Jacob van der Hoeden Lienekes Hefte

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Inhaltsangabe zu „Lienekes Hefte“ von Jacob van der Hoeden

Lieneke war sechs Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg nach Holland kam. Zwei Jahre später wurde das kleine jüdische Mädchen von seinen Eltern getrennt und bei fremden Leuten versteckt. Heimlich schickte ihr Vater, der Tierarzt Jacob van der Hoeden, ihr jeden Monat ein illustriertes Heft. Glücklicherweise haben Lieneke und
ihre Familie überlebt, und Lienekes Hefte sind erhalten geblieben.

'Sie waren zu schön, um sie zu verbrennen' – aus diesem Grund hat ein holländisches Ehepaar die wunderbaren illustrierten Briefe eines jüdischen Vaters an seine im Versteck lebende Tochter aufbewahrt, obwohl es sich damit selbst in Lebensgefahr brachte. Anrührende Dokumente des Widerstands.

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  • LovelyBooks Adventskalender Türchen 18: "Ein Buch für Hanna" von Mirjam Pressler

    Ein Buch für Hanna

    DieBuchkolumnistin

    LovelyBooks wünscht allen Lesern am heutigen Adventssonntag eine ruhige und besinnliche Zeit. In unserem Adventskalender wartet in Türchen Nr. 18 ein von Kritikern bereits sehr hoch gelobtes Buch auf Euch - "Ein Buch für Hanna" von Mirjam Pressler aus dem BELTZ Verlag: ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die 14-jährige Hanna Salomon hasst den Spitznamen »Püppchen«, er macht sie so klein, wie sie sich selbst oft fühlt. Als sie im Sommer 1939 Deutschland zusammen mit anderen Mädchen verlässt, heißt es: »Ihr seid die Glücklichen, die Auserwählten!« Das Ziel ist Palästina, mit Zwischenstation Dänemark. Dort, auf dem Land, bei der alten Bente, gibt es zwar keine Palmen und das Meer ist nicht so blau wie in Andersens Märchen, aber man ist sicher vor den Nazis. Was ein Irrtum ist. Zusammen mit den Mädchen Mira, Bella, Rosa, Rachel und Sarah wird Hanna nach Theresienstadt deportiert. Eine Notgemeinschaft. „Aufgeben gilt nicht“, hat Mira immer gesagt, „das Leben geht weiter.“ Hanna hat mehr Glück als andere und überlebt das Lager. Erst neun Jahre später, 1948, gelingt es ihr, nach Palästina auszuwandern, wo sie endlich ein Zuhause findet..... Pressestimmen: »Hannas Geschichte ist gnadenlos traurig und unendlich hoffnungsvoll zugleich.« Lesefrüchte im WDR 5 »Mirjam Pressler entwickelt in dieser Geschichte eine erzählerische Intensität, die der Gefühlswelt der jugendlichen Hanna entspricht. Ein gelungener Balanceakt zwischen literarischer Distanziertheit und unvermittelter Sentimentalität.« Süddeutsche Zeitung »Pressler berichtet ohne Schnörkel vom Schicksal einer ungewöhnlichen Frau. Sie mutet den jungen Lesern die Wahrheit zu.« Die Welt Leseprobe und weitere Informationen: http://www.beltz.de/de/kinder-jugendbuch/beltz-gelberg/titel/ein-buch-fuer-hanna.html ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Fünf Exemplare dieses dramatischen und dennoch poetischen Jugendbuchs verlosen wir zusammen mit dem BELTZ Verlag. Bitte postet uns dazu bis zum 31.12.2011, welche Bücher Ihr zu diesem Thema bereits kennt bzw. als besonders gut umgesetzt empfandet (wie z.B. "Das Tagebuch der Anne Frank") und warum es weiterhin so wichtig ist dieser Zeit zu gedenken und dies auch an Jugendliche zu vermitteln.

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  • Rezension zu "Lienekes Hefte" von Jacob van der Hoeden

