Jack Ketchum Wahnsinn

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Inhaltsangabe zu „Wahnsinn“ von Jack Ketchum

Schon bald nach ihrer Hochzeit entdeckt Liddy die sadistische Ader ihres Mannes Arthur. Nach der Geburt ihres Sohnes gerät er zunehmend außer Kontrolle. Er verletzt Liddy, schlägt und missbraucht sie. Um ihres Kindes willen erträgt sie zunächst schlimmste Demütigungen. Doch dann begreift Liddy, wie wahnsinnig Arthur tatsächlich ist, und nimmt den ungleichen Kampf auf. Sie informiert die Polizei und reicht die Scheidung ein. Arthurs Anwälten gelingt es jedoch, Liddy als nicht zurechnungsfähig hinzustellen. Während Liddy um ihr Sorgerecht kämpft, werden weibliche Leichen gefunden, die Opfer eines äußerst brutalen Serienkillers.

Eine Frau die Über alle Grenzen für ihr Kind geht, grandios

— Tupy
Tupy

spannend

— CorneliaP
CorneliaP

Jack Ketchum weiß wie man Bücher schreibt, die einem noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben...

— Laika1011
Laika1011

Eines der schlechtesten Bücher die ich lesen durfte

— PeWa
PeWa

Ein sehr verstörendes Buch. Es bringt einen zum Nachdenken. Die Geschichte wirkt sehr real. Mein 1. Ketchum Buch und sofort Süchtig geworden

— Plateau
Plateau

Wahnsinn, Erschreckend, Bewegend, Grausam besonders das Ende. Es lässt einen mit einem erschütternden Eindruck mit Gänsehautfeeling zurück

— Inkedbooknerd
Inkedbooknerd

schrecklich ... mit einem grausamen Ende

— KiSa71
KiSa71

Packend, emotional, grausam und verdammt realistisch geschildert.

— Argent
Argent

Erschütternd und sehr real, lesen^^

— Virginy
Virginy

Traurig!

— CyiINadii
CyiINadii

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  • Wahnsinn

    Wahnsinn
    Mali133

    Mali133

    03. January 2017 um 16:23

    „Wahnsinn“ ist ein Psychothriller von Jack Ketchum und ist 2009 im Heyne Verlag erschienen.Inhalt:Schon als Jugendlicher fällt Arthur Danse unangenehm auf. Er ist ein Brandstifter und Einbrecher, obwohl ihm niemand etwas nachweisen kann. Auf dem College in Boston vergewaltigt er sogar eine Kommilitonin. Später übernimmt er ein Restaurant und lernt dort Liddy McCloud kennen, die bereits mehrere gescheiterte Beziehungen hinter sich hat. Sie heiraten und bekommen einen Sohn, Robert.Bald schon bemerkt Liddy Arthurs sadistische Ader. Er schlägt sie, verletzt sie und zwingt sie zu Sadomaso-Spielen. Dann beginnt Robert, sich auffällig zu verhalten, und Liddy beschließt, die Polizei zu informieren. Doch damit beginnt der Alptraum erst: Liddy muss nicht nur gegen die Mühlen der Justiz ankämpfen, sondern auch schmerzhaft begreifen, wie wahnsinnig Arthur tatsächlich ist.Fazit:Dieses Buch hat mich auf erschreckende Art gefesselt und durch den flüssigen Schreibstil von Jack Ketchum hatte ich es auch sehr schnell beendet.Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sichtweise von Liddy erzählt, wobei auch einige wenige Passagen aus der Sicht von Arthur und Robert zu finden sind. Am Anfang erhält man einen kurzen Einblick in die Kindheit und das Heranwachsen von Arthur und Liddy. Im Rest der Handlung wird der aussichtslose Kampf von Liddy beschrieben. Gegen ihren Ehemann Arthur, für ihren Sohn Robert und gegen das erschreckende Rechtssystem. Alles läuft auf ein überraschendes Ende hinaus.Die Thematik von häuslicher Gewalt, Kinderschändung, Vergewaltigung und Serienmorden ist nicht für jeden etwas, da Jack Ketchum sehr detailliert schreibt. Trotzdem kann ich nur jedem Fan von Psychothrillern empfehlen Liddy's Geschichte mit all ihren Höhen und Tiefen mitzuerleben.Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen!

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  • Leider ein Buch das ich auf keinen Fall weiterempfehlen würde...

