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ars-vivendi-Verlag

vor 1 Jahr

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Autor: Jaap Robben
Buch: Birk

ars-vivendi-Verlag

vor 1 Jahr

Auf dem höchsten Punkt des Felds konnte man die ganze Insel überblicken. Durch die Bäume vor mir sah ich unsere Schornsteinkappe, daneben den Anleger. Etwas weiter rechts die Dachrinne von Karls Haus und den rostigen Schuppen, in dem er seinen Fang lagerte. Die See war glatt. Bis zum Horizont.
»Papa!«, rief ich. »PAPA!« Mein Hals kratzte. »PA-PAAA!« Ich blickte durch mein Fernglas. »PAPAAAA!«

Mikael lebt mit seinen Eltern auf einer abgelegenen Nordseeinsel. Eines Tages bricht das Schicksal in diese Abgeschiedenheit ein: Birk, der Vater, ertrinkt im Beisein seines Sohnes unter tragischen Umständen im Meer. Dieser verschweigt zunächst die genauen Umstände und behauptet, der Vater sei nur weggeschwommen. Eine Suchaktion bleibt ohne Erfolg. Mikael, geplagt von Schuldgefühlen, zieht sich immer weiter in seine eigene Welt zurück. Und seine Mutter beginnt langsam, aber unaufhaltsam, psychische Gewalt auszuüben.

Sucht sie in ihrem Sohn einen Ersatz für ihren verlorenen Ehemann? Will sie Mikael für den Verlust bestrafen? Existenzielle Fragen, die in einen dramatischen Schluss münden ...


Na, neugierig geworden? Wir laden Dich nun herzlich dazu ein, einer von 20 Testlesern zu werden, die das Buch gemeinsam in der Leserunde lesen, sich zeitnah dazu in allen Leseabschnitten austauschen und abschließend eine Rezension verfassen. Sehr gerne kannst du natürlich auch mit deinem eigenen Buch an der Leserunde teilnehmen, Fragen stellen und mitdiskutieren.

Bitte bewirb Dich bis zum 16. September, indem Du folgende Frage beantwortest:

Würdest du dieses Buch mit auf eine abgeschiedene Insel nehmen – und wenn ja, warum?

Autor: Jaap Robben
Buch: Birk

mehe

vor 1 Jahr

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Zwar sind Bücher für etwas Ruhe immer gut, auch damit es auf einer einsamen Insel nicht zu einsam ist. Aber ob ich gerade dieses Buch mitnehmen würde? Ich hätte Angst, dass es mich auf dumme Gedanken bringt, da es ja doch eine gewisse Stimmung in sich birgt.
Dennoch würde ich das Buch gerne lesen!

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hundeliebhaber

vor 1 Jahr

Leseabschnitt 4: bis Seite 244
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Dora läuft hier zum Höhepunkt auf - in ihrer Eifersucht und ihrer Manipulation. Mit dem Verbot des Betretens von Pernilles Haus nimmt sie Mikael alles, was er sich allein aufgebaut hat. Es zeigt, dass sie ihn steuern will, dass er alles nur mit ihr teilen und keine Geheimnisse haben darf. Die Pullover-Szene ist ebenfalls Beweis ihrer Manipulationskünste. Oder das Treffen mit Karl. Ich hatte fast das Gefühl, sie wollte Mikael provozieren und ihn zum Ausrasten bringen, damit sie ihn schließlich endgültig an sich binden kann. Und das hat sie geschafft: Seine ganzen Sachen verbrennt sie, Frau Augustas Haus ist für ihn tabu und er soll nun endgültig die Rolle des Vaters einnehmen und Birk sein. Ich sehe in der kleinen Möwe ebenfalls eine Parallele zu ihm, seinem Leben und dem Verhältnis zur Mutter. Mütter haben die Kontrolle und können mit wenig Mühe töten. Dazu kann das physische und das psychische gehören. Mikael ist wohl in einem Teufelskreis gefangen, aus dem er nicht ausbrechen kann.

hundeliebhaber

vor 1 Jahr

Rezensionen zum Buch

Ich möchte mich ganz herzlich für das Leseexemplar bedanken!

https://www.lovelybooks.de/autor/Jaap-Robben/Birk-1241419926-w/rezension/1352468975/

dreamlady66

vor 1 Jahr

Rezensionen zum Buch
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Hallo Anna,
hier, jetzt & endlich auch meine Rezi, die ich parallel noch mit bei Amazon einstellen werde:

https://www.lovelybooks.de/autor/Jaap-Robben/Birk-1241419926-w/rezension/1353170160/1353170132/

Das Buch konnte ich, wie angedeutet, im kürzlichen Urlaub beenden.
Nochmals vielen Dank für meine Teilnahme!

anushka

vor 1 Jahr

Leseabschnitt 2: bis Seite 139
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leselea schreibt:
Die Mutter scheint den Sohn immer mehr in die Rolle des Vaters drängen zu wollen. Sie heißt es gut, dass er wie der Vater raucht. Wie der Vater geht der Junge regelmäßig Geschenke für die Mutter besorgen. Zum Schluss kriegt er auch noch das Elternschlafzimmer und findet sich eines Nachts unverhofft in einem Bett mit seiner Mutter wieder. Ich finde diese Szenen alle sehr schwer auszuhalten. Unterschwellig nehme ich bei Mikael ein ungemeines Aggressionspotential wahr, was sich vor allen in den Tierszenen entlädt. Die Möwen scheint er am liebsten mit Steinen bewerfen zu wollen, Fliegen tötet er regelmäßig. Gerade letzteres erscheint an sich vielleicht nicht dramatisch, die Erzählweise erzeugt für mich aber dabei eine ungemeine Anspannung. In dem Kind scheint es zu brodeln, doch er unterdrückt es - die Frage ist, wie lange kann er das?

