JJ Bola

 4.3 Sterne bei 6 Bewertungen

Lebenslauf von JJ Bola

JJ Bola, geboren in Kinshasa im Kongo, ist Autor und Aktivist. Im Alter von sechs Jahren flüchtete er dank der diplomatischen Verbindungen seines Großvaters mit seiner Familie. Er wuchs in London in einer Brennpunkt-Siedlung auf. Nach seinem Master in Kreativem Schreiben an der Birkbeck University arbeitete er einige Jahre als Sozialarbeiter mit Jugendlichen mit psychischen Problemen. Bola engagiert sich weltweit zu Rassismus, Migrationserfahrungen und Männlichkeit. Er veröffentlichte drei Gedichtbände und einen Roman.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Sei kein Mann" von JJ Bola

So augenöffnend...
nicigirl85vor 6 Tagen

Ich habe mich schon sehr oft mit den Rechten der Frau, Feminismus, Gleichberechtigung und ähnlichem beschäftigt, aber noch nie wie es eigentlich bei den Männern aussieht. Als ich dann über dieses Buch stolperte, mit der sehr dominanten Aussage "Sei kein Mann", war meine Neugier ungemein groß. Was ich bekam war so viel mehr als ich erwartet hatte.

In diesem besonderen Sachbuch thematisiert Herr Bola wie Männer in unserer Gesellschaft und auch in anderen Kulturen erzogen werden. Was dürfen sie? Was dürfen Jungs auf keinen Fall machen, um nicht als Weichei zu gelten?

Da ich kein Mann bin, war mir vor dieser Lektüre gar nicht bewusst, dass viele Eigenarten und Eigenschaften des männlichen Geschlechts anerzogen sind von der Familie, in der er groß wird. Und wenn man beim Lesen selbst in sich hineinhorcht, dann merkt man auch schnell, dass man selbst auch die bekannten Klischees schlichtweg erwartet.

Besonders fand ich, dass der Autor absolut Recht damit hat, dass Feminismus nicht nur für Frauen ist, sondern auch für Männer eine gerechtere Welt schafft. Nur wenn Frauen gleichberechtigt sind, dann fällt auch der Druck von den Männern ab.

Spannend fand ich zum Schluss auch die zehn Handlungsanweisungen, damit eine Abkehr vom heutigen Bild des Mannes überhaupt denkbar ist.

Die erwähnten Studien zu Themen wie Gewalt, Suizid und ähnlichem war ungemein interessant.

Etwas zu kämpfen hatte ich mit den Begrifflichkeiten, da der Autor doch recht häufig Fremdwörter benutzt, die ich für ein besseres Verständnis nachgeschlagen habe und dann war der Lesefluss etwas gestört.

Auch wenn dieses Sachbuch nicht so seitenstark ist, hatte es für mich einen immensen Mehrwert, da es mir die Augen geöffnet hat.

Fazit: Hier lernt man noch was und kann vielleicht die Welt der Männer etwas besser verstehen. Klare Leseempfehlung. Klasse!

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Rezension zu "Sei kein Mann" von JJ Bola

Emanzipation von der toxischen Männlichkeit
Paperboatvor 11 Tagen

JJ Bola spricht in seinem Buch „Sei kein Mann“ eine fehlgeleitete Sozialisation von Männern an und nimmt damit das Patriarchat in Theorie auseinander. Anlass dazu gaben ihm Erfahrungen in seiner eigenen Biografie, aus denen er erzählt. Mit seinen Ansätzen appeliert er an Emanzipation von der eigenen toxischen Männlichkeit und Feminismus. Wenn man sich durch durch sein Buch liest, fragt man sich, warum es diese Geschlechterunterschiede gibt, warum es für Frauen so viel einfacher ist sich zu umarmen und Wangenküsse zu geben und Männer dies untereinander vermeiden, um auch nicht nur den Gedanken schwuler Tendenzen aufkommen zu lassen. Zudem hat mich aus seinem Buch eine These unglaublich erstaunt, weil sie so abstrakt und doch so plausibel ist, nämlich dass für Männer harmlose Raufereien bis gefährliche Schlägereien sind, die fehlende physische Nähe zu kompensieren, die sie nicht in freundschaftlichem Verhältnis mit dem eigenen Geschlecht, sondern nur in intimer Nähe durch das andere Geschlecht erhalten. Damit und mit vielen weiteren Beispielen in seinem Buch beweist er, dass Männer vom Patriarchat nicht per se profitieren, sondern leiden und wie auch Frauen systematisch benachteiligt werden.

