Jaan Kross Der Verrückte des Zaren

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Inhaltsangabe zu „Der Verrückte des Zaren“ von Jaan Kross

Estland zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der Adlige Timotheus von Bock, enger Vertrauter des russischen Zaren Alexander I., hat diesem das Versprechen geben müssen, ihm immer und in allem die reine Wahrheit zu sagen. Doch als er eines Tages schonungslos das korrupte Regime anprangert, verschwindet er in den finsteren Verliesen der Festung Schlüsselburg. Nach neun Jahren wird er als angeblich Geisteskranker entlassen, muß aber unter ständiger Aufsicht leben. Was ist er nun? Ein Revolutionär, ein Verbrecher oder ein Verrückter? (Quelle:'Flexibler Einband')

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  • Rezension zu "Der Verrückte des Zaren" von Jaan Kross

    Der Verrückte des Zaren
    Liisa

    Liisa

    07. May 2007 um 17:51

    Im wohl besten und bekanntesten Roman des national und international bedeutendsten estnischen Schriftstellers Jaan Kross, erzählt dieser die Geschichte des historisch belegten baltischen Adligen Timotheus (Timo) von Bock, einem Dissidenten gegen das Zarenregime. Angeblich habe von Bock dem Zaren Alexander I. versprechen müssen, ihm stets die Wahrheit zu sagen und dies auch getan. Die Folge ist, dass er bald in Ungnade fällt, für Jahre im Gefängnis verschwindet und schließlich nach neun Jahren als vermeintlich Geisteskranker entlassen wird. Ob Timo von Bock tatsächlich geisteskrank war, kann nicht geklärt werden und bleibt auch im Roman offen. Der Erzähler im Roman ist der von Jaan Kross erfundene Schwager von Bocks, Jakob Mättik, der als junger Mann Aufzeichnungen von Bocks findet, die nichts weniger als einen ersten provisorischen Entwurf einer Verfassung für Russland enthalten. Zugleich schildert der Roman eine große Liebesgeschichte, die zwischen dem Adeligen Timo von Bock und seiner aus einem Bauerngeschlecht stammenden Frau Eeva spätere Katharina (Kitty) von Bock. Kross hat für diesen Roman Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und andere Papiere verarbeitet. Um den Roman wirklich zu verstehen, muss man sich ein wenig mit der baltischen und russischen Geschichte auskennen und dafür interessieren. Es ist ein Roman, der einen Einblick gibt in einen Teil des ehemaligen Russlands (der späteren Sowjetunion), der sonst in der Literatur nicht allzu viel abgedeckt wird. Zugleich ein Roman, der zum Verständnis des heutigen Baltikums beitragen kann. Am Ende des Buches befindet sich ein Nachwort von Jaan Kross, in dem er einiges zu den historisch belegten Hintergründen des Romans sagt, und das eigentlich besser als Vorwort im Buch stünde. Ein Ortsverzeichnis und Anmerkungen runden den Roman noch ab.

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