Beren und Lúthien

von J.R.R. Tolkien 
3,8 Sterne bei45 Bewertungen
Beren und Lúthien
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Illustration top, der Rest Flop.Leider nicht das bekommen was ich mir gewünscht habe. Für Entstehungsgeschichten Freunde aber empfehlenswert

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Inhaltsangabe zu "Beren und Lúthien"

Unerschrocken macht sich Beren auf den Weg, den Silmaril für seine Liebe zu gewinnen. Da setzt Melkor, auch Morgoth der Schwarze Feind genannt, die fürchterlichsten Kreaturen – skrupellose Orks und schlaue Wölfe – gegen Beren ein. Aber die Liebe zwischen Lúthien und Beren reicht buchstäblich über den Tod hinaus

Ein dramatisches Schicksal überschattet die Liebe von Beren und Lúthien. Sie gehört den unsterblichen Elben an, während er ein Sterblicher ist. In seiner tiefen Abneigung gegen alle Menschen zwingt ihr Vater, ein großer Elbenfürst, Beren eine unlösbare Aufgabe auf: Bevor dieser Lúthien heiraten darf, muss er von Melkors Krone einen Silmaril rauben. Der schwarze Feind, auch genannt Morgoth, setzt die fürchterlichsten Kreaturen – skrupellose Orks und schlaue Wölfe – gegen Beren ein. Aber die Liebe zwischen Lúthien und Beren reicht buchstäblich über den Tod hinaus.

Diese ohne Übertreibung schönste Geschichte Tolkiens ist in nicht endgültiger Form Bestandteil des »Silmarillion« und des »Buchs der verschollenen Geschichten «. Hier liegt sie jetzt gemäß Tolkiens Plänen erstmals vollständig und in allen Varianten vor.

»Das mitzuerleben ist eines der großen Leseabenteuer unserer Gegenwart.«
Denis Scheck, Druckfrisch

»Ein Muss für alle Tolkien-Fans.«
Elena Gorgis, Deutschlandfunk Kultur

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783608963274
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Klett-Cotta
Erscheinungsdatum:27.10.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    xxxSunniyxxxs avatar
    xxxSunniyxxxvor 3 Monaten
    ich liebe es!

    Ich freue mich immer wieder auf ein Werk aus Mittelerde. Vorne weg muss gesagt werden, wer hier auf eine Erzählung im Stil von "Herrn der Ringe" erwartet, wird enttäuscht sein. Das ist hier nämlich nicht der Fall. Beren und Lúthien gleicht eher einer Gesamtsammlung an Texten und Erzählungen, die Tolkiens Sohn Christopher sortiert und in einem Erzählstrang zusammen gefügt hat. Es war wieder beeindruckend mit welcher Tiefe und Komplexität diese Welt um Mittelerde erschaffen wurde. Genau das macht alle Geschichte so einzigartig und tauche immer wieder gern in diese Welt hinab. Abgerundet wird dieser literarischer Part mit wunderschönen, aussagekräftigen Illustrationen vom Tolkien Künstler Alan Lee, den man bereits als Designer aus der Herr der Ringe kennt.

    Diese Geschichte spielt etwa 6500 Jahre vor dem Ringkrieg und somit nach im ersten Zeitalter von Mittelerde. Hier geht es um Beren der sich unsterblich in die Elbenprinzessin Lúthien verliebt. Diese Liebe und Verbindung zwischen Mensch und Elben ist verboten und beeinflusst das Schicksal der Welt. Ihr Vater der Elbenfürst will dies verhindern und gibt Beren seine geliebte Tochter nur unter einer Bedingung, er soll einen der Silmaril aus der Eiskrone von Morgoth stehlen. Trotz der Gefahr und den dem sicheren Tod nimmt Beren diese Aufgabe an.

    Die Geschichte ist wirklich bezaubernd und erinnert ein wenig an ein Märchen. Es gibt viele Verse, die einen einnehmen und in seinen Bann ziehen. Man merkt mit jeder Zeile das dies eine ganz besondere Geschichte ist. Warum fragt ihr euch jetzt sicherlich. Im Vorwort erklärt Christopher Tolkien das dies die Geschichte von seinem Vater und seiner Mutter ist, die diese Namen auch auf ihrem Grabstein verewigt haben. Das macht die Geschichte wie ich finde zu etwas ganz besonderem, man spürt die Liebe die da inne wohnt. So kommt es das man viele Parallelen zu seinem Leben ziehen kann und das macht es doch schon sehr emotional. Ich kann dieses Werk nur jedem Mittelerde Fan ans Herzen legen, denn mich hat diese Geschichte sehr berührt.

    "Beren und Lúthien" ist eine unglaublich tolle Liebesgeschichte in der Welt von Mittelerde. Für jeden Tolkienfan ein muss, jeder der die Bücher nicht kennt sondern nur die Filme wäre dies, so denke ich, etwas zu speziell. Es gibt viele schöne Verse und Illustrationen in die man sich verlieren kann und es zu etwas ganz besonderem machen.

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    Sarwens avatar
    Sarwenvor 5 Monaten
    Schönste Liebesgeschichte aus Mittelerde

    Hatte gedacht das es die selbe Geschichte aus dem Silmarillion ist.

    Aber es ist eine andere Version von Tolkien,Beren ist ein Gnom und Luthien wird nur Tinuviel genannt.

