Rezension zu "Die Hexe von Hitchwick (Sug und Morgans erster Fall)" von Jacqueline Hyde
ArgentumverdeAngeblich ist es eine Hexe, die dafür sorgt, dass im Laufe der Jahrzehnte oder vielleicht sind es gar Jahrhunderte, junge Mädchen aus Hitchwick verschwinden und nie wieder gesehen werden. Sug und Morgan gehören zur geheimen Gesellschaft zur Wahrung des Wissens von Alexandria. Sie werden auf den Fall aufmerksam als wieder ein Mädchen verschwunden ist und beginnen zu ermitteln.
Die Idee einer Geheimgesellschaft, die in mysteriösen Geschehnissen ermittelt und sich übernatürlichen Phänomenen stellt ist nicht neu, aber interessant von der Autorin umgesetzt. Auch die Einführung ins Buch, aus der Sicht von Eve, die bereits ahnt, dass sie als Nächste verschwinden wird und genau dies dann auch passiert, ist geschickt gelöst um den Leser neugierig zu machen.
Insgesamt wartet die Autorin mit einigen netten Ideen auf und schafft es mit vielen kleinen überraschenden Wendungen den Leser zu fesseln. Leider gelingt dafür die Umsetzung der Charaktere nur bedingt und lässt wenig Nähe zu den Protagonisten aufkommen. Die beiden Ermittlerinnen wirken mehr als unprofessionell und fast schon erbärmlich schwach und unvorbereitet. Immer wieder werden Themen zwischen den Beiden hochgekocht, die die Story einfach nur in die Länge ziehen. Die Horrorelemente bleiben viel zu blass um sich zu gruseln und der Krimianteil schafft es genauso wenig so richtig Fahrt aufzunehmen.
Mein Fazit: Nette Unterhaltung mit einigen guten Ansätzen, die aber inkonsequent umgesetzt sind und an den eher unsympathischen Protagonistinnen scheitern. Wirklich schade.



