Jack London , Riff Reb's Der Seewolf

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Inhaltsangabe zu „Der Seewolf“ von Jack London

Der Klassiker von Jack London als grandiose Comic-Adaption!Nach einem Schiffbruch wird der etwas schöngeistige und wohlhabende Humphrey Van Weyden von dem Robbenschoner Ghost aus dem Meer gefischt. An Bord herrscht der brutale Kapitän Wolf Larsen, der Weyden, anstelle ihn an Land zu bringen, mit Gewalt als Küchenhilfe einsetzt. Für Larsen ist der einzelne Mensch nichts wert und dementsprechend behandelt er seine Besatzung. Doch nach und nach entwickelt der grobe, aber überaus intelligente Kapitän eine gewisse Wertschätzung für den gebildeten Humphrey.

Geniale Zeichnungen, super Kolorierung, nur an manchen Stellen etwas zu langatmig.

— Ennilain

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  • Diese Adaption erleidet keinen Schiffbruch.

    Der Seewolf

    Mueli77

    01. July 2013 um 21:58

    Der Literaturkritiker Humphrey van Weyden landet nach einem Schiffsunglück auf dem Robbenfang-Kutter von Wolf Larsen. Und dort herrscht ein raues Regiment. Nicht nur, dass Larsen grundsätzlich ein ziemlich rauer Bursche ist und auch Schiffbrüchige nicht so behandelt, wie es allgemeine Praxis ist, auch seine Mannschaft leidet massiv unter dem Verhalten des Kapitäns. Hump, wie van Weyden nach kurzer Zeit getauft wurde, wird als Küchenjunge „angestellt“ und merkt bald, das Wolf Larsen wesentlich vielschichtiger und intelligenter ist, als es oberflächlich den Anschein hat. Doch was im Laufe der Reise noch so alles passiert, das hätte van Weyden beim besten Willen nicht erwartet ... Der Roman von Jack London gehört zur Weltliteratur und die Verfilmung mit Raimund Harmsdorf besitzt Kultstatus. Dennoch habe ich mich entschlossen, diese Adaption eigenständig zu betrachten und keine Vergleiche zu einem der beiden anderen Medien zu ziehen. Die Geschichte ist bekannt, und Riff Reb's hat sehr gute Arbeit geleistet, die Vorlage entsprechend zu adaptieren. Als Kenner findet man sich sofort zurecht, und als Neuling wird einem eine spannende und dramatische Story präsentiert. Die häufigste Frage, die bei solchen Adaptionen aufkommt, ist die der Notwendigkeit. Braucht es eine Comicadaption, um Romanklassiker auch Menschen zugänglich zu machen, die sich weder an den Roman trauen, noch mit Verfilmungen viel anfangen können? Oder sind sie einfach nur Geldschneiderei? Vielleicht ist es aber auch einfach so, dass diejenigen, die wie Riff Reb's eine solche Umsetzung in Angriff nehmen, die Frage stellen: Wie gut funktioniert die Geschichte in einem anderen Medium? Welche Stile wähle ich und auf welche Handlungselemente konzentriert man sich? Hier die Waage zu finden, ist oftmals nicht einfach, doch Reb's hat es geschafft. Auch visuell ist der Band sehr außergewöhnlich. Sowohl der Zeichenstil an sich, als auch die Farbgebung. Reb's Stil wirkt rau und kantig, passend zur Geschichte. Stellenweise haben die Ausführungen der Figuren etwas von Karikaturen an sich. Dadurch erhalten sie so viele Merkmale in Aussehen und Mimik, die eine Wiedererkennung auch bei sehr kleinen Darstellungen gewährleisten. Des Weiteren wählte Riff Reb's für jedes der insgesamt 17 Kapitel einen anderen Farbton und stuft diese in verschiedenen Konzentrationen ab. Insgesamt wirken die Bilder sehr oft wie ein Holzschnitt. Klar abgegrenzte, dunkle Linien dominieren das Gesamtbild und schaffen so mit der Farbwahl für jedes Kapitel, dennoch eine jeweils andere Stimmung: von aufmunternd bis verzweifelt. Von dramatisch bis beruhigend. Jede mögliche Gefühlsregung wird nicht nur durch die Handlung, sondern auch immer ideal durch die Farben und Zeichnungen auf den Leser übertragen. FAZIT: Wenn man es genau nimmt, sind Romanadaptionen immer eine zweischneidige Sache. Entweder sie treffen das Vorbild sehr gut, und es wird ihnen die Eigenständigkeit abgesprochen, oder sie versuchen das Vorbild frei wiederzugeben und sind dann letztendlich zu weit vom Original entfernt, sodass der Kenner der Vorlage enttäuscht ist. In diesem Fall aber hat Riff Reb's, nach meinem persönlichen Geschmack, genau die richtige Wahl getroffen. Heraus gekommen ist ein dramatisches Werk mit atemberaubendem Artwork, das fasziniert. Sein fast schon „grobschlächtiges“ Design, das dennoch mit sehr vielen Details aufwartet, fängt die Stimmung perfekt ein und verkörpert so auch ein wenig den Charakter des Kapitäns Wolf Larsen.

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