    Als Beren vom Katzenfürsten Telvido,gefangen wird.

    Hatte ich das Gefühl beim lesen,das es nicht mehr in Mittelerde spielt.

    Wie in einem Märchen,aus der Kindheit.

    Am besten war die Version mit Finrod und Feanors Söhne und das Lied.

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    BettinaR87s avatar
    BettinaR87vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: "Mogelpackung" - eher was für Literaturwissenschaftler, weil die eigentliche Geschichte sehr kurz ist & der Rest eine Abhandlung darüber.
    Wissenschaftliche Abhandlung, keine romanhafte Erzählung

    Beren ist ein junger Gnom, der durch die Wälder streift. Dabei sieht er Tinuviel (aka Lùthien), wie sie im Mondlicht tanzt und verliebt sich quasi sofort in sie. Sie bemerkt ihn und nachdem sie sich auf diese Art öfter gesehen haben, nimmt sie ihn mit in die Hallen und stellt ihm ihren Vater Tinwelint vor. Der macht sich über Beren eher lustig, will seine hübsche Tochter vor ihm „bewahren“ und schickt ihn durch einen höhnischen Kommentar auf eine gefährliche Reise: Einen Stein des Silmaril aus der Krone des schwarzen Feindes (Morgoth) zu stehlen! Tinuviel indes findet das nicht so witzig wie ihr Vater und seine Mannen – und büxt kurzerhand aus, um Beren zu Hilfe zu kommen. Zunächst weniger aus großer Liebe, mehr aus der Verantwortung, dass sie es war, die Beren erst zu ihrem Vater gebracht hat. Doch natürlich kommt es, wie es kommen muss: Die beiden gehen als eines der größten liebespaare Mittelerdes in die entsprechenden Annalen ein.

    Die Kritik

    Hält man das Buch in Folie eingepackt in der Hand, macht es den Eindruck, dass es ganz einfach ein Buch mit der Geschichte „Beren und Luthien“ innen ist. Hat man die Chance, den Text auf der Innenseite des Umschlags zu lesen, bekommt man zumindest eine Ahnung davon, dass die Geschichte nicht nur einmal, sondern in potenziell mehreren Versionen erzählt wird. Was dabei leider immer noch untergeht: Die quasi wissenschaftliche Herangehensweise von Christopher Tolkien. Schon bevor die eigentliche Geschichte losgeht, geht es schon mal 44 Seiten lang um die Hintergründe, die Einbettung der Geschichte in den Kontext der Altvorderen Zeit und den Bezug zu „Herr der Ringe“ natürlich auch. Die eigentliche Geschichte ist relativ kurz und schnell von Veanne erzählt. In diesem Sinne ist es auch keine romanhafte Erzählung, sondern in einer Version wirklich aus dem Munde einer Erzählerin, die natürlich keine perfekte Ausschmückung aller Szenen präsentiert, sondern recht kurz und pragmatisch einfach sagt, was passiert ist. Kennzeichnend dafür ist, dass recht viele Sätze mit „und“ beginnen.

    Nach der eigentlichen Geschichte geht das so weiter: Beren und Lùthien wird aus mehreren Sichtweisen, beziehungsweise auch mit Versionen aus verschiedenen Jahren erzählt – teils sogar in Versform. Dieses Leithian-Lied ist fast schon das Herzstück des gesamten Buches, denn es macht noch viel mehr Spaß es zu lesen, anstatt der erzählten Geschichte zuvor. Merke: Diese Darstellungen und Erklärungen sind sehr gut gemacht, geradezu wissenschaftlich akribisch. Denn die Welten, die J.R.R. Tolkien geschaffen hat, sind bisweilen sehr verwirrend – und handschriftlich mit Bleistift vor bald 100 Jahren verfasst. Hier strukturiertes Licht ins Dunkel zu bringen, ist sicherlich kein leichtes Unterfangen. Das ist Christopher Tolkien wirklich gut gelungen. Damit ist dieses Buch für Fans, die jedes Detail von Mittelerde aufsaugen, ein absolut perfektes Gimmick! Was hier kritisiert wird, ist, dass es so an sich nicht gut ersichtlich ist, was man als Leser bekommt – einige Stichworte auf der Rückseite des Buches wären hier sicherlich hilfreich gewesen.

    Absolut zucker sind die bunten Zeichnungen, die sich im Buch finden – grrundsätzlich in Büchern mittlerweile eine echte Seltenheit, in bewährter Weise von Alan Lee und wirklich interessant in der Betrachtung. Sie bringen wieder etwas Magie in die sonst recht nüchterne Abhandlung über eines der ältesten Liebespaare aus der Welt des Rings.

    Für Liebhaber und Literaturwissenschaftler ein kleines Juwel, weil teilweise Texte enthalten sind, die zum ersten Mal in deutscher Fassung vorliegen. Es braucht aber deutlich wissenschaftlich motiviertes oder sehr viel Fan-Liebe, um das Buch in seiner Gesamtheit so würdigen zu können, wie es das verdient.

