Jack D. Schwager

 4 Sterne bei 6 Bewertungen

Lebenslauf von Jack D. Schwager

Jack D. Schwager gilt als einer der derzeit wichtigsten Investmentpersönlichkeiten. Er gründete die Vermögensverwaltung Wizard Trading, mit der er computerbasierte Handelssysteme entwickelt und die zurzeit über 75 Mio. Dollar verwaltet. Er war Direktor für Futures Research und Trading Strategy bei Prudential Securities Inc. Seine Buchreihe Market Wizards zählt zu den meistverkauften Finanzbüchern.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Das kleine Buch der Market Wizards

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Erscheint am 11.02.2021 als Taschenbuch bei Börsenbuchverlag.

Alle Bücher von Jack D. Schwager

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Cover des Buches Magier der Märkte II (ISBN: 9783938350249)

Magier der Märkte II

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Erschienen am 08.10.1997
Cover des Buches Magier der Märkte: Next Generation: Teil 2 (ISBN: 9783864701290)

Magier der Märkte: Next Generation: Teil 2

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Erschienen am 04.11.2013
Cover des Buches Magier der Märkte: Next Generation: Teil 1 (ISBN: 9783864700958)

Magier der Märkte: Next Generation: Teil 1

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Erschienen am 03.06.2013
Cover des Buches Das kleine Buch der Market Wizards (ISBN: 9783864707551)

Das kleine Buch der Market Wizards

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Erscheint am 11.02.2021
Cover des Buches Sinn und Unsinn an der Börse (ISBN: 9783864701801)

Sinn und Unsinn an der Börse

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Erschienen am 17.02.2014
Cover des Buches Magier der Märkte (ISBN: 9783862484492)

Magier der Märkte

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Erschienen am 11.09.2013
Cover des Buches Stock Market Wizards (ISBN: 9783862484010)

Stock Market Wizards

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Erschienen am 30.10.2002
Cover des Buches Magier der Märkte: Next Generation Teil 3 (ISBN: 9783864701306)

Magier der Märkte: Next Generation Teil 3

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Erschienen am 10.01.2014

Neue Rezensionen zu Jack D. Schwager

Neu

Rezension zu "Magier der Märkte: Next Generation: Teil 2" von Jack D. Schwager

Die Finanzmärkte sind nicht effizient
R_Mantheyvor 5 Jahren

Die sogenannte Theorie der Markteffizienz erweist sich nicht nur in den theoretischen Kaderschmieden der Finanzelite, sondern auch bei Großbanken und ähnlichen Unternehmen als überaus beliebt. Das liegt vor allem daran, dass man mit dieser Theorie etwas ausrechnen kann. Und das geht nur deshalb, weil sie auf einfachen (und wirklichkeitsfremden) Voraussetzungen beruht.

Wenn sie richtig wäre, hätten die Ergebnisse der drei in diesem Buch interviewten Trader nie zustande kommen dürfen. Jack Schwager rechnet das am Beispiel von Edward Thorp vor. Thorps erster Fond, Princeton Newport Partners, existierte 19 Jahre lang, erzielte eine durchschnittliche kumulierte Jahresrendite von 19,1 Prozent und lag dabei 227 Monate im Gewinn und drei Monate im Verlust. Wäre die Theorie der Markteffizienz richtig und würde man annehmen, dass der der durchschnittliche Gewinn und Verlust pro Monat ungefähr gleich sei, dann entspräche das der Tatsache, dass man bei einem Münzwurf bei 230 Würfen 227 Mal Zahl und drei Mal Wappen würft. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses ist nach Schwager ungefähr eine Billion Mal kleiner als auf der Erde ein bestimmtes Atom zufällig auszuwählen, also praktisch Null.

Die drei Trader Edward Thorp, Jamie Mai und Michael Platt sind wie zahlreiche andere ihrer Kollegen folglich lebende Beweise, dass man gerade deshalb Geld aus den Märkten ziehen kann, weil sie nicht effizient sind. Thorp ist aber auch aus anderen Gründen eine Legende. Er entwickelte zusammen mit dem Claude Elwood Shannon, dem Vater der Informationstheorie, einen kleinen Computer, mit dem sie sich in einem Kasino erhebliche Vorteile beim Roulette verschafften. Thorps Artikel und Bücher über Blackjack-Gewinnstrategien veränderten darüber hinaus die Kasino-Welt erheblich.