Ich finde die Szenen auch schwer zu lesen. Es ist alles so bedrückend und sowohl Karl als auch die Mutter machen mir Angst. Dass die Mutter beispielsweise so explizit darauf hinweist, dass Mikael nun zum Mann wird. Den Wechsel der Zimmer habe ich noch nicht so richtig verstanden, aber vielleicht wird das noch verständlicher. Dass die Mutter irgendwann bei Mikael im Bett landet, habe ich schon länger befürchtet. Einerseits ist das sicherlich verständlich, da sie so extrem isoliert sind und sie sicherlich auch einmal das Bedürfnis nach Berührungen hat (das meine ich gar nicht mal mit sexuellem Bezug). Für sexuelle Bedürfnisse scheint sich Karl ja immer wieder anzubieten, aber da scheint die Mutter zu versuchen, größtmöglichen Abstand zu halten.

Das Aggressionspotential seitens Mikael ist mir auch aufgefallen. Ich habe bei jeder Szene Angst, dass er der Möwe nun etwas antut. Einerseits ist er so fürsorglich, dass er bei Karl um Fisch bettelt bzw. am Strand nach Resten suchen geht. Andererseits ärgert er die Möwe immer wieder und denkt über gewisse Handlungen nach.

Ich bin mal gespannt, was sich jetzt aus dem Kontakt zu Brigittas Sohn entwickelt. Die Mutter klammert sich ja so an den Sohn, dass sie ihm ein schlechtes Gewissen einredet, wenn er nur darüber nachdenkt, wegzugehen. Ich frage mich, wie eine Zukunft auf der Insel aussehen sollte oder ob es nicht Möglichkeiten für die beiden auf dem Festland gibt.

anushka

vor 12 Monaten

Leseabschnitt 3: bis Seite 193
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leselea schreibt:
Das ist eine Leseerfahrung der besonderen Art. Das Buch ist ohne Frage hervorragend gemacht, aber ich kann nicht wirklich sagen, dass es mir gefällt. Der Inhalt ist wirklich starker Tobak, manchmal muss ich mich zwingen weiterzulesen. Ich empfinde die Geschichte als so bedrückend, habe immer das Gefühl, etwas Gefährliches, Dunkles lauert in der Ecke... Beeindruckend gemacht, aber Lesevergnügen ist das nicht (soll es ja auch nicht!).

Ja, ich finde es auch immer bedrohlicher, aber nicht im Stile eines Psychothrillers. Es ist dabei so realistisch, dass ich mir am liebsten die Augen zuhalten möchte.

Mikael hat nicht wirklich gute Vorbilder auf der Insel. Klar, Karl ist ein alleinstehender Mann, der entwickelt wahrscheinlich auch gewisse Bedürfnisse, aber ich finde ihn so schmierig, ich würde mich immer am liebsten vom Buch wegdrehen um ihm nicht so nahe zu sein.

Dora geht den nächsten Schritt um Mikael in Birks Rolle zu drängen, indem Mikael sie nun beim Vornamen nennen und Birks Pullover tragen soll. Außerdem macht sie für eine Mutter unangemessene Kommentare und Annäherungen an den Sohn, ohne aber direkt mit der Tür ins Haus zu fallen. Ich kann mit Mikael fühlen, dass er nicht weiß, wo er auf der Insel noch hin kann, außer in Augustas Haus, dass er ja dann auch plötzlich als sein Eigentum ansieht. Jetzt bin ich auf den "Showdown" gespannt und weiß gleichzeitig nicht, ob ich das wirklich wissen will.

anushka

vor 12 Monaten

Leseabschnitt 4: bis Seite 244
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Ich finde es krass, dass Dora sogar auf eine Möwe eifersüchtig ist, selbst wenn auf der Insel Möwen generell nicht wohlgelitten sind. Erschreckend ist dann schließlich das Ende, wobei ich die Symbolik am Ende genial fand: die alte Möwe hackt die kleine Möwe, ihr eigenes Kind, tot um zu überleben und während Mikael versucht hat, sie vor seiner Mutter zu beschützen. Währenddessen löscht Dora ihren eigenen Sohn aus, um aus ihm Birk zu machen. Das ist schon ein heftiges Ende ...
In diesem letzten Abschnitt wurde ja immer deutlicher, dass Dora psychische Probleme hat. Gleichzeitig wirkte Karl immer normaler, wenn auch nicht sympathischer. So eine Isolation muss schon heftig sein.

anushka

vor 12 Monaten

Rezensionen zum Buch

Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte, das war ein ganz ungewöhnliches Buch, das mich echt begeistert hat:

https://www.lovelybooks.de/autor/Jaap-Robben/Birk-1241419926-w/rezension/1355180229/

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