Jack Ketchum EVIL

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Inhaltsangabe zu „EVIL“ von Jack Ketchum

Jack Ketchums beunruhigender, grenzüberschreitender Horrorthriller gilt unter Experten als eines der großen Meisterwerke des Genres. Die Geschichte eines Jungen, der inmitten einer amerikanischen Vorstadtidylle mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert wird, steigt tief hinab in die Abgründe der menschlichen Psyche. Nachdem der brillant geschriebene Roman viele Jahre unter der Hand als geheimer Klassiker die Runde gemacht hatte, erhielt er nicht zuletzt dank Stephen King, der zu diesem Werk auch eine ausführliche Einleitung verfasst hat, die verdiente Aufmerksamkeit.

Wohl eines der grausamsten Bücher die je geschrieben wurden. Hin und wieder musste ich es zuklappen.

— LillyLou

Ich hatte größere Erwartungen auf Grund der Bewertungen. Nicht so erschreckend wie gedacht jedoch würde ich sensible Menschen davon abraten.

— SofiaE_Mtz

Sehr heftig, beklemmend und nichts für schwache Nerven...

— Inibini

Unfassbar abartig, was Menschen einem anderen Menschen antun können und dies auch noch rechtfertigen, als ob das Opfer selbst schuld hätte..

— Escapee

Trotz der Grausamkeiten der Story bin ich froh, es gelesen zu haben.

— JsBookSight

Unglaublich spannend und toll geschrieben! Das Buch bleibt im Kopf, ist allerdings nichts für schwache Nerven!

— Cozydayscoffeebooks

Traurig, abstoßend und faszinierend zugleich

— Tupy

tolles buch der schreibstil einfach grandios aber dennoch grausam

— miarosesunny

Verstörend wozu Menschen alles fähig sind.

— emelyso1005

Die Handlung war einfach nur grausam, ich musste das Buch abbrechen.

— tinchen_

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  • Rezension- "Evil"- von Jack Ketchum

    EVIL

    LillyLou

    13. October 2017 um 17:51

    Inhalt:Die Vorstadtidylle trügt wie so oft. Der Protagonist David wächst zusammen mit den Nachbarskindern in den 50er Jahren in Amerika auf. Bis auf ein paar Rauferein mit Kindern aus der Nachbarschaft scheint das Leben ziemlich normal zu sein. Eines Tages jedoch ziehen Susan und Meg im Nachbarhaus, bei den Chandlers ein. David geht dort oft ein und aus, den sein bester Freund Danny wohnt dort, mit seinem kleinen Bruder und seiner Mutter Ruth. Irgendwas scheint jedoch nicht zu stimmen, den Meg, Dannys Cousine, vertraut David an, dass Ruth sie hasst.David glaubt ihr nicht, denn Ruth gehört zu den tollen Müttern, die einem ein Bier in die Hand drücken. Als er jedoch schließlich den Ernst der Lage erkennt, ist es viel zu spät...Meine Meinung:Ich habe noch nie in meinem Leben ein so grausames Buch gelesen. Lange habe ich überlegt wie Jack Ketchum es über Herz bringen konnte, seine Protagonisten so etwas durcheiden zu lassen. Schockierend kommt noch dazu, dass das gesamte Konstrukt auf einer wahren Begebenheit basiert. Ich musste das Buch tatsächlich teilweise zuklappen und weglegen, weil ich diese massive physische und psychische Grausamkeit nicht mehr ertragen konnte.Fazit:Ein Buch das die Abgründe der menschlichen Seele offenbart und die Grausamkeit in ihrer reinsten Form wiederspiegelt. Man sollte sich gut überlegen, ob man so etwas wirklich lesen möchte.

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  • Beklemmend und nichts für schwache Nerven!

    EVIL

    Inibini

    01. October 2017 um 13:09

    Inhalt:Jack Ketchums beunruhigender, grenzüberschreitender Horrorthriller gilt unter Experten als eines der großen Meisterwerke des Genres. Die Geschichte eines Jungen, der inmitten einer amerikanischen Vorstadtidylle mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert wird, steigt tief hinab in die Abgründe der menschlichen Psyche. Nachdem der brillant geschriebene Roman viele Jahre unter der Hand als geheimer Klassiker die Runde gemacht hatte, erhielt er nicht zuletzt dank Stephen King, der zu diesem Werk auch eine ausführliche Einleitung verfasst hat, die verdiente Aufmerksamkeit. (Quelle: LB)Meine Meinung:Das war nach 'Versteckt' mein zweiter Jack Ketchum. Ich habe längere Zeit gezögert bis ich 'Evil' gelesen habe, da ich gehört habe, dass es echt heftig sein soll. Außerdem beruht die Handlung auch auf wahren Begebenheiten. Die erste Hälfte des Buches war dabei allerdings noch nicht ganz so fesselnd, gruselig und spannend und ich hab mich die ganze Zeit gefagt, was jetzt soooo heftig an der Story sein soll. Klar, es gab schon ein paar krasse Szenen, aber noch nicht so, dass es sich von anderen Büchern abgehoben hat.Das hat sich dann in der 2. Hälfte sehr schnell geändert. Die schonungslos beschriebenen Szenen waren für mich echt schwer zu ertragen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Story auf wahren Begebenheiten beruht... Es war einfach nur grausam, ekelig und nichts für schwache Nerven bzw. Mägen. An einer Stelle habe ich gedacht, dass es da dann echt zu weit geht, aber die Szene hat Ketchum dem Leser dann zum Glück enthalten. Es ist einfach unvorstellbar, dass Kinder so schrecklich sein können...Man bekommt in diesem Buch einen guten Eindruck in die menschliche Psyche, sodass man die Chance bekommt, zu verstehen, warum wer etwas tut oder eben nicht tut. Teilweise ist mir das irgendwie gelungen, aber das hat die Handlungen auf keinen Fall gerechtfertigt, sodass ich immer noch totales Unverständnis ggü. den Charakteren und ihren Handlungen habe.Die Charaktere haben mir insgesamt 'gut' gefallen, auch wenn ich den Großteil einfach nur HASSE... Sie waren teilweise zwar nicht so gut ausgearbeitet wie in anderen Büchern, aber das habe ich auch nicht erwartet.Der Schreibstil war sehr flüssig zu lesen, sodass man das Buch schnell durchlesen hätte können, wenn die Story nicht so krass gewesen wäre...Das Ende passte genau zum Rest von dem Buch und konnte mich auch 'überzeugen', wenn ich das überhaupt so sagen kann...Mein Fazit:Es ist echt schwer eine Rezi zu diesem Buch zu verfassen, da man damit ja wahre Begebenheiten beurteilen würde, die einfach nur schrecklich und unvorstellbar sind... Dennoch würde ich das Buch weiterempfehlen, weil ich es irgendwie wichtig finde, dass man auch bei sowas nicht wegschaut. Aber auch wirklich nur an die, die starke Nerven haben, da einen das Buch wirklich mitnimmt und einen oft an seine Grenzen führt... Wer sich dazu entscheidet, dass Buch zu lesen, dem würde ich auf jeden Fall empfehlen das Vorwort NICHT vorher zu lesen, da es die gesamte Handlung verrät. Insgesamt bekommt dieses wirklich grausame Buch von mir 5/5 Thrillersternchen.

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  • Unfassbar schockierend, was scheinbar normale Menschen einem Anderen antun....

    EVIL

    Escapee

    30. August 2017 um 14:02

    Ich hatte dieses Buch bereits letztes Jahr gelesen gehabt. Ich weiß noch, wie unglaublich schockiert ich war, nachdem dem Mädel immer mehr ,,angetan'' wird und ich dennoch gleichzeitig mir noch irgendwie dachte: ,,Komm, Mädel, du schaffst das, du kommst da wieder raus, bevor noch Schlimmeres passiert.'' Als dann das von mir harmlos als ,,noch Schlimmeres'' -Beschriebene geschah, kamen einige Gedankenfetzen auf wie ,,Ich hätte anders reagiert...'' oder ,,wie krank und feige die Tat auch sein mag, es  geht noch schlimmer''. Das hat sich beim Lesen kontinuierlich gesteigert, dieses Gefühl von Abscheu und Hass inkl. Verständnislosigkeit für die Täter und warum sogar der vermeintlich Gute da mitmacht anstatt zu helfen - und gleichzeitig aber auch das Gefühl, dass es noch halbwegs zu verkraften ist und es schlimmere Folter gibt. Das war schon heftig, weil der Autor es schafft, solche Gedanken und Gefühle in einem hervorzurufen, obwohl doch der einzige Gedanke sein sollte: Fassungslosigkeit! Und vor allem ein Unverständnis dafür, wie man so etwas tun kann, was sowohl für die Mutter als auch die Kinder gilt. Und dennoch konnte man erstaunlich gut nachvollziehen, warum wer ,,dies'' tut... Lange Rede, kurzer Sinn: absolut lesenswert! 

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  • Ihr glaubt, Ihr wisst was Schmerz ist?

