Jacqueline Carey

 4.4 Sterne bei 234 Bewertungen
Autorin von Kushiel - Das Zeichen, Kushiel - Der Verrat und weiteren Büchern.
Jacqueline Carey

Lebenslauf von Jacqueline Carey

Die Fantasy-Autorin Jacqueline Carey wurde geboren 1964 geboren, und hat Psychologie und Englische Literatur studiert. Mit ihrer Kushiel-Trilogie hatte sie international Erfolg, und gleich der erste Band wurde mehrfach preisgekrönt. Elegie an die Nacht ist ihr erster Ausflug in die High Fantasy. Jacqueline Carey lebt in West Michigan und arbeitet an der Fortsetzung der Kushiel-Serie.

Alle Bücher von Jacqueline Carey

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Kushiel - Das Zeichen

Kushiel - Das Zeichen

 (83)
Erschienen am 02.03.2009
Kushiel - Der Verrat

Kushiel - Der Verrat

 (46)
Erschienen am 01.09.2009
Kushiel - Die Erlösung

Kushiel - Die Erlösung

 (36)
Erschienen am 01.03.2010
Elegie - Fluch der Götter

Elegie - Fluch der Götter

 (6)
Erschienen am 01.03.2011
Elegie - Herr der Dunkelheit

Elegie - Herr der Dunkelheit

 (5)
Erschienen am 01.09.2010
Elegie - Herr der Dunkelheit: Roman

Elegie - Herr der Dunkelheit: Roman

 (4)
Erschienen am 22.06.2012

Neue Rezensionen zu Jacqueline Carey

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Elenas-ZeilenZaubers avatar

Rezension zu "Das Zeichen (Kushiel 1)" von Jacqueline Carey

Kushiel
Elenas-ZeilenZaubervor 5 Monaten

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
WARNUNG - diese Rezension enthält klare Worte, die eventuell für manche Leser nicht in eine Rezension gehören.

OMG - auf was habe ich mich da eingelassen.
Dieses Hörbuch eignet sich wieder hervorragend, um auf dem Balkon in der Sonne zu liegen. Man kann zwischendurch einschlafen und verpasst nicht. Und ganz ehrlich, dieses Hörbuch ist Schlafmittel pur.
Eine Welt, in der „Liebe, wie es dir gefällt“ Programm ist, finde ich gar nicht so schlecht. So werden Sex-Praktiken, die von der Norm abweichen, nicht ausgegrenzt. Doch dass Kinder an Bordelle verkauft werden und schon früh lernen, wie sie dem Freier Vergnügen bereiten können, hat mich fast kotzen lassen.
Phèdre wird von ihrer Mutter an ein Bordell verkauft. Aber sie wird keine Prostituierte, nein, sie hat ein „Mal Gottes“ und darf nur bis zum 10. Lebensjahr dort ihr Dasein fristen.
Sie wird dann freigekauft. Ähm, wie kann man jemanden kaufen und dann als frei bezeichnen? Okay, ich denke wieder zu viel.
Bei ihrem Käufer geht es dann weiter mit der Ausbildung in den „Künsten des Schlafgemachs“ und sie soll dann für ihn ab dem 16. Lebensjahr spionieren.
Sorry, aber „Kurtisane“ ist doch nichts anderes als „Edelprostituierte“.
Und wie man schon an der Bezeichnung „Künsten des Schlafgemachs“ merkt, kommt dieses 36-stündige Hörbuch mit pseudo-literarischer Schreibe daher. Dazu kommen noch schwafelige und langatmige Beschreibung von Figuren, Szenen und Umgebung. Und schon hat man Langeweile pur.
Ach ja, kommen wir mal auf BDSM zurück. Ich finde es fast schon bedenklich, dass die Autorin bei der Auspeitschung der kleinen Phèdre (unter 10 Jahre) schon von Befriedigung ihrer Gelüste schreibt. Demnächst argumentieren Eltern, die ihre Kinder verprügeln, dass das Kind masochistisch veranlagt sei und sie ihm nur Gutes tun. Ich kotze gleich.
Es ist schon seltsam, dass es in Terre d’Ange viele Menschen gibt, die gern dominant sind und sich mit Peitsche, Andreaskreuz und all diesem Spielzeug auskennen, aber Phèdre die einzige ist, die sich gern unterwirft und Schmerz willkommen heißt.
Boah, ehe ich mich weiter aufrege, vergebe ich den einen Stern, weil ich die Sprecherin Elena Wilms total bewundere, dass sie das durchgehalten hat, und sie hervorragend gelesen hat.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Die Bewohner von Terre d'Ange entstammen der Verbindung von Göttern und Menschen und leben nach einer einfachen Regel: Liebe, wie es dir gefällt.
Die junge Phèdre, die seit ihrer Geburt mit dem Mal eines Gottes gezeichnet ist, wird von ihren Eltern verkauft. Aus der Knechtschaft wird sie von Anafiel Delaunay freigekauft, einem Edelmann, der erkennt, dass Phèdre eine Auserwählte ist, die die Gabe besitzt, Lust am Schmerz zu empfinden. Sie wird sowohl in den höfischen Künsten als auch in den Künsten des Schlafgemaches ausgebildet, vor allem jedoch erlernt sie das scharfe Beobachten und Analysieren. Das erweitert ihre Fähigkeiten der Kurtisane um die einer Spionin und bringt sie eines Tages auf die Spur einer Verschwörung, die Terre d'Ange in seinen Grundfesten zu erschüttern droht...

