Jacqueline Kelly Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen

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Inhaltsangabe zu „Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen“ von Jacqueline Kelly

Calpurnia ist zwölf, als sie begreift, dass ihr vorgezeichneter Lebensweg, nicht ihren Vorstellungen entspricht. Wie die anderen Mädchen soll auch sie Kochen, Stricken und Klavierspielen lernen, damit sie bald heiraten und eine Familie gründen kann. Doch Cal streift viel lieber durch die Natur, beobachtet Pflanzen und Tiere und macht sich Notizen über ihre Entdeckungen. Der Einzige, der sie versteht, ist ihr Großvater, ein eigenwilliger Forscher und Tüftler. Er schenkt ihr Bücher und öffnet ihr die Augen für den technischen Fortschritt und die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse des anbrechenden 20. Jahrhunderts. So erobert sich Cal ihren Weg in eine selbstbestimmte Zukunft.

Wunder-wunderschönes Buch über ein ganz besonderes Mädchen, mit Südstaaten-Abenteuer-Atmosphäre. Empfehlung!

— MaggieGreene
MaggieGreene

Eine bezaubernde und unterhaltsame Mischung aus zartem Feminismus, historischem Zeugnis und wissenschaftlichem Roman.

— Jacynthe
Jacynthe

Ein Roman,wie das Cover:filigran und träumerisch;unglaublich lebendig, ein wahrer Geheimschatz unter den Büchern.Zierde für Regal und Leben!

— Melvadja
Melvadja

Also dieses Buch muss ich unbedingt erwähnen, denn es ist mein Lieblingsbuch. Einfach herzerwärmend. Gehört unbedingt in jedes Bücherregal!

— pruttner
pruttner

Ein sehr berührendes Buch mi großartigen Charakteren.

— Hepzibah
Hepzibah

wundervolle Mischung aus wissenschaftlichem Buch und historischem Kinderbuch mit einer tollen Figur

— Buchraettin
Buchraettin

Zauberhafte Geschichte über ein kleines Mädchen, das im Jahr 1899 für seinen Traum kämpft, Wissenschaftlerin zu werden.

— littleowl
littleowl

Eine Perle unter den Kinderbüchern, mit einer klugen, forschenden und rebellischen Protagonistin. Zum Verlieben schön! ♥

— Büchernische
Büchernische

Ein wunderbares Buch über das anbrechende 20. Jahrhundert und über das Erwachsenwerden.

— Toirse
Toirse

Eine Wundervolle Geschichte die sich lohnt zu lesen um zu schätzen was man hat in der heutigen Zeit