    EVIL

    JsBookSight

    16. August 2017 um 23:18

    Nein, Ihr wisst es nicht! Und ihr wollt es auch nicht wissen... Sylvia Likens wurde am 03. Januar 1949 geboren. Als 16jährige wurden sie und Jenny, ihre jüngere und an Kinderlähmung leidende Schwester, in die Obhut von Gertrude Baniszewski gegeben. Diese, an Depressionen, Asthma und Unterernährung, leidende Frau kanalisierte ihre Wut und ihren Zorn überwiegend auf Sylvia. Unbegründete Ungerechtigkeiten, psychische Gemeinheiten und erfundene Vorwürfe, Schläge und noch viel härtere Folter waren an der Tagesordnung. Ihren eigenen Kindern, ja sogar Nachbarskindern, erlaubte Gertrude, sich an den Quälereien zu beteiligen. Herzlose Grausamkeiten, die jeden Bezug zur Realität verweigern möchten. (*)Ich frage mich: Wie viel Schmerz, psychisch und physisch, kann ein einzelner Mensch aushalten? Zu welchen unvorstellbaren Grausamkeiten können Menschen fähig sein? Warum tut jemand unschuldigen und wehrlosen Menschen die schlimmsten Dinge an, die man sich nicht mal annähernd vorstellen möchte? Was muss geschehen, dass scheinbar normale Menschen die Grenzen der Moral und Menschlichkeit brechen um sich am Leid anderer zu erfreuen? Immer und immer wieder? Wie zum Teufel kann es möglich sein, nach den Schmerzensschreien leidender, unschuldiger und wehrloser Mitmenschen süchtig zuNein, Ihr wisst es nicht! Und ihr wollt es auch nicht wissen... werden?Viele erdrückende Fragen, die mich lange beschäftigt haben. Bis heute habe ich keine zufriedenstellende Antwort darauf. Bis heute kann ich es nicht nachvollziehen. Und eigentlich will ich es auch gar nicht!EVIL von Jack Ketchum, eine fiktive Geschichte, die jedoch als Basis das (leider) wahre Leiden von Sylvia Likens verarbeitet. Ereignisse, die in ähnlicher Form im Jahre 1965 in den USA tatsächlich stattfanden. Beim Lesen von EVIL, das übrigens in der Ich-Form eines Nachbarjungen verfasst wurde, musste ich oft an diesen wahren Kern denken. Nicht zuletzt das Wissen, dass derartige Misshandlungen reale "Vorbilder" haben, machen die Geschichte von Jack Ketchum so unglaublich schrecklich. Als Leser war und bin ich fassungslos, geschockt und verwirrt. Und sprachlos. Ja sprachlos. Es gibt meiner Ansicht nach kein Wort, das ausdrücken kann, was ich dabei denke und fühle. Kein mir bekanntes Wort wird dem Gerecht, was damals passiert ist...So ungeheuerlich der Inhalt dieses Buches auch ist, ich möchte an dieser Stelle dem Autor Jack Ketchum ein Lob aussprechen. Die Story von EVIL wurde perfekt transportiert. In jeden der Protagonisten (Protagonisten... das Wort schmerzt mich gerade aufgrund der wahren Basis. Besser wäre: Täter und Opfer) konnte man sich hineinversetzen und/oder mitfühlen. Nicht nötig zu erwähnen: man kann derartige Handlungen niemals nachvollziehen oder für gut befinden! Aber man hat das Gefühl zu wissen, warum gewisse Handlungen so stattgefunden haben. Der Aufbau von EVIL wirkt am Anfang etwas lahm, zögerlich, plätschernd oder gar "langweilig", zumindest für mich. Aber das täuscht. Ich habe mich durch diesen Gedanken anfangs selbst in die Irre geführt. Im Nachhinein passte das optimal zum Verlauf: Langsamer Aufbau, Vorgeschichte, Kennenlernen der einzelnen Charaktere und die Verwandlung. Auch das trug ein gutes Stück zur Tragik bei. Man konnte im Vorfeld die Personen "kennen lernen". Die Tragik für mich daran: Ein paar davon mochte ich zunächst! Aber es kam alles anders...Mein Fazit:Das Buch EVIL von Jack Ketchum ist nichts für jeden Leser. Schlimme, unglaublich schlimme Dinge passieren, die man zu realistisch mitempfinden muss. Den wahren Kern der Geschichte kann man beim Lesen nicht verdrängen. Man fiebert mit, hofft das Beste. Man wird manchmal enttäuscht, schockiert, gedemütigt und kann nicht umhin mitzuleiden. Ja, ich hatte den Eindruck mitzuleiden. Als Leser wird man genötigt, sich über den Sinn von Handlungen zu fragen - ohne eine Antwort zu finden. Ich hatte keine Chance mich zu entziehen, war zeitweise fassungslos. Es gab zwischendurch ein bis zwei Tage, wo ich das Buch zur Seite legen musste, um mich zu sammeln.Trotz der Grausamkeiten der Story bin ich froh, es gelesen zu haben. Ich fand den Schreibstil von Jack Ketchum (bzw. des Übersetzers) sehr gut. Der Aufbau der Geschichte lies mich eintauchen, auch wenn das bei dieser Thematik eher "nachteilig" ist. Mir wurden unglaubliche Abgründe der menschlichen Seele gezeigt, die ich lieber nicht gesehen hätte. Trotz allem ist das Buch sehr gelungen, aber man muss sehr starke Nerven mitbringen und fähig sein, sich nicht an den Inhalt der Geschichte zu binden. Mir ist das leider nicht immer gelungen...*Quelle für den wahren Hintergrund um Sylvia Likens:Wikipedia: Sylvia Likens

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  • Grausame Story

    EVIL

    emelyso1005

    20. June 2017 um 21:57

    Das Buch ist definitiv nicht für jedermann. Ich musste an manchen Stellen eine Pause einlegen.

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen, es gab keine Durchhänger.