    Wahnsinn
    PeWa

    PeWa

    18. September 2016 um 18:11

    Lydia und Arthur wachsen in der gleichen Stadt auf, besuchen dieselbe Schule ohne aneinander Interesse zu finden. Jahre später treffen sie sich, lernen sich besser kennen und lieben. Das Glück wird gekrönt mit der Geburt ihres Sohnes Robert. Doch der Junge beginnt sich zu verändern, zieht sich zurück und reagiert empfindlich auf Berührungen. Und er ist nicht der Einzige, der die Charakterzüge ändert. Arthur zeigt sein zweites Gesicht, die Gewalt kann er nicht mehr kontrollieren. Lydia hat Angst um ihren Sohn und sich selbst. Jack Ketchum ist einer der beliebtesten Autoren der Horrorliteratur. Sein Einstieg mit Beutezeit verhalf ihm zu einem hervorragendem Ruf. Das es nicht immer um Metzelei, Kannibalismus und Schlachtereien gehen muss, zeigt er in dem Roman Wahnsinn. Diesmal rechnet er mit einem anderen, noch schwerwiegenderem Thema ab: Dem Kindesmissbrauch und häuslicher Gewalt. Mit Wahnsinn zeigt er eine ganz andere Seite von sich selbst. Am Anfang des Buches wird der Leser mit verschiedenen Geschichten und Erlebnissen konfrontiert. Hier muss man sich sehr konzentrieren, um den Faden nicht zu verlieren. Doch wenn man einmal im Lesefluss ist, kann man sich nicht stoppen. Der Schreibstil, wie immer eine klare Linie. Er verzichtet diesmal stark auf Einzelheiten von sadistischen Handlungen, geht aber ausführlicher und detaillierter auf die Charaktere ein. Er schildert Empfindungen, Gedanken und den inneren Kampf des Sohnes sehr gut. Dieses Hin- und Hergerissen Sein zwischen Vater und Mutter ist für den kleinen Jungen ein wahrer Kampf. Ein Ketchum wäre aber kein Ketchum, wenn auch nicht hier Gewalt eine Rolle spielt. Es sind allerdings nur vereinzelte Passagen, die wirklich erschrecken und mich schaudern ließen. Doch manchmal braucht man klare Worte, um zum Nachdenken angeregt und wachgerüttelt zu werden. Ich war fasziniert von Lydia, eine sehr starke Frau mit einer mutigen und selbstbewussten Persönlichkeit, die keine Scheu zeigt, in den Widerstand zu gehen und für das zu kämpfen, was ihr wichtig ist. Ich wünschte mir, es würden mehr Frauen, die sich in so einer Situation befinden, den Mut haben, um aufzustehen und zu sagen: „Nein! Du tust uns nicht mehr weh!“ Wie schon gesagt, manchmal muss man vielleicht etwas härter mit einem Thema konfrontiert werden, um aufzuwachen. Fazit: Wahnsinn war eines der schlechtesten Bücher die ich bisher gelesen habe... ich musste ständig mit mir kämpfen das Buch nicht unbeendet wegzulegen. Ich bin von dem Autor definitiv besseres gewohnt.

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    • 2
  • Wahnsinnig gut!

    Wahnsinn
    Plateau

    Plateau

    12. June 2016 um 23:30

    Jack Ketchum ist einfach ein Meister! Er macht es möglich, sich in die Rollen einzuleben und mit den Protagonisten (vor allem Liddy) mit zu leben.Wahnsinn ist ein sehr guter Thriller, der einen bis zum Ende verstört. Er reißt einen mit in Liddy's Abgrund, dass für sie ihr Leben ist. Ihr  Leben ist durch Gewalt, psychisch wie physisch, gezeichnet. Sie lebt mit ihrem Sohn in einer Spirale der Gewalt und Misshandlung, aus der sie sich einfach nicht retten kann.Ich möchte hier nicht zu viel verraten, aber wer mit Liddy ihren Weg gehen möchte, sollte dieses Buch lesen. Es ist einfach erschreckend,wie dieses Buch sich in die Psyche des Lesers einbrennt und ihn nicht mehr los lässt. Dieser Realismus macht einem richtig Angst und man denkt sich während des Lesen " Meine Güte, das könnte wirklich eine reale Geschichte, einer realen Frau sein".Also Lesen und Mitleiden!