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    derMichis avatar
    derMichivor einem Jahr
    Hunde, Katzen und ein Elb namens Gimli

    Wer an dieses Buch mit der Erwartungshaltung von Einzelausgaben wie "Die Kinder Húrins" herantritt, der sollte sich vorsehen. Diese Fassung der Geschichte ist keine romanhafte Nacherzählung von Mittelerdes größtem Liebesepos. Hier finden sich neben den gewohnt kunstvollen Illustrationen von Tolkien-Künstler Alan Lee zahlreiche unterschiedliche Versionen der Geschichte von Beren und Lúthien, oft auch nur in Ausschnitten. Manches könnte Kennern von "Das Buch der verschollenen Geschichten" schon bekannt vorkommen, andere Elemente, wie die ursprüngliche(n) Versfassung(en) liegen erstmals gedruckt und ins Deutsche übersetzt vor.

    Besonderes interessant: Beren bekommt es in einer früheren Form der Geschichte unter anderem mit kriegerischen Katern (!), sowie einem Elb namens Gimli zu tun. Und: Er war außerdem nicht von Anfang an ein Mensch (man denke an die Parallele zu Aragorn und Arwen Abendstern), sondern ein Gnom. Nein, kein Gartenzwerg mit Knubbelnase und auch kein verkappter Ork, sondern ein Elb. Tolkien junior erklärt sinnvoll wie es zur Wahl dieses Begriffs kam und stellt darüber hinaus sämtliche Versatzstücke der Erzählung in den Kontext der übrigen Geschehnisse in Mittelerde, vergleicht die Fassungen miteinander und spürt der Geschichte der Erzählung nach.

    Kein neuer Roman also, eher ein Stück mittelerdische Literaturwissenschaftler für Liebhaber und Insider. Wer sich schon einmal mit nordischer oder lateinischer (Vers)Dichtung befasst hat, der wird in Struktur und Tempuswechsel so manches vertraute Stilmittel entdecken. Wenn nicht gerade Prosa wiedergegeben wird, dann sollte man allerdings lange Strophen in Paareimen tolerieren können. Durch seine liebevolle und edle Gestaltung ist das Büchlein dennoch eine Zierde für jede Tolkien-Sammlung. Alan Lees Bilder laden zum Träumen ein und ebnen den Weg nach Mittelerde für alle visuell veranlagten Leser. Mit etwas Zeit und Geduld findet man dann sicher auch seinen Zugang zum Inhalt.

    Tolkiens schönste Geschichte in ihrer schönsten Form. Die Tragik der Ereignisse wird selbst in den früheren "tierischen" Fassungen und in den gereimten Versen deutlich und erklärt, warum sich gewisse Charaktere in anderen Episoden aus Mittelerde an diese Geschichte erinnern. Die vorliegende Ausgabe ist ein würdiger Abschluss von Christopher Tolkiens Arbeit, die man aus literaturgeschichtlicher Sicht und auch als Fantasyfan gar nicht genug würdigen kann. Da für zukünftige Filme allerhand rechtliche Hindernisse existieren, dürfte dieses Buch für die nächsten Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, überhaupt die vorerst letzte relevante Veröffentlichung von Geschichten aus Mittelerde sein. Tolkien-Experte Helmut W. Pesch und sein Kollege Hans-Ulrich Möhring sorgen dafür, dass daraus auch in der deutschen Fassung ein ansprechendes Erlebnis wird. Danke dafür, an alle Beteiligten!

    Originaltitel: "Beren and Lúthien"
    Seitenzahl: 304
    Format: 13,3 x 20,8 cm, gebunden
    Verlag: Klett-Cotta
    Bonusmaterial: Namensverzeichnis, Glossar

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    Pialalamas avatar
    Pialalamavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine schöne Sammlung der Versionen zu "Beren und Luthien". Besonder das Leithian-Lied hat es mir angetan!
    Sehr schöne Geschichte, aber in erster Linie nur für Fans geeignet!


    „Doch unbeschreiblich Lúthien war,
    wie sie mit weißen Rosen im Haar
    getanzt  und wie ihr Elbensang
    in jener Sternennacht erklang.“

    – Leithian Lied, S.127

    Die Geschichte um Beren und Lúthien ist recht schnell erzählt, was sie aber nicht weniger schön und spannend macht. Herzstück des Buches ist das Leithian-Lied, eine Gedichtversion der Geschichte. Es lässt sich sehr einfach lesen und auch verstehen, was bei solchen Liedern ja nicht immer der Fall sein muss. Neben dem Lied gibt es noch zwei weitere Versionen, von denen mir vor allem die erste gefallen hat. Hier begegnen wir wieder völlig neuen Fabelwesen: Riesigen Katzen! In der zweiten Version treffen wir jedoch wieder „nur“ auf die gewöhnlichen Bewohner von Beleriand, darunter auch Thú, der später Sauron genannt wird.

    Was mir auch hier wieder besonders gut gefällt, sind einfach diese Hintergründe zur Welt von Tolkien. Ich habe es schon mal gesagt: Die Welt von Tolkien, dieses großartige Werk das er geschaffen hat, fasziniert mich einfach immer wieder aufs Neue. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder ganz gefesselt von dem Zeitalter, den Elben und  den Helden, den Göttern, Königen und Bösewichten. Dazu hat natürlich auch der Schreibstil von Tolkien beigetragen, den ich immer noch nicht beschreiben kann. Man muss es einfach selbst gelesen haben. Aber wahrscheinlich würde ich es einfach als einen Märchen-Schreibstil bezeichnen. Märchenhaft sind neben dem Schreibstil auch die wundervollen Zeichnungen von Alan Lee, die wir auch in diesem Buch wieder vorfinden.