  • das Böse

    EVIL

    Hoffin

    05. June 2017 um 12:21

    Evil... Das zweite Buch in meinem bisherigen Leben, das ich abgebrochen habe. Ich brauchte ein paar Seiten, bis mir auffiel, dass ich die Geschichte schon kannte und bis mir einfiel, woher. Vor Jahren habe ich mich bei der Suche nach einem guten (Horror-) Film genauso von Kurzkritiken zu eben diesem Film verleiten lassen, wie auch jetzt zu diesem Buch. Den Film habe ich ebenfalls abgebrochen, weil dieser ein Thema beinhaltet, dass leider in mehr oder weniger schlimmen Ausmaß überall im Leben vorkommt: Die Mißhandlung und das Leiden Schutzbefohlener. Ich lese bei Filmen und Büchern nie die Klappentexte, weil ich mich gerne überraschen lasse. Das hat mich nun dazu gebracht, mich zweimal mit der gleichen Story auseinanderzusetzen. Ich hatte bei der Wahl des Buches den Film komplett verdrängt. Wenn ich nur einem einzigen Kind damit helfen könnte, mir den Film anzusehen oder das Buch durchzulesen, würde ich es immer wieder tun. Ansonsten gibt es für mich einfach keinen Grund, mir die sehr detaillierten, grausamen (wirklich passierten und wohl auch immer noch irgendwo passierenden) Handlungen von einer kranken Frau anzutun. Ich kann über den Schreibstil nicht viel sagen, weil mich der Inhalt viel zu sehr schockiert und abstößt. Es wäre nicht richtig, hier eine Bewertung abzugeben, weil ich das Können des Autors nicht beurteilen kann, daher werde ich darauf verzichten. Leider kann ich den Pflichtstern nicht umgehen.

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  • Dieses Buch lässt an der Menschheit zweifeln!

    EVIL

    homealwaysfeelssofaraway

    11. March 2017 um 21:04

    In diesem Buch treffen wir auf Dave, der von seiner düsteren Vergangenheit erzählt.Aufgewachsen ist er in einer idyllischen Kleinstadt, in der es keine Kriminalität gibt. Wir lernen die Clique aus seiner Straße kennen und erfahren von den Streichen, die sie ausgeheckt haben. Eines Tages trifft Dave an einem Bach auf Meg und ist sofort fasziniert von ihr. Schließlich erfährt er, dass sie mit ihrer Schwester von nun an im Nachbarhaus bei ihrer Tante wohnt, nachdem sie durch einen schrecklichen Autounfall ihre Eltern verloren haben.Tante Ruth war immer nett zu den Jungs und ließ ihnen einiges durchgehen – doch irgendwann beginnt sie sich zu verändern und fängt an, die Mädchen für banale Sachen zu bestrafen. Nachdem auch die Nachbarskinder in die Gewalttaten einbezogen werden, beginnt die Sache allmählich aus dem Ruder zu laufen…Die ersten 150 Seiten beginnen wie ein normaler Roman, wir lernen Dave kennen, seine Freunde und Ruth, die Mutter seines besten Freundes, bei denen er und die Nachbarskinder jederzeit ein- und ausgehen können. Die zweite Hälfte des Buches ist allerdings nicht für zart besaitete Gemüter. Anfangs beginnt das „Mobbing“ der Mutter und der Nachbarskinder gegen die beiden Mädchen noch relativ harmlos, schaukelt sich aber hoch zu brutalen Szenen. Wer ein Problem mit sexuellem Inhalt oder schroff dargestellten sexuellen Praktiken oder Vergewaltigungsszenen hat, dem rate ich dringend von dem Buch ab. Das Mädchen wird in der kompletten zweiten Hälfte des Buches ausschließlich nur gefoltert und aufs grausamste gedemütigt und entwürdigt. Der Autor hat hierbei eine sehr bildhafte Beschreibung.Es hat sehr stark an meiner Schmerzgrenze gekratzt, ich hatte bei manchen Szenen Tränen in den Augen, weil ich so mit dem Mädchen mitgefühlt habe und auch Dave teilweise nicht verstanden habe. Er war in einem Zwiespalt aus Mitmachen oder dem Opfer helfen. Noch verstörender ist, dass das Buch tatsächlich von einem echten Mordfall inspiriert wurde, der ähnlich wie im Buch passiert ist (Der Mordfall an Sylvia Likens)Anfangs fand ich es fast langatmig und dachte nicht, dass das Buch ab der Hälfte dann solche Fahrt aufnimmt. Ich mag Bücher, die an meiner Schmerzgrenze kratzen und mich hat es sehr nachdenklich gemacht! Selten bei einem Buch so verblüfft zurückgelassen worden und so mitgelitten. Den Schluss fand ich trotz der Dramatik sehr gelungen und für mich war eine kleine Genugtuung dabei. 

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  • ...Alptraum...