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  • wahnsinnig erschreckend

    Wahnsinn
    CoffeeToGo

    CoffeeToGo

    16. December 2015 um 15:22

    Liddy's Welt scheint perfekt, als sie Arthur heiratet und ein Kind mit ihm zeugt. Doch irgendwann kommen Liddy Zweifel auf, ob Arthur wirklich der ist, den er vorgibt zu sein. Er wird zunehmend brutaler, sowohl im Bett als auch im sonstigen Zusammenleben, nur Robert scheint sein ein und alles zu sein. Bis Liddy merkt, dass er Robert wirklich über alles liebt, nur auf eine sehr viel schlimmere Art und Weise, als sie es sich hätte träumen lassen. Das war mein erstes Buch von Jack Ketchum, aber sich nicht mein letztes! Toll war, dass man am Anfang der Geschichte viel über das Erwachsenwerden von Arthur und Liddy erfährt und da schon merkt, dass mit Arthur etwas nicht stimmt. Der Leser wird sofort in die Geschichte hineingezogen und leider hat man es durch den klasse Schreibstil auch sehr schnell ausgelesen :( Die Geschichte wir hauptsächlich aus Liddy's Sicht erzählt, wobei man ihre ohnmächtige Angst vor Arthur und die Verzweiflung gegenüber den Urteilen des Gerichts praktisch am eigenen Leib spürt, so gut werden die Gefühle von ihr beschrieben. Ab und zu wird aber auch aus Arthurs oder Roberts Sicht geschrieben. Diese Stellen haben mir persönlich unheimlich gut gefallen, da man dann einen Einblick in Arthurs Psyche erhält und erschaudert, wenn man erkennt, wie krank er wirklich ist. Bei Robert wiederrum ist es wie bei Liddy, man fühlt richtig in ihn hinein und zwar so gut, dass ich des öfteren gedacht habe "gut, dass das hier nur ein Buch ist" und es aus Wut am liebsten in die Ecke gepfeffert hätte. Am Schluss wartet nochmal ein gewaltiger Showdown und eine riesen Überraschung auf den Leser... ich saß mit Tränen in den Augen da und konnte dieses unglaubliche Ende nicht fassen. Ein sehr gutes Buch über Kindesmissbrauch, häusliche Gewalt und die hilflose Ohnmacht der Betroffenen. Wie der Titel schon sagt, ist das Buch der Wahnsinn, und sollte unbedingt gelesen werden!

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  • Wahnsinn- Der Buchtitel macht dem Roman in jeder Hinsicht alle Ehre...

    Wahnsinn
    Inkedbooknerd

    Inkedbooknerd

    29. June 2015 um 20:15

    Wahnsinn-Der Buchtitel macht dem Roman in jeder Hinsicht alle Ehre. Dieser Roman ist mein bisher dritter gelesener Ketchum-Roman. Und auch dieses Buch - Wahnsinn- hat mich total begeistert, bewegt, gefesselt, erschüttert. Einen so grausam geschilderten Roman der durchaus auch der Realität nachempfunden sein kann , als gut zu bezeichnen mag vielleicht auf den ersten Blick krank und makaber erscheinen.  Er ist vom schreibstil leicht und flüssig und spannend und unterhaltsam zu lesen.Die Charaktere kann man sich sehr gut mit ihren verschiedenen Facetten und Wesenszuegen vorstellen. Ketchum bringt einen beim lesen an seine Grenzen, schlimmer als jeder Horrorfilm, da das erzeugte Kopfkino im wahrsten Sinne des Wortes zur Herausforderung wird. Will ich wirklich wissen, was da noch mehr auf mich zukommt? Immer wieder wird noch einen drauf gesetzt.  Darum gehts:  Liddy ist Kinderlos und hat bereits schon eine gescheiterte Ehe hinter sich. Sie möchte nun alles etwas langsamer Angehen....doch dann begegnet sie auf der Hochzeit ihrer Schwester Arthur. Dem gutaussehenden, fürsorglichen, symphatischen und wohlhabenden Arthur und mit ihm scheint sie das große Los gezogen zu haben. Nach einigen Dates kommt auch schon bald die Hochzeit, das erste Kind , Robert und nach und nach merkt Liddy das Arthur so ganz anders zu seien scheint wie er sich ihr immer gegenüber dargestellt hat. Er zwingt sie zu Sexpraktiken, wird gewalttätig und aggressiv.  Arthur ist Wahnsinnig und das soll erst der Anfang sein... Dieser Roman wird anfangs schon sehr anschaulich geschildert. Man erfährt wie Arthurs und Liddys Kindheit verlief, ihre Jugend und bekommt einen Einblick von ihrem Elternhaus.  Dadurch kann man sich schon von Anfang an einen sehr guten ersten Eindruck der Hauptprotagonisten machen. Hauptsächlich geht es in "Wahnsinn" um den Kampf um Liddys Sohn Robert der von seinem Vater sexuell missbraucht wird. Dies ist so real und grausam geschildert das es mich doch sehr erschüttert hat. Liddy ist eine starke Frau die den Kampf um das Sorgerecht ihres Sohnes nicht aufgibt. Die Behörden,  Anwälte und Richter schenken ihr keinen Glauben was ebenfalls von Grausamkeit zeugt. Ich kann dieses Buch für jeden Heyne Hardcore Fan wärmstens empfehlen. Knallhart, grausam, voller Gewalt und Spannung.  Wenn man ein Buch total erledigt von Nerven wie Drahtseile durchgelesen hat, mit einem bewegenden und erschütternden Gefühl beim beenden des Buches verspürt,  dann hat der Autor alles richtig gemacht. Bewertung: beide Daumen hoch und 5 von 5 Sterne !