Wer sich dafür interessiert, findet im Interview mit Thorp sicher einige Anregungen und die entsprechende weiterführende Literatur, die allerdings schon ein paar Jahrzehnte alt ist. Zusätzlich erklärt Thorp mehr oder weniger deutlich, wie er bei seinen Trades vorging. Thorp gehörte zu den Tradern, die schon vor der Veröffentlichung der Black-Scholes-Formel für den fairen Preis von Optionen mit einer ähnlichen Formel falsch gepreiste Optionen zu seinem Vorteil handelte.

Eine gewisse Rolle spielt in diesem Interview auch die Kelly-Formel, die den optimalen Kapitaleinsatz (bzw. die Positionsgröße) anzeigt, wenn man ein größtmögliches kumuliertes Kapitalwachstum anstrebt. Wie alle Interviews, die Schwager in seinen Büchern bisher geführt hat, setzen auch diese drei neuen gewisse Kenntnisse voraus. Und natürlich verraten die Interviewten keine Betriebsgeheimnisse, sondern geben eher allgemeine Ratschläge oder formulieren allgemeine Handelsansätze. Außerdem offenbaren sie gewisse erforderliche oder nützliche Denkweisen beim Börsenhandel.

Auf Jamie Mai wurde Schwager durch das Buch The big short von Michael Lewis aufmerksam. Mai gehörte zu den wenigen, aber dafür umso erfolgreicheren Trader, die massiv gegen die Kreditvergabe-Politik der US-Banken vor der Finanzkrise gesetzt hatten. Wie eigentlich alle erfolgreichen Trader sucht Mai nach Asymmetrien in den Märkten, also nach Handelsgelegenheiten, bei denen das Verlustrisiko bedeutend geringer erscheint als die Gewinnmöglichkeiten. Im Interview deutet Mai an, wie sein Familienunternehmen dabei vorgeht und welche Ansätze insbesondere vor der Finanzkrise bevorzugt wurden.

Thorp und Mai wären ohne eine extreme Risikokontrolle niemals so erfolgreich geworden. Doch Michael Platt setzt dieser Risikoscheu noch die Krone auf. Er verwaltet in seinen Fonds 29 Milliarden Dollar (Anfang 2012) und verfolgt dabei eigentlich nur zwei grundlegende Strategien, die im Interview etwas erklärt werden. Seine Trader können sich einmal einen Verlust von drei Prozent leisten, nach dem zweiten Mal verlieren sie ihren Job.

Platt erläutert, welchen Typ von Tradern er bevorzugt und wie das Risiko der Fonds kontrolliert wird. Extreme Geschäfte, bei denen in Großbanken Milliarden verzockt werden, sind bei Platt undenkbar, weil sie sehr früh bemerkt werden würden. Auch an diesem Beispiel sieht man, dass Hedgefonds ganz im Gegensatz zur Medienmeinung nicht das eigentliche Risiko der Finanzwelt darstellen, sondern in der Regel sehr kontrolliert geführt werden.

Auch wenn man nicht wirklich erfährt, was die drei Interviewten tatsächlich machen, so kann man doch an einigen Ansätzen bestimmte Denkweisen herausfiltern und für das eigene Geschäft nutzen. In diesem Sinne ist auch dieses Schwager-Buch bestimmt lesenswert.

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Rezension zu "Magier der Märkte: Next Generation: Teil 1" von Jack D. Schwager

"Eine nette Art, über Trading zu sprechen"
R_Mantheyvor 6 Jahren

Vor über 20 Jahren veröffentlichte Jack Schwager seine ersten Interview-Bücher mit Spitzentradern. Wie man bei einigen der in diesem neuen Buch Befragten nachlesen kann, hatten seine drei Bücher wohl bei manchen Tradern eine sehr motivierende Wirkung. Einige aus der "neuen Generation" geben sogar ganz offen zu, dass diese Bücher für sie entscheidend zur Berufswahl beitrugen.

