúthien“. Zu jedem dieser Versionen werden viele Worte von C. Tolkien geschrieben, was mich vor allem bei dem Leithian-Lied, dem Herzstück des Buches, gestört hat. Durch die Unterbrechungen, vor allem mit dem Vergleich zur zweiten Version, wurde mein Lesegenuss hier etwas gedämpft. Ich persönlich hätte die erste Version und das Leithian-Lied für völlig ausreichend gehalten. Zudem hätte ich es besser gefunden, wenn die Kommentare erst im Anhang gekommen wären. Im Vorwort wurden schon so viele Anmerkungen und Bezüge  auf den Text  genommen, dass ich manchmal das Gefühl hatte, mir wird etwas vorweg genommen. Für Leser, die nicht all zu viel von unterbrechenden und langen Kommentaren zwischen den Zeilen halten, ist dieses Buch wohl eher ungeeignet. Sollten diese aber dennoch in den Genuss der Geschichte an sich kommen wollen, dann empfehle ich hier eher „Das Silmarillion“. Fazit Auch hier kann ich wieder sagen: Für einen Tolkien-Fan ein Muss! Allein das Leithian-Lied  ist es wert, diese wunderschöne Geschichte von Tolkien in das Regal zu holen. Aber auch die meisterhafte Welt und die vielen Hintergrundinfos lassen sicherlich die Fan-Herzen hier wieder höher schlagen. Und trotz des Lobes zur Geschichte an sich, muss ich auch so ehrlich sein und zugeben: Die ständigen Unterbrechungen durch Christopher Tolkiens Anmerkungen hätten nicht sein müssen – dafür hätte es auch andere Lösungen gegeben!  „Im Alter von dreiundneunzig Jahren ist dies (vermutlich) mein letztes Buch in der langen Reihe von Editionen der Schriften meines Vaters […]“ – Christopher Tolkien, S. 19

    Mehr
  • Eine Liebesgeschichte im Wandel der Zeit

    Beren und Lúthien

    Jashrin

    05. September 2017 um 15:54

    Der sterbliche Beren erblickt eines Nachts die unsterbliche Lúthien beim Tanz im Mondenschein. Es gelingt ihm, Lúthiens Herz zu gewinnen, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. In seiner tiefen Abneigung den Sterblichen gegenüber stellt Lúthiens Vater Thingol Beren eine schier unlösbare Aufgabe: er willigt erst dann in eine Heirat ein, wenn Beren ihm einen der sagenumwobenen Silmaril aus der Krone des grausamen Melkors bringt… Mit Spannung habe ich auf die Geschichte von Beren und Lúthien gewartet, die zwar nicht unbekannt ist, doch in dieser Zusammenstellung erstmals von Christopher Tolkien herausgegeben wurde. Nachdem ich mich auf den ersten Seiten des Vorwortes beinahe überfordert sah, was die verschiedenen benannten Versionen und die vielen Namen anging, so habe ich mich zum Glück doch schnell eingefunden. Trotzdem, ich habe für die Lektüre verhältnismäßig lange gebraucht. Zum einen lag es daran, dass ich bewusst nur dann gelesen habe, wenn ich auch die Ruhe hatte, den Text richtig zu genießen, zum anderen handelt es sich im Gegensatz zu „Der Herr der Ringe“ oder „Der Hobbit“ nicht um einen durchgängigen Prosatext. Beren und Lúthien sind den Tolkien-Lesern unter anderem bereits im Silmarillion begegnet. Christopher Tolkien hat versucht, die unterschiedlichen Versionen dieser einzigartigen Liebesgeschichte weitestgehend von den anderen Geschichten zu lösen und sie so zusammenzustellen, dass sie für sich alleinstehen und der Leser vor allem den Wandel in der Geschichte nachvollziehen kann, denn J.R.R. Tolkien hat seine Geschichte über die Jahre hinweg immer wieder verändert.  Das Leithian-Lied, welches in Versform erzählt und 1931 unvollendet abgebrochen wurde, bildet den Hauptteil des vorliegenden Werkes. Dazu kommen noch kürzere Prosastücke sowie einige Erläuterungen von Christopher Tolkien, in welchen er die Textpassagen in das große Gesamtwerk seines Vaters einordnet, Erklärungen zu den Veränderungen und zu den handelnden Figuren gibt. Dabei geht er sehr wissenschaftlich vor und manches Mal hat er mich bei seinen Erklärungen verloren, da ich mich zwar durchaus als Tolkien Fan bezeichne, aber mich nicht regelmäßig mit Mittelerde und dem ganzen von Tolkien erschaffenen Kosmos beschäftige, so dass mir nicht jedes kleine Detail, jeder Ort und jede Person präsent ist. Dennoch war es ungemein spannend und interessant zu lesen, wie sich die Geschichte verändert hat und zu sehen, über welch langen Zeitraum sich J.R.R. Tolkien mit diesem Märchen immer wieder befasst hat. Ein wenig war es so, als habe man dem Autor während seines Schaffungsprozesses über die Schulter blicken dürfen. Wie schon zuvor, hat Alan Lee auch die Geschichte um Beren und Lúthien aufwändig und mit viel Liebe zum Detail illustriert. Neben 9 Farbtafeln gibt es unzählige weitere Bleistiftzeichnungen, die die Geschichte auf ihre eigene Art ergänzen und das Buch auch optisch zu einem wahren Kunstwerk machen. Mein Fazit: Die Geschichte von Beren und Lúthien zeigt ein weiteres wunderbares Stück von Tolkiens Welt und er konnte mich einmal mehr begeistern. Doch auch wenn die Geschichte aus dem äußerst komplexen Zusammenhang herausgelöst wurde, in welchem sie ursprünglich eingebettet war, würde ich das Buch dennoch in erster Linie Kennern von Tolkiens Welt empfehlen.