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  • Packender Roman

    Wahnsinn
    Argent

    Argent

    01. February 2015 um 20:31

    Jack Ketchum hat es wieder einmal mehr geschafft mich von der ersten Seite an zu fesseln. Der Roman ist spannend, schonungslos und emotional Berührend. Wer Evil mochte wird auch Wahnsinn mögen.

  • Manchmal ist Justitia eben doch blind...

    Wahnsinn
    Virginy

    Virginy

    Als Liddy Arthur auf der Hochzeit ihrer Schwester kennenlernt, ist sie geschieden und will die Sache langsam angehen, doch ihr gefällt der charmante Arthur und so landet sie ein weiteres Mal vor dem Traualtar. Sie bekommt einen Sohn, Robert, und lernt nach und nach Arthurs dunkle Seite kennen, der sie zu verschiedenen Sexpraktiken zwingt, sie dehmütigt und als seinen privaten Besitz betrachtet. Als er sie wegen Widerworten wieder einmal brutal zusammenschlägt, geht sie zur Polizei und reicht die Scheidung ein. Sie wird geschieden, der Vater bekommt ein Umgangsrecht,aber irgendwie scheint Robert sich nicht wirklich auf die Besuche bei seinem Vater zu freuen, er verändert sich und als er eines Abends von seinem Vater kommt und im Bad weinend und mit Schmerzen zusammenbricht, ist Liddy sich sicher, das Arthur auch seinen Sohn mißbraucht. Sie zieht vor Gericht, damit Robert seinen Vater nicht mehr sehen muß. Für Arthur ist der Ruf als Kinderschänder natürlich nicht geschäftsfördernd und so setzt er sich mit allen Mitteln dagegen zur Wehr... Ein erschütterndes Buch, das einem mal wieder zeigt, das man, selbst wenn man im Recht ist, nicht unbedingt Hilfe erwarten kann. Liddy kämpft mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für das Glück ihres Sohnes und doch ist sie von Anfang an zum Scheitern verurteilt, obwohl sie alles richtig macht. Am Ende bleibt ihr nur ein Ausweg und dafür muß sie teuer bezahlen... Zu Beginn erhalten wir einen Einblick in Liddys und Arthurs Kindheit und Jugend, bereits da erfährt man, das Arthur abgrund tief böse ist und Menschen als seinen persönlichen Besitz betrachtet. Obwohl sich dieses Buch weniger um die Grausamkeiten dreht, geht es an die Nieren, eben weil man sich so hilflos fühlt. 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung an alle, die nicht ganz so zartbesaitet sind.

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    • 5
  • Wenn das Grauen mit im eigenen Haus lebt ...

