Jack Trevor Story

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Immer Ärger mit Harry, Immer Ärger mit Harry und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jack Trevor Story

Immer Ärger mit Harry

Immer Ärger mit Harry

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Erschienen am 19.02.2018
Immer Ärger mit Harry

Immer Ärger mit Harry

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Erschienen am 11.11.2016
The Trouble with Harry

The Trouble with Harry

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Erschienen am 28.10.2013

Neue Rezensionen zu Jack Trevor Story

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Giselle74s avatar

Rezension zu "Immer Ärger mit Harry" von Jack Trevor Story

Krimikomödie
Giselle74vor 19 Tagen

Der November ist nicht gerade mein liebster Monat. Meistens ist es dunkel, nass und kalt, ich mag mich noch nicht vom Sommer trennen und Weihnachten ist zunächst nur ein kleiner Lichtpunkt am Ende des Tunnels. Zu keinem anderen Zeitpunkt des Jahres findet man mich so sicher mit Buch und Tee unter einer Wolldecke.
Aber wenn mir dann in dieser finst'ren Zeit ein Buch wie dieses in die zähneklappernden Finger gerät, kann es passieren, dass der Sommer für einen Tag zurück kommt. "Immer Ärger mit Harry" ist ein Schätzchen, eine seltene Perle des schwarzen Humors und in der Ausgabe des Dörlemann Verlags innen wie außen perfekt. In weinrotes Leinen gebunden und mit einer Jagdszene auf dem Vorsatzpapier, ist das Buch einfach wunderschön und hat als I-Tüpfelchen sogar ein Lesebändchen. Wer also noch nach Geschenken sucht, möge dieses Büchlein ins Auge fassen.
Der Roman ist ein Klassiker britischer Krimiliteratur. Veröffentlicht 1949, wurde er 1955 von Alfred Hitchcock verfilmt. In meinem Jahrgang und darunter dürfte wirklich noch jeder den Film oder zumindest den Titel kennen.
Harry liegt tot im Wald. Scheinbar wurde er ermordet und nach und nach tauchen diverse Personen auf, die alle Grund zu der Annahme haben, sie hätten Schuld an seinem verfrühten Ableben. Was nun folgt, ist britischer Humor in Perfektion. Genüsslich beschreibt Jack Trevor Story, wer nun mit wem wie versucht die Leiche zu beseitigen, wer sich dabei in die Quere und wer sich näher kommt. Das ist streckenweise einfach herrlich komisch, auf diese alte elegante Art, ohne unter die Gürtellinie zu gehen oder gewollt zu wirken. Ein charmanter, unbeschwerter Lesespass und gleichzeitig ein Glanzstück englischer Kriminalliteratur -perfekt!

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solveigs avatar

Rezension zu "Immer Ärger mit Harry" von Jack Trevor Story

Viel mehr als ein Kriminalroman
solveigvor 5 Monaten

Ein Toter, den niemand vermisst oder gar betrauert, dafür aber gleich mehrere potentielle Mörder  -  da ist der Ärger mit Harrys Leichnam vorprogrammiert. Wer Harry zu Lebzeiten gewesen ist, erfährt der Leser nur am Rande; viel wichtiger ist es dem Autor, die Charaktere der Lebenden zu beleuchten. Und die anscheinend ehrbaren Einwohner von Sparrowswick haben so ihre Geheimnisse.

Jack Trevor Story (1917 – 1991) treibt ein makabres Spiel : so leicht und locker seine Erzählweise den Leser zu fesseln vermag, so dunkel und abgründig präsentiert er die menschliche Seele. „Wir sind alle nett …Ich verstehe gar nicht, wie jemand uns nicht mögen kann“ lässt Trevor einen der Bürger äußern. Mit tiefschwarzem Humor enthüllt er nach und nach, wie diese netten Leute planen, ein vermeintliches Verbrechen unter den Teppich zu kehren. Es liest sich amüsant, aber auch erschreckend: welcher Kontrast zu ihrem alltäglichen Leben  offenbart sich hier! Story treibt das Thema satirisch auf die Spitze und stellt dem geradezu grotesken Geschehen um den toten Harry äußerst „lebendige“ Themen gegenüber, die von größerer Bedeutung scheinen. So etwa entstehen durch die Probleme um Harrys Leiche gleich zwei Liebesbeziehungen.

Übrigens handelt es sich bei Miriam Mandelkows Übersetzung um die erste Übertragung des (bereits 1949  in England erschienenen) Romans ins Deutsche. Sie gibt die Intentionen des englischen Autors treffend wieder: Ein sarkastischer Blick auf menschliche Eigenschaften, viel mehr als nur ein Kriminalroman.

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schillerbuchs avatar

Rezension zu "Immer Ärger mit Harry" von Jack Trevor Story

Very British!
schillerbuchvor 6 Monaten

Ich gebe es zu: Den Film habe ich nicht gesehen, sondern nur davon gehört. Und in dem (übrigens sehr lesenswerten!) Buch von Francois Truffaut „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“ über ihn gelesen. Nun empfahl mir eine Freundin das Buch und ich habe es mit großem Vergnügen gelesen.

Über die Handlung muss ich sicher nicht viel erzählen: Der 4jährige Abie findet im Wald von Sparrowswick Heath einen sehr toten Mann: Harry. Er hat eine blutende Wunde am Kopf. Was Abie nicht weiß, ist, daß dies der Ehemann seiner Mutter Jennifer ist, allerdings nicht sein Vater. Im Wald sind eine ganze Reihe Menschen unterwegs und alle meinen, sie haben Harrys Tod verursacht, sei es durch ein Versehen oder durch Mord. Es entwickelt sich nun ein skurriles Handlungsgeflecht, in dem Harry mehrmals begraben und wieder ausgegraben wird, in dem sich Paare finden und ein Künstler endlich die Anerkennung findet, die ihm, wie er findet, gebührt.

Ich habe mich wirklich gewundert, daß dieses Buch erst jetzt in’s Deutsche übersetzt wurde! Der Schweizer Dörlemann Verlag hat daraus eine hübsche leinengebundene Ausgabe mit Lesebändchen gemacht, Miriam Mandelkow hat mit ihrer Übersetzung die lakonische und skurrile Erzählart von Jack Trevor Story gut getroffen. Mit großem Amüsement folgt man als Leser*in der verschlungenen Handlung und wundert sich, was in einem kleinen Waldstück alles so los sein kann: Da gibt es Liebesnester, anonyme Briefe, Schmetterlings- und Hobbyjäger, Menschen verstecken sich im Gebüsch und interpretieren Situationen völlig unterschiedlich, manchmal fernab von der Realität. Dabei fragt man sich die ganze Zeit, wie um alles in der Welt Harry denn nun wirklich zu Tode gekommen ist!?! Zwar wird am Ende eine Lösung, sogar medizinisch verbürgt, angeboten, aber ob das wirklich so stimmt – da war ich mir nicht so sicher……

Wer britischen und dabei auch wirklich schwarzen Humor mag, der wird, so wie ich auch, diesen kleinen Roman mit größtem Vergnügen lesen!

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