    Mehr
  • Beren und Lúthien

    Beren und Lúthien

    quatspreche

    01. September 2017 um 13:08

    Und wieder schaffte es Christophier Tolkien eine Geschichte seines Vaters so zu rekonstruieren, dass dessen Erzählkraft ungerbochen zum Leben erweckt wird. Beren und Lúthien ist, wie auch die Kinder Húrins, eine herzergreifende Liebesgeschichte im historischen Stil erzählt. Die Geschichte von Beren und Lúthien spiel lange vor den Abenteuern von Bilbo oder Fodo und ist auch von einer ganz anderen Art. Sie erzählt vom Leben des Beren, eines Menschen, der die schönste und anmutigste Elbenfrau aller Zeiten beim Tanzen beobachtete und sich daraufhin in sie verliebte. Auch Lúthien verlor nach einiger Zeit der kreuschen Zweisamkeit ihr Herz und wollte Beren für immer bei sich behalten. Doch ihr Vater Tingol, König von Doriath, legte dem tapferen Krieger eine unlösbare Aufgabe auf, bevor er seine Tochter heiraten durfte. Der Verehrer soll einen kostbaren und verfluchten Edelstein, einen von drei Silmaril, aus der Krone des Melkos, ein großer böser Vala, stehlen und somit zu seinen wahren Besitzern zurück bringen. Lúthien/Tinúviel von Alan Lee. Quelle: http://alan-lee.narod.ru/Images/lee-lotr_LuthienTinuviel.jpg Da Beren auf sich allein gestellt ist, und Lúthien, die in früheren Fassungen noch Tinúviel heißt, von ihrem Vater gefangen gehalten wird, gibt es kaum Hoffnung für die beiden verliebten. Doch die schöne Tinúviel ist mit besonderen Gaben ausgestattet und der tapfere Beren mit einer besonderen Beharrlichkeit, so dass sie am Ende zueinander finden. Doch die Gefahr ist noch nicht vorbei und das wirklich besondere an der Geschichte passiert erst danach, als der Stein in den Händen des Elbenkönigs liegt und Tinúviel und Beren vereint sind. Vom Ende der Geschichte gibt es verschiedene Fassungen, die in Mittelerde erzählt werden: Bei einem letzten Gefecht stirbt Beren und die treue Lúthien steigt in die Unterwelt und tauscht ihre Unsterblichkeit für ein zweites Leben ihres Geliebten ein. So erhält der Tapfere eine zweite Chance und Tinúviel/Lúthien lebt und altert mit ihm an einem entfernten und beschützen Ort. Christopher Tolkien hat eine der schönsten Liebesgeschichten seines Vater liebevoll rekonstruiert und alle Versionen des Textes zusammen geführt. Die Ausgabe beinhaltet verschiedene Prosa sowie Dichtungen und bildet eine einheitliche und schillernde Darstellung des Werdegangs des Textes. Dazu kommen die großartigen Bilder des Künstlers Alan Lee, der schon viele Tolkien-Werke illustrierte und mit seinen Zeichnungen einen Standard der Fantasykunst erschuf. Dieses Buch ist eine lyrische Bereicherung, nicht nur für Tolkien-Fans, sondern auch für Liebhaber mittelalterlicher Erzählungen, Fantasy und Liebesgeschichten. J. R. R. Tolkiens Geschichten sind niemals einfach, niemals unkompliziert, aber sie beinhalten meistens mehr als reine Fantasy. Originalbeitrag: Beren und Lúthien