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LumiBookss avatar

Rezension zu "Kushiel - Das Zeichen" von Jacqueline Carey

Ein echter Klassiker der erotischen Fantasy
LumiBooksvor einem Jahr

Das Buch, oder die Trilogie, zu beschreiben, würde Seiten dauern. Die Welt, in der die Handlung spielt, ist überraschend groß. Es geht um politische Intrigen, Machtspiele, Schlachten, Religion und weit mehr - und all das wird mit einer Handlung verwoben, in der ein zu Anfang sehr naives, unerfahrenes Mädchen ihren Faible für Schmerz und Sex entdeckt. Der Sex ist sehr prominent - und Phèdre lernt dabei sehr viel über sich selbst. Dies war das erste Buch, das ich gelesen habe, in dem es wirklich um die Frau geht, die sich gerne unterwirft und Schmerz beim Sex möchte - nicht, weil sie einem ach so unwiderstehlichen Hengst von einem Kerl begegnet ist, sondern weil es das ist, was sie selbst anmacht und was sie genießt. Es hat nicht mit Romantik zu tun, es ist Lust und sie lässt sich bewusst und reflektiert darauf ein. Das gibt ihr auch eine gewisse Macht - sie weiß, was ihre Freier brauchen, aber auch, was sie selbst will. 
Die Handlung "um den Sex herum" ist aber keineswegs nur Dekoration, sondern sehr prominent und bald schon nutzt Phèdre den Sex, um an Informationen heran zu kommen und ein gefährliches politisches Spiel zu spielen...
Die Handlung ist nicht immer schnell, manchmal dauert es etwas, bis wieder etwas von Relevanz passiert. Aber Bücher wie diese, die extrem erotisch und trotzdem eine komplexe Handlung haben, findet man nicht all zu häufig. 

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Dunkelkusss avatar

Rezension zu "Kushiel - Das Zeichen" von Jacqueline Carey

Langatmiger, komplexer Auftakt zu einer der besten Fantasy-Reihen überhaupt!
Dunkelkussvor 4 Jahren