    Auch wenn mir diese wunderschöne Geschichte wirklich gut gefallen hat & ich vor allem von dem Leithian-Lied begeistern bin, gibt es leider auch einige Kritikpunkte, die sich hauptsächlich auf den Aufbau des Romanes beziehen:

    Herausgeber des Buches ist wieder Christopher Tolkien, der versucht hat Ordnung in die wirren Notizen und Manuskripte seines Vaters zu bringen. Wie auch schon bei „Die Kinder Húrins“, gibt es wieder sehr viele Informationen zur Entstehungsgeschichte und zu den Hintergründen rund um dieses Werk. An sich finde ich das sehr schön, vor allem dann, wenn man ein Fan von Tolkien ist. Aber an manchen Punkten hätte ich mir gewünscht, dass der Aufbau ein bisschen anders gewesen wäre: Dieses Buch besteht, wie bereits erwähnt,  aus mehreren Versionen von „Beren und Lúthien“. Zu jedem dieser Versionen werden viele Worte von C. Tolkien geschrieben, was mich vor allem bei dem Leithian-Lied, dem Herzstück des Buches, gestört hat. Durch die Unterbrechungen, vor allem mit dem Vergleich zur zweiten Version, wurde mein Lesegenuss hier etwas gedämpft. Ich persönlich hätte die erste Version und das Leithian-Lied für völlig ausreichend gehalten. Zudem hätte ich es besser gefunden, wenn die Kommentare erst im Anhang gekommen wären. Im Vorwort wurden schon so viele Anmerkungen und Bezüge  auf den Text  genommen, dass ich manchmal das Gefühl hatte, mir wird etwas vorweg genommen. Für Leser, die nicht all zu viel von unterbrechenden und langen Kommentaren zwischen den Zeilen halten, ist dieses Buch wohl eher ungeeignet. Sollten diese aber dennoch in den Genuss der Geschichte an sich kommen wollen, dann empfehle ich hier eher „Das Silmarillion“.

    Fazit Auch hier kann ich wieder sagen: Für einen Tolkien-Fan ein Muss! Allein das Leithian-Lied  ist es wert, diese wunderschöne Geschichte von Tolkien in das Regal zu holen. Aber auch die meisterhafte Welt und die vielen Hintergrundinfos lassen sicherlich die Fan-Herzen hier wieder höher schlagen. Und trotz des Lobes zur Geschichte an sich, muss ich auch so ehrlich sein und zugeben: Die ständigen Unterbrechungen durch Christopher Tolkiens Anmerkungen hätten nicht sein müssen – dafür hätte es auch andere Lösungen gegeben! 

    „Im Alter von dreiundneunzig Jahren ist dies (vermutlich) mein letztes Buch in der langen Reihe von Editionen der Schriften meines Vaters […]“

    – Christopher Tolkien, S. 19

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    Jashrinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine schöne Liebesgeschichte, die den Autor über lange Jahre begleitet hat und die immer wieder verändert wurde.
    Eine Liebesgeschichte im Wandel der Zeit

    Der sterbliche Beren erblickt eines Nachts die unsterbliche Lúthien beim Tanz im Mondenschein. Es gelingt ihm, Lúthiens Herz zu gewinnen, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. In seiner tiefen Abneigung den Sterblichen gegenüber stellt Lúthiens Vater Thingol Beren eine schier unlösbare Aufgabe: er willigt erst dann in eine Heirat ein, wenn Beren ihm einen der sagenumwobenen Silmaril aus der Krone des grausamen Melkors bringt…
    Mit Spannung habe ich auf die Geschichte von Beren und Lúthien gewartet, die zwar nicht unbekannt ist, doch in dieser Zusammenstellung erstmals von Christopher Tolkien herausgegeben wurde. Nachdem ich mich auf den ersten Seiten des Vorwortes beinahe überfordert sah, was die verschiedenen benannten Versionen und die vielen Namen anging, so habe ich mich zum Glück doch schnell eingefunden. Trotzdem, ich habe für die Lektüre verhältnismäßig lange gebraucht. Zum einen lag es daran, dass ich bewusst nur dann gelesen habe, wenn ich auch die Ruhe hatte, den Text richtig zu genießen, zum anderen handelt es sich im Gegensatz zu „Der Herr der Ringe“ oder „Der Hobbit“ nicht um einen durchgängigen Prosatext.
    Beren und Lúthien sind den Tolkien-Lesern unter anderem bereits im Silmarillion begegnet. Christopher Tolkien hat versucht, die unterschiedlichen Versionen dieser einzigartigen Liebesgeschichte weitestgehend von den anderen Geschichten zu lösen und sie so zusammenzustellen, dass sie für sich alleinstehen und der Leser vor allem den Wandel in der Geschichte nachvollziehen kann, denn J.R.R. Tolkien hat seine Geschichte über die Jahre hinweg immer wieder verändert. 
    Das Leithian-Lied, welches in Versform erzählt und 1931 unvollendet abgebrochen wurde, bildet den Hauptteil des vorliegenden Werkes. Dazu kommen noch kürzere Prosastücke sowie einige Erläuterungen von Christopher Tolkien, in welchen er die Textpassagen in das große Gesamtwerk seines Vaters einordnet, Erklärungen zu den Veränderungen und zu den handelnden Figuren gibt. Dabei geht er sehr wissenschaftlich vor und manches Mal hat er mich bei seinen Erklärungen verloren, da ich mich zwar durchaus als Tolkien Fan bezeichne, aber mich nicht regelmäßig mit Mittelerde und dem ganzen von Tolkien erschaffenen Kosmos beschäftige, so dass mir nicht jedes kleine Detail, jeder Ort und jede Person präsent ist. Dennoch war es ungemein spannend und interessant zu lesen, wie sich die Geschichte verändert hat und zu sehen, über welch langen Zeitraum sich J.R.R. Tolkien mit diesem Märchen immer wieder befasst hat. Ein wenig war es so, als habe man dem Autor während seines Schaffungsprozesses über die Schulter blicken dürfen.
    Wie schon zuvor, hat Alan Lee auch die Geschichte um Beren und Lúthien aufwändig und mit viel Liebe zum Detail illustriert. Neben 9 Farbtafeln gibt es unzählige weitere Bleistiftzeichnungen, die die Geschichte auf ihre eigene Art ergänzen und das Buch auch optisch zu einem wahren Kunstwerk machen.
    Mein Fazit: Die Geschichte von Beren und Lúthien zeigt ein weiteres wunderbares Stück von Tolkiens Welt und er konnte mich einmal mehr begeistern. Doch auch wenn die Geschichte aus dem äußerst komplexen Zusammenhang herausgelöst wurde, in welchem sie ursprünglich eingebettet war, würde ich das Buch dennoch in erster Linie Kennern von Tolkiens Welt empfehlen.