    Mehr
  • Eine unsterbliche Liebe im komplexen Tolkien-Universum

    Beren und Lúthien

    letusreadsomebooks

    01. August 2017 um 14:59

    Die Liebe von Beren und Lúthien wird von einem traurigen Schicksal überschattet. Sie ist eine unsterbliche Elbenprinzessin, er ist nur ein Sterblicher. Ihr Vater, der König, hegt eine tiefe Abneigung gegen alle Menschen. Daher stellt er Beren vor eine unlösbare Aufgabe: Um sein Einverständnis zur Hochzeit zu erhalten, muss Beren einen legendären Silmaril erlangen. Diese befinden sich an der Krone des bösen Melkor. Mit Beren und Lúthien liegt nun ein weiterer Band aus der Welt von J. R. R. Tolkien vor, der von seinem Sohn Christopher Tolkien editiert und veröffentlicht wurde. Da dieser nun selber bereits über neunzig Jahre alt ist, wird es wohl auch das letzte von ihm bearbeitete Werk seines Vaters sein. Jeder, der sich für diesen Roman interessiert, sollte sich vorher klar machen, worum es sich bei diesem Werk handelt. Es lässt sich kaum mit dem Herrn der Ringe, dem kleinen Hobbit und auch nicht mit den Kindern Húrins vergleichen. Es ist, wie im Einband beschrieben, eine Sammlung von Texten, die sich um das Schicksal von Beren und Lúthien drehen. Die Geschichte der beiden war bereits Bestandteil des Silmarillion,  des Buch der Verschollenen Geschichten und des Leithian Liedes. Christopher Tolkien hat in dem vorliegenden Buch versucht, die Geschichte aus den anderen Werken loszulösen. Das Märchen hat für seinen Vater eine besondere persönliche Bedeutung. So schreibt Tolkien in einem Brief an seinen Sohn, dass er sich wünscht, den Namen Lúthien unter den Namen seiner verstorbenen Frau auf deren Grabstein eingravieren zu lassen. Während eines Krankheitsurlaubs im Jahr 1917 trug sich die Szene zu, die ihn zum Schreiben der Geschichte inspirierte und auch in der Erzählung selbst auftaucht: Seine Frau tanzt für ihn auf einer Waldlichtung in Yorkshire, inmitten von weißen Blüten.  Die Erzählung von Tinúviel, wie Tolkien sie ursprünglich betitelte, war für ihn eine der grundlegenden Geschichten in seiner ‚Mythologie‘. Christopher Tolkien versucht, die Entwicklung der Geschichte in den Fokus zu rücken, weshalb er sie aus der komplexen Rahmendhandlung löst. Sehr freundlich war des Königs Redezu Beren, und von Krieg und Fehdebegann der bald schon zu berichten,von seinem Fußmarsch. Die Geschichtenvon Doriath erzählte Berenim Rat hinter verschlossenen Türen –doch unbeschreiblich Lúthien war,wie sie mit weißen Rosen im Haargetanzt und wie ihr Elbensangin jener Sternennacht erklang. Die eigentliche Erzählung macht von dem knapp 300 Seiten umfassenden Buch nur etwa 50 Seiten aus. Ein großer Teil des Werkes besteht aus dem sogenannten Leithian Lied. Ein Heldengedicht in Versform, das ab 1925 von Tolkien geschrieben wurde, dabei allerdings unvollendet blieb. Das Gedicht beschreibt auch die Liebe zwischen Beren und Lúthien, sowie Teile der Vorgeschichte und den Ereignissen nach der zuvor dargestellten Erzählung. Christopher Tolkien verortet so das Märchen um die Elbenprinzessin und den sterblichen Beren im mythologischen Kosmos seines Vaters. Er macht deutlich, wie sich die Geschichte innerhalb der verschiedenen Versionen unterscheidet, zitiert aus Briefen seines Vaters, anderen Werken und zeigt so auf, wie sich die Romanze um Lúthien und Beren entwickelt hat. Das ist vielleicht nicht immer spannend zu lesen, sprachlich weit entfernt vom Herrn der Ringe, aber dennoch vor allem für Fans und Interessierte am Tolkienschen-Kosmos unheimlich interessant. Wer aber noch nie Geschichten aus der Altvorderenzeit gelesen hat und sich auch sonst nicht mit der Mythologie Tolkiens auseinandergesetzt hat, dürfte sich mit Beren und Lúthien schwer tun. Zwar liefert Christopher Tolkien im Vorwort und vielen anderen Anmerkungen Erklärungen zu Namen, Orten und Hintergründen, aber komplett ohne Vorwissen lässt sich die Bedeutung der vorliegenden Geschichte nur schwerlich verstehen. Was sich aber ganz klar zeigt, ist der unglaubliche Ideenreichtum und die Erfindungsgabe von J. R. R. Tolkien. Zudem liefert es einen Einblick in seine Arbeitsweise und macht an verschiedenen Stellen deutlich, wie oft er über Jahrzehnte Teile seiner Arbeit veränderte und überarbeitete. Wie schon in einigen vorigen Veröffentlichungen ist das Buch erneut mit kunstvollen und atmosphärischen Illustrationen von Alan Lee gestaltet. Nicht immer spannend, aber vermutlich vor allem für Kenner interessant, erzählt die Geschichte Beren und Lúthien von einer starken und unsterblichen Liebe. Christopher Tolkien zeigt, wie sich das Werk seines Vaters wandelte und welche Tiefe die von ihm geschaffene Mythologie hat. Ein Buch, das Einblick in die Arbeitsweise seines Vaters liefert und die Entwicklung eines für J. R. R. Tolkien wichtigsten Texte nachzeichnet. Auf dem Grabstein von Tolkien selbst und seiner Frau finden sich die Namen Beren beziehungsweise Lúthien. Ein weiterer Beleg für die persönliche Bedeutung dieser Erzählung. Wo der Strom durch den Waldgrund flossund alle Bäume regungsloshoch ragten und mit Schattentanzauf ihrer Rinde überm Glanzdes grünen Flusses schwer und düsterherabhingen, strich Windesflüsterndurchs kühle Schweigen und ein Zitternurplötzlich durch die stillen Blätterund leise wie Tiefschläfers Hauchein todeskaltes Echo auch:„Lang sind die schattenhaften Wege,von keines Fußes Spur zu prägen,ob Berg und Meer zum Weltenrand.Weit liegt, so weit, das Friedensland.Der Toten Land noch weiter ist;sie warten, während ihr vergesst.Kein Mondschein, keiner Stimme Tönen,kein Herzschlag ist dort; nur ein Stöhnenwird jeweils laut, wenn eine Zeituntergeht. Weit das Land liegt, weit,wo in Gedanken Schatten sühnendie Toten, nicht vom Mond beschienen.“