Insgesamt versucht JJ Bola zu vermitteln, dass der aktuelle Feminismus die Gleichberechtigung beider Geschlechter zu erwirken versucht und damit nicht nur gut für Frauen sondern eben auch für Männer ist. Es ist so unglaublich positiv und stimmt mich optimistisch, das endlich mal von einem Mann zu lesen! Dieses Buch sollten möglichst viele Menschen lesen!

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Rezension zu "Sei kein Mann" von JJ Bola

Neue Perspektiven und Lösungsideen über destruktive Männlichkeitsbilder
duchessofmarvellousbooksvor 25 Tagen

Das Sachbuch „Sei kein Mann: Warum Männlichkeit ein Albtraum für Jungs ist“, übersetzt von Malcolm Ohanwe, aus dem Hanserblau Verlag bietet eine interessante Perspektive auf die Probleme des Männlichkeitsbegriffes, auf Feminismus und vieles mehr.


 


Klappentext:


In der Ära von Trump, #MeToo und Attentätern wie in Halle oder Hanau ist Männlichkeit kein positiver Begriff mehr. Der Aktivist JJ Bola sucht Auswege aus der Krise. Dabei betrachtet er Einflüsse aus nichtwestlichen Traditionen, aus Popkultur und der LGBTQ+-Community und zeigt, wie vielfältig Männlichkeit sein kann.
JJ Bola lädt in versöhnlichem Ton ein zum Gespräch zwischen verhärteten Fronten. Denn erst wenn sich auch die Männer und der Begriff von Männlichkeit verändern, wird es echte Geschlechtergerechtigkeit geben.


 


Meinung:


„Privilegiert zu sein bedeutet, nicht verurteilt zu werden!“


JJ Bola beschreibt empathisch und reflektiert mit welchen Problemen Männer in der westlichen Kultur zu kämpfen haben und untersucht dabei das Konstrukt „Männlichkeit“. Aber nicht nur dass, er zeigt verschiedene gesellschaftliche Missstände auf, geht sensibel und fundiert auf die me- too Debatte ein, thematisiert Diskriminierungen, aufgrund von Hautfarbe und Sexualität, Geschlechterfluidität und erklärt vor allem wie Frauen, Jungen, Teenager und junge Männer unter patriarchalen Strukturen leiden und welche Probleme dadurch entstehen oder befeuert werden.


 


Das alles wird durch verständliche Beispiele und klaren Schreibstil gut vermittelt. Es wird auch die Auseinandersetzung mit typischen Klischees und Sprüchen angeregt, wie „Männer weinen nicht, Männer seien stärker als Frauen, Männer seien rational und Frauen emotional etc.“. Außerdem zeigt er nicht nur Missstände auf, sondern bietet auch Lösungsvorschläge an wie das Heteromänner lernen sollen über ihre Emotionen zu sprechen und dass sie auch ehrlicher und direkter unter Männern sein sollen und mein liebster Rat von ihm: „Männer, lest! "Hört euch an, wie Frauen die Welt erleben. Lest feministische Literatur. Oder schaut euch wenigstens solche Filme an, die euch helfen, mal die Frauenperspektive einzunehmen."




Fazit:


Es eignet sich gut als Einstieg in die Thematik und ich hoffe, dass besonders viele Männer dies Buch lesen werden und diese ihre Privilegien, aber auch ihr Leiden an den Geschlechterrollen reflektieren.

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