    Wahnsinn
    Zen-Cola

    Zen-Cola

    05. October 2014 um 03:00

    Lydia hat bereits eine gescheiterte Ehe hinter sich, als sie Arthur kennen lernt. Nun scheint alles anders zu werden. Doch schon bald nach der Hochzeit muss sie erkennen, dass ihr Mann nicht der ist, der er zu sein vorgegeben hat. Er wird gewalttätig - und nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes wird es zunehmend schlimmer. Spät - zu spät? - beginnt sie, sich gegen ihn zur Wehr zu setzen … Ketchum schreibt ebenso gut wie furchtbar, grausam und direkt. Mit »Wahnsinn« liegt ein Buch von ihm über häusliche Gewalt und Missbrauch vor. Ich befürchtete schon, dass das Lesen des Buches, sollte es in dieselbe Richtung wie »Evil« gehen, ein wenig in Folter ausarten würde. Doch auch wenn das Buch natürlich sehr unangenehm ist, so ist es doch wesentlich harmloser als das andere angesprochene Werk des Autors. Ketchum schreibt bekanntermaßen in einer äußerst knappen Sprache. Viele Halbsätze treffen auf kurze Sätze, aus denen alle unnötigen Wortarten gestrichen wurden. So hält sich die Geschichte nicht lange mit Wortspielereien oder anderen schöngeistigen Schnörkeln auf, sondern geht direkt und ohne Umwege auf den Leser über. Zu Beginn werden die beiden Hauptcharaktere Lydia und Arthur im steten Wechsel vorgestellt. Schon früh bekommt man einen Eindruck, wie hier die Täter- und Opferrollen verteilt sind. Zu dem Zeitpunkt, da die beiden sich kennen lernen, weiß man als Leser schon genug, um sich dabei nicht wohlzufühlen. So kommt das Unausweichliche natürlich schon sehr bald, die Situation eskaliert bzw. Arthur eskaliert. Einen Großteil des Buches nehmen allerdings Gerichtsverhandlungen ein; die muss man schon mögen; sie sind aber auf jeden Fall spannend und böse inszeniert - als Leser wurde ich richtig wütend aufgrund all der Ohnmacht, der man begegnet. Ob die Verhandlungen in ihrer Konsequenz tatsächlich so in der Realität möglich wären, würde ich allerdings fast ein bisschen bezweifeln. Aber (auch) unabhängig davon bleibt ein sehr überzeugender, böser Roman ... Fazit: Bei Weitem nicht so bösartig wie »Evil«, aber dennoch absolut nicht harmlos. Quälend auf anderer, auf institutioneller Ebene ...

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  • Wahnsinn ist noch gar kein Ausdruck

    Wahnsinn
    deinherz

    deinherz

    15. July 2014 um 21:10

    Sehr guter Psychothriller und das erste Buch von Jack Ketchum, welches ich gelesen habe. Die Handlung war an vielen Stellen recht pikant beschrieben, aber mir persönlich hat dies nichts ausgemacht. Für zartbesaitete Menschen wäre dieses Buch, aber wohl trotzdem eher nich geeignet. Die Nebenhandlung in der Artur junge Frauen ermordet, fand ich aber nicht so gut, da dieser Handlungsstrang eigentlich nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Sie ist wohl eher die Spitze des ganzen Eisbergs, aber ich fand es die Kindesmisshandlungen doch letztendlich erschreckender. Mit dem Ende bin ich jedoch nicht einverstanden, weil ich das Ende echt sehr sehr sehr ungerecht für Liddy fand. Aber wie in der realen Welt ist es leider oft so, dass die rechtschaffenden und guten Menschen ungerechtfertig behandelt werden. Ich finde Jack Ketchum zeigt hier aber auch auf, dass viele Menschen die (eigentlich) unschuldig sind oft im Gefängnis landen, wenn man diesen Fall mit dem von Debra Milke vergleicht, die 22 Jahre im Gefängnis in den USA saß.

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  • Synonym für extrem = Jack Ketchum

    Wahnsinn
    MrsCodyMcFadyen

    MrsCodyMcFadyen

    22. May 2013 um 23:55

    Liddy erkennt schon bald nach ihrer Hochzeit, dass ihr Mann Arthur auf perverse Spiele und zu gewaltätigen Ausbrüche neigt. Sie erträgt alle Schläge und Demütigungen aufgrund von Robert, ihres 7 jährigen Sohnes. Doch schon bald erfährt sie, dass sie nicht die einzige Zielscheibe von Arthur ist.... 5 Sterne, ganz klar, aber bestimmt nicht, weil ich es mag oder liebe. Das sind die falschen Worte für Bücher von Ketchum: Eher passen schockiert oder entsetzt oder ehrlich... Zu den Personen: Authentisch. Unglaubliche Präzision bei der Darstellung von Gefühlen oder Gedanken und Handlungen. Ich weiß gar nicht, woher man die Fähigkeit nimmt Gewalt so auszudrücken und als pendant das Opfer, was fühlt, wie der Leser, denn irgendein Gefühl des Opfers haben wir alle schon mal empfunden. Über Spannung und Kapitellängen oder sowas brauche ich erst gar nicht zu schreiben, perfekt wie immer. Sehr kribbelig und jedes Ereignis wie ein Schlag ins Gesicht. Schockierend und unendlich traurig ist das Ende des Buches, das Ende dieser kämpfenden Mutter für Gerechtigkeit für ihren Sohn und eine gute Darstellung, wie Gesetze und deren Vertreter versagen können. Immer und immer wieder. Von diesen Büchern träumt man nachts, das ist der einzige Nachteil vermutlich. Und echt nichts für zartbesaitete Menschen. Ich kenne keinen /Krimi/Thriller/Roman (Ketchums Bücher fallen in kein Genre, finde ich. Krimi und Thriller sind viel zu schwach!), der so schrecklich präzise und wenig Mitleid mit seinen Protagonisten hat. Ketchum hasst Happy Ends, glaube ich! Abschließend: Ein extremes Buch, so wie manchmal das Leben auch extrem sein kann und, wie mal ein Autor auf Ketchums Buchcover zu sagen pflegte: "Ketchum fängt dort an zu schreiben, wo andere Autoren aufhören". Genau so ist's!

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  • Ein wahnsinnig böser Mensch

    Wahnsinn
    heike_herrmann

    heike_herrmann

    18. May 2013 um 21:28

    Zur Story: Schon bald nach ihrer Hochzeit entdeckt Lydia (Liddy) die sadistische Ader ihres Mannes Arthur. Nach der Geburt ihres Sohnes gerät er zunehmend außer Kontrolle. Er verletzt Liddy, schlägt und missbraucht sie. Um ihres Kindes willen erträgt sie zunächst schlimmste Demütigungen. Doch dann begreift Liddy, wie wahnsinnig Arthur tatsächlich ist, und nimmt den ungleichen Kampf auf. Sie informiert die Polizei und reicht die Scheidung ein. Arthurs Anwälten gelingt es jedoch, Liddy als nicht zurechnungsfähig hinzustellen. Während Liddy um ihr Sorgerecht kämpft, werden weibliche Leichen gefunden, die Opfer eines äußerst brutalen Serienkillers. Meine Meinung: Wieder mal hat es Jack Ketchum geschafft, das ich sein Werk kaum aus der Hand legen konnte. Seinen Erzählstil mag ich sehr, liest sich einfach flüssig und ich bin von Seite eins an in der Story gefangen. So mag ich das am liebsten. Die Geschichte baut sich zeitlich auf. Wir erfahren, wie es Arthur und auch Lydia als Kinder erging. Arthur´s Charakter z.b. war schon als Kind einfach nur schlecht. Wie sollte man es sonst nennen, wenn ein