Diese Rezension enthält womöglich Spoiler, die aber NICHT die Geschichte im Großen betreffen!
Inhalt:
Die junge Phèdre wird von ihrer Mutter an eines der großen Häuser des Palais der Nachtblumen in Terre D'Ange verkauft, um dort als (mal plump gesagt) Edelhure ausgebildet zu werden. Doch leider besitzt sie einen Makel, der ganz und gar nicht zum Kanon des Palais (nämlich makellose Schönheit und Anmut; Perfektion in jeglicher Hinsicht) passt. In ihrem Auge leuchtet ein scharlachroter Fleck. Als unnütziger Ballast zur niederen Dienerin ausgebildet, trifft sie aber ihren zukünftigen Meister Anafiel Delaunay, der in ihrem Makel eine göttliche Zeichnung sieht. Phédre ist eine Auserwählte des Strafenden Engels Kushiel und dazu erkoren, Lust und Wonne im Leid zu finden. Anafiel nimmt sie in seinen Haushalt auf - aber nicht nur, um aus ihr tatsächlich noch eine Edelhure zu machen... sondern auch zu seiner Spionin!
Allgemeines:
Meine Rezension bezieht sich vor Allem auf das HÖRBUCH, das bei audible exklusiv erschienen ist. Ich bin aber darüberhinaus im Besitz der englischen und deutschen Taschenbuch-Ausgabe. Somit bezieht sich meine Rezension auf den gesamten "Kushiel-Komplex".
Meinung zum Buch:
Ich muss gleich zu Anfang sagen, dass die (erste) Kushiel-Trilogie (Das Zeichen - Der Verrat - Die Erlösung) meine neue, unangefochtene Lieblingsserie der High Fantasy-Literatur ist. Für mich stellt Frau Carey zwar nicht Tolkien in den Schatten, aber ich habe Tolkien nie gelesen und deshalb kann sich mein Urteil natürlich auch noch ändern ;-)
Warum also "nur" drei Sterne für den ersten Teil, obwohl ich diese Serie auf allen Ebenen abgöttisch liebe?
Fangen wir ganz vorne an.
Ich kaufte 2011 oder 2012 das Hörbuch zu Kushiel - Das Zeichen. Es hatte stattliche 30+ Stunden und ich sah mich gewappnet, einen epischen Roman vorgesetzt zu bekommen. Ja, das habe ich auch. Aber.
Ich fing also an zu hören/lesen. Allerdings war ich recht schnell nicht mehr angetan von der Aussicht auf 30 Stunden dieses Stoffes. Warum?
Es ist vielleicht unglücklich, mit den negativen Dingen anzufangen, aber umso größer präsentiert sich mir zumindest später die große Stärke dieses Romans!
Wenn man die Kushiel-Reihe tatsächlich ins Auge fasst, muss man sich einiger Dinge im Klaren sein, und von denen man wissen muss, ob man das mag oder nicht. Zum Einen: Den Epos, den Carey hier mit "Das Zeichen" (oder auf Englisch: Kushiel's Dart) aufmacht, braucht eine gewisse Anlaufzeit.
Die Welt, ist eigentlich "unsere" - nana, nicht gleich widersprechen. Es handelt sich bei Careys Welt um eine, sagen wir, alternative Welt der Unseren. Ein alternatives Europa, sowie später Afrika und Asien. Carey hat das Meisterstück vollbracht, die abrahamitischen Religionen umzudichten, ja, auch umzudeuten. Aber das möchte ich hier nicht weiter ausführen, was Carey daraus gemacht macht... das muss man selbst erleben! Zudem befinden wir uns in einem dieser "alternativen" Länder - Terre D'Ange, die Welt der Engel, ist unserem Frankreich der Renaissance entlehnt. Das bedeutet: wir haben Adelshäuser. Wir haben viele, viele, verdammt viele französische Namen. Wir haben Ahnenreihen. Wir haben Intrigen und Ränke und anfangs eine fast nicht zu bewältigende Zahl an Akteuren, deren verdammte französische Namen ein frankophober Mensch wie ich einfach nicht leiden kann.
Zudem kommt die Erzählperspektive einer Frau, die aus ihrer Vergangenheit erzählt. Und ihre Erzählung setzt dort an, wo sie im zarten -für unsere Begriffe- Kindergartenalter "verkauft" wird. In Terre D'Ange herrscht die Dekadenz, aber auch die Gottesfürchtigkeit - und zur Huldigung einer der Engel, wie auch Kushiel einer ist, gibt es sozial akzeptierte, ja sogar befürwortete und heilige Tempelprostitution in den Dreizehn Häusern des Palais der Nachtblumen. Und dass Phèdre, ganz offenbar im ultimativ masochistisch, schon vor der Pubertät bei einer Auspeitschung "schöne Gefühle" bekommt - das muss man, wenn man es nicht mag, einfach hinnehmen. Wenn man sowas nicht schlimm findet, findet sich auch hier kein Problem.
Leider wurde mir nach den ersten ca. 2 Stunden hundelangweilig. Unsere Welt, andere Mythologie, Tempel-Edelhuren, eine masochistische junge Protagonisten, lauter französische Namen... Ich hab es abgebrochen und erst zwei Jahre später wieder hervorgekramt.
Und dann - ja dann habe ich dieses zähe Vorspiel von ca. 150-200 Seiten (also ca. 6-7 Stunden) mit Abstrichen im Merken von Personennamen hinter mir gelassen und erlebte den Auftakt einer wunderbarsten Fantasy-Reihen, die ich je gelesen habe.
Wenn man es schafft, sich durch dieses Gewirr an Informationen über die Welt zu schlagen, zur Not mit Buschmesser, bekommt man erst die volle Bandbreite von Careys Können präsentiert. Dann gibt es Intrigen, Überlebenskämpfe, Krieg, Sex, Liebe und Spannung ohne Ende. Die "andere Erde" fächert sich auf, mit ihren verschiedenen Kulturen, der Schönheit der Religionen und man wird so neidisch auf das dekadent-ästhetische Leben der Terre D'Anger Oberschicht. Man fängt an mitzufiebern und zu hoffen, man leidet mit Phèdre mit... die Charaktere entfalten sich.
Die Perspektive Phèdres ist glaubhaft, vor Allem vor ihrem kulturellen Hintergrund ist sie immer glaubhaft und vor Allem ist sie eine starke Frau, die um das kämpft, was ihr lieb und teuer ist.
Der Plot ist spannend, bleibt immer bei Phèdre, und hat ein paar sehr gute Punkte parat - auch wenn allzu schockierende Enthüllungen für Band 2 aufgespart werden. Auch die anderen Charaktere sind liebevoll in Szene gesetzt und glaubwürdig.
Es gibt tragische Momente und schöne Momente.
Der Schreibstil von Jacqueline Carey  ist zudem auch sehr der Gesellschaft Terre D'Anges "zuträglich", so klingt es immer höfisch, vor Allem auch höflich, niveauvoll und wenn man ein böses Wort benutzen will: hochtrabend.
Aber das alles zusammen ergibt ein wunderschönes Buch.
Und plötzlich erschienen mir die Schwächen des Romans als seine größten Stärken: denn wenn Carey eines getan hat, dann ihre fulminante Trilogie sorgfältig angelegt. Und die "Arbeit", die es kostet, sich das alles zu merken - am Ende ist man froh darum.
Ich kann nur sagen, ja, es ist zäh am Anfang, aber wenn man den Aufstieg geschafft hat, kann man oben auch die wunderbare Aussicht auf "Kushiel" genießen.

Bewertung: 3.5/5 Sternen. Tendenz der weiteren Romane: rasant steigend!

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