Fast alle der in diesem Buch befragten fünf Trader leiten von ihnen selbst gegründete Hedgefonds. Das macht sie in der leider schlecht informierten Öffentlichkeit nicht unbedingt zu Sympathieträgern. Doch im Gegensatz zu den für die Finanzkrise verantwortlichen Großbanken gehen solche Fonds in der Regel sehr verantwortungsvoll mit dem ihnen anvertrauten Kapital um. Erfolgreiche Trader sind keine Zocker, sondern extrem risikobewusst, denn das ist der Schlüssel für ihren Erfolg.

Das Buch trägt den Untertitel "Die Makro-Gurus". Entscheidend ist dabei nicht die offenbar unvermeidbare Guru-isierung, sondern das Wort "makro". Damit soll die grundsätzliche Strategie dieser fünf Leute umrissen werden. Sie beruht auf der richtigen Einschätzung großer makroökonomischer Trends. Natürlich kann man wie immer bei Schwager nirgends eine wirkliche Strategie erkennen. Vielmehr gehört auch dieses Buch eher zur Sorte der sehr guten Börsen-Unterhaltungsliteratur. Interessierte Leser werden aus ihm für sich genug Bereicherung, Bestätigung oder sogar einige grundsätzliche Ideen oder einfach nur Motivation ziehen können.

Trader können sich die Welt nicht schön denken. Deshalb ist vieles in diesem Buch einfach auch erfrischend. Mir hat das erste Interview mit Colm O'Shea mit Abstand am besten gefallen. Beispielsweise als er sich darüber äußert, wie Volkswirtschaftslehre heute verstanden wird. Ihm passt nicht, dass diese Lehre inzwischen geradezu krampfhaft versucht, die Welt in mathematische Modelle zu pressen, insbesondere in das der effizienten Märkte. Im Unterschied zu Mathematikern begreifen Ökonomen offenbar nicht, dass hinter all diesen Modellen linearisierende Voraussetzungen stecken, damit man überhaupt etwas ausrechnen kann. Diese nicht realistischen Voraussetzungen werden irgendwann einfach völlig ignoriert. Und dann wird so getan, als wären die Modelle die Wirklichkeit. Wenn mit dieser Fehleinschätzung nicht auch weitreichende reale Folgen verbunden wären, könnte man sich über diesen Unfug einfach nur amüsieren.

Es ist übrigens auch O'Shea, der Folgendes von sich gibt: "Ich glaube, das Makro-Missverständnis ist am größten, wenn man das Makro-Investing als Geschichtenerzählen betrachtet. Das Erzählen von Geschichten ist zwar eine nette Art darüber zu sprechen, es stellt aber nur zehn Prozent dessen dar, was wirklich wichtig ist." Besser kann man das, was in Schwagers Trader-Interview-Büchern steht, nicht umschreiben.

Man kann aus diesem Buch auch lernen, dass es zu einem Investmentstil sehr verschiedene Herangehensweisen gibt. Jeder, der Trader werden will, muss selbst herausfinden, was zu seiner Persönlichkeit am besten passt. So war der nächste Interviewpartner Ray Dalio vormals CEO des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater. Bridgewater ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Eben nicht nur wegen seiner Größe, sondern vor allem wegen seiner inzwischen 20-jährigen Erfolgsbilanz. Bridewaters Ansatz wird im Text etwas erläutert.

Von Larry Benedict, der dann folgt, kann man lernen, dass man auch nach einer langen und heftigen Durststrecke doch endlich Erfolg haben kann. In seinen Anfangsjahren als Trader verlor er fortwährend und wurde ständig gefeuert. Inzwischen gilt er als eine Art undurchschaubares Tradergenie, denn er handelt sehr intensiv und sehr kurzfristig und in der Regel ohne Charts. Was er genau macht, bleibt unklar. Dennoch ist auch dieses Interview wegen einiger grundsätzlicher Aussagen lesenswert.

Scott Ramsey hingegen ist ein unorthodoxer, makroökonomisch orientierter Händler für Futures und Devisen mit einer überdurchschnittlichen Erfolgsbilanz. Jaffray Woodriff als Letzter in der Runde benutzt wiederum eigens entwickelte Computermodelle auf der Grundlage von Methoden der Mustererkennung.

Wie bei Schwager üblich, fasst er die Interviews an deren Ende in seinem pädagogischen Überschwang noch einmal zusammen. Auch dieses Buch steht seinen Vorgängern nicht nach, weder in seinem Unterhaltungswert, noch in vielen gut vermittelten generellen Aussagen, aber auch nicht darin, dass man eigentlich nichts über die wirkliche Vorgehensweise der Interviewten erfährt.