    Mehr
  • Wundervoll

    Beren und Lúthien

    Kaetzin

    18. July 2017 um 20:13

    Nachdem ich hörte, dass es einen Extra-Band zu Beren und Lúthien geben wird, war ich umso mehr gespannt, da ich ihre Geschichte nur grob aus dem Herrn der Ringe kenne, weil ich das Silmarillion bisher noch nicht gelesen habe. - Zuerst erzählt Christoper Tolkien (JRR Tolkiens jüngster, noch lebender Sohn) einiges über die Entstehungsgeschichte und diverse Änderung an der Geschichte selbst wie auch an einigen Namen. Es war für mich einerseits sehr informativ und interessant, aber auch etwas verwirrend, was mir wieder bewiesen hat, dass es noch sehr viel mehr zu entdecken gibt!Die Geschichte zu Lúthien und Beren teilt sich in zwei Erzählweisen, in eine normale Geschichte bzw. Erzählung und in Gedichtform. Ersteres war ein Traum zu lesen, ich liebe diesen besonderen Schreibstil Tolkiens mit ein paar Spuren seines Sohnes. Der Schreibstil ist der gleiche wie in Die Kinder Húrins (mein zweitliebstes Buch von Tolkien) und ja, ich liebe ihn und finde, dass er sich ein wenig von dem aus Der Herr der Ringe unterscheidet. Die Gedichte fand ich hingegen weniger schön, weil sie alle in Paarreim geschrieben sind und ich da immer Gefahr laufe die Gedichte herunter zu leiern. Also versuchte ich die Gedichte möglichst betont zu lesen, sodass ich mich selbst noch unterhalten fühtle, aber bei über 50 Seiten hintereinander wird das auf Dauer schwierig. Aber das ist wohl etwas sehr persönliches. ^^Zum Inhaltlichen kann ich sagen, dass ich es auch gut fand, Lúthien und Berens Geschichte mehrmals zu lesen, weil immer mal wieder kleine Details ausgetauscht oder hinzugefügt wurden und man so, wie ich denke, einen relativ guten Überblick erhalten konnte. Auch gab es gegen Ende noch weitere Zusatzinformation wie zB was mit dem Silmaril passiert, nachdem Beren die Hand mit dem Edelstein abgebissen wurde... und wie es den Nachfahren der beiden hinsichtlich des Silmarils ergeht und eins ist sehr markant! Ihre Schicksale sind alle, wirklich alle traurig. Ohne Ausnahme. Manche haben vielleicht noch ein mehr oder weniger schönes Happy End erlebt, aber leider nicht alle. Die Söhne Feanors waren mir von allen Charakteren der größte Dorn im Augen, sie sind nicht nur gierig und gemein, nein, sie sind auch gefühlt für alle Sippenmorde und Schlachten von Elben gegen Elben verantwortlich und haben mehrmals versucht Lúthien zu rauben und wer weiß was noch mit ihr anzustellen... Beren und Lúthien mochte ich an sich ganz gerne, auch wenn ich ihre Liebe nicht so ganz nachvollziehen konnte ^^ aber das ist wohl so mit Verliebten. Des Weiteren hat sich Lúthien sehr bemüht eine starke, selbstständige Frau zu sein, die ihrem Geliebten versucht zu helfen wo sie nur kann. Auch wenn ich ihr das hoch anrechne, ist sie dennoch erstaunlich oft in Ohnmacht gefallen und jaaa, konnte sich dementsprechend nicht gegen diverse Feinde (Söhne Feanors zb) wehren und musste wieder gerettet werden.Fazit: Es hat mir trotz kleiner Mängel sehr gut gefallen. Es ist traurig, schön und informativ. Inwieweit es zusätzliche Informationen zu Lúthien und Beren liefert kann ich nicht sagen, aber ich fand es äußerst umfangreich, da es noch ein paar weitere Informationen zu den Elben und den Nachfahren von Beren und Lúthien beinhaltet.

