Jacky Dreksler Ich wünsch dir ein glückliches Leben

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Inhaltsangabe zu „Ich wünsch dir ein glückliches Leben“ von Jacky Dreksler

Zwei Ghettos und zwei Konzentrationslager liegen 1945 hinter der polnischen Jüdin Fela Dreksler. Eine Leidensgeschichte, die auch nach Kriegsende noch nicht vorbei ist. Denn nur zwei Monate nach ihrer Befreiung wird Fela von einer anderen ehemaligen KZ-Insassin zu Unrecht denunziert. Sie soll in Auschwitz Mitgefangene misshandelt haben.
Im Gefängnis bekommt Fela einen Sohn, Jacky, – und endlich Hilfe. Die Gefängniswärterin Claire Stahl nimmt sich ihrer an und erreicht schließlich, dass Fela aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes begnadigt wird. Jacky und Fela ziehen zu ihrer Retterin. Doch schon früh ahnt der kleine Jacky, dass das Motivfür Frau Stahls Hilfsbereitschaft alles andere als reine Nächstenliebe ist. Hinter der Maske der aufopferungsvollen Helferin verbirgt sich eine glühende Nationalsozialistin.
Als Jacky neun Jahre alt ist, stirbt seine Mutter und hinterlässt einen Sohn, der nicht viel anderes kennt als Leid, Ausgrenzung, Lügen und Unterdrückung. In seinem Buch erzählt er, wie es ihm trotzdem gelang, ein erfolgreicher Mann und glücklicher Familienvater zu werden. Und wie sehr ihm das bemerkenswerte Credo seiner Mutter dabei half: »Du musst versuchen, glücklich zu sein. Egal, was kommt. Du musst es wollen. Mehr als alles andere.«

Ein verstörendes, ein großartiges Buch!

— Monika58097

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    Ich wünsch dir ein glückliches Leben

    Monika58097

    15. October 2016 um 12:08

    Ein verstörendes Buch, ein großartiges Buch über eine Frau, die zwei Ghettos und zwei Konzentrationslager überlebt hat. Zitat: „Du musst versuchen, glücklich zu sein. Egal, was kommt. Du musst es wollen. Mehr als alles andere.“ Dies gibt Fela Dreksler ihrem Sohn mit auf den Weg. Was für eine Frau! Zwei Ghettos und zwei Konzentrationslager hat sie überlebt. Unbeschreibliches Leid hat sie mit ansehen und auf sich nehmen müssen. Dann endlich die Befreiung. Doch schon wenige Wochen danach wird sie zu Unrecht denunziert und kommt ins Gefängnis – eine Verwechslung, wie sich später herausstellt. Jacky wird im Gefängnis geboren. Da seine Mutter die Angst nicht ablegen kann, wieder in ein Lager zu müssen, bringt sie ihrem Sohn alles Überlebenswichtige bei: Kochen, Lesen, Schreiben und Knöpfe annähen. Fela wird begnadigt. Geholfen hat ihr die Gefängniswärterin Claire Stahl, die die beiden schließlich aufnimmt und bei sich wohnen lässt. Mit Inbrunst schreibt Claire Stahl, die von Jacky Omi genannt wird, Briefe. Briefe an die unterschiedlichsten Behörden. Briefe, um Geld zu bekommen. Als Jacky gerade mal 9 Jahre alt ist, stirbt seine Mutter. Claire Stahl schreibt nun noch mehr Briefe. Bittbriefe, Bettelbriefe. Sie wandert sogar mit Jacky nach Amerika aus zu seiner amerikanischen Verwandtschaft. Nur wenige Monate später geht es zurück nach Deutschland. Jacky hat sich wohlgefühlt in Amerika, doch seine Omi nicht und da sie ihn als ihr Eigentum, ihr Erbe ansieht, muss er wieder mit zurück. Kinder- und Jugendjahre, in denen er viel zu erleiden hatte. Unterdrückung und Prügel durch „Omi“. Und immer wieder muss er daran denken, was seine Mutter ihm gewünscht hat, nämlich glücklich zu werden. Als junger Erwachsener kommt er endlich dahinter, welches Spiel Claire Stahl gespielt hat und wer sie wirklich ist. „Ich wünsch dir ein glückliches Leben“ - Der erste Teil „Fela“, die Geschichte der Mutter des Autors, ist nicht leicht zu ertragen. Unvorstellbares Grauen und Leid musste diese herzensgute Frau ertragen. Die Schilderungen über das Leben und Überleben in Auschwitz, das Selektieren von Menschen, allein beim Lesen wird einem kalt. Für mich eigentlich unvorstellbar, wie man da anschließend ein einigermaßen normales Leben führen konnte, sofern man das Grauen überhaupt überlebt hat. Die beiden anderen Teile handeln von Omi und Jacky, auch alles andere als leicht, aber weniger grauenvoll. Bewundernswert, dass aus dem Jungen, der so oft von seiner Omi misshandelt wurde, ein so glücklicher Familienmensch geworden ist. Hut ab! „Ich wünsch dir ein glückliches Leben“ - es ist ein verstörendes Buch, es ist ein großartiges Buch. Unbedingt lesen!

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