(An Übersetzer und Lektor: Der 2. Weltkrieg brach nicht aus, "weil der Erzherzog ermordet wurde", wie auf Seite 46 vermutet wird. Amerikanern sieht man so etwas vielleicht noch nach, in Europa ist es dagegen eher peinlich.)

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Rezension zu "Magier der Märkte II" von Jack D. Schwager

Andere Trader, dieselben Erkenntnisse
R_Mantheyvor 6 Jahren

Merkwürdigerweise wird der zweite Teil von Schwagers unendlicher Interviewserie in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen als der erste. Nummer Eins enthält dagegen Interviews mit Leuten, die heute Giganten der Hedgefond-Szene und wirkliche Legenden sind.

Der Börsenpsychologe Van Tharp hat auf geheimnisvolle Weise ausgerechnet, dass es folgende "Bestandteile" des Tradings gibt: 60% Psychologie, 30% Position Sizing und 10% System. Irgendwie steckt in dieser Aussage die Voraussetzung, dass wir ein System oder eine Methode besitzen, die nachweislich profitabel ist, denn sonst nützen uns weder Psychologie noch Position Sizing wirklich etwas. Wir können davon ausgehen, dass alle in diesem Buch interviewten Trader eine solche profitable Handelsmethodik besaßen und sie erfolgreich anwandten.

Natürlich ist nicht zu erwarten, dass auch nur einer von ihnen uns verrät, wie er wirklich handelt. Noch werden wir erfahren, wie er sein Kapital einsetzt, wie groß seine Positionen sind und wie er diese Größe bestimmt. Eine wirklich singuläre Ausnahme bildet dabei Linda Bradford-Raschke mit ihrem Buch "Street Smarts". Aber selbst dort erfahren wir nur einen kleinen Teil der Wahrheit. Um tatsächlich von einem erfolgreichen Trader zu lernen, müssten wir die Gelegenheit haben, ihm ausreichend lange zusehen zu können und uns sein konkretes Vorgehen erklären zu lassen. Alles andere ist eine schöne Illusion.

Aber nehmen wir einmal an, uns wäre diese Gelegenheit gegeben worden. Dann würden wir vielleicht versuchen, das Gesehene zu kopieren und feststellen, dass wir es nicht können. Wir würden scheitern, nicht weil wir zu blöd sind, sondern weil wir eine andere innere Verfassung, ein anderes Temperament oder eine andere Denkweise besitzen. Bevor wir nicht unseren eigenen Stil gefunden haben, werden wir immer wieder Probleme bekommen.

Die Essenz dieses Buches, wie aller Interviews mit erfolgreichen Tradern, die ich jeden Monat in einer Fachzeitschrift lese, ist doch, dass alle diesen Prozess der Selbstfindung mehr oder weniger durchmachen mussten. Manchmal ist er lang und kostet viel Geld, manchmal ist er auch kürzer. Jeder, der Trader werden will, muss diesen Weg gehen und herausfinden, welche Art des Handelns zu ihm passt. Alle erfolgreichen Trader haben gemeinsame Eigenschaften: Sie sind extrem diszipliniert und wissen, dass sie es waren, die einen Fehler gemacht haben, wenn es einen gibt. Sie sind ungewöhnlich realistisch, mutig und entschlossen, wenn der Augenblick des Handelns kommt, und sie wissen, dass Verluste zum Geschäft gehören. Denn dies ist ein Geschäft. Es ist ein gnadenloser Spiegel unseres inneren Zustandes. Und nicht jeder hält das aus.

Diese Einsichten sind wie schon im ersten Teil das einzig wirklich Konkrete, was man aus diesem Buch entnehmen kann. Aber sie sind auch hier ihr Geld wert.

Man wird auch durch das Lesen eines weiteren Interview-Buches nicht wirklich schlauer. Aber es motiviert. Vielleicht baut es auch den einen oder anderen nach einem Fehlgriff wieder auf, wenn er hört, dass die meisten der hier Interviewten schon einmal pleite waren. Nur: wir machen konkrete Fehler und haben ein konkretes Problem, wenn es nicht so klappt wie es klappen sollte. Bei der Lösung solcher Probleme hilft das Buch natürlich nicht.

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