— Snowdog
Snowdog

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2017

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Die Themen-Challenge geht 2017 in eine weitere Runde und jeder ist herzlich eingeladen, dabei zu sein! Wenn ihr eine besondere Leseherausforderung sucht, dann seid ihr bei dieser Challenge genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach:Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich (Marina) oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt dazu eine persönliche Nachricht hier auf LovelyBooks an mich mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2017 bis 31.12.2017. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man schon vor der Anmeldung zur Challenge im Jahr 2017 gelesen hat.Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen:Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt.Hier findet ihr eine Themen-Übersicht zum Ausdrucken :) Ein Buch, in dem der Protagonist ein Haustier hat Ein Buch, auf dessen Cover ein Fahrzeug zu sehen ist (Flugzeug, Auto, Zug, etc.) Ein Buch, welches in einem Land spielt, in dessen Name kein "a" vorkommt Ein Buch eines bereits verstorbenen Autors Ein Buch, dessen Titel mit demselben Buchstaben beginnt und endet Ein Buch über eine wahre Begebenheit Ein Buch, das einer deiner Freunde bei LovelyBooks in seiner Bibliothek als bereits gelesen gelistet und auch zumindest mit Sternen bewertet hat. (Wenn du noch keine Freunde hast, findest du hier in der Challenge bestimmt ganz schnell welche :-)) Ein Buch, dessen Autor aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt Ein Buch, welches in der Stadt spielt, in der du wohnst (bzw. in der nächstgrößeren Stadt oder in einer Stadt, in der du 2017 mehrmals warst) Ein Buch, dessen Cover vorrangig grün ist Ein Buch, das hauptsächlich in den USA spielt, jedoch nicht in New York Ein Buch, auf dessen Cover die untere Hälfte einer Person abgebildet ist (Beine oder Füße) Ein Buch, welches eine Landkarte enthält Ein Buch, das mindestens 500 Seiten lang ist Ein Buch, dessen Autor im selben Jahr geboren ist wie du Ein Buch, das mindestens 50 LovelyBooks-Mitglieder in ihrer Bibliothek haben. (Du findest die Anzahl, wenn du auf der Buchseite oben mit der Maus über die Sternebewertung fährst.) Ein Buch eines Literatur-Nobelpreisträgers Ein Buch, das du 2016 begonnen, aber nicht zu Ende gelesen hast Ein Buch, das der jeweilige Autor als erstes veröffentlicht hat - das Debüt des Autor Ein Buch, dessen Titel eine Zahl (ausgeschrieben oder in Ziffernform) enthält Ein Buch, dessen Titel nur aus einem Wort besteht Ein Buch, das nicht in unserer Welt spielt (sondern in einer Fantasy-Welt, im Weltraum, etc.) Ein Buch, das maximal 3 cm dick ist Ein Buch, das noch keine einzige Sterne-Bewertung auf LovelyBooks hat. (Auf der Buchseite sind in diesem Fall die Sterne oben grau und nicht gelb.) Ein Buch, das von zwei oder mehr Autoren geschrieben wurde Ein Buch, bei dem Vor- und Nachname des Autors mit demselben Buchstaben beginnt. Ein Buch, bei dem ein Wort (Gegenstand) aus dem Buchtitel auch auf dem Cover abgebildet ist Ein Buch, das du in einer stationären Buchhandlung zum regulären Preis gekauft hast. (Nicht online oder als Mängelexemlar) Ein Buch, das du als E-Book gelesen oder als Hörbuch gehört hast Ein Buch, das auf LovelyBooks mit durchschnittlich 4 Sternen bewertet ist. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch, das höher als 22 cm ist Ein Buch, auf dessen Cover mehrere Streifen zu sehen sind Ein Buch aus einem Verlag, aus dem du 2017 bisher noch kein Buch gelesen hast Ein Buch, dessen Titel nur in Großbuchstaben geschrieben ist Ein Buch, dessen Titel kein "e" enthält Ein Buch, dessen Verfilmung 2017 ins Kino kommt Ein Buch, zu dem es eine Leserunde auf LovelyBooks gibt, an der ihr auch teilgenommen habt (mindestens 5 Beiträge in Leseabschnitten wurden geschrieben). Ein Buch, dessen Hauptfigur über 50 Jahre alt ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 5 Wörtern besteht Ein Buch, in dessen ISBN (ISBN-13) eine Zahl genau 4-mal vorkommt Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen:* Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt!* Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung* Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen.* Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden.* Wichtig ist, dass man das Buch 2017 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal (außer bei Aufgabe 18).* Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com* Jedes Buch kann nur bei einem Thema genutzt werden Wer sein Jahresziel erreicht hat, schreibt bitte kurz eine persönliche Nachricht dazu an mich und gibt auch die Anzahl der geschafften Themen mit an. Teilnehmerliste: A AberRushAcida-2Adujaadventurouslyaga2010AglayaAgnes13AleidaaljufaAlondriaANATALandymichihellianna1911AnnaboAnnaKatharinaKathiAnne42AnneMayaJannikaAnni04Ann-KathrinSpeckmannAnrubaapfelkindchen123Arachn0phobiAArgentumverdeAspasiaatsabhasi2Azalee (23/20) B ban-aislingeachbandmaedchenBeaSurbeckBecky_BloomwoodBeeLubellast01Bellis-Perennisbeyond_redemptionBiancaWoebine174B_iniBioinaBirkentochterblack_horseBlacksallyBluebell2004BlueSunsetbookgirlbook_lover_6booksaremybestfriendsBosniBrixiaBuchgespenstBuechermomente C Caillean79capcolacarathisCarigosCaroasChattysBuecherblog (20/20)CherryGraphicsChrissisBücherchaosChucksterClaudia-MarinaCode-between-linesConnyKathsBooksCrazy-Girl6789crimarestricrimesscrumbCWPunkt D daneegold (40/40)Darcydaydreamindia78DieBertadiebuchrezensiondigraDion (20/20)Dirk1974divergentDonnaVividownblackangelDreamcatcher13dreamily1Dubdadda E Ela_FritzscheEldfaxiElkeel_loreneelmidiEmotionenEngelchen07 (30/30)engineerwifeEnysBookserazer68Ernie1981Even F _franziiiiiii_faanieFantwordFairy-KittenFeniFjordi93FlamingoFornikafranzziFrau-AragornFreelikeaBirdFrenx51Fulden G GelisglanzenteGluehsternchenGrOtEsQuEgst H hannelore259hannipalanni (30/30)happytannyHenny176Herbstmondhexe959753HeyyHandsomehisterikerHisuiHaruHortensia13 I IamEveIcelegsichundelaineIgelmanu66imago_magistriIMG_1001Isar-12isipisi J Jacky_JollyJadrajala68JamiijanakaJanina84Janna_KeJasBlogjasaju2012Jashrinjenvo82Johanna_TorteJosy-Julchen77Jule16JulesWhethetherJulia_liestjuli.buecherJulie209 K kalestrakalligraphinKarin_KehrerKasinkatha_strophekatjalovesbookskