Jack Ketchum Jagdtrip

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Inhaltsangabe zu „Jagdtrip“ von Jack Ketchum

Lee ist lebend aus dem Krieg zurückgekehrt, doch er ist ein anderer Mensch geworden. Die Erinnerung verfolgt ihn in seinen Träumen. Er lebt zurückgezogen tief in einem Wald und meidet den Kontakt zu Menschen. Aber heute ist er nicht allein. Eine Gruppe Camper ist in seine zerbrechliche Welt eingedrungen. Er hört ihre Stimmen, beobachtet ihr Lager. Mit einem Mal ist der Krieg zurück. Und Lees Besucher müssen um ihr Leben kämpfen ...

Ein typischer Thriller über das Thema Kriegsveteranen und wie einst Helden im Krieg fallen gelassen werden.

— MellieJo
MellieJo

Es war okay, aber nicht so gut wie erwartet

— Sternensammlerin
Sternensammlerin

Der schlechteste Ketchum bisher

— Navi_M_Gray
Navi_M_Gray

Mein schlechtester Ketchum bislang

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Nicht mein Favorit von Jack Ketchum

— DunklesKapitel
DunklesKapitel

Mir hat Spannung und Übersicht gefehlt.

— Yunika
Yunika

In Bezug auf das Genre für mich eher ein solides Werk. Schreibstil wieder top und Thema Kriegstrauma gut umgesetzt.

— LeseBlick
LeseBlick

Beeindruckender Schreibstil, interessante Charaktere - Spannung bis zur letzten Seite! Die Jagd hat begonnen...

— Rpunkt99
Rpunkt99

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  • Ein typischer Thriller über das Thema Kriegsveteranen und wie einst Helden im Krieg fallen gelassen

    Jagdtrip
    MellieJo

    MellieJo

    05. August 2017 um 21:28

    Rezension von Melanie zu Jagdtrip von Jack S Ketchum Library4 von 5 🌟 ich muss vorweg sagen. Ich besitze ALLE Romane des Autors, bin Fan und mag seinen Schreibstil. Ein typischer Thriller über das Thema Kriegsveteranen und wie einst Helden im Krieg fallen gelassen werden.Lee ist lebend aus dem Krieg zurückgekehrt, doch er ist ein anderer Mensch geworden. Die Erinnerung verfolgt ihn in seinen Träumen. Er lebt zurückgezogen tief in einem Wald und meidet den Kontakt zu Menschen. Aber heute ist er nicht allein. Eine Gruppe Camper ist in seine zerbrechliche Welt eingedrungen. Er hört ihre Stimmen, beobachtet ihr Lager. Mit einem Mal ist der Krieg zurück. Und Lees Besucher müssen um ihr Leben kämpfen ... Der Hauptprotagonist ist ein Vietnam-Veteran namens Lee Moravian, der durch die grausamen KriegsGräuel einen psychischen Knacks weghat. Er fantasiert und fühlt sich ständig in HabAchtstellung, weil er glaubt noch im Krieg zu sein. Ich mag mir die ganzen furchtbaren Dingen gar nicht vorstellen, was so Filme wie Platoon so zeigen, auch wenn das ja immer übertrieben ist, ist auch noch genug Wahrheit drin. Man muss in Deutschland froh sein, das die Kriegszeiten schon lange zurückliegen und uns nur am Rande tangieren. Lee ist jedenfalls schnell in seinem eigenen Film und kennt dann weder Freund noch Feind. Da er sich dessen bewusst ist lebt er alleine im Wald, damit er niemanden in seinem Wahn verletzt.Leider haben eine Gruppe Camper ausgerechnet diesen Wald auserkoren für ein Abenteuer, was sie dann auch bekommen, nur anders als gedacht. Denn zu spät merken sie, das sie in einem Wald sind, in dem Lee SEINEN Wald sieht und die Camper sind Eindringlinge und damit nicht genug er glaubt tatsächlich es ist der Vietcong der da eingefallen ist um Lee doch noch zu holen.Es ist wieder ein typischer Jack Ketchum Thriller : schonungslos und blutig und von der Schreibweise wieder sehr eindringlich. Dadurch, das er sehr realistisch und so nah an der Wahrheit bleibt, sind seine Werke auch oft beängstigend. Lee erinnert am einen irgendwie verängstigten Einzelkämpfer, der im Glauben an die richtige Sache zu einem Rambo wird. Jagdtrip ist im Gegensatz zu seinen sonstigen Romann weniger reissereisch und auch nicht so blutig wie manche seiner Vorgänger, sondern regt auch zum Nachdenken an. Zwischen den Zeilen lernt man auch Lee näher kennen, und wenn man sich auf ihn und seine Vergangenheit einlässt ist er sehr sympathisch und man versteht sein Handeln nicht das man seine Taten dadurch rechtfertigt.Ich finde das Buch zeigt mir nur noch mehr wie unsinnig und falsch Krieg ist. Aber das ist ja wie gegen Windmühlen angehen😢.Ich finde es ist eine Leseempfehlung wert.Das Buch kann man hier kaufen:https://www.amazon.de/gp/aw/d/3453677064/ref=mp_s_a_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&qid=1501956630&sr=8-1&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=jagdtrip&dpPl=1&dpID=61S%2BIn95QoL&ref=plSrchOder direkt bei Heyne Hardcore & Heyne EncoreIhr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1Ich möchte mich bei RandomHouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars zu danken.

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  • Zu lange Anlaufzeit

    Jagdtrip
    Buecher-Liebe-de

    Buecher-Liebe-de

    02. June 2017 um 18:18

    Inhalt von Jack Ketchum’s „Jagdtrip“ Lee war im Krieg in Vietnam und hat es geschafft, diese Zeit lebend zu überstehen. Natürlich hat der Krieg aber Spuren in ihm hinterlassen. Es leidet immer wieder an Flashback-Momenten, weshalb er zurückgezogen im Wald lebt. Er hat Angst, zur Gefahr für seine Mitmenschen zu werden und meidet daher diese Begegnungen. Eines Tages beschließt eine kleine Gruppe von Leuten, einen Campingausflug zu unternehmen. Dummerweise dringen sie dabei in Lee’s Gebiet ein. Lee fühlt sich in den Krieg zurückversetzt. Er fängt, die Campinggruppe zu beobachten, zu jagen und zu töten. Meine Meinung Dieses Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Es dauert sehr lange bis überhaupt erst einmal eine Spannungsbogen aufgebaut wird. Der erste Teil des Buches ist einfach langweilig und es fiel mir sehr schwer, dabei zu bleiben. Im späteren Verlauf des Buches, wenn es dann „zur Sache“ geht, ist der Teil der Geschichte dann viel zu schnell erzählt. Da stimmen die Relationen meiner Meinung nach nicht. Auch die Kategorisierung „Horror“ kann ich nicht nachvollziehen. Mit dem Horrorgenre hat das Buch nicht viel zutun. Die Vorstellung, bei einem Campingausflug von einem Kriegsveteran gejagt zu werden, ist sicherlich eine Horrorvorstellung, da hört es mit dem Horror dann aber auch schon auf. Was ich aber gut an diesem Buch finde – es ist interessant, mal einen Einblick in so ein Leben nach dem Krieg zu bekommen und zu sehen, was Krieg aus einem Menschen machen kann. „Jagdtrip“ ist zwar eine Geschichte, aber keine, die an den Haaren herbeigezogen ist. Es ist ja kein Geheimnis und natürlich auch absolut keine Überraschung, dass Menschen erheblich verändert aus einem Krieg zurückkehren. Fazit Jack Ketchum’s „Jagdtrip“ hat es – für mich – nicht auf die Liste der Bücher, die man gelesen haben sollte, geschafft. Die Geschichte braucht einfach viel zu lange, bis Spannung einsetzt und wenn es dann endlich so weit ist, ist die Spannung auch nicht so groß, dass das Buch Lust auf mehr macht.

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  • Nicht so gut wie erwartet

    Jagdtrip
    Sternensammlerin

    Sternensammlerin

    28. February 2017 um 16:09

     In dem Buch geht es um Lee. Lee war damals Soldat im Vietnam-Krieg. Schwer geprägt von seiner Kriegszeit zieht er sich in den Wald zurück, um seine Ruhe vor Menschen zu haben. Als dann eine Gruppe von Campern in ,,seinem,, Wald ihre Zelte aufschlagen, holen die Erinnerungen an die schlimme Zeit von damals Lee wieder ein. Und der Krieg beginnt. Mehr möchte ich zu dem Buch nicht verraten.  Meine Meinung:  Ich habe eine geteilte Meinung über dieses Buch.. Ich mag Ketchum sehr, jedoch ist dies nicht einer seiner besten Bücher! Es hat ziemlich lange gedauert, um in dieses Buch hereinzukommen. Am Anfang war alles ziemlich verwirrend, dies legt sich aber auch. Das ganz spannende passierte dann tatsächlich erst im letzen Viertel des Buches, davor werden die Protagonisten beschreiben & ausgebaut. Jedoch finde ich das Thema Krieg sehr interessant, da ab & zu Lee’s Erinnerungen mit dem Leser geteilt werden. Trotzdem ist das kein Buch, das ich lange im Gedächtnis behalten werde.  Ich gebe dem buch 3 von 5 Sternen  Also definitiv ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Es ist okay, aber für den Anfang würde ich euch andere Ketchum Bücher empfehlen :)

