Jack Vance

 3.9 Sterne bei 90 Bewertungen
Autor von Die sterbende Erde, Das Weltraummonopol und weiteren Büchern.

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Jack VanceHerrscher von Lyonesse /Die grüne Perle
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Herrscher von Lyonesse /Die grüne Perle
Herrscher von Lyonesse /Die grüne Perle
 (5)
Erschienen am 01.04.2006
Jack VanceMadouc
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Madouc
Madouc
 (5)
Erschienen am 01.04.2006
Jack VanceHerrscher von Lyonesse
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Herrscher von Lyonesse
Herrscher von Lyonesse
 (5)
Erschienen am 01.09.1996
Jack VanceDie grüne Perle
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Die grüne Perle
Die grüne Perle
 (3)
Erschienen am 01.03.1995
Jack VanceMarune: Alastor 933
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Marune: Alastor 933
Marune: Alastor 933
 (3)
Erschienen am 01.04.2007
Jack VanceCugels Irrfahrten
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Cugels Irrfahrten
Cugels Irrfahrten
 (2)
Erschienen am 14.03.2006
Jack VanceDer Palast der Liebe
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Der Palast der Liebe
Der Palast der Liebe
 (2)
Erschienen am 01.02.2002
Jack VanceDie blaue Welt. The Blue World
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Die blaue Welt. The Blue World

Neue Rezensionen zu Jack Vance

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GilbertvonLucks avatar

Rezension zu "Station Araminta" von Jack Vance

Die nachstehende Besprechung bezieht sich auf die gesamte Cadwal-Trilogie.
GilbertvonLuckvor 2 Jahren

Auf Cadwal, einem fernen Planeten, den ein Naturschutzverein gekauft hat, um das planetare Leben zu erhalten, siedeln einige hundert "Konservatoren" des Vereins - und ein paar illegal Eingewanderte, denen man eine kleine Inselgruppe überlassen hat. Tausend Jahre später gibt es immer noch einige Hundert Konservatoren, aber mehrere Hunderttausend mittlerweile biologisch differenzierte Nachfahren der illegalen Einwanderer auf der Inselgruppe, die sich unkontrolliert vermehren und eine grauenvolle Sozialordnung geschaffen haben.

Nun will die "Liga für Frieden und Freiheit" unter den Konservatoren den "Yips", den 100000-den von den Inseln, den Planeten überlassen und eine Demokratie errichten, in der ein Konservator eine Stimme hat wie einer der Yips. Sie verstehen sich bevorzugt als Anwälte der "Entrechteten", der Yips.
Die "konservativen" Konservatoren wollen aber den Planeten als Naturschutzgebiet erhalten. Sie befürchten bzw. erkennen, dass die Yips den Planeten überbevölkern und die einheimische Natur vernichten würden.
Schließlich stellt sich heraus, dass die Liga-Angehörigen von Kräften außerhalb des Planeten finanziell unterstützt bzw. ausgehalten werden, die den Planeten wirtschaftlich ausbeuten wollen. Den Liga-Angehörigen werden große Besitztümer auf Cadwal zugesprochen, die von fröhlich arbeitenden und abends Volkstänze tanzenden Yips zu bewirtschaften wären.

Jack Vance hat mit diesen Romanen Rhetorik, Grundsätze und Verhaltensweisen des Gutmenschentums entlarvt wie einst Molière mit seinem Tartuffe, denn die Liga-Angehörigen führen natürlich ständig Mitleid, Menschlichkeit und Gerechtigkeit bannerhaft ins Feld. Somit schaffen sie eine Atmosphäre des moralischen Ausschlusses der Konservationisten als egoistisch und menschenfeindlich. Parallelen zur Gegenwartsrealität erscheinen wohl nur naiven Gemütern rein zufällig ...

Im Verlauf des dreibändigen Romans entlarven die Liga-Angehörigen mehr und mehr ihr Antlitz. "Gutmeinend" schrecken sie vor keinen Intrigen zurück, teilweise nicht einmal vor der Verletzung menschlichen Lebens.

Zusätzlich entfaltet sich eine spannende, interstellare Jagd nach der Originalurkunde, die den Planeten als Besitz der Naturschutzvereinigung bestätigt. Wer sie in die Hand bekommt, beherrscht das Schicksal Cadwals, seiner Menschen und seiner Natur.
Hierbei stellt Jack Cance eine Protagonistin in den Vordergrund, die erfüllt von wahrem Idealismus und Liebe, das bekannte Universum, das staatenbundartige "Gaianische Reich" durcheilt und Großes für Cadwal leistet.
Er entfaltet ihre Persönlichkeit in farbigem Detailreichtum und Tiefe quasi als Kontrastprogramm zu denen, die ihren Egoismus und ihre Machtgier hinter "humanistischer Gutsprech" verstecken.
Der männliche Leser kommt nicht umhin, Zuneigung zu diesem Mädchen zu gewinnen, die ihn, von abstrakter Liebe zu ihr erfüllt, mit ihr bangen und hoffen lässt.