etwa 6jähriger ein Buschfeuer legt und seelenruhig dabei zusieht? Sich dabei ganz in Hörweite der Eltern versteckt, die ihn schon panisch suchen, er sich aber nur überlegt, welche Ausrede er sich für sein Fernbleiben zurecht legen könnte? Dann gibt es verschiedene Zeitsprünge. Arthur am College - wo er auch kein unbescholtenes Blatt bleibt. Sich aber niemand traut, etwas zu sagen. Lydia als Krankenschwesterschülerin, die sich in einen jungen Arzt verliebt hat und ihn bald heiratet. Arthur als junger, aufstrebender Jungunternehmer, der in seinem Job als Restaurantbesitzer auf geht. Denn Erfolg bedeutet Macht und Geld und das ist sein Heiligtum. Sorglose, freundliche Menschen mag er gar nicht. Die sind in seinen Augen nur schwach und müssen seiner Meinung nach eine Lektion erteilt bekommen. Als er eine Hochzeitsgesellschaft ausrichtet, lernt er auf der Feier zufällig Lydia kennen, die nun schon eine gescheiterte Ehe hinter sich hat. Sie heiraten, Lydia zieht zu ihm, bekommen bald ein Baby, Robert. Nach und nach wird Lydia bewusst, das sie viele Seiten an Arthur gar nicht kennt. Das er nach außen hin immer den charmanten, erfolgreichen und freundlichen Geschäftsmann spielt, aber zu Hause, in den eigenen vier Wänden ein regelrechtes Ungeheuer sein kann. Leider waren mir diese Abschnitte zu kurz erzählt. Da hatte ich mehr erwartet, denn ich ging davon aus, das der meiste Inhalt des Buches aus dem körperlichen, wie auch psychischen Kampf zwischen Arthur und Lydia bestehen wird. Dem war aber nicht so. Von daher ein Punkt Abzug, denn da fehlte mir der gewisse Nervenkitzel, mir wurde das zu schnell abgekanzelt, was ich sehr schade fand. Dafür sind wir viele Kapitel im Gerichtssaal. Lydia wehrt sich gegen Arthur und bringt auch schwere Anschuldigungen gegen ihn auf. Denn auch Sohn Robert, inzwischen acht Jahre, leidet sehr unter seinem Vater. Er stottert, macht ins Bett und ist sehr scheu und in sich gekehrt. Arthur manipuliert ihn sehr und tut ihm noch viel mehr an... Natürlich sind diese Kapitel im Gerichtsaal inhaltlich sehr wichtig und wirklich auch sehr spannend, überwiegen aber im letzten Teil des Buches sehr. Wie gesagt, ich hätte lieber vorher mehr "Drama", wie man es von Ketchum gewohnt ist, gehabt. Da hätte er einfach noch mehr von seinem Talent, schockierende und grausame Situationen zu beschreiben, zeigen können. Die letzten Kapitel waren sehr rasant und zeigten schockierend, Arthurs schwarzen, sadistischen und kranken Charakter. Lydia war mir sehr sympathisch und sie war das krasse Gegenteil von Arthur. Hilfsbereit, Herzensgut, doch leider fiel sie, wie viele andere auch, auf Arthur herein, was sie und auch Robert hart bezahlen mussten. Die Story bringt uns mal wieder die Erkenntnis, das die Wahrheit leider nicht immer viel zählt. Vieles wird - gerade auch vor Gericht - gedreht und gewendet, wie es gerade passt. Oft reichen gute Beziehungen und Bestechungen und plötzlich werden aus Tätern die Opfer und umgekehrt. So etwas erlebt man immer wieder, auch im wahren Leben. Alles in allem eine absolute Leseempfehlung! Spannung und auch einige schockierende Szenen sind garantiert.