    Mehr
  • Beren und Lúthien

    Beren und Lúthien

    jaylinn

    14. July 2017 um 16:48

    Ich habe euch ja bereits auf Instagram das wunderschöne Beren und Lúthien gezeigt. Heute könnt ihr meine Rezension zu dieser in der vorliegenden Form bisher  unveröffentlichten Geschichte lesen. Allgemeines: Beren und Lúthien ist im Juni 2017 bei Klett-Cotta erschienen. Autor dieses Buches ist J. R. R. Tolkien, große Teile wurden jedoch von Tolkiens Sohn, Christopher Tolkien, der auch der Herausgeber des Buches ist, verfasst. Christopher Tolkien kündigt innerhalb des Buches an, dass es sich aufgrund seines hohen Alters vermutlich um das letzte Mal handelt, dass er die Texte seines Vaters geordnet und neu zusammengestellt hat. Beren und Lúthien ist ein wahrhaftig aufwändig gestaltetes Buch. Innerhalb der Erzählung sind immer wieder detaillierte Farbtafeln des Tolkien-Künstlers Alan Lee zu finden. Schön anzuschauen und an jeder Stelle inhaltlich passend gewählt. Inhalt: „Ein dramatisches Schicksal überschattet die Liebe von Beren und Lúthien. Sie gehört den unsterblichen Elben an, während er ein Sterblicher ist. In seiner tiefen Abneigung gegen alle Menschen zwingt ihr Vater, ein großer Elbenfürst, Beren eine unlösbare Aufgabe auf: Bevor dieser Lúthien heiraten darf, muss er von Melkors Krone einen Silmaril rauben. Den Leser erwartet die schönste Geschichte Tolkiens. Speziell für diese Ausgabe hat der bekannte Tolkien-Künstler Alan Lee zahlreiche Farbgemälde und Zeichnungen geschaffen.“ (Quelle: Klett-Cotta) Meine Meinung: Als ich erfuhr, dass ein neues Buch aus Tolkiens Feder erscheinen sollte, war mir sofort klar, dass ich nicht darauf verzichten möchte, es zu lesen. Den Herrn der Ringe und den Hobbit habe ich seit meiner Kindheit geliebt und mehrfach gelesen. Man kann mich also durchaus als waschechten Tolkien-Fan bezeichnen. Sobald Beren und Lúthien bei mir eingetroffen war, habe ich den ersten Blick hineingeworfen. Ein wirklich schön gestaltetes Buch. Es gibt nicht nur die bereits erwähnten Farbtafeln, sondern auch andere Zeichnungen. Dadurch entsteht der Gesamteindruck, mehr als ein Buch in Händen zu halten, eher schon fast ein kleines Gesamtkunstwerk. Meine Begeisterung für Beren und Lúthien war also ungetrübt – bis ich mit dem Lesen begann. Bereits der Einstieg war für mich nicht das erwartete Leseerlebnis. Christopher Tolkien schreibt über das Durchsehen und Sammeln der Notizen seines Vaters. Über die Entstehungsprozesse der Geschichte und darüber, wie sie sich verändert hat. Darüber, dass Personen ihre Namen gewechselt und Orte neue Bedeutungen erhalten haben. Aber dies tut er auf einem Niveau, auf dem ich mich als normaler Fan Tolkiens einfach nicht befinde. Seine Ausführungen erinnern eher an den Stil eines Forschers oder an die Aufmachung eines Geschichtsbuches. Und dieser Stil zieht sich durch das gesamte Buch, da Christopher Tolkiens Äußerungen die Geschichte Berens und Lúthiens einrahmen. Mit Sicherheit ist es interessant, über die Entstehung der Geschichte von Beren und Lúthien zu lesen. Auch mich fasziniert, dass Tolkien diese Geschichte so oft erwähnt und über die Jahre hinweg immer wieder verändert hat. Aber Christopher Tolkien wählt für seine Ausführungen eine Komplexität, die auch für den erfahrenen Leser eher abschreckend erscheint. So liest man immer wieder verschiedene Variationen und Begründungszusammenhänge, möchte aber doch so gerne die eigentliche Erzählung lesen. Denn die eigentliche Erzählung über Beren und Luthien ist eine schöne, besondere Geschichte. Eine Geschichte, die in ihrem Stil ganz typisch für Tolkien ist, und sich schnell, aber märchenhaft liest. Ich habe sie gerne gelesen, fand mich jedoch mit der Einbettung in Christopher Tolkiens Anmerkungen nicht zurecht. Es gibt am Ende des Buches mehrere Verzeichnisse, obwohl bereits im Fließtext viele Namen erklärt werden. Trotzdem konnte ich nicht für alles eine Erklärung finden – vielleicht, weil ich eben „nur“ ein wertschätzender Leser und niemand bin, der Tolkiens Werke so studiert hat, wie sein Sohn es tut. Fazit: Die eigentliche Geschichte Beren und Lúthiens ist eine wundervolle Liebesgeschichte, die ich gerne gelesen habe. Im Kontext der Ausführungen Christopher Tolkiens konnte ich dem kunstvoll gestalteten Buch jedoch leider weniger abgewinnen, als es verdient hätte.