    EVIL

    Raven

    03. March 2017 um 19:24

    Das Buch "Evil" von Jack Ketchum ist 336 Seiten lang und bei Heyne Hardcore erschienen. Das Softcover hat eine mittelgute Qualität und das Coverbild ist nicht gerade vielsagend. Aber hier täuscht man sich, denn das Buch hat es in sich. Mit einer Einleitung von Stephen King, gilt das Buch als geheimer Klassiker des Horrorthriller-Genres. Es handelt sich um eine Geschichte die in die Abgründe der menschlichen Psyche führt. Die Story spielt in den 50ern in einer kleinen Vorstadt. Zwei Weisenmädchen kommen zu ihrer letzten Verwandten in ein Haus mit drei Großcousins. Die Mutter Ruth hat es besonders auf Meg abgesehen und spielt immer grausamere Spiele mit dem Mädchen. Die eigenen Jungs und auch weitere Jugendliche aus der Stadt finden Gefallen an dem Machtspiel. Erzählt wird die Geschichte von Dave, der von Anfang bis Ende alles detailliert schildert...Wer das Buch beginnt, sollte das Vorwort von Stephen King zum Schluss lesen, denn es verrät bereits zu viel von der Story. Das könnte teilweise den Überraschungsmoment verderben. Die Geschichte hat mich dennoch gleich in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Ketchums Schreibstil ist unglaublich bildhaft und fließend. Ich habe selten ein Buch in der Hand gehabt, welches ich innerhalb eines Tages aufgesogen habe. Doch hier ist es der Fall. Die 50er werden so echt beschrieben mit Elvis, Kirmes, die Jugendgruppen im Dorf, die ersten Spionageversuche und jede Menge Flausen im Kopf, dass ich Tränen in den Augen hatte, weil ich genau so meine Kindheit verbrachte und heranwuchs und mich total in die Story fallen lassen konnte. Ich kenne aber auch die Schattenseiten, denn alles was zu Hause passierte, dass blieb auch zu Hause. Man hätte niemals Nachbarn usw von familiären Problemen oder Geheimnissen erzählt. Besonders Gewalt und familiäre Geheimnisse blieben unausgesprochen in den eigenen vier Wänden und selbst die Leute die etwas von Außerhalb bemerkten, die schwiegen, denn es ging sie nichts an und über so etwas sprach man nicht. Ein Zitat welches das Buch sehr gut beschreibst ist folgendes: "Nicht der Rede wert". Es beschreibt sehr gut die damalige Zeit. Ein weiteres Zitat: "Cops reden nur, aber sie tun einem nie was..." stimmte leider auch oft besonders bei den Dorfsheriffs, die Kindern nicht glaubten und ihre Freunde oder Bekannte aus dem Dorf niemals etwas Böses unterstellen würden. Als Kind hatte man damals verloren, denn Züchtigung durch Schläge war noch an der Tagesordnung und man guckte von Seiten der Erwachsenen eben auch nicht so genau hin. Das große Schweigen war damals angesagt. Von daher könnte sich die Story, in der ich Parallelen zu der Biographie von Dave Pelzer "Sie nannten mich Es" erkenne, absolut so zugetragen haben und das ist der Horror und das wirklich erschreckende. Sicherlich gab es solche Fälle die erst zu spät ans Licht kamen oder niemals aufgedeckt wurden. Das Buch handelt von Macht, von Sadismus, psychischer Erkrankung, Kindesmisshandlung, Vergewaltigung und von der Gruppendynamik im Umfeld einer Kleinstadt der 50er Jahre. Sehr authentisch und bildhaft ohne Beschönigung, sehr anregend und spannend gibt der Autor die einzelnen Szenen wieder. Den Protagonisten fühlt man sich dabei sehr verbunden und man hat steht's das Gefühl man wäre selbst dabei und würde alles mit eigenen Augen sehen und erleben. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und bin von diesem Werk absolut angetan. Es ist sicherlich nichts für sensible Gemüter. Wer aber dieses Genre interessant findet und spannende Psycho-Horror-Thriller liebt, der wird hier fündig. Es ist kein Buch des fantastischen Horrors, sondern es zeigt den Horror anhand der psychischen Abgründe, die in vielen von uns lauern. Fazit: Bildhafter, spannender, interessanter, anregender, authentischer Psycho-Thriller, der nichts beschönigt und bis ins kleinste Detail in die Abgründe der menschlichen Psyche eintaucht. Keine Story für sensible Gemüter, für mich jedoch und sicherlich auch für andere Fans von Hardcorebüchern, ein absolutes Sahnestück. Eine außerordentliche Empfehlung!

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  • Der Horror hat einen Namen!