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  • Rezension zu "Wahnsinn" von Jack Ketchum

    Wahnsinn
    romanasylvia

    romanasylvia

    03. September 2012 um 11:05

    Das Buch fand ich nicht so schlecht, allerdings finde ich ist das Buch für zartbesaitete Menschen nicht wirklich empfehlenswert, weil das Buch ja doch sehr hart ist.

  • Rezension zu "Wahnsinn" von Jack Ketchum

    Wahnsinn
    jimmygirl26

    jimmygirl26

    23. June 2012 um 16:07

    Leider hab ich das Buch nach nicht einmal 100 Seiten weggelegt, obwohl ich die Bücher von Jack Ketchum liebe hat mir dieses überhaupt nicht zugesagt. Teilweise hat es sich doch sehr gezogen möglich das es besser geworden wäre aber ich wollte nicht mehr länger daran lesen. Schade

  • Rezension zu "Wahnsinn" von Jack Ketchum

    Wahnsinn
    steffi_schaaf

    steffi_schaaf

    24. May 2012 um 18:56

    Lydia und Arthur wachsen in der gleichen Stadt auf, besuchen dieselbe Schule ohne aneinander Interesse zu finden. Jahre später treffen sie sich, lernen sich besser kennen und lieben. Das Glück wird gekrönt mit der Geburt ihres Sohnes Robert. Doch der Junge beginnt sich zu verändern, zieht sich zurück und reagiert empfindlich auf Berührungen. Und er ist nicht der Einzige, der die Charakterzüge ändert. Arthur zeigt sein zweites Gesicht, die Gewalt kann er nicht mehr kontrollieren. Lydia hat Angst um ihren Sohn und sich selbst. Jack Ketchum ist einer der beliebtesten Autoren der Horrorliteratur. Sein Einstieg mit Beutezeit verhalf ihm zu einem hervorragendem Ruf. Das es nicht immer um Metzelei, Kannibalismus und Schlachtereien gehen muss, zeigt er in dem Roman Wahnsinn. Diesmal rechnet er mit einem anderen, noch schwerwiegenderem Thema ab: Dem Kindesmissbrauch und häuslicher Gewalt. Mit Wahnsinn zeigt er eine ganz andere Seite von sich selbst. Am Anfang des Buches wird der Leser mit verschiedenen Geschichten und Erlebnissen konfrontiert. Hier muss man sich sehr konzentrieren, um den Faden nicht zu verlieren. Doch wenn man einmal im Lesefluss ist, kann man sich nicht stoppen. Der Schreibstil, wie immer eine klare Linie. Er verzichtet diesmal stark auf Einzelheiten von sadistischen Handlungen, geht aber ausführlicher und detaillierter auf die Charaktere ein. Er schildert Empfindungen, Gedanken und den inneren Kampf des Sohnes sehr gut. Dieses Hin- und Hergerissen Sein zwischen Vater und Mutter ist für den kleinen Jungen ein wahrer Kampf. Ein Ketchum wäre aber kein Ketchum, wenn auch nicht hier Gewalt eine Rolle spielt. Es sind allerdings nur vereinzelte Passagen, die wirklich erschrecken und mich schaudern ließen. Doch manchmal braucht man klare Worte, um zum Nachdenken angeregt und wachgerüttelt zu werden. Ich war fasziniert von Lydia, eine sehr starke Frau mit einer mutigen und selbstbewussten Persönlichkeit, die keine Scheu zeigt, in den Widerstand zu gehen und für das zu kämpfen, was ihr wichtig ist. Ich wünschte mir, es würden mehr Frauen, die sich in so einer Situation befinden, den Mut haben, um aufzustehen und zu sagen: "Nein! Du tust uns nicht mehr weh!" Wie schon gesagt, manchmal muss man vielleicht etwas härter mit einem Thema konfrontiert werden, um aufzuwachen. Fazit: Nach der letzten Enttäuschung, ist Wahnsinn definitiv ein Buch, welches ich weiterempfehlen möchte. Natürlich beschäftigt man sich ungern mit dem Thema Kindermissbrauch, doch heutzutage ist es leider schon fast Alltag.

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  • Rezension zu "Wahnsinn" von Jack Ketchum

    Wahnsinn
    Kittie

    Kittie

    25. October 2011 um 22:17

    Kurzreview: Jetzt im dritten Anlauf habe ich es endlich geschafft 'Wahnsinn' durchzulesen. Ich wollte anfangs mit dieser Geschichte nicht richtig warm werden, aber wo ich dann einmal drin war im Lesefluss ging es ganz gut. Liegt auch daran, dass sich Ketchum einfacher Sprache bedient. Ganz so wie in seinen anderen Werken auch und schlecht ist das nicht mal, weil es lässt Freiraum sich die Geschichte selbst in Bildern darzustellen. Dennoch konnte mich diese Geschichte von Ketchum nicht überzeugen, denn es läuft auf Kindesmissbrauch hinaus und die Klischeebegründung dafür. Muss da ehrlich sagen, dass mir das zu langweilig ist, denn das Thema, so schrecklich es auch sein mag, ist ziemlich ausgelutscht. Die Geschichte ist zwar aus dem Jahr 1995 und da war es vlt. noch nicht so breit getreten. Hat mich jetzt auch nicht so mitgerissen, weil ich auch vor kurzem ein Buch las, welches sich auch dieses Thema als Aufhänger auswählte und da war es auch schon nicht wirklich dramatisch oder spannend. An Spannung mangelt es auch 'Wahnsinn' - ohne zu viel zu verraten, aber man hangelt sich hier zwischen die Gerichtstermine und deren Hin und Her von Liddy und Arthur und nebenbei gibt es noch ein paar Morde. Die Morde sind nur eine kleine Nebenhandlung, welche auch weg gelassen werden könnte. Es gibt nicht so viele Figuren innerhalb der Geschichte und so kann man sich schnell alles selbst zusammen denken. Hat mir nicht so sehr gefallen. Ganz gut dagegen gefallen hat mir, dass diese Ketchum-Geschichte mal nicht so sehr auf Splatter gesetzt hat. Gibt zwar noch Gewalt, aber diese ist nicht so so explizit. Ketchum kann also auch anders und es funktioniert. Kann hier auch nicht sagen, dass die Geschichte schlecht sei. Ich für meinen Teil fand sie eben nur etwas langweilig und vorhersehbar und dabei kann sich bei mir keine Spannung aufbauen. Würde es demnach auch erstmal nur Ketchum-Fans empfehlen.

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