Jacek Hugo-Bader Ins eisige Herz Sibiriens

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Inhaltsangabe zu „Ins eisige Herz Sibiriens“ von Jacek Hugo-Bader

13 000 Kilometer mit einem klapprigen russischen Jeep von Moskau durch Sibirien. Zwei Ziele hat Jacek Hugo-Bader dabei fest vor Augen: die lange Zeit für den Westen unzugängliche Hafenstadt Wladiwostok und die Gewissheit, auf seinem Weg mit jedem ins Gespräch gekommen zu sein. Mit einstigen Hippies und heutigen Rappern, Obdachlosen, Grubenarbeitern oder den Ureinwohnern Sibiriens, den Ewenken, die sich durch ihren Wodka-Konsum selbst auszulöschen drohen. Und völlig unverhofft begegnet er gegen Ende seines Höllenritts dann doch noch einigen glücklichen Russen: in der Siedlung eines der sechs Christusse Sibiriens ...

Wunderschönes, emotionales Buch über eine besondere Reise. Denke oft daran, obwohl ich es bereits vor über einem Jahr gelesen habe.

— Kompassqualle
Kompassqualle

Hatte mehr erwartet. Ein Buch über die russische Unterschicht - kein Reisebericht. Nur Drogen, Obdachlose und unheilbar Kranke.

— arosa74
arosa74
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  • Ins finstere, kaputte, deprimierende Herz Sibiriens

    Ins eisige Herz Sibiriens
    sabatayn76

    sabatayn76

    10. September 2014 um 19:56

    Inhalt: Jacek Hugo-Bader reist durch Russland: von Moskau nach Wladiwostok, 13000 Kilometer, mit einem klapprigen Geländewagen, mitten im sibirischen Winter. In 'Ins eisige Herz Sibiriens' stellt er die Menschen vor, denen er auf seiner Reise begegnete, erzählt ihre Geschichte, berichtet von einem düsteren und kaputten Russland und thematisiert Alkohol und Drogen, Armut und Obdachlosigkeit, Gewalt und Delinquenz, HIV und AIDS, Kinderheime und Kriege, Atomtests und Suizide, Religion und Schamanismus. Mein Eindruck: Ich war noch nie in Russland, das Land steht aber schon lange auf meiner Reiseliste. Oft packt mich beim Lesen von Reiseberichten das Fernweh, und ich möchte mich am liebsten sofort auf den Weg ins Land machen. Hier war das nicht so, und nach der Lektüre möchte ich eigentlich niemals auch nur in die Nähe Sibiriens kommen. Das ist einerseits natürlich schade, andererseits habe ich das Gefühl, der Autor hat mir ganz einzigartige und wertvolle Einblicke ermöglicht, die zwar alles andere als schön waren, die mir jedoch ein komplexes Land gezeigt haben. Ich habe hier sehr viel Neues gelesen, Spannendes erlebt und gelernt. Das Buch hat mich stellenweise total deprimiert, wirkt aber sehr realistisch und authentisch, hat mir das Gefühl vermittelt, ich wäre mit dem Autor unterwegs. Mein Resümee: Schön ist es nicht, was man hier liest, und immer, wenn man denkt, schlimmer könne es nicht kommen, reißt der Autor das nächste schreckliche Thema an. Ich habe diese Reise durch Russland dennoch gerne mit dem Autor unternommen und habe viel über Russland und die Menschen gelernt. Sehr empfehlenswert!

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