    EVIL

    Dinah93

    18. October 2016 um 23:06

    Klappentext: Eine Vorstadt in den USA der Fünfzigerjahre. Kein schlechter Ort, um seine Jugend zu verbringen - weitab von McCarthys Kommunistenjagd, dem Kalten Krieg und der Atombombe. Doch dieser Ort hat auch seine düsteren Seiten, wie der junge David bald erfahren wird. Denn in der kleinen ruhigen Sackgasse, in der er und seine Freunde wohnen, geschehen in einem Keller Dinge, von denen niemand weiß und die auch nicht ans Tageslicht kommen sollen. Was passiert, wenn der Wahnsinn ungebremst seinen Lauf nimmt und das Böse von den Menschen Besitz ergreift? Das Buchcover: Das Cover des Buches ist recht schlicht in weiß, rot und grau gehalten, dennoch finde ich es sehr passend zu diesem Buch und seiner gesamten Handlung. Inhalt: Die Handlung des Buches wird rückblickend aus der Sicht von David einem 12 jährigen Jungen aus Amerika erzählt. Er wächst bei liebevollen Eltern auf, in einer kleinen ruhigen Vorstadt wo alles perfekt erscheint, bis zu diesem Tag als er zum ersten mal Meg traf. Meg und ihre Schwester Susan sind vor kurzem bei ihrer Tante Ruth und ihren Söhnen eingezogen, denn sie sind die einzigen Verwandten die ihnen nach dem Unfalltod ihrer Eltern geblieben sind. Es dauert nicht lange bis David mitbekommt das in dem Nachbarhaus in dem Meg wohnt etwas nicht stimmt,und die grausamen Ereignisse häufen sich immer mehr an. Meine Meinung: Ich wusste nicht wovon dieses Buch handelte nur das es auf einer wahren Geschichte basiert,und ich muss sagen, nach dem ich es zu ende gelesen hatte ,es ist der Wahnsinn,es hat mich gepackt ,mitgerissen und einfach nicht mehr los gelassen. Man konnte es sehr flüssig lesen, und diese detaillierten Erklärungen von diesen vielen grausamen geschehen , waren einfach perfekt. Mich hat dieses Buch auch noch eine lange zeit danach sehr beschäftigt, da diese Handlung nicht ohne ist. Fazit: Ein hervorragend geschriebenes Buch, das man trotz oder gerade wegen des schockierenden Inhalts nicht aus der Hand legen kann. Psychologischer Horror vom Feinsten, den zartbesaitete Leser allerdings mit Vorsicht genießen sollten.

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  • Ein Meisterwerk

    EVIL

    PeWa

    11. June 2016 um 13:45

    In einer der zahlreichen Online Rezensionen zu EVIL (THE GIRL NEXT DOOR) bei Amazon.com schrieb ein Leser, dass er als Amerikaner für die Redefreiheit eintrete, die für alle gelten solle. Für alle, nur nicht für Jack Ketchum. Gründe für diese Aussage werden kaum gegeben, außer dass der Roman abartig sei.Ja, diese Geschichte ist schockierend, Ekel erregend. Sie überschreitet die Grenzen des Erträglichen. Ich habe beim Lesen Pausen einlegen müssen, um das Grauen in kleinen Portionen verarbeiten zu können. Mir standen Tränen in den Augen, und ich habe gewünscht, dass sich in der beständig abwärts führenden Spirale der Gewalt ein Hoffnungsschimmer entdecken lässt. Manchmal habe ich sogar gehofft, dass die Geschichte eine unglaubwürdige Wendung nimmt, mir die Chance lässt, mich auf diese Weise zu distanzieren.Aber Jack Ketchum schreibt gnadenlos realistisch. Er besitzt ein meisterhaftes Gespür für die Psychologie seiner Figuren. Und so unglaublich das für manchen Leser scheinen mag: die hier geschilderten Vorgänge beruhen zum größten Teil auf Tatsachen.Im Jahr 1965 gab ein Schausteller seine beiden Töchter vorübergehend bei einer Psychopatinin Obhut. Vier Monate später wurde die Leiche der 16-jährigen Silvia Likens auf einer Matratze im Keller eines gut bürgerlichen Hauses gefunden. Der Leichnam war von über 100 Zigarettenbrandwunden übersät. Auf dem Bauch befand sich eine Tätowierung, eingebrannt mit einer glühenden Nadel. Gertrude Baniszewsk, die für 20 Dollar in der Woche auf die beiden Kinder aufpassen sollte, hatte Silvia Likens gemeinsam mit ihren eigenen 7 Kindern und Kindern aus der Nachbarschaft misshandelt und zu Tode gequält.Man hat Jack Ketchums Roman in die Horrorecke verbannt. Verstört er dort weniger? Braucht er ein zusätzliches Etikett, damit man sich als Leser in die Behauptung flüchten kann, dies alles sei doch letztlich nur Fiktion? Vielleicht. Wer sehr sensibel ist, wird das hier Beschriebene unerträglich finden. Wer als Kind sexuell missbraucht oder körperlich misshandelt worden ist, wird mit einem Kloß im Hals nicken: „Ja, so ähnlich war's. Sie haben alle weggeschaut, niemand wollte es genau wissen. Dinge wie diese dürfen nicht geschehen. Deshalb ist es besser, sie zu ignorieren."Weil ich selbst viele der Grausamkeiten erlebt habe, kann ich aus meiner Sicht nur bestätigen, dass die Figuren in diesem „Spiel" realistisch geschildert werden. Wie Maggie habe auch ich mir die Fragen gestellt. „Warum? Was habe ich getan, dass mir das angetan wird?"Auch Jack Ketchum kann darauf nicht viele Antworten geben. An einer Stelle schreibt er:„Aber es scheint mir wahrscheinlicher, dass wir es deshalb taten WEIL sie im Gegensatz zu uns schön und stark war (....), um ihre Schönheit zu bewerten." In diesem Irrsinn der Gewalt ist man schon dankbar, dass es wenigstens einen Versuch der Erklärung gibt.Dank an den Heyne Verlag, dass dieses Buch 16 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung endlich auch auf Deutsch erscheint. Es ist ein wichtiger Roman. Gnadenlos kompromisslos und so verstörend, dass man ihn nie vergessen wird.