    Mehr
  • Eine wunderbar illustrierte Liebesgeschichte in der Welt von Mittelerde

    Beren und Lúthien

    lesestunden

    09. July 2017 um 17:12

    Mit Beren und Lúthien präsentiert Christopher Tolkien, wie er selbst im Vorwort schreibt, wohl sein letztes Buch, in dem er die Texte seines Vaters neu zusammengestellt veröffentlicht. Die eigentliche Liebesgeschichte ist mit ihrem mythologischen und märchenhaften Stil sehr schön und gelungen. Diese Geschichte aber in ihrem Entwicklungsprozess und in all ihren Variationen zu erleben ist wohl eher etwas für eingefleischte Tolkien-Fans. Der unbedarfte Leser findet sich zwar in den sehr gut, von Christopher Tolkien kommentierten und aus zahlreichen Quellen zusammengetragenen Textfragmenten zurecht, erlebt aber in allen unterschiedlichen Erzählformen keine spannende oder bewegende Geschichte. Ein Genuss sind auf jeden Fall die schönen Illustrationen von Alan Lee.Ausführliche Rezension mit Fotos vom Buch: https://www.lesestunden.de/2017/07/beren-und-luthien-j-r-r-tolkien/

    Mehr
  • Meine Rezension zu "Beren und Lúthien"

    Beren und Lúthien

    Belladonna

    26. June 2017 um 14:11

    Beschreibung Die Liebesgeschichte von Beren und Lúthien ist eine von Tolkiens emotionalsten und dramatischsten Erzählungen. Während Beren den Sterblichen angehört, zählt Lúthien zu den unsterblichen Elben und ist unerreichbar für Beren. Doch die Beiden verlieben sich gegen den Willen von Lúthiens Vater ineinander. Der Elbenfürst stellt Beren vor eine unglaubliche Aufgabe, die er erst lösen muss, um Lúthien zur Frau nehmen zu können. Meine Meinung J. R. R. Tolkiens Sohn Christopher hat in dieser schmuckvollen Ausgabe von „Beren und Lúthien“ ein ganz besonders literarisches Stück heraus gebracht. Die Liebesgeschichte des sterblichen Beren und der schönen Elbe Lúthien hatte eine große Bedeutung für J. R. R. Tolkien und ist Bestandteil des „Silmarillion“, des „Buchs der Verschollenen Geschichten“ und des „Leithian Liedes“. Christopher Tolkien hat nun die Geschichte von „Beren und Lúthien“ aus diesem umfangreichen Werk herausgelöst und stellt sie dem Leser in den verschiedenen Überarbeitungszuständen dar. "Da war Beren sehr froh über ihre liebevollen Worte, und gern hätte er mit ihr als Jäger in der Wildnis gelebt, doch sein Herz war gerührt von dem, was sie um ihn gelitten hatte, und um ihretwillen entsagte er seinem Stolz." (Seite 90) Diese Neuerscheinung ist in erster Linie für waschechte Tolkien Fans geeignet, denn hier kann man hautnah den Entwicklungsprozess der bedeutenden Geschichte von „Beren und Lúthien“ mitverfolgen und somit einen Einblick in die schriftstellerische Arbeit Tolkiens erhalten. Obwohl es sich hier um eine Neuerscheinung handelt, sind die darin abgedruckten Texte nicht neu – wie zu Beginn bereits erwähnt, handelt sich um eine spezielle Zusammenstellung bereits veröffentlichter Texte, bestehend aus dem „Leithian Lied“,Auszüge der Geschichte aus dem „Silmarillion“ und dem „Buch der Verschollenen Geschichten“. Auf diese Weise stellt sich dem Leser die Geschichte in all seiner Komplexität dar. Es hat mir großen Spaß gemacht in Tolkiens Welt einzutauchen und seinen Protagonisten ein Stückchen näher zu kommen. Vor allem die Magie Lúthiens und ihre Stärke hat mich vom Anfang bis zum Ende begeistert! "…Mandos gestattete ihnen zu gehen, aber er sagte, dass Lúthien sterblich werden müsse wie ihr Geliebter und die Erde ein weiteres Mal in der Art sterblicher Frauen verlassen müsse, und von ihrer Schönheit bliebe nur ein Gedenken im Liede." (Seite 152/153) Der Erzählstil Tolkiens passt hervorragend zu der heroisch-romantischen Geschichte über die liebenden Beren und Lúthien, deren Liebe sogar über den Tod hinaus bestand hat. Große Teile des Buches stammen aus dem Leithian Lied und sind daher in Versform. Zu Anfang hatte ich meine Bedenken, ob ich damit gut klarkommen würde, diese Bedenken haben sich aber bald in Luft aufgelöst. Tolkien ist ein Meister der Worte und erschafft mit seinen Versen eindrückliche Bilder im Kopf der Leser. Leider muss ich sagen, dass das Lied an einigen Stellen etwas holprig zu lesen war (dies würde ich allerdings der schwierigen Übersetzung eines solchen Textes zuschreiben). Die von Alen Lee speziell für dieses Buch angefertigten (farbige und skizzenhafte schwarz-weiß) Illustrationen untermalen die tolkiensche Arbeit perfekt.Fazit Eine Perle aus dem Tolkien-Universum, die für eine ganz besondere Leseerfahrung sorgt. --------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 25.06.2017

