Jack Vance Station Araminta

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Inhaltsangabe zu „Station Araminta“ von Jack Vance

Der erste Band der hinreißenden Cadwal-Trilogie

— GilbertvonLuck
GilbertvonLuck
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  • Die nachstehende Besprechung bezieht sich auf die gesamte Cadwal-Trilogie.

    Station Araminta
    GilbertvonLuck

    GilbertvonLuck

    18. March 2017 um 04:24

    Auf Cadwal, einem fernen Planeten, den ein Naturschutzverein gekauft hat, um das planetare Leben zu erhalten, siedeln einige hundert "Konservatoren" des Vereins - und ein paar illegale Einwanderer, denen man eine kleine Inselgruppe überlassen hat. Tausend Jahre später gibt es immer noch einige Hundert Konservatoren, aber mehrere Hunderttausend mittlerweile biologisch differenzierte Nachfahren der illegalen Einwanderer auf der Inselgruppe, die sich unkontrolliert vermehren und eine grauenvolle Sozialordnung geschaffen haben.Nun will die "Liga für Frieden und Freiheit" unter den Konservatoren den "Yips", den 100000-den von den Inseln, den Planeten überlassen und eine Demokratie errichten, in der ein Konservator eine Stimme hat wie einer der Yips. Sie verstehen sich bevorzugt als Anwälte der "Entrechteten", der Yips.Die "konservativen" Konservatoren wollen aber den Planeten als Naturschutzgebiet erhalten. Sie befürchten bzw. erkennen, dass die Yips den Planeten überbevölkern und die einheimische Natur vernichten würden.Schließlich stellt sich heraus, dass die Liga-Angehörigen von Kräften außerhalb des Planeten finanziell unterstützt bzw. ausgehalten werden, die den Planeten wirtschaftlich ausbeuten wollen. Den Liga-Angehörigen werden große Besitztümer auf Cadwal zugesprochen, die von fröhlich arbeitenden und abends Volkstänze tanzenden Yips zu bewirtschaften wären.Jack Vance hat mit diesen Romanen Rhetorik, Grundsätze und Verhaltensweisen des Gutmenschentums entlarvt wie einst Molière mit seinem Tartuffe, denn die Liga-Angehörigen führen natürlich ständig Mitleid, Menschlichkeit und Gerechtigkeit bannerhaft ins Feld. Somit schaffen sie eine Atmosphäre des moralischen Ausschlusses der Konservationisten als egoistisch und menschenfeindlich. Parallelen zur Gegenwartsrealität erscheinen wohl nur naiven Gemütern rein zufällig ...Im Verlauf des dreibändigen Romans entlarven die Liga-Angehörigen mehr und mehr ihr Antlitz. "Gutmeinend" schrecken sie vor keinen Intrigen zurück, teilweise nicht einmal vor der Verletzung menschlichen Lebens.Zusätzlich entfaltet sich eine spannende, interstellare Jagd nach der Originalurkunde, die den Planeten als Besitz der Naturschutzvereinigung bestätigt. Wer sie in die Hand bekommt, beherrscht das Schicksal Cadwals, seiner Menschen und seiner Natur.Hierbei stellt Jack Cance eine Protagonistin in den Vordergrund, die erfüllt von wahrem Idealismus und Liebe, das bekannte Universum, das staatenbundartige "Gaianische Reich" durcheilt und Großes für Cadwal leistet.Er entfaltet ihre Persönlichkeit in farbigem Detailreichtum und Tiefe quasi als Kontrastprogramm zu denen, die ihren Egoismus und ihre Machtgier hinter "humanistischer Gutsprech" verstecken.Der männliche Leser kommt nicht umhin, Zuneigung zu diesem Mädchen zu gewinnen, die ihn, von abstrakter Liebe zu ihr erfüllt, mit ihr bangen und hoffen lässt. Jack Vance ist ein SF-Autor von durchdringender Menschlichkeit, die sich in der Ehrlichkeit der Darstellung seiner Protagonisten charakterisiert. Seine Romane veranschaulichen Verhaltensmuster und Mechanismen menschlichen Verhaltens, die zu durchschauen man gar nicht lang genug lebt oder studieren kann.Dabei bewahrt er stets einen Stil, der von Spannungskurve zu Spannungskurve führt und es schwierig macht, ein angefangenes Buch aus der Hand zu legen. Die ganze Bandbreite aller Dinge, die Menschen wichtig sind, schließt er in seine Erzählungen ein:Wissen, Theoretisieren, Erkenntnis, Kampf, Tod in der übergeordneten Bedeutung des Wortes, also auch als Verlust, und nicht zuletzt: Liebe, ebenfalls in der ganzen Bandbreite ihrer Bedeutung, also von der Liebe zum Universum (zur Schöpfung) über die Liebe zu nahestehenden Menschen bis hin zu den faszinierenden Aspekten der Liebe zwischen Frau und Mann, die er immer wieder erzählerisch neu entwickelt, um sie zu entfalten oder scheitern zu lassen.Obwohl er es dabei nicht an tiefer und eingehender Betrachtung vermissen lässt, wird er nie langweilig, öde oder gar belehrend, sondern versteht es, den Leser in fremde Welten des Universums und seiner Seele zu entführen, in denen er Erkenntnisse gewinnen und sich selbst näher kommen mag oder nicht, ganz, wie er es vor seinem persönlichen Hintergrund reflektiert. Die drei Bände sind:1. Station Araminta - die erste Cadwal-Chronik, ISBN 3-453-08329-82. Esse und die alte Erde - die zweite Cadwal-Chronik,3. Throy - die dritte Cadwal-Chronik.Ich halte sie für unbedingt lesenswert - nicht nur für Science-Fiction-Freunde! Falls sie im Buchhandel nicht mehr erhältlich sind, empfehle ich die Suchfunktion von booklooker.de zu benutzen, da sie gebraucht immer wieder angeboten werden.

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