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  • Sehr empfehlenswert

    EVIL

    DunklesKapitel

    05. June 2016 um 23:21

    Jack Ketchum weiß, wie man Leser auf Spannung hält. Das Buch riss mich direkt in seinen Bann und ich konnte es bis zum Schluss nicht beiseite legen. Geniale Geschichte, die jeden von uns anfangen lässt zu grübeln. Was geschieht in unserer Nachbars Häuser? Welche dunklen Geheimnisse spielen sich in anderen Familien ab? Eine berechtigte Frage, die nach diesem Buch mehr an Bedeutung gewinnt, da dies immer ein Thema der Realität bleiben wird. Vor allem der Drang der Jungend als Mitläufer zu agieren, egal wie weit es gehen kann, nur um nicht als Außenseiter angesehen zu werden, sehen wir heutzutage überall und dadurch wirkte das Buch noch authentischer. Die Rollen der jeweiligen Charaktere wurden meiner Meinung nach ausreichend ausgeschmückt und auch die psychischen und physischen Veränderungen von Ruth wurden gut in die Geschichte eingebracht. Von der anfänglichen Ohrfeige bis hin zum kompletten Kontrollverlust, ist alles dabei. Vergewaltigung, Brandmarkung, Verbrühung, Erniedrigung und vieles mehr. Spannend und ebenso gefühlsregend bis zum Schluss. Ein absolut empfehlenswertes Buch, welches ich mehr als nur jedem Leser ans Herz legen möchte.

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  • "The Girl Next Door": einfach unfassbar

    EVIL

    tob82

    24. April 2016 um 20:16

    Ich hab das Buch neulich von meinen Geschwistern zum Geburtstag geschenkt bekommen. Mein erster Eindruck - wahrscheinlich aufgrund des Titels und der Reihe, in der es erschienen ist - : max. ein besserer Horror-Splatter-Roman und damit nichts, was ich eigentlich heute noch lesen will. Trotzdem wollte ich mir eine richtige Meinung bilden und fing mit dem Vorwort von Stephen King an. Und was las ich da? Ein Hochgesang auf Jack Ketchum. King schreibt, dass er eigentlich nur bei einem amerikanischen Romancier sicher sei, dass er bessere und wichtigere Romane schreibe als Ketchum, nämlich ein gewisser Cormac McCarthy (von dem ich allerdings noch nie etwas gehört habe). Eine Aussage, die ich sehr bezweifelt habe, aber gut, gegenseitige Lobgesänge sind ja mittlerweile in der Literaturszene Pflicht. Ich brach das Vorwort dann ab, weil es mir zu viel von der Geschichte verriet (das Vorwort wäre meiner Meinung nach besser als Nachwort geeignet) und begann mit dem Roman. Und war ziemlich schnell sehr überrascht. Kein Splatter, sondern eine sehr überzeugende und einfühlsame Schilderung der Sommertage eines 12 oder 13jährigen Jungen in der Vorstadt in den 50er Jahren. Auf den ersten Blick unbeschwerte Tage, hinter den Kulissen allerdings mehr oder weniger kaputte Familien. Die Geschichte kommt schnell richtig in Gang als die Nachbarsfamilie (eine alleinerziehende Mutter mit drei Söhnen), bei der er viel Zeit verbringt, zwei Nichten in ihren Haushalt aufnimmt, deren Eltern bei einem Autounfall gestorben waren. Vor allem die ältere der Nichten wird immer mehr Zielscheibe von verbalen und körperlichen Angriffen der Mutter und ihrer Jungen, während der Protagonist - gefesselt und angewidert zugleich - zusieht und keinen Außenstehenden hinzuzieht. Bei einem Picknick am 4. Juli wendet sich die ältere Nichte an einen anwesenden Polizisten, der aber nur darauf verweist, dass ihre "neue Mutter" das Recht zur Bestrafung hätte. Als die Mutter davon Wind bekommt, eskaliert die Geschichte in einem Alptraum von Sadismus, Voyeurismus, Hass und Schuld.Auf der Rückseite des Buches steht ein Zitat zu Jack Ketchum, ebenfalls von Stephen King: "Der Furcht einflössendste Autor Amerikas". Vor der Lektüre fand ich das noch etwas lachhaft, mittlerweile muss ich ihm wohl zustimmen. Ich kann mich an keinen Roman erinnern, der so grausam und widerlich ist, auf der anderen Seite aber so unglaublich fesselnd und realistisch wirkt. Ich hatte fast das Gefühl, selbst zum Protagonisten zu werden. Es war teilweise eine Qual (ich hatte kalte Händer vor nervlicher Anspannung) weiterzulesen, aber die Vorgänge waren auch wieder so fesselnd, dass ich nicht aufhören konnte. Ich konnte selbst den inneren Widerspruch des Protagonisten fühlen. Ich weiß nicht, ob ich etwas in der Art schon jemals bei einer Lektüre empfunden habe. Das Buch wird zu weit mehr als nur einem Roman. Es wird zu etwas psychologisch Fundamentalem: was ist der Mensch eigentlich? Wie kann ein Wesen nur solche Grausamkeiten verüben? Welche Bestien stecken in uns - und damit in mir selbst? Ein Buch, das als Geschenk eigentlich total ungeeignet ist, denn man sollte es nur lesen, wenn man weiß, auf was man sich einlassen muss und bereit ist, diese Intensität auch zu ertragen.