    Mehr
  • Sehr nett

    Beren und Lúthien

    Bjjordison

    21. June 2017 um 08:37

    Das Buch hat mir recht gut gefallen. Leider ist es aber kein Roman, sondern beschäftigt sich hauptsächlich mit der Entstehungsgeschichte diverser Texte. Die Idee dahinter fand ich aber gut, denn so sind doch auch einige Passagen, das erste Mal auf deutsch erhältlich. Zusätzlich sollte ich noch erwähnen, dass es einige Kapitel in Versform geschrieben sind, was ich persönlich jetzt nicht so mag, denn ich finde diese Dinge immer recht anstrengend zu lesen. „Beren und Lúthien“ wurde ja bereits im Silmarillion erwähnt und ich fand es damals schon sehr interessant, deswegen habe ich mich natürlich sehr über dieses Buch gefreut. Die Illustrationen sind übrigens sehr schön und habe mich während des ganzen Lesens immer wieder gefreut. Sehr schön Fazit: 4 von 5 Sterne. Definitiv Lesenswert. Sehr schön gemacht.

    Mehr
  • Ein Märchen aus der alten Zeit - nicht nur der von Mittelerde

    Beren und Lúthien

    BonniesBuchemotion

    18. June 2017 um 14:29

    Wie kann man einem Buch gerecht werden, das die Seele eines der (meiner Meinung nach) größten Autoren aller Zeiten widerspiegelt? Nun denn, ich versuche mal mein Glück. Verzeiht, wenn ich zu sehr ins Schwärmen gerate…  Zunächst einmal gibt es zum Inhalt nur ein paar Worte zu sagen, und zwar für diejenigen, die meinen Rezensionen sonst folgen: Bei Beren und Lúthien handelt es sich nicht um einen klassischen Roman in dem Sinne. Christopher Tolkien hat hier vielmehr Ausschnitte aus anderen Tolkien-Werken zusammengefasst, um die Geschichte von Beren und Lúthien mehr hervorzuheben. Es ist ein Sammelsurium, das die Chronik der beiden wiedergibt und gleichzeitig in das Gefüge der Chroniken von Mittelerde einfügt, mit nur teilweise unveröffentlichtem Material. Warum tat Christopher Tolkien das? Und warum ist es toll, das zu lesen? Eins sei vorweg gesagt: Allein das Vorwort hat mich zu Tränen gerührt. Die Geschichte von Beren und Lùthien ist die Geschichte von Tolkien selbst und seiner Frau, das wird mehr denn je deutlich, als Christopher Tolkien ausführt, dass sein Vater den Namen „Beren“ auf seinem Grabstein stehen habe und der Name „Lúthien“ auf dem seiner Frau stehe. Und nach diesem Vorwort ist man neugierig auf den Zauber der Geschichte, die sich in diesem Buch ganz zauberhaft entfaltet. Sie gleicht einem Märchen. Die Textstellen, Verse und Bilder ziehen einen in einen unsäglichen Bann und man kann die Magie und die Liebe spüren, die ihnen liegen. Alan Lee, der wie viele wissen auch schon in der grafischen Umsetzung des Herrn der Ringe di Hauptrolle spielte, ist der Illustrator, der dem Ganzen ein wundervolles Gesicht gibt. Dabei ist es beachtlich, wie viele Parallelen man zu Tolkiens eigenem Leben findet und wie emotional das Buch ist, wie nah man dem kommt, was dahinter steht: Eine Liebe, die Zeiten des Krieges und die Tragödie der Menschen, die sie erlebt haben. Dies und noch mehr bringt mich zu der Aussage, dass ich dieses Buch jedem, der Mittelerde im Herzen trägt, sehr an dasselbe legen möchte.  Zu einem Fazit bin ich so gut wie nicht in der Lage. Mich hat das Buch umgehauen und ich bin mir sicher, ich werde es noch oft aufschlagen und in den Versen blättern, die Illustrationen bewundern und einfach Zeit mit diesem wundervollen Text verbringen, der eine tragisch-schöne Geschichte erzählt. Es ist außerdem auch äußerlich ein echtes Schmuckstück fürs Regal, daher erhält es von mir 5 von 5 Sternen.  „Lieder erinnern, die gesungen Elben einst in vergessenen Zungen, wie Lúthien und Beren schweiften, an Sirions Ufern, heiter streiften über die Wiesen leichten Fußes und voll täglichen Genusses.  Zog auch der Winter schon ins Land , blieben doch Blumen, wo sie stand.  Tinúviel, Tinúviel!  Die Vögel singen froh und hell und trauen sich, im Schnee zu nisten, wo Lúthien und Beren fristen.“ (S. 176) 