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    quatspreches avatar
    quatsprechevor einem Jahr
    Kurzmeinung: J. R. R. Tolkiens Geschichten sind niemals einfach, niemals unkompliziert, aber sie beinhalten meistens mehr als reine Fantasy.
    Beren und Lúthien

    Und wieder schaffte es Christophier Tolkien eine Geschichte seines Vaters so zu rekonstruieren, dass dessen Erzählkraft ungerbochen zum Leben erweckt wird. Beren und Lúthien ist, wie auch die Kinder Húrins, eine herzergreifende Liebesgeschichte im historischen Stil erzählt.

    Die Geschichte von Beren und Lúthien spiel lange vor den Abenteuern von Bilbo oder Fodo und ist auch von einer ganz anderen Art. Sie erzählt vom Leben des Beren, eines Menschen, der die schönste und anmutigste Elbenfrau aller Zeiten beim Tanzen beobachtete und sich daraufhin in sie verliebte. Auch Lúthien verlor nach einiger Zeit der kreuschen Zweisamkeit ihr Herz und wollte Beren für immer bei sich behalten. Doch ihr Vater Tingol, König von Doriath, legte dem tapferen Krieger eine unlösbare Aufgabe auf, bevor er seine Tochter heiraten durfte. Der Verehrer soll einen kostbaren und verfluchten Edelstein, einen von drei Silmaril, aus der Krone des Melkos, ein großer böser Vala, stehlen und somit zu seinen wahren Besitzern zurück bringen.

    Lúthien/Tinúviel von Alan Lee. Quelle: http://alan-lee.narod.ru/Images/lee-lotr_LuthienTinuviel.jpg

    Da Beren auf sich allein gestellt ist, und Lúthien, die in früheren Fassungen noch Tinúviel heißt, von ihrem Vater gefangen gehalten wird, gibt es kaum Hoffnung für die beiden verliebten. Doch die schöne Tinúviel ist mit besonderen Gaben ausgestattet und der tapfere Beren mit einer besonderen Beharrlichkeit, so dass sie am Ende zueinander finden. Doch die Gefahr ist noch nicht vorbei und das wirklich besondere an der Geschichte passiert erst danach, als der Stein in den Händen des Elbenkönigs liegt und Tinúviel und Beren vereint sind. Vom Ende der Geschichte gibt es verschiedene Fassungen, die in Mittelerde erzählt werden:
    Bei einem letzten Gefecht stirbt Beren und die treue Lúthien steigt in die Unterwelt und tauscht ihre Unsterblichkeit für ein zweites Leben ihres Geliebten ein. So erhält der Tapfere eine zweite Chance und Tinúviel/Lúthien lebt und altert mit ihm an einem entfernten und beschützen Ort.

    Christopher Tolkien hat eine der schönsten Liebesgeschichten seines Vater liebevoll rekonstruiert und alle Versionen des Textes zusammen geführt. Die Ausgabe beinhaltet verschiedene Prosa sowie Dichtungen und bildet eine einheitliche und schillernde Darstellung des Werdegangs des Textes.

    Dazu kommen die großartigen Bilder des Künstlers Alan Lee, der schon viele Tolkien-Werke illustrierte und mit seinen Zeichnungen einen Standard der Fantasykunst erschuf.

    Dieses Buch ist eine lyrische Bereicherung, nicht nur für Tolkien-Fans, sondern auch für Liebhaber mittelalterlicher Erzählungen, Fantasy und Liebesgeschichten. J. R. R. Tolkiens Geschichten sind niemals einfach, niemals unkompliziert, aber sie beinhalten meistens mehr als reine Fantasy.