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  • nicht sein bestes

    Jagdtrip
    Susi180

    Susi180

    02. January 2017 um 12:56

    Lee ist lebend aus dem Krieg zurückgekehrt, doch er ist ein anderer Mensch geworden. Die Erinnerung verfolgt ihn in seinen Träumen. Er lebt zurückgezogen tief in einem Wald und meidet den Kontakt zu Menschen. Aber heute ist er nicht allein. Eine Gruppe Camper ist in seine zerbrechliche Welt eingedrungen. Er hört ihre Stimmen, beobachtet ihr Lager. Mit einem Mal ist der Krieg zurück. Und Lees Besucher müssen um ihr Leben kämpfen ... Der Autor: In seinem früheren Leben war Jack Ketchum (geboren 1946) Lehrer, Schauspieler, Holzhändler, Literaturagent und Getränkeverkäufer. Damals hieß er noch Dallas Mayr; Jack Ketchum ist das Pseudonym für sein Leben als Autor. Seit Anfang der 80er-Jahre verfasst er Horrorromane, Schmerz und Gewalt, Spannung und Sex bestimmen ihre Atmosphäre. Seine erste Veröffentlichung – „Beutezeit“ – wurde zunächst als Pornografie hart kritisiert. Jack Ketchum selbst war nicht dieser Meinung, überließ es aber seinen Lesern, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Inzwischen zählt man seine Bücher zu den Meisterwerken des Horrorgenres. Meine Meinung: Ich mag den Autor eigentlich sehr gerne, da er gut schreiben kann und seine Geschichten sehr mitreißend sind. Doch dieses Buch und ich wurden keine Freunde. Ich kam einfach nicht rein und kann nicht mal genau sagen warum. Der Schreibstil war hier für mich sehr schwerfällig und holprig. Die Geschichte an sich hat eine sehr interessante Thematik aber mich konnte sie leider nicht packen. Ich fande auch die Personen sehr blass und überhaupt nicht greifbar für mich. Ab der Hälfte des Buches wurde es dann etwas besser, jedoch nicht so fesselnd wie andere Bücher von ihm.Eine Enttäuschund, weil ich weiss das der Autor sonst genau meinen Nerv trifft. Diese Geschichte gehört in meinen Augen nicht zu den besten von Ihm, was ich sehr schade finde. Ich werde aber weiter Bücher von dem Autor lesen. Jeder hat mal einen schlechten Tag und daher wird er auch weiter für mich interessant bleiben.Keine Empfehlung aber schaut euch andere Bücher an, da gibt es einige die besser sind. Ich vergebe 3 Sterne, da die Thematik hier wirklich super interessant ist. Es hätte mehr daraus gemacht werden können aber die Grundidee finde ich super

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  • Vietnamveteran meats Laymon... unglaubwürdig und einfach gääähn

    Jagdtrip
    Navi_M_Gray

    Navi_M_Gray

    29. December 2016 um 11:13

    Meine Wertung: ★★☆☆☆ 2/5Autor: Jack KetchumTitel: JagdtripOT: Cover, 1987Verlag: Heyne HarcoreISBN: 9783453677067Deutsche Erstausgabe 2016Seiten: 349Einband: KartoniertGenre: ThrillerDann hat man alle Bücher von Jack Ketchum gelesen und freut sich riesig auf ein *neues* Werk von ihm und erhält dann das...Jagdtrip ist eines von Ketchum's frühen Werken. Während dem Lesen wird einem klar, warum HEYNE erst alle anderen verlegt hat. Was für ein pseudotragisches, inhaltloses und so komplett nichtssagendes Buch, wir hier doch vor uns haben.Im Vorwort erzählt uns der Autor, dass er selbst nicht in Vietnam war und dennoch wollte er darüber schreiben. Wäre er dort gewesen, hätte er möglicherweise eine bessere Story zuwege gebracht... Wir werden es nie erfahren.Jagdtrip in a nutshellEin Vietnamveteran lebt, wie einige andere Vetetanen, nun in den Wäldern und pflanzt Marihuana an. Hätte Garland "The Beach" nicht erst 1996 geschrieben, hätte ich behauptet, Ketchum hat abgekupfert. Jedenfalls wird er von seiner Frau verlassen und bleibt allein mit dem Hund zurück. Er verliert sich mehr und mehr in Erinnerung und seinem eigenen Wahnsinn des Vietnamkrieges.Als einige prominente Camper auftauchen, nimmt die Handlung laymon'sche Züge an, nur dass sie noch plumper ist, als jene Laymon's.Wer Wer Thoreau's "WALDEN" gelesen hat, erkennt was Ketchum hier kläglich versucht hat und womit er gründlich gescheitert ist.ZusammengefasstJagdtrip ist so gar nicht Ketchum. Mann mit Hund haben wir später in Blutrot wieder, welches ein wahrhaft geniales Buch von ihm ist. Hier jedoch gelingt ihm die Tiefe nicht. Die Beziehung zwischen Lee und dessen Hund Pawlow ist halb so gut beschrieben, wie vom Autor gewollt. Auch versucht er sich in einem Drama, als Lee von seiner schwangeren Frau verlassen wird und fortan der Einsamkeit frönt. Da Ketchum etwa so viel über die Geschehnisse in Vietnam weiss, wie ich, bleibt die Story oberflächlich. Die Erinnerungen des Soldaten erinnern an Oliver Stone's Platoon. der 1986 erschienen ist.Plötzlich sind wir fernab der Wälder in der Stadt, wo wir das Model Michelle haben, die eine Affäre mit Kelsey hat, der mit Caroline verheiratet ist, die das alles duldet. Die drei machen mit weiteren drei Freunden, Alan, Ross und Graham, schliesslich, nach viel Blabla, einen Ausflug in die Wälder.Michelle : ModelCaroline : steinharte, frigide KarrierefrauKelsey : SchriftstellerRoss : Neidisch auf Kelsey's ErfolgGraham : FotografAlan : Agent/ManagerDie Personenbeschreibungen sind so gar nicht typisch für Ketchum. Es scheint hier, als hätte er zu viel Laymon gelesen, erwartet und bekommt man so etwas doch stets vom guten Richard Laymon zu lesen. Auch die Kulisse als Gejagte in den Wäldern erinnert stark an Laymon.Unschuldige Menschen gehen in der Wildnis campen und werden von einem Irren gejagt und ermordet (grösstenteils).Um den Anschein zu erwecken, er habe ein wenig Ahnung vom Vietnamkrieg, beschreibt Ketchum ein paar "vietcong-typische" Fallen. Einer dieser Fallen fällt sogar ein anderer Veteran zum Opfer.Auf den ersten 200 Seiten passiert einfach nichts. Wir haben klischeebehaftete Vietnam-Backflashs, Personen- und Dramabeschreibungen. Punkt. Auf Seite 212 gibt es dann endlich das langersehnte erste Opfer. 10 Seiten weiter haben wir das zweite Opfer. Schliesslich haben wieder 40 Seiten, in denen er kläglich versucht Spannung aufzubauen und kläglich scheitert. Wieder haben wir ein Vietnam-Backflash. Das selbe, das wir vor wenigen Seiten schon einmal hatten - nur ein wenig anders erzählt.Die Cervelat-Promi-Camper irren, teils verletzt, durch die Wälder auf der Suche nach der rettenden Strasse. Auf ihren Fersen ist Lee. Und noch immer kommt keine Spannung auf. Schliesslich kommt es zum Showdown, der etwa so glaubwürdig ist, wie jener in Dan Brown's Davinci-Code... *gääähn*.Den Schluss hat Ketchum so richtig versaut. Andererseits, ist das ganze Buch nicht gerade grossartig, da war mit einem miesen Ende eigentlich schon zu rechnen.

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  • Nach fast dreißig Jahren endlich auch in Deutschland

    Jagdtrip
    lilithpetite

    lilithpetite

    24. December 2016 um 13:36

    Jagdtrip (og. Cover) gehört nicht zu Ketchums stärksten Romanen, für alle die es nicht wissen, es ist schon dreißg Jahre alt! Heyne Hardcore hat sich bei den Ketchumveröffentlichungen natürlich zuerst die Perlen rausgepickt und fängt jetzt an auch die etwas schwächeren zu veröffentlichen. Damals 1987 wird die Backwoodhorror Atmosphäre wahrscheinlich noch wesentlich besser gewirkt haben, aber heute haben wir natürlich mehr als genug davon gesehen und gelesen, sodass einen das Buch nicht so hart trifft, wie es wohl damals der Fall gewesen wäre. Bei der Bewertung sollte man das vielleicht berücksichtigen. Freitag der 13te und Halloween wären, wenn sie heute zum ersten Man erscheinen würden, wohl auch keine Klassiker geworden. Damals war natürlich auch das Vietnamtrauma noch viel relevanter, auch dieser Punkt wirkt 2016 natürlich nicht mehr so gut.Trotdem, auch unter dem Gesichtspunkt erreicht Jagdtrip nicht die kompromisslose Qualität der späteren Werke, Ketchum war noch am wachsen.Vielen Lesern waren die ersten 2/3 des Buches zu langatmig, weil sie sich zu sehr den Charakteren widmet, mir selber gefällt das eigentlich sehr gut, trotzdem hätte Jack zwischendurch vielleicht schon etwas mehr Action reinpacken können, so etwas geht auch parallel.  Eigentlich würde ich drei Sterne geben, aber unter dem Gesichtspunkt des echten Veröffentlichungsjahres gibt es vier.

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  • Jagdtrip

    Jagdtrip
    Books-have-a-soul

    Books-have-a-soul

    09. September 2016 um 09:48

    Als Fan von Jack Ketchum musste ich auch unbedingt dieses Buch lesen.Das Cover finde ich persönlich etwas nichtssagend, der Klappentext passt aber gut zum Inhalt.Ich liebe den Schreibstil dieses Autors. Er schafft es mich ab der ersten Seite zu fesseln. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch wenn ich mich in keinem von ihnen wiedergefunden habe. Lee der ehemalige Vietcong ist glaubhaft dargestellt. Seine Lebensart und seine Erinnerungen haben mir immer wieder Gänsehaut bereitet. Man kann ihn in dieser Geschichte nicht komplett als den "Bösen" akzeptieren, weil seine Vergangenheit zunächst Mitleid beim Leser hervorruft. Die Camper im Wald ignorieren leichtsinnigerweise einige Anzeichen und schließlich beginnt ein tödliches Katz- und Maus-Spiel.Es sind wirklich brutale und blutige Szenen dabei, ganz wie man es in diesem Genre erwarten kann, auch Nervenkitzel und die Angst der potenziellen Opfer war zu spüren. Trotzdem hat es an Spannung gemangelt. Man weiß ja hier von Anfang an, was in etwa passieren wird und so konnte ich zumindest nicht mehr überrascht werden. Was mich auch etwas gestört hat, ist die Tatsache, dass erst sehr spät mal was passiert ist. Bereits über die Hälfte des Buches hatte ich schon gelesen und fragte mich, wann es den nun endlich mal richtig losgeht. Fazit: Interessantes Thema, glaubhaft und gut ausgearbeitet, aber leider etwas zu wenig Action und Spannung in der ersten Hälfte. Das ist man von diesem Autor anders gewohnt. Es hat mich gut unterhalten, aber nicht vom Hocker gehauen.

