Ich weiß nicht ganz, was ich von diesem Buch halten soll. In guten Bewertungen wurde es als „spannend“ und „gruselig“ beschrieben. Doch obwohl ich die erste bin, die wegen einem Buch nachts nicht schlafen kann, habe ich hier gar nichts empfunden. In schlechteren Bewertungen wurde es als „verwirrend“ beschrieben und das trifft es eher für mich. Am Ende wusste man nicht mehr, was stimmt und was nicht. Es gab so viele Dinge, die sich am Ende als Lüge herausgestellt habe, weswegen ich jetzt am Ende des Buches nicht einmal genau sagen kann, was wirklich mit Rosa und ihrem Vater passiert ist. Tiere und Menschen hatten den gleichen Namen, was auch sehr zur Verwirrung beitrug und man wusste nicht immer aus welcher Sicht ein Kapitel geschrieben wurde. Vielleicht wäre es besser gewesen, das einfach dazuzuschreiben.
Mich hat das Buch leider nicht wirklich abgeholt. Es hat sich sehr gezogen und einen richtigen Plottwist gab es meiner Meinung nach auch nicht. Man hätte die Hälfte des Buches weglassen können, da viele Kapitel einfach überflüssig waren.
Leider keine Empfehlung von mir.
J.S. Monroe
Lebenslauf
Eine Vorliebe für Psycho-Spielchen: J.S. Monroe ist ein britischer Schriftsteller. Er studierte Englisch in Cambridge und fing nach seinem Abschluss an als Journalist zu arbeiten. Er verfasste Artikel und Kolumnen für zahlreiche renommierte Tageszeitungen Englands.
Darüber hinaus war er als Auslandskorrespondent für den „Daily Telegraph“ und als Redakteur für „BBC Radio 4“ tätig. Sein Debüt als Autor gab er mit seinem Thriller „Find Me“. Seitdem ist Monroe für seine Psycho-Thriller bekannt. Heute lebt der Autor zusammen mit seiner Familie in Wiltshire.
Alle Bücher von J.S. Monroe
Finde mich - bevor sie es tun
Vergiss nie - Ich weiß, wer du wirklich bist
Finde mich - bevor sie es tun
Find Me: A gripping thriller with a twist you won't see coming
Neue Rezensionen zu J.S. Monroe
Zum Buch: Die junge Studentin Rosa ist leicht depressiv, seit ihr geliebter Vater bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Darum hinterfragt auch niemand ihren Selbstmord, sie hat sich von einer Brücke ins Wasser gestürzt, auch wenn ihre Leiche nie gefunden wurde. Einzig ihr Freund Jar kann nicht glauben, dass Rosa sich ihm nicht anvertraut hätte. Schwierig, dass er Rosa auch immer zu sehen glaubt. Als er an eine Kopie von Rosas Tagebuch kommt, glaubt er noch mehr, dass sie immer noch lebt. Er begibt sich auf eine gefährliche Suche…
Meine Meinung: Das Tagebuch von Rosa offenbart wirre Dinge. Sie sei nach einem Meditations-Retreat vom amerikanischen Geheimdienst angeheuert worden. Seither hat sie eine andere Identität. Doch diese These hält sich nicht, als Jar und seine Freunde Max und Carl weiter forschen. Dafür kommen im Darknet unglaubliche Sachen zutage…
Die Spannung wird langsam aufgebaut und steigert sich im Laufe des Buches. Das heißt allerdings auch, dass man dranbleiben muss. Die Story hat mir an sich ganz gut gefallen, auch, wenn sie nachher in Sphären abdriftet, die sehr unwahrscheinlich sind. Aber nun gut, das Böse gibt es nun einmal. Was mir gut gefallen hat, ist, dass der Autor sich selber nicht in seiner doch sehr wirren Geschichte verloren hat. Es gibt immer den sogenannten roten Faden.
Das Ende gleicht einem Showdown in einem amerikanischen Film! Ich konnte mir das Setting in dem alten Bunker ganz gut vorstellen!