    Originalbeitrag: Beren und Lúthien

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    letusreadsomebookss avatar
    letusreadsomebooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Großartige Liebesgeschichte eingebettet in die Entstehungsgeschichte. Besonders für Kenner interessant. Wunderschön illustriert!
    Eine unsterbliche Liebe im komplexen Tolkien-Universum

    Die Liebe von Beren und Lúthien wird von einem traurigen Schicksal überschattet. Sie ist eine unsterbliche Elbenprinzessin, er ist nur ein Sterblicher. Ihr Vater, der König, hegt eine tiefe Abneigung gegen alle Menschen. Daher stellt er Beren vor eine unlösbare Aufgabe: Um sein Einverständnis zur Hochzeit zu erhalten, muss Beren einen legendären Silmaril erlangen. Diese befinden sich an der Krone des bösen Melkor.

    Mit Beren und Lúthien liegt nun ein weiterer Band aus der Welt von J. R. R. Tolkien vor, der von seinem Sohn Christopher Tolkien editiert und veröffentlicht wurde. Da dieser nun selber bereits über neunzig Jahre alt ist, wird es wohl auch das letzte von ihm bearbeitete Werk seines Vaters sein. Jeder, der sich für diesen Roman interessiert, sollte sich vorher klar machen, worum es sich bei diesem Werk handelt. Es lässt sich kaum mit dem Herrn der Ringe, dem kleinen Hobbit und auch nicht mit den Kindern Húrins vergleichen. Es ist, wie im Einband beschrieben, eine Sammlung von Texten, die sich um das Schicksal von Beren und Lúthien drehen. Die Geschichte der beiden war bereits Bestandteil des Silmarillion,  des Buch der Verschollenen Geschichten und des Leithian Liedes. Christopher Tolkien hat in dem vorliegenden Buch versucht, die Geschichte aus den anderen Werken loszulösen. Das Märchen hat für seinen Vater eine besondere persönliche Bedeutung. So schreibt Tolkien in einem Brief an seinen Sohn, dass er sich wünscht, den Namen Lúthien unter den Namen seiner verstorbenen Frau auf deren Grabstein eingravieren zu lassen. Während eines Krankheitsurlaubs im Jahr 1917 trug sich die Szene zu, die ihn zum Schreiben der Geschichte inspirierte und auch in der Erzählung selbst auftaucht: Seine Frau tanzt für ihn auf einer Waldlichtung in Yorkshire, inmitten von weißen Blüten.  Die Erzählung von Tinúviel, wie Tolkien sie ursprünglich betitelte, war für ihn eine der grundlegenden Geschichten in seiner ‚Mythologie‘. Christopher Tolkien versucht, die Entwicklung der Geschichte in den Fokus zu rücken, weshalb er sie aus der komplexen Rahmendhandlung löst.

    Sehr freundlich war des Königs Rede
    zu Beren, und von Krieg und Fehde
    begann der bald schon zu berichten,
    von seinem Fußmarsch. Die Geschichten
    von Doriath erzählte Beren
    im Rat hinter verschlossenen Türen –
    doch unbeschreiblich Lúthien war,
    wie sie mit weißen Rosen im Haar
    getanzt und wie ihr Elbensang
    in jener Sternennacht erklang.

    Die eigentliche Erzählung macht von dem knapp 300 Seiten umfassenden Buch nur etwa 50 Seiten aus. Ein großer Teil des Werkes besteht aus dem sogenannten Leithian Lied. Ein Heldengedicht in Versform, das ab 1925 von Tolkien geschrieben wurde, dabei allerdings unvollendet blieb. Das Gedicht beschreibt auch die Liebe zwischen Beren und Lúthien, sowie Teile der Vorgeschichte und den Ereignissen nach der zuvor dargestellten Erzählung. Christopher Tolkien verortet so das Märchen um die Elbenprinzessin und den sterblichen Beren im mythologischen Kosmos seines Vaters. Er macht deutlich, wie sich die Geschichte innerhalb der verschiedenen Versionen unterscheidet, zitiert aus Briefen seines Vaters, anderen Werken und zeigt so auf, wie sich die Romanze um Lúthien und Beren entwickelt hat. Das ist vielleicht nicht immer spannend zu lesen, sprachlich weit entfernt vom Herrn der Ringe, aber dennoch vor allem für Fans und Interessierte am Tolkienschen-Kosmos unheimlich interessant. Wer aber noch nie Geschichten aus der Altvorderenzeit gelesen hat und sich auch sonst nicht mit der Mythologie Tolkiens auseinandergesetzt hat, dürfte sich mit Beren und Lúthien schwer tun. Zwar liefert Christopher Tolkien im Vorwort und vielen anderen Anmerkungen Erklärungen zu Namen, Orten und Hintergründen, aber komplett ohne Vorwissen lässt sich die Bedeutung der vorliegenden Geschichte nur schwerlich verstehen. Was sich aber ganz klar zeigt, ist der unglaubliche Ideenreichtum und die Erfindungsgabe von J. R. R. Tolkien. Zudem liefert es einen Einblick in seine Arbeitsweise und macht an verschiedenen Stellen deutlich, wie oft er über Jahrzehnte Teile seiner Arbeit veränderte und überarbeitete. Wie schon in einigen vorigen Veröffentlichungen ist das Buch erneut mit kunstvollen und atmosphärischen Illustrationen von Alan Lee gestaltet.