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  • Mein Leseeindruck

    Jagdtrip
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    20. July 2016 um 09:37

    Der Blick in die Äxte der Baumkronen lässt bereits auf etwas besonderes schließen. Besonders, da interessant? Besonders, da spannend? Besonders. da wirklich Hardcore? Ich war schon sehr neugierig, was sich hinter dem Titel Jagdtrip verbirgt. Erstaunt habe ich gelesen, dass das Buch 1987 von Dallas Mayr, Pseudonym: Jack Ketchum, geschrieben und verlegt wurde, aber es erst 2016 auf den deutschen Büchermarkt geschafft hat. Ob das wohl an dem Thema: Krieg insbesondere der Vietnamkrieg lag? Gespannt machte ich mich nun an die Story und stellte bereits nach wenigen Seiten fest, dass dieses Buch ganz anders war, als die Ketchums, die ich bislang gelesen hatte. Die Story hat zwei Handlungsstränge, die, wie sollte es auch anders sein, aufeinander treffen. Und das, auch, na ja, etwas unschöne Art und Weise. Nun ja, Ketchum eben! Im ersten Handlungsstrang erfährt der Leser von Lee, einem Kriegsveteran, den die Vergangenheit immer wieder einholt. Traumatisiert und vom Schrecken des Krieges gekennzeichnet lebt er, um sein Umfeld vor seinen Attacken zu schützen, zurückgezogen im Wald. Genau dort kommt auch der zweite Handlungsstrang ins Spiel. Ein paar Leute wollen eine schöne Zeit im Wald verbringen. Tja, und da trifft Lee auf sie. Ich muss gestehen, dass mir diese Story nicht wirklich gefallen hat. Zuviel Kriegswirren! Zuviel Trauma! Möglicherweise war das auch der Grund, weshalb das Buch so spät in Deutschland verlegt wurde. Vielleicht sind wir Deutschen einfach nicht mehr "Kriegstauglich". Mich hat es jedenfalls nicht gefesselt. Eher im Gegenteil! Die Kriegserlebnisse, die immer wieder beschrieben wurden, haben mir zuviel Raum eingenommen. Ich war sogar etwas enttäuscht, da ich bislang die Bücher von Jack Ketchum sehr gerne gelesen habe. Nach genauerem Betrachten des Covers fiel mir nun auch auf, dass es sich um keinen Hardcore Thriller, sondern einen Hardcore Roman handelt. Hm...ein weiteres Indiz. Die ersten 180 - 200 Seiten haben sich meines Erachtens sehr in die Länge gezogen, bis dann das Gewohnte langsam eingezogen ist. Ab dann wurde es auch wieder spannend und stellenweise auch brutal. Wie gewohnt eben! Abschließend kann ich sagen, dass ich von dem Buch enttäuscht bin und hoffe, dass Ketchum bald wieder zu seiner alten Form zurück findet.   Meine komplette Rezension findest du hier: http://chattysbuecherblog.blogspot.com/2016/07/mein-leseeindruck-zu-jagdtrip.html

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  • Im Kriegsgebiet

    Jagdtrip
    NiWa

    NiWa

    05. July 2016 um 11:10

    Lee war in Vietnam und ist als Veteran zurückgekehrt. Körperlich zwar unversehrt, kann er den Krieg trotzdem nicht hinter sich lassen und zieht sich in den Wald zurück, wo er sein eigenes Vietnam weiterlebt.Eine Gruppe Camper möchte einige Tage im Wald zelten und ahnt nicht, dass sie dabei in Kriegsgebiet vordringt.Es war mein erstes Buch von Jack Ketchum sowie mein erstes Mal mit dem Heyne-Hardcore-Label, und ich bin mit einer gemischten Erwartungshaltung an das Buch herangegangen. Einerseits habe ich mit grauenhaften Szenen gerechnet, andrerseits wusste ich schon, dass Jack Ketchum für richtig böse Geschichten steht und diese gut erzählen kann. Vom Autor wurde ich jedenfalls nicht enttäuscht, auch wenn ich mir die Handlung brutaler vorgestellt hatte.Lee kann wie viele Männer seiner Generation einfach nicht dem Krieg entkommen. Er hatte zwar insofern Glück, dass er überhaupt lebt und körperlich unversehrt sein Dasein fristen kann, allerdings ist er eine Gefahr für sich und andere, weil er in seinem Geist immer wieder Vietnam durchlebt. Daher hat er sich in den Wald zurückgezogen, wo er sich seinen grauenhaften Erinnerungen ergeben kann.Man befindet sich mit Lee im Wald, geht mit ihm immer wieder in Rückblenden das Kriegsgeschehen durch, bis man die Gruppe Camper entdeckt und damit gleichzeitig den Feind erspäht. Dabei überträgt der Autor militärische Kriegstaktiken auf die Erlebnisse im Wald, was nicht nur bizarr sondern auch sehr interessant zu lesen war.Durch Lees Erinnerungen an Vietnam wird zusätzlich ein ernstes Thema in den Raum gestellt. Die Soldaten zogen damals nicht freiwillig in den Krieg, sind in Vietnam durch die Hölle gegangen und wurden nach dieser Zeit daheim als Geächtete empfangen, was ihren geschundenen Seelen sicher nicht gut getan hat.Die Camper-Gruppe ist ein bunt gemischter Haufen mit High-Society-Glamour, der durch eine besonders interessante Konstellation besticht, auf die ich hier nicht näher eingehen will, um niemanden das Lesevergnügen zu rauben. Manche Figuren dieser Gruppe sind mir etwas blass geraten, wobei man wahrscheinlich bei dieser Art Roman nicht bei allen Charakteren Tiefe erwarten darf. Trotzdem habe ich mir manchmal schwer getan, den unterschiedlichen Rollen die richtigen Namen zuzuordnen, was aber den Lesespaß für mich persönlich nicht gemindert hat. Ketchums Schreibstil und Erzählweise haben mir sehr gut gefallen. Nur eingangs war es aufgrund der unterschiedlichen Sichtweisen der Camper, die sich laufend abwechseln, schwierig, mich in der Geschichte zu orientieren. Das hat sich jedoch rasch gelegt und ist für mich im Hintergrund verschwunden.Spannend war es zwar nicht unbedingt - es ist relativ eindeutig, worauf die Geschichte hinausläuft - trotzdem war es richtig gut zu lesen und hat mir gefallen. Brutale Szenen wurden rasch abgehandelt und waren gar nicht so intensiv beschrieben, wie ich es eigentlich von der Bezeichnung „Hardcore“ erwartet hätte. Aber das ist natürlich Geschmacksache und vielleicht bin ich in diesem Punkt zu abgebrüht. Nichtsdestotrotz ist es ein guter Roman, der sich mit amerikanischer Kriegsgeschichte beschäftigt, einen interessanten Blick auf den Soldaten „danach“ gibt und gleichzeitig als ungustiöse Jagd im Wald ausgezeichnet zu lesen ist.

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    • 12
  • Ein Veteran, geplagt von Erinnerungen an den Vietnam-Krieg. Düster, aber interessant.

    Jagdtrip
    Meteorit

    Meteorit

    Rezension zu ,,Jagdtrip" von Jack Ketchum ,,Jagdtrip" ist mit 304 Seiten am 13. Juni 2016 im Heyne Hardcore Verlag erschienen. Inhalt: Lee ist lebend aus dem Krieg zurückgekehrt, doch er ist ein anderer Mensch geworden. Die Erinnerung verfolgt ihn in seinen Träumen. Er lebt zurückgezogen tief in einem Wald und meidet den Kontakt zu Menschen. Aber heute ist er nicht allein. Eine Gruppe Camper ist in seine zerbrechliche Welt eingedrungen. Er hört ihre Stimmen, beobachtet ihr Lager. Mit einem Mal ist der Krieg zurück. Und Lees Besucher müssen um ihr Leben kämpfen ... (Klappentext) Cover: Das schwarz-weiße Cover mit den Ästen finde ich passend zum Handlungsort und zugleich auch gut mit der roten Schrift. Charaktere: Die Geschichte hat zwei Handlungsstränge, die später aufeinandertreffen. Einmal handelt sie von Lee, einem Kriegsveteran, der im Vietnamkrieg diente. Er wird geplagt von schrecklichen und schmerzvollen Erinnerungen an die Zeit und lebt deswegen nur mit seinem Hund im Wald, damit er sein Umfeld nicht in Gefahr bringt. Sein Geld verdient er nebenbei mit Marihuana-Anbau.Der andere Handlungsstrang handelt von Kelsey, ein Schriftsteller, der sich mit ein paar Freunden Erholung und eine Auszeit im Wald erhofft. Außerdem lebt Kelsey in einer Art Polygamie, er hat eine Frau und eine Geliebte, die sich komischerweise beide gegenseitig dulden. Das fand ich seltsam, aber wie es dazu kommt wird noch erklärt.Lee hat mir besonders gefallen, nicht wegen seiner Taten, sondern da Ketchum ein desaströses Bild von Kriegs-Veteranen zeichnet. Die Erinnerungen an den Krieg werden schrecklich geschildert, vielmals auch sehr brutal. Für seine Recherche interviewte er Zeitzeugen und Veteranen, was Lee als Person authentischer erscheinen lässt. Meine Meinung: Erwartet habe ich von Jack Ketchum ein verstörendes und recht brutales Buch, da man dergleichen öfters von seinen Büchern hört. Bekommen hat man das als Leser nur teilweise...Sehr gut finde ich seinen Schreibstil, der ähnlich wie denen von Laymon, King und Co. ist. Flüssig, packend, stellenweise detailliert erzählt Ketchum das Geschehen.  Bei vereinzelt schrecklichen Szenen nimmt er auch kein Blatt vor den Mund, sodass ich verstehen kann, wie manche ihn als brutalen Autor bezeichnen.,,Hunde,, dachte er, sind der Inbegriff von Unschuld. Die Vietcong hatten gewusst, dass die Soldaten alle ganz verrückt nach ihnen waren, also nähten sie in die Pleiku Hunden Sprengstoffsäckchen in die Bäuche. Und wenn man sich hinunterbeugte, um sie zu tätscheln, betätigten sie den Zünder." S. 69Das Thema Vietnam-Krieg ist natürlich düster und erschreckend, zugleich war es aber auch interessant davon zu lesen. Besonders am Anfang ist es die Thematik, die den Leser weiterlesen lässt. Vielmals geht es am Anfang auch um die Dreiecksbeziehung von Kelsey, was manchmal ein wenig dröge daherkam.Ab Seite 200, wo Lee und die Camper aufeinandertreffen, wird es richtig spannend, sodass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. Auch hier sind die Schilderungen von den Fallen, die Lee baut, schrecklich. Diese Grausamkeit des Vietnamkriegs beider Seiten wird authentisch aufgezeigt."[...] Schließlich war er gerade mitten in der Bewegung, und fühlte, wie er gegen irgendetwas trat, ein Stück Holz. Und dann riss es ihm plötzlich die Beine weg, und er hing mit dem Kopf nach unten und schwang weit fort von der Kiefer, die Jetzt nicht mehr geknickt war, sondern in einer aufrechten Position zurückschnellte. Und er dachte: eine Hasenfalle. Ich kann gar nicht glauben, dass ich auf diesen Scheiß reingefallen bin.." S.282Fazit:Letztendlich hat mir Jagdtrip gut gefallen, besonderes die Thematik ist interessant und fesselnd. Bis Seite 200 ist es stellenweise geschrieben wie ein Drama, dann aber wird es umso mehr spannender. Überaus brutal war dies nicht, was ich aber auch gut finde. Als nächstes werde ich mir wohl mal ,,Evil" von Ketchum vornehmen. Habe aber doch ein wenig ,,Respekt" davor...

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    • 7
    Rheinzwitter

    Rheinzwitter

    04. July 2016 um 15:25
    Meteorit schreibt Als nächstes werde ich mir wohl mal ,,Evil" von Ketchum vornehmen. Habe aber doch ein wenig ,,Respekt" davor...

    Deinen Respekt vor "Evil" kann ich absolut nachempfinden, ich bin auch einige Zeit um das Buch herumgeschlichen. Das wahre Verbrechen, auf das in Rezensionen oft hingewiesen wird, ist ...

  • Nicht mein Favorit von Jack Ketchum

    Jagdtrip
    DunklesKapitel

    DunklesKapitel

    29. June 2016 um 22:35

    Anfangs wird die Perspektive von Lee, dem Kriegsveteranen geschildert, seine Verlorenheit und Angst vor seinen grausamen Gedanken und Träumen. Außerdem erhält man im Laufe der Geschichte immer wieder Rückblendungen über seine Erfahrungen und Erlebnisse von Kriegszeiten, was leserlich sehr angenehm war und der Person eine gewisse Note verlieh. Nach und nach kommen weitere Charaktere ins Spiel, bei denen sich die Erzählperspektive abwechselt. Genug Individuen um den Überblick behalten zu können und eine gewisse Abwechslung ins Lesen zu bringen. Schade fand ich, dass erst ab ca. Seite 200 das erste spannende Geschehen stattfand. Ich muss zugeben, dass ich mich für die Dreiecksbeziehung und deren Werdegang mehr interessierte, als über das eigentliche Thema des Buches, und diese auch einen Großteil des Romans ausmacht. Erst zum Schluss hin, als die Jagd richtig beginnt, kam bei mir richtige Lesefreude auf.

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  • Hier punktet Thematik vor Spannung

    Jagdtrip
    LeseBlick

    LeseBlick

    29. June 2016 um 17:03

    InhaltsangabeLee ist lebend aus dem Krieg zurückgekehrt, doch er ist ein anderer Mensch geworden. Die Erinnerung verfolgt ihn in seinen Träumen. Er lebt zurückgezogen tief in einem Wald und meidet den Kontakt zu Menschen. Aber heute ist er nicht allein. Eine Gruppe Camper ist in seine zerbrechliche Welt eingedrungen. Er hört ihre Stimmen, beobachtet ihr Lager. Mit einem Mal ist der Krieg zurück. Und Lees Besucher müssen um ihr Leben kämpfen...Meine MeinungDer Schrecken kehrt zurück…Da aus dem Klappentext relativ wenig hervorgeht, blieb natürlich eine größere Spanne für die eigene Fantasie und die Hoffnung, dass Jack Ketchum etwas Großes aus der Story machen wird. Hier habe ich wirklich mal wieder ein interessantes Vorwort gefunden und dieses auch gern gelesen. Man merkt als Leser gleich welchen Bezug der Autor zu diesem Buch hat und welch Arbeit hinter Recherche und dem Schreiben selbst gesteckt hat. Der erste auftretende Charakter ist natürlich Lee, der ehemalige Soldat, der mit einem Kriegstrauma aus dem Krieg kam. Wer sich mit diesem Thema schon einmal beschäftigt hat, weiß, dass dies keine Seltenheit ist. Meiner Meinung nach gibt es im Anschluss eines Kriegseinsatzes einige Möglichkeiten sich Hilfe zu suchen, um das Erlebte zu verarbeiten, allerdings gehe ich stark davon aus, dass eher wenige sich diese Hilfe zu Herzen nehmen. Gerade Männer wollen dies mit sich selbst ausmachen und geraten dann in einen Sog aus Angst und Wahnsinn.So auch Lee. Schnell wird klar, wie der Schrecken immer noch an ihm haftet, wie sein derzeitiges Leben verläuft und was passiert, wenn die Erinnerungen zurück kommen.Die Campertruppe um den Schriftsteller Kelsey, seiner Frau Caroline und seiner Geliebten Michelle hatte eine Auszeit in den Wäldern geplant. Wer konnte schon denken, dass da ein Mann lebt, der jeglichen menschlichen Kontakt falsch deutet.Ich habe bereits ein anderes Buch vom Autor gelesen und war schon damals begeistert von seinem Schreibstil, so auch hier. Ebenso der Aufbau konnte mich wieder vollkommen begeistern. Über das gesamte Buch begleiten uns kurze Kapitel, welche zum Schluss hin immer kürzer werden. Für mich ein Punkt, der Spannung produziert und somit hier genau richtig ist.Anfänglich etwas verwirrend war der häufige Wechsel der Erzählperspektiven. Mit dem Charakter Lee hatte ich weniger meine Probleme, aber die Campergruppe besteht aus 6 Leuten und der Wechsel zwischen diesen war schon etwas schwierig. Aber da ich gerne und auch relativ häufig Bücher lese, die diese häufigen Wechsel haben, bin ich sehr schnell damit zurechtgekommen.Ein weiterer Punkt ist, dass ich bei einem Buch aus diesem Genre einen Spannungsbogen erwarte. Dieser hätte hier gern größer sein können, aber man kann nicht abstreiten, dass sich das Buch in die richtige Richtung entwickelt.Mein Highlight ist, dass Jack Ketchum Lee’s Rückblenden in die Zeit seines Einsatzes im Vietnamkrieg unheimlich spannend, bewegend und schockierend dargestellt hat. Aus diesem Grund habe ich mich immer auf seine Perspektive gefreut. Ketchum hat mich angefixt mehr zu diesem Thema lesen zu wollen!____________________________________________________________Eigentlich wollte ich noch einen Bewertungspunkt abziehen, aber ich setze mich vor dem Verfassen einer Rezension nochmal intensiv mit dem Buch auseinander. Und da das Hauptaugenmerk hier auf die Persönlichkeit von Lee und seinem Empfinden gelegt wurde, kann ich für die fehlende Spannung und das eher unverständliche Ende, nicht zu kritisch sein. Denn der Charakter war sehr gut ausgearbeitet und dargestellt und ich denke, dass jeder Leser einen Eindruck von der Thematik Kriegstraumata bekommt. Zum Punkt fehlende Spannung möchte ich noch hinzufügen, dass mir hier wirklich der Punkt Hardcore gefehlt hat. Die blutigen Szenen waren zu kurz und zu blass dargestellt.Mein FazitEin Buch von dem ich mir ein wenig mehr erwartet hätte, welches mit dem Thema, der Idee und der Umsetzung dennoch den Lesernerv trifft und Eindruck hinterlässt.Alle Fans von Ketchum werden das Buch mögen. Für alle, die noch nichts von dem Autor gelesen haben, würde ich fast ein anderes Buch als „Jagdtrip“ empfehlen.

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  • Jagdtrip

    Jagdtrip
    Yunika

    Yunika

    29. June 2016 um 14:21

    Das düstere Cover von Jagdtrip hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Es passt perfekt zum Titel und wirkt einerseits wild und andererseits klar durchdacht. Auch der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Wirklich begeistert bin ich von diesem Buch jedoch nicht. Ich hatte eine spannende, blutige Geschichte erwartet, da es ja bei Heyne Hardcore erschienen ist. Die Spannung kam jedoch erst in den letzten 60 Seiten und von Hardcore war hier nichts zu spüren. Die Geschichte ist in zwei Stränge geteilt: Die Camper und Lee. Die Geschichte um die Camper fand ich noch sehr interessant, denn sie hatte noch etwas Leben. Die Geschichte um Lee fand ich etwas sehr trist und sie drehte sich fast nur um seine Erfahrung aus Vietnam, die die Geschichte nicht wirklich vorwärts gebracht hat. Sie hat einen immer wieder zurückgeworfen. Es war vielleicht interessant, etwas über Vietnam zu erfahren, aber das war mir einfach zu viel. Die Geschichte um die Camper war auch teilweise sehr abschweifend, aber hatte mehr einen roten Faden als die andere. Das Ende habe ich nicht verstanden und hat mich noch mehr enttäuscht, als die eigentliche Geschichte selbst. Sprachlich bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits fand ich den Stil gut, er war düster und perfekt zu diesem Thriller. Andererseits hatte ich meine Probleme mit dem Buch. Teilweise war es sehr schwierig durchzublicken, um wen es gerade in der Geschichte ging. Es wurde ab und an ein Name genannt und dann fast die ganze Zeit nur Er oder Sie. Die Charaktere waren an sich sehr unterschiedlich. Einige etwas tiefgehender, andere etwas oberflächlicher. Aber trotzdem waren diese sehr vielschichtig und haben die Geschichte belebt.  Mit Lee bin ich nicht warm geworden und auch mit Kelsey nicht. Mit den beiden Frauen schon eher. Das einzige, das mich ein wenig verwirrt hatte, war, dass Michelle als Abkürzung Mich, worüber ich öfters gestolpert war. Alles in allem ein ganz guter Thriller, dem ein wenig mehr Spannung und Übersicht fehlte.

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