Jack London Das Mordbüro

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Inhaltsangabe zu „Das Mordbüro“ von Jack London

Eine in New York ansässige Institution nimmt Mordaufträge entgegen und erledigt sie gegen Bezahlung - jedoch nur unter der Voraussetzung, daß es sich bei den Opfern um für die Gesellschaft schädliche Personen handelt: skrupellose Geschäftemacher, korrupte Politiker, Verräter. Das Ziel der geheimnisvollen Instituion ist eine neue, bessere Gesellschaft und ihr erklärtes Mittel die Gewalt. Aber schließlich kehrt sich die gnadenlose Jagd des Mordbüros gegen ihren eigenen Chef.
Der nachgelassene Kriminalroman des großen amerikanischen Erzählers hält den Leser bis zur letzten Seite in Atem. (Quelle:'Flexibler Einband/01.08.1982')
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    Das Mordbüro

    TheSaint

    16. September 2015 um 18:29

    Ich kannte bis jetzt nur die Verfilmung "The Assassination Bureau" mit Oliver Reed, Diana Rigg, Telly Savalas und Curd Jürgens. Als ich beim neuerlichen Ansehens des Filmes den Hinweis fand, dass der Film auf einem Roman des großen Jack London basiere, musste ich mich sofort auf die Suche nach diesem Roman machen - und fand ihn auch in einem Antiquariat. Natürlich haben Film und Buch wieder mal nichts gemeinsam - gerade mal den Namen des Leiters des "Mordbüros": Iwan Dragomiloff. Als überzeugter Sozialist lässt London sehr viel seiner politischen Gedanken in die Konversationen seiner Akteure einfliessen. Aber nicht nur diese Überzeugung ist sehr spürbar in dem Roman, sondern auch die moralischen Maßstäbe und Werte des Autors. Wer nun einen schaurigen von Morden und Greueltaten geprägten Kriminalroman erwartet - der wird enttäuscht: Jack London serviert einen augenzwinkernden und sehr philosophischen Roman über einen jungen Mann namens Winter Hall, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Selbstmord eines Freundes zu untersuchen und dabei auf das mysteriöse "Mordbüro" stößt, dessen Machenschaften ihn zutiefst empören und die seiner Meinung zu stoppen sind. So nimmt er Kontakt auf und gerät nach einer sehr überzeugenden und auch philosophischen Diskussion mit dem Leiter des "Mordbüros" - Dragomiloff - in die Kreise einer sehr illustren und von höchsten Moralansprüchen getriebenen Gemeinschaft von Auftragsmördern, die sich nun wegen seiner Diskussion über moralische Werte mit Dragomiloff gegen ihren Chef wenden und ihn ermorden müssen... Eine mörderische Jagd durch die Vereinigten Staaten beginnt und findet ihr Finale auf Hawaii. Der Roman stammte bis zur Seite 93 noch von London selbst; den Schluß schrieb Robert L. Fish nach Notizen des Autors. Sehr kurzweilig geschrieben mit kauzigen und originellen Charakteren und interessanten Denkanstössen, was nun moralisch vertretbar und was abzulehnen sei (1910 bzw. 1963). Das von Fish abgeänderte Finale ist wesentlich runder und spannender als das von London skizzierte Ende, welches man im Anhang an den Roman ebenfalls nachlesen kann.

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