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  • VERSTÖREND

    EVIL

    sunnybook

    13. April 2016 um 20:11

    Ich habe es abgebrochen! Fand es sehr grausam und widerlich . Mich kann eigentlich nichts so schnell schocken , da es aber um Kinder geht die grausame Sachen machen , hat es dann für mich aufgehört. 

  • Horror im Millieu

    EVIL

    TheSilencer

    30. March 2016 um 09:06

    Die Schwestern Meg und Susan kommen nach einem Autounfall, der ihren Eltern das Leben kostete, bei ihrer Tante Ruth unter. Ruth, Mutter einer Bande schlechterzogener Jungen, ist diese Lösung ein Dorn im Auge.Ihr eigenes Verständnis von Mädchenerziehung macht aus ihrem Haus einen Ort des Schreckens.Der Nachbarsjunge David beobachtet die Szenerie unmenschlicher Gewalt direkt aus der Nähe und entdeckt eigene, dunkle Triebe.Weshalb diverse Folterszenen die Literaturwelt entzückt in Lobeshymnen ausbrechen läßt, bleibt mir verborgen.Stephen King schrieb eigens ein Vorwort zu diesem "Meilenstein".Natürlich. Das Buch ist wie ein Unfall: man will es nicht, aber man schaut hin.Was fehlt ist allerdings etwas mehr Tiefgang.All das Psycho-Gequatsche um das Buch, das man im Netz findet, verschafft einem doch nur ein Alibi, diese Gewaltorgie gelesen zu haben.Mir machen Horror-Romane Spaß. Bei diesem hier wurden die Erwartungen jedoch zu hoch geschraubt.Bemerkenswert ist auch die deutsche Übersetzung. Hier wird bis zur Unkenntlichkeit übersetzt, wenn deutsche Wörter auftauchen, die zwar die korrekte Übersetzungen sind, die aber niemand so gebraucht.

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  • Brutal

    EVIL

    Buchwesen

    07. March 2016 um 19:49

    Das Erste was mir zu dem Buch einfällt, wenn ich drüber nachdenke, ist `verstörend`. Dieses Gefühl hatte ich die ganze Zeit über während ich gelesen habe. Denn es war brutal, aber noch an der Grenze zum lesbaren. Trotz dass es so brutal war, konnte man nicht aufhören zu lesen, man kam nicht davon weg und das war sehr verstörend. Das Buch ist aus der Sicht des jugendlichen David geschrieben, der mit einer Naivität diese grausame Geschichte erzählt. Dadurch wird man sehr stark mit ins Geschehen gerissen, man hat das Gefühl man selber wird zum Täter, dass macht das alles noch verstörender. Als Leser schreit man förmlich „HILF IHR! VERDAMMT!“ aber David ist jung, naiv und fasziniert von dieser Situation, dass er selber gar nicht erkennt wie sehr das alles beginnt zu eskalieren. David ist eigentlich verliebt in Susan und trotzdem will er unbedingt bei den Folterungen dabei sein, er kann nachts an nichts anderes mehr denken. Die Folterungen sind grausam, es werden Zigaretten auf Susans Haut zerdrückt, sie wird verbrannt, sie wird angepinkelt und die grausamsten Folterungen erwähne ich hier jetzt nicht. Susann behält sich trotzdem ihre Würde und lässt sich nicht einfach so brechen, sie wehrt sich zwar nicht aber zeigt auch keine Unterwürfigkeit, was Ruth nur noch mehr anheizt und sie immer brutalere Dinge ausdenken lässt. Es wird noch unglaublich brutaler. Die Kinder der Ziehmutter von Susann wollen immer mehr mit ihr anstellen, wollen immer grausamere Sachen mit Ihr machen, doch am Anfang hält Ruth die Kinder noch davon ab. Jedoch nicht lang, zum Ende hin eskaliert die Situation. So dass David dann doch endlich den Versuch wagt um Susann zu befreien, leider scheitert er und alles nimmt ein schlimmes Ende. Das Buch ist einfach und flüssig geschrieben und spannend bis zur letzten Seite. Und sehr verstörend! Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, dachte ich mir nur „Wie kann man so etwas schreiben?“ dann fand ich heraus, dass es auf wahren Tatsachen beruht. Da war ich nur noch mehr geschockt und habe im Internet recherchiert und erfahren, dass es eine fiktive Aufarbeitung der wahren Geschichte ist. Trotz Brutalität und meiner Verstörtheit, gebe ich eine Leseempfehlung

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