    Lienekes Hefte

    Leserrezension_2009

    08. September 2009 um 11:23

    Eingereicht von Karin1970: Sie waren zu schön, um sie zu verbrennen« - aus diesem Grund hat ein holländisches Ehepaar die wunderbaren illustrierten Briefe eines jüdischen Vaters an seine 10-jährige Tochter aufbewahrt, obwohl es sich damit selbst in Lebensgefahr brachte. Nach mehr als 60 Jahren werden diese Briefe nun veröffentlicht - anrührende Dokumente des Widerstands. Diese Schatulle ist ein Schatzkästchen und in ihm verbirgt sich ein Wunder. Ein Wunder weil die 9 kleinen Heftchen den Krieg überlebt haben. Wunderschön illustrierte Briefe eines Vaters an seine Tochter verschlüsselt, damit keiner die Botschaften und Neuigkeiten der Familie versteht die er seiner Tochter Lieneke zukommen lässt. Lieneke ist sechs Jahre alt, als deutsche Truppen 1940 die Niederlande besetzen und die Judendeportationen beginnen. Die Familie beschließt unterzutauchen. Lieneke, die Jüngste von vier Geschwistern, kommt nacheinander bei verschiedenen Familien unter, die das Mädchen unter großer Gefahr für ihr eigenes Leben vor den Häschern der Nazis versteckt halten. Auszug: "Vor unserer Abreise versammelte uns Mama alle um ihr Bett, das sie wegen ihrer Krankheit nicht mehr verlassen konnte. "Von heute an", hat sie zu uns gesagt, "können wir nicht mehr zusammen sein. Wir werden uns eine Zeitlang nicht sehen. Von heute an sind wir nicht mehr dieselbe Familie. Alles muss sich ändern. Ihr seid nicht mehr die, die ihr einmal wart. Ihr seid keine Juden mehr." Der Vater, Tierarzt Jacob van der Hoeden, weiß natürlich das Lieneke ihre Familie vermisst und traurig ist, sich allein fühlt. Deshalb beschließt er eines Tages ihr Briefe zu schreiben, die sie aber am Ende des Tages abgeben muss, denn diese gefährlichen Dokumente müssen vernichtet werden. Briefe mit viel Humor und Zuversicht, von hoffnungsfrohen Dingen des Alltags, Liebe und Glauben eines Vaters inmitten einer so großen Tragödie. Wie schwer muss es ihm gefallen sein humorvoll zu klingen, wie gefährlich für den Boten diese Briefe zu übergeben, Lieneke selbst und ihrer neuen Familie? Aber wie unendlich wertvoll mussten sie für Lieneke gewesen sein und wie schmerzvoll der Verlust, als sie die Briefe ihren Adoptiveltern gab zur Vernichtung? Insgesamt neun Briefe in Form kleiner gebundener, schön illustrierter Heftchen hat der Vater seiner Tochter bis zur Befreiung der Niederlande heimlich zukommen lassen. Insgesamt sind es 10 wundevoll handgebundene Heftchen aus sehr hochwertigem und stabilem Papier. Die französische Schriftstellerin Agnès Desarthe hat die Heftchen in Israel entdeckt, wohin die Familie nach dem Krieg emigrierte, und erzählt in einem zehnten Heft die Geschichte, die sich dahinter verbirgt, aus dem Blickwinkel der kleinen Lieneke. Ich persönlich bin etwas erschrocken über die Größe der Heftchen, aber das vergisst man ganz schnell sobald man die Schatulle geöffnet hat und ein nicht zu beschreibender Zauber aus diesen Heftchen erhebt. Ein Nachlass aus einer Zeit die sich heute keiner mehr vorstellen kann, der bei mir einen Ehrenplatz im Bücherregal einnimmt.

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  • Rezension zu "Lienekes Hefte" von Jacob van der Hoeden

    Lienekes Hefte

    Mr. Rail

    05. May 2009 um 13:20

    "Vor unserer Abreise versammelte uns Mama um ihr Bett, das sie wegen ihrer Krankheit nicht verlassen konnte. 'Von heute an', hat sie zu uns gesagt, 'können wir nicht mehr zusammen sein. Wir werden uns eine Zeitlang nicht sehen. Von heute an sind wir nicht mehr dieselbe Familie. Alles muss sich ändern. Ihr seid nicht mehr die, die ihr einmal wart. Ihr seid keine Juden mehr.' *** Im Jahr 1940 besetzen deutsche Truppen die Niederlande und bringen neben Gewaltherrschaft und Unterdrückung auch das ideologische Banner ins Land, auf dem die Ver-nichtung des Judentums geschrieben steht. Als die ersten Judendeportationen beginnen beschließen die Eltern der sechsjährigen Lieneke van der Hoeden unterzutauchen. Die Familie wird getrennt und das kleine Mädchen wird von einer Schutzfamilie zur nächsten weitergereicht, stets unter Lebensgefahr für alle Betei-ligten. Lieneke vereinsamt und fühlt sich ohne Eltern und Geschwister verlassen und verloren. Doch eines Tages erreicht sie ein Brief ihres Vaters - nein, mehr als das - es ist ein phantasie- und liebevoll gestaltetes Schulheft, in dem er seiner Tochter sehr hoffnungsvoll und fröhlich aus seinem Alltag berichtet, ihr Neuigkeiten aus der Familie erzählt und beginnt, am Leben seiner jüngsten Tochter aktiv teilzunehmen. Er nimmt ihr das Gefühl der Einsamkeit und überbrückt mir insgesamt neun wunderschön von ihm illustrierten Heften die Zeit, bis zur glücklichen Zusammenführung der Familie. *** Die französische Schriftstellerin Agnes Desarthe hat die Heftchen in Israel entdeckt, wohin die Familie nach dem Krieg emigrierte, und erzählt in einem zehnten Heft die Geschichte, die sich dahinter verbirgt, aus dem Blick-winkel der kleinen Lieneke. Ein wunderbares literarisches Kleinod. Die kleine Kassette enthält diese zehn einzigartigen Dokumente, die gleichzeitig Zeugnis väterlicher Hilflosig-keit als auch Zeichen des gelebten Widerstandes und Kampfes für die eigene Familie sind. Wer sich und seine Kinder heute diesem Thema behutsam und nachhaltig nähern möchte, dem sind dies Heftchen besonders ans Herz zu legen. *** Jeden Mittag um viertel drei kommt der Briefträger vorbei. Meistens geht er dann schnell weiter, hat ja nichts für mich dabei. Jeden Tag wart ich erneut auf eine Karte - einen Brief. Es gibt doch so viele Leut` doch wohl niemand hat mich lieb. Aber heut`, hurra, hurra! Heut` gibt es was zu lesen, Heut` ist in der Morgenpost, was für mich dabei gewesen. *** Meine Tochter und ich haben bedeutungsvolle Blicke gewechselt, als wir die Hefte gemeinsam lasen.

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