Jack Kerouac Big Sur

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Inhaltsangabe zu „Big Sur“ von Jack Kerouac

In 1960 Jack Kerouac was near breaking point. Driven mad by constant press attention in the wake of the publication of On the Road, he needed to get away to solitude again or die, so he withdrew to a cabin in Big Sur on the Californian coast. (Quelle:'Flexibler Einband/03.05.2012')

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  • Big Sur von Jack Kerouac

    Big Sur
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2013 um 17:39

    Jack Duluoz, ein vom eigenen Ruhm verfolgter und dem Alkohol zugetaner Schriftsteller, flüchtet für drei Wochen in die Hütte eines Freundes, inmitten der Wildnis des Big Sur, um dort zu sich selbst zu finden… Gestern habe ich dieses Buch beendet und ich vermisse ihn jetzt schon, Jack Kerouac alias Jack Duluoz und die wilde, überwältigende Natur des Big Sur.  Zugegebenermaßen verstanden wir uns anfangs nicht, Kerouacs Stil und ich. Oft wird seine literarische Stimme als spontan und immer im Moment beschrieben, Jazz in Romanform und dem kann ich nur zustimmen. Ich bezeichnete sie im Stillen allerdings auch manchmal als schwierig und tue es wohl immer noch. Doch nach und nach, während die Kapitel am Leser vorbei ziehen und Kerouac so ehrlich und ungeschönt über sich selbst und seinen gescheiterten Versuch dem Leben in der Stadt und dem Ruhm, der ihn nach der Veröffentlichung seines Debüts (On the Road – Unterwegs) ereilte, den Rücken zu kehren, wächst mir der amerikanische Bretone mehr und mehr ans Herz. Ohne Punkt, dafür mit Komma und Gedankenstrich schreibt sich Kerouac durch etwas über 200 Seiten autobiografischen Roman und lässt mich manchmal schwelgen, oft aber auch ratlos zurück. Von unzähligen Eindrücken und Szenen mundtot gemacht, muss ich mit ansehen wie sich Autor und Hauptfigur in einem um den Verstand saufen und das oft ganz wörtlich. Ein Gedanke blutet seinen Sinn in den nächsten und das so unvermittelt, dass ich oft atemlos in die Polster meines Lesesessels zurück sinke, sobald Kerouac (endlich) einen Satz zu Ende gebracht hat. Was an Kerouacs Stil oft etwas quer im Kopf liegt, wenn er eine trunkene Nacht mit seinen Freunden in San Francisco beschreibt, wird zu einem Schauer aus Eindrücken, die mich als Leser an der Seite des Autors durch die Wildnis wandern lassen, sobald Kerouac sich in die Landschaft des Big Sur begibt. Denn dort gehört er eigentlich hin, da stimme ich ihm zu, dort ist er ganz bei sich. Und so wunderte es mich nicht, als sich, sobald er seine Freunde zu sich in die Natur einlädt, die Katastrophe, der Zusammenbruch dieses kreativen Kopfes, anbahnt. Und so Leid es mir für den vom delirium tremens und der damit einhergehenden Paranoia geschüttelten Schriftsteller auch tut, gebiert dieser Zusammenbruch doch eine der eindringlichsten Beschreibungen einer Psychose, von der ich in meinem kurzen Leserleben Zeuge wurde. So denke ich beim Schreiben dieses Beitrags, beim Blick ins Regal, beim Warten auf den Bus, mit einem wohligen Schauer an den Big Sur und seinen berühmt, berüchtigten Besuch zurück, dem ich dank Jack Kerouacs Bericht beiwohnen durfte. Abschließend lässt sich sagen, dass Kerouac vielleicht nicht der große, amerikanische Chronist ist, nach dem es vielerlei Kritiker und Leser verlangt. Doch wer einer ehrlichen Stimme aus der Beat-Generation lauschen will, der sollte sich Jack Kerouacs Romanen widmen – da gibt es für mich keinen Zweifel.

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