    Nicht immer spannend, aber vermutlich vor allem für Kenner interessant, erzählt die Geschichte Beren und Lúthien von einer starken und unsterblichen Liebe. Christopher Tolkien zeigt, wie sich das Werk seines Vaters wandelte und welche Tiefe die von ihm geschaffene Mythologie hat. Ein Buch, das Einblick in die Arbeitsweise seines Vaters liefert und die Entwicklung eines für J. R. R. Tolkien wichtigsten Texte nachzeichnet. Auf dem Grabstein von Tolkien selbst und seiner Frau finden sich die Namen Beren beziehungsweise Lúthien. Ein weiterer Beleg für die persönliche Bedeutung dieser Erzählung.

    Wo der Strom durch den Waldgrund floss
    und alle Bäume regungslos
    hoch ragten und mit Schattentanz
    auf ihrer Rinde überm Glanz
    des grünen Flusses schwer und düster
    herabhingen, strich Windesflüstern
    durchs kühle Schweigen und ein Zittern
    urplötzlich durch die stillen Blätter
    und leise wie Tiefschläfers Hauch
    ein todeskaltes Echo auch:
    „Lang sind die schattenhaften Wege,
    von keines Fußes Spur zu prägen,
    ob Berg und Meer zum Weltenrand.
    Weit liegt, so weit, das Friedensland.
    Der Toten Land noch weiter ist;
    sie warten, während ihr vergesst.
    Kein Mondschein, keiner Stimme Tönen,
    kein Herzschlag ist dort; nur ein Stöhnen
    wird jeweils laut, wenn eine Zeit
    untergeht. Weit das Land liegt, weit,
    wo in Gedanken Schatten sühnen
    die Toten, nicht vom Mond beschienen.“

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    Kaetzins avatar
    Kaetzinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Traurig, schön und sehr informativ, nicht nur auf Beren und Lúthien bezogen!
    Wundervoll

    Nachdem ich hörte, dass es einen Extra-Band zu Beren und Lúthien geben wird, war ich umso mehr gespannt, da ich ihre Geschichte nur grob aus dem Herrn der Ringe kenne, weil ich das Silmarillion bisher noch nicht gelesen habe. - Zuerst erzählt Christoper Tolkien (JRR Tolkiens jüngster, noch lebender Sohn) einiges über die Entstehungsgeschichte und diverse Änderung an der Geschichte selbst wie auch an einigen Namen. Es war für mich einerseits sehr informativ und interessant, aber auch etwas verwirrend, was mir wieder bewiesen hat, dass es noch sehr viel mehr zu entdecken gibt!

    Die Geschichte zu Lúthien und Beren teilt sich in zwei Erzählweisen, in eine normale Geschichte bzw. Erzählung und in Gedichtform. Ersteres war ein Traum zu lesen, ich liebe diesen besonderen Schreibstil Tolkiens mit ein paar Spuren seines Sohnes. Der Schreibstil ist der gleiche wie in Die Kinder Húrins (mein zweitliebstes Buch von Tolkien) und ja, ich liebe ihn und finde, dass er sich ein wenig von dem aus Der Herr der Ringe unterscheidet.

    Die Gedichte fand ich hingegen weniger schön, weil sie alle in Paarreim geschrieben sind und ich da immer Gefahr laufe die Gedichte herunter zu leiern. Also versuchte ich die Gedichte möglichst betont zu lesen, sodass ich mich selbst noch unterhalten fühtle, aber bei über 50 Seiten hintereinander wird das auf Dauer schwierig. Aber das ist wohl etwas sehr persönliches. ^^

    Zum Inhaltlichen kann ich sagen, dass ich es auch gut fand, Lúthien und Berens Geschichte mehrmals zu lesen, weil immer mal wieder kleine Details ausgetauscht oder hinzugefügt wurden und man so, wie ich denke, einen relativ guten Überblick erhalten konnte. Auch gab es gegen Ende noch weitere Zusatzinformation wie zB was mit dem Silmaril passiert, nachdem Beren die Hand mit dem Edelstein abgebissen wurde... und wie es den Nachfahren der beiden hinsichtlich des Silmarils ergeht und eins ist sehr markant! Ihre Schicksale sind alle, wirklich alle traurig. Ohne Ausnahme. Manche haben vielleicht noch ein mehr oder weniger schönes Happy End erlebt, aber leider nicht alle.

    Die Söhne Feanors waren mir von allen Charakteren der größte Dorn im Augen, sie sind nicht nur gierig und gemein, nein, sie sind auch gefühlt für alle Sippenmorde und Schlachten von Elben gegen Elben verantwortlich und haben mehrmals versucht Lúthien zu rauben und wer weiß was noch mit ihr anzustellen... Beren und Lúthien mochte ich an sich ganz gerne, auch wenn ich ihre Liebe nicht so ganz nachvollziehen konnte ^^ aber das ist wohl so mit Verliebten. Des Weiteren hat sich Lúthien sehr bemüht eine starke, selbstständige Frau zu sein, die ihrem Geliebten versucht zu helfen wo sie nur kann. Auch wenn ich ihr das hoch anrechne, ist sie dennoch erstaunlich oft in Ohnmacht gefallen und jaaa, konnte sich dementsprechend nicht gegen diverse Feinde (Söhne Feanors zb) wehren und musste wieder gerettet werden.

    Fazit: Es hat mir trotz kleiner Mängel sehr gut gefallen. Es ist traurig, schön und informativ. Inwieweit es zusätzliche Informationen zu Lúthien und Beren liefert kann ich nicht sagen, aber ich fand es äußerst umfangreich, da es noch ein paar weitere Informationen zu den Elben und den Nachfahren von Beren und Lúthien beinhaltet.

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    jaylinns avatar
    jaylinnvor einem Jahr
    Beren und Lúthien

    Ich habe euch ja bereits auf Instagram das wunderschöne Beren und Lúthien gezeigt. Heute könnt ihr meine Rezension zu dieser in der vorliegenden Form bisher  unveröffentlichten Geschichte lesen.

    Allgemeines:

    Beren und Lúthien ist im Juni 2017 bei Klett-Cotta erschienen. Autor dieses Buches ist J. R. R. Tolkien, große Teile wurden jedoch von Tolkiens Sohn, Christopher Tolkien, der auch der Herausgeber des Buches ist, verfasst. Christopher Tolkien kündigt innerhalb des Buches an, dass es sich aufgrund seines hohen Alters vermutlich um das letzte Mal handelt, dass er die Texte seines Vaters geordnet und neu zusammengestellt hat.

    Beren und Lúthien ist ein wahrhaftig aufwändig gestaltetes Buch. Innerhalb der Erzählung sind immer wieder detaillierte Farbtafeln des Tolkien-Künstlers Alan Lee zu finden. Schön anzuschauen und an jeder Stelle inhaltlich passend gewählt.

    Inhalt:

    „Ein dramatisches Schicksal überschattet die Liebe von Beren und Lúthien. Sie gehört den unsterblichen Elben an, während er ein Sterblicher ist. In seiner tiefen Abneigung gegen alle Menschen zwingt ihr Vater, ein großer Elbenfürst, Beren eine unlösbare Aufgabe auf: Bevor dieser Lúthien heiraten darf, muss er von Melkors Krone einen Silmaril rauben. Den Leser erwartet die schönste Geschichte Tolkiens.
    Speziell für diese Ausgabe hat der bekannte Tolkien-Künstler Alan Lee zahlreiche Farbgemälde und Zeichnungen geschaffen.“ (Quelle: Klett-Cotta)

    Meine Meinung:

    Als ich erfuhr, dass ein neues Buch aus Tolkiens Feder erscheinen sollte, war mir sofort klar, dass ich nicht darauf verzichten möchte, es zu lesen. Den Herrn der Ringe und den Hobbit habe ich seit meiner Kindheit geliebt und mehrfach gelesen. Man kann mich also durchaus als waschechten Tolkien-Fan bezeichnen.

    Sobald Beren und Lúthien bei mir eingetroffen war, habe ich den ersten Blick hineingeworfen. Ein wirklich schön gestaltetes Buch. Es gibt nicht nur die bereits erwähnten Farbtafeln, sondern auch andere Zeichnungen. Dadurch entsteht der Gesamteindruck, mehr als ein Buch in Händen zu halten, eher schon fast ein kleines Gesamtkunstwerk.

    Meine Begeisterung für Beren und Lúthien war also ungetrübt – bis ich mit dem Lesen begann. Bereits der Einstieg war für mich nicht das erwartete Leseerlebnis. Christopher Tolkien schreibt über das Durchsehen und Sammeln der Notizen seines Vaters. Über die Entstehungsprozesse der Geschichte und darüber, wie sie sich verändert hat. Darüber, dass Personen ihre Namen gewechselt und Orte neue Bedeutungen erhalten haben. Aber dies tut er auf einem Niveau, auf dem ich mich als normaler Fan Tolkiens einfach nicht befinde. Seine Ausführungen erinnern eher an den Stil eines Forschers oder an die Aufmachung eines Geschichtsbuches. Und dieser Stil zieht sich durch das gesamte Buch, da Christopher Tolkiens Äußerungen die Geschichte Berens und Lúthiens einrahmen. Mit Sicherheit ist es interessant, über die Entstehung der Geschichte von Beren und Lúthien zu lesen. Auch mich fasziniert, dass Tolkien diese Geschichte so oft erwähnt und über die Jahre hinweg immer wieder verändert hat. Aber Christopher Tolkien wählt für seine Ausführungen eine Komplexität, die auch für den erfahrenen Leser eher abschreckend erscheint. So liest man immer wieder verschiedene Variationen und Begründungszusammenhänge, möchte aber doch so gerne die eigentliche Erzählung lesen. Denn die eigentliche Erzählung über Beren und Luthien ist eine schöne, besondere Geschichte. Eine Geschichte, die in ihrem Stil ganz typisch für Tolkien ist, und sich schnell, aber märchenhaft liest. Ich habe sie gerne gelesen, fand mich jedoch mit der Einbettung in Christopher Tolkiens Anmerkungen nicht zurecht.

    Es gibt am Ende des Buches mehrere Verzeichnisse, obwohl bereits im Fließtext viele Namen erklärt werden. Trotzdem konnte ich nicht für alles eine Erklärung finden – vielleicht, weil ich eben „nur“ ein wertschätzender Leser und niemand bin, der Tolkiens Werke so studiert hat, wie sein Sohn es tut.

    Fazit:

    Die eigentliche Geschichte Beren und Lúthiens ist eine wundervolle Liebesgeschichte, die ich gerne gelesen habe. Im Kontext der Ausführungen Christopher Tolkiens konnte ich dem kunstvoll gestalteten Buch jedoch leider weniger abgewinnen, als es verdient hätte.

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