Mein Fazit: Etwas langatmig, aber man wird für das Weiterlesen auf jeden Fall belohnt. Denn hier ist nichts so, wie es anfangs scheint! Nur ich würde eine Triggerwarnung herausgeben, da die Folterszenen doch sehr ausführlich beschrieben werden.
Eigene Meinung
Das hier ist wieder so ein Schatz, den ich auf meinem SuB gefunden habe. Die Dicke hatte mich für einen Thriller etwas abgeschreckt mit knappen 500 Seiten. Gut zugegeben, es ist im Taschenbuchformat und wirkt dadurch natürlich noch etwas properer als eh schon. Aber was meine ich eigentlich mit “Schatz”?…
Der Buchgeschmack von mir hat sich über die Jahre stetig verändert und wird sich denke ich, auch noch weiter verändern, erweitern etc. Ich lese nun auch Thriller sehr gern aus der Ich-Perspektive, bin bei Thrillern schnell genervt von polizeilichen Ermittlungen und finde es sehr schade, wenn ich nicht mit rätseln kann. Nun der Schreibstil von Autor Monroe ist dabei schon mal so ein Zwischending. Ich lese hier aus den verschiedenen Perspektiven. Aus der Sicht der Protagonistin zum Beispiel aus der Ich-Perspektive. Bei den anderen Charakteren, eher aus der Erzähl Sicht mit besonderem Augenmerk auf die Gedanken des jeweiligen Charakters. Der Schreibstil ist dabei einfach gehalten, trotz einiger medizinischen Begriffe, die aber erklärt werden.
Es wird auch Spannung erzeugt, ich habe mich nicht bindend hingehalten gefühlt, aber irgendwie hatte ich hier und da schon das Gefühl nicht vom Fleck zu kommen. Die Geschichte splittet sich in zwei sozusagen, und behandelt zwei Thematiken die absolut interessant und auch gut miteinander verknüpft sind, ich aber gerade bei der ersten Geschichte das Gefühl hatte das es Knall auf Fall “gelöst” wurde. Irgendwie empfand ich es als seltsam ab diesen Zeitpunkt noch gut ca. 200 Seiten im Buch überzuhaben. Leider ist hier auch vermehrt die Polizei Arbeit mit drinnen. Die Polizisten haben aufgrund ihrer Menschlichkeit diesen Kapiteln zwar etwas Tiefe gegeben aber so richtig warm wurde ich damit dennoch nicht. Bedauerlicherweise habe ich oftmals das Gefühl in “Polizeikapiteln” in Thrillern nur das übliche zu lesen.
Charakteristisch war hier eine Menge vertreten. Von Liebenswert bis unangenehm, konnte ich hier verschiedene Charaktere kennen und im besten Fall auch mögen, lernen. Gerade Protagonistin Jemma hat es natürlich geschafft mich zu verblüffen, auch wenn der Geschichtshergang darauf schließen ließ, worauf es hinausläuft. Autor Monroe hat mich hier und da wirklich verwirren können und mit kleinen Hinweisen aber auch wieder auf die richtige Spur bringen können.
Mein abschließendes Fazit
Eigentlich würde ich gern bei “Vergiss nie – ich weiß, wer du wirklich bist” behaupten, es ist ein klasse Wochenend Thriller. Dafür ist er mir allerdings einen ticken zu lang und gefüllt mit einigen zähen Stellen. Dennoch hat mich J.S. Monroe hier und da vom Weg abbringen können, konnte mich verwirren und mich auch begeistern mit den verschiedenen Wendungen und das zwei Geschichten aus einer wurden sozusagen. Leider hatte ich gerade im ersten Teil des Buches das Gefühl, das er viel zu schnell abgearbeitet wurde. Der große Showdown kam, rannte und verpuffte aber ungünstigerweise genauso schnell wie er kam. Ich hätte mich gewünscht das eventuell länger begleiten zu dürfen. Auch wenn der Hauptplot ordentlich und sauber zu Ende geführt wurde, macht genau dieses saubere Ende, den ersten Teil so Nebensächlich von der Spannungssicht aus. Dennoch hatte ich eine gute Unterhaltung, wenn auch hier und da einige Längen vorhanden waren.
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