Jack Vance ist ein SF-Autor von durchdringender Menschlichkeit, die sich in der Ehrlichkeit der Darstellung seiner Protagonisten charakterisiert. Seine Romane veranschaulichen Verhaltensmuster und Mechanismen menschlichen Verhaltens, die zu durchschauen man gar nicht lang genug lebt oder studieren kann.
Dabei bewahrt er stets einen Stil, der von Spannungskurve zu Spannungskurve führt und es schwierig macht, ein angefangenes Buch aus der Hand zu legen. Die ganze Bandbreite aller Dinge, die Menschen wichtig sind, schließt er in seine Erzählungen ein:
Wissen, Theoretisieren, Erkenntnis, Kampf, Tod in der übergeordneten Bedeutung des Wortes, also auch als Verlust, und nicht zuletzt: Liebe, ebenfalls in der ganzen Bandbreite ihrer Bedeutung, also von der Liebe zum Universum (zur Schöpfung) über die Liebe zu nahestehenden Menschen bis hin zu den faszinierenden Aspekten der Liebe zwischen Frau und Mann, die er immer wieder erzählerisch neu entwickelt, um sie zu entfalten oder scheitern zu lassen.
Obwohl er es dabei nicht an tiefer und eingehender Betrachtung vermissen lässt, wird er nie langweilig, öde oder gar belehrend, sondern versteht es, den Leser in fremde Welten des Universums und seiner Seele zu entführen, in denen er Erkenntnisse gewinnen und sich selbst näher kommen mag oder nicht, ganz, wie er es vor seinem persönlichen Hintergrund reflektiert.

Die drei Bände sind:

1. Station Araminta - die erste Cadwal-Chronik, ISBN 3-453-08329-8
2. Esse und die alte Erde - die zweite Cadwal-Chronik,
3. Throy - die dritte Cadwal-Chronik.

Ich halte sie für unbedingt lesenswert - nicht nur für Science-Fiction-Freunde! Falls sie im Buchhandel nicht mehr erhältlich sind, empfehle ich die Suchfunktion von booklooker.de zu benutzen, da sie gebraucht immer wieder angeboten werden.

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fantasyfroschs avatar

Rezension zu "Herrscher von Lyonesse" von Jack Vance

Old School Fantasy, auch heute lesbar
fantasyfroschvor 5 Jahren

Lyonesse ist eines der Werke, von denen man gefangen genommen wird und nicht genau weiß warum. Zugegeben: anfangs sieht das ganze aus wie eine typische und altbackene Geschichte um einen bösen König und eine zerbrechliche Prinzessin. Das verändert sich im Laufe des ersten Bandes aber dann doch beträchtlich. Um es kurz zu machen: das Buch ist alles andere als eindimensional. Auf der einen Seite folgt man verzückt harmlosen kleinen Feen bei ihren Streichen, auf der anderen Seite gibt es Folter und Vergewaltigung. Was Jack Vance abliefert (geschrieben in den frühen 80igern) ist einfach bahnbrechend und - heutzutage sucht man danach vergeblich - einfach verdammt gut geschrieben. Manche werfen ihm vor, dass nichts passiert. Dem kann ich nicht zustimmen: es passiert zum Teil zu viel, sodass man anfangs der überspannenden Handlung nicht folgt oder sie außer acht lässt. Es fügt sich aber alles zusammen, bzw. wird in Band 2 und 3 weiter geführt.
Ich würde mich also nicht von negativen Rezis abschrecken lassen: das Werk verdient es, gelesen zu werden: viele komplexe Charaktere, wunderbare Beschreibungen (teilweise sehr ausführlich, was Actionliebhaber abtörnen mag) und einen Autor, der sein Handwerk versteht: er kann schreiben. Wer also Tolkien oder Guy Gavriel Kay mag, die Qualität vor Quantitä setzen, ist hier hervorragend bedient.

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thursdaynexts avatar

Rezension zu "Drachenbrut" von Jack Vance

Rezension zu "Drachenbrut" von Jack Vance
thursdaynextvor 7 Jahren

Drachenbrut von Vance enthält 4 Kurzgeschichten auf 472 Seiten verteilt.
Allen gemeinsam ist das Grundschema : Die Menschheit hat den Weltraum seit Urzeiten besiedelt, die Invasion war erfolgreich, auf verschiedenen Welten leben nun Antropoide oder Humanoide, welche sich an ihre jeweiligen Lebensbedingungen anpassten.
Hier philosophiert der Autor nun genüsslich vor sich hin. Bevorzugte Thematik : Das Wesen des Menschen ist sowohl im Guten als auch im Negativen gleich geblieben. Die interstellare Eroberung führt nicht automatisch zu grösserer Weisheit.....

Seine Welten erstehen vor dem Leserauge farbig und nachvollziehbar.
Geschichte 1 , "Die letzte Festung" basiert auf einem Feudalsystem mit Sklavenhaltung durch dekadente, schöngeistige Adelige welches zwangsläufig zum Untergang führt.

Geschichte Nr. 2 "Die Drachenreiter" handelt von Macht in falschen Händen. Ich fand sie am schwächsten.

Geschichte Nr. 3 "Der Baum des Lebens" von einer Druidenkaste und den parasitären Auswirkungen der Religion, sowie dem Versuch des Aufbaus einer besseren Welt.

Geschichte Nr 4 , meines Erachtens die beste, weil am komplexesten beschriebene fremdartige Welt, dreht sich um Gier. Die Welt Iszm, wird besucht vom Botaniker Aile Farr,
der sich die dort gezüchteten pflanzlichen Häuser aus Studiengründen als Tourist gönnen möchte .
Farr steht von Anfang an unter Spionagegeneralverdacht .....

Die Storys sind jeweils von versch. Übersetzern geschreiben und das merkt man.
Mit jeder neuen Geschichte folgt ein sprachlicher Break.
Die Sprachbrillianz des Lyonesse Zyklus wird bei weitem nicht erreicht.
Wobei dieses Manko auch in den Kurzgeschichten begründet liegen könnte.
Geschliffene Dialoge sind nicht zu erwarten aber äusserst solide SciFi Welten, in welche man schnell eintaucht.
Vance Enden lassen teilweise arg zu wünschen übrig.

Dennoch 4 verdiente Sterne für phantastisch/ plastische Welten und interessante Themen.

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Zusätzliche Informationen

Jack Vance wurde am 28. August 1916 in San Fracisco (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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