    Mehr
  • Über die Entstehung einer Geschichte

    Beren und Lúthien

    Flaventus

    11. June 2017 um 22:46

    Am Ende des Vorworts zu Beren und Luthien schreibt Chr. Tolkien „Im Alter von dreiundneunzig Jahren ist dies (vermutlich) mein letztes Buch […].“ Der Tolkien-Fan dürfte also tatsächlich das letzte neu veröffentlichte Buch in den Händen halten. Wobei „neu“ etwas irreführend sein kann, denn die Geschichte von Beren und Luthien ist nicht neu, wurde sie doch schon 1977 im Silmarillion veröffentlicht. Dort heißt es, dass „über ihr Leben das Leithian-Lied gedichtet [wurde], welches das zweitlängste unter den Liedern über die Welt von einst ist; […] (S. 217, Das Silmarillion, 1999, Klett-Cotta). Das Leithian-Lied In diesem Buch wurde es nachgeholt und das Leithian-Lied findet sich vollständig abgedruckt wieder. Vollständig? Nein nicht ganz, denn trotz der Länge des Leithian-Lieds, hat Tolkien das Lied nie vollendet. Und so heißt es in dieser Ausgabe (Pos. 3471 „Das Lethian“): „Obwohl er nach Fertigstellung seiner Arbeit am Herrn der Ringe umfangreiche Änderungen am Leithian-Lied vornahm, […] dürfte es sicher sein, dass er die Geschichte in Versform niemals weiterführte, […]“ Dennoch nimmt das Lied gut die Hälfte dieses Buchs ein. Daneben finden sich noch einige (leicht) abgewandte Formen der Erzählung, wie sie im Silmarillion zu finden ist und zahlreiche Informationen zu deren Hintergründen. So wie sich auch ansonsten recht viele Hintergrundinformationen rund um diese Geschichte finden. Es handelt sich bei diesem Buch also nicht um eine Neuerzählung der Geschichte von Beren und Luthien, sondern vielmehr um eine Zusammenstellung unterschiedlichster Texte rund um deren Entstehungsgeschichte! Illustrationen Das Buch ist mit zahlreichen Illustrationen aus der Feder von Alan Lee geschmückt. Es gibt nicht nur einige Farbtafeln, sondern auch etliche Bleistiftzeichnungen, die das Erzählte untermalen. Im Großen und Ganzen sind diese Illustrationen sehr schön anzusehen, so wie man es von den anderen Büchern gewohnt ist. Ich habe das Buch als E-Book gelesen. Auf dem Kindle kommen die Illustrationen erwartungsgemäß nicht so zur Geltung wie auf einem Tablet, so dass ich hier die Nutzung eines Tablets nur empfehlen kann. Fazit Wer Tolkiens Werke nicht kennt, sollte sich von diesem Buch fernhalten. Es richtet sich eindeutig an Fans von Mittelerde, die die anderen Bücher kennen. Mindestens das Silmarillion ist eine Pflichtlektüre, um die Erzählungen und Anekdoten im rechten Licht sehen zu können, die hier präsentiert werden. Wer nur eine Neuerzählung der Geschichte von Beren und Luthien sucht, wird eher enttäuscht werden. Wer weiß, worauf er sich bei diesem Buch einlässt, wird sicherlich seine Freude haben. Diese Rezension findet sich auch auf meinem Buchblog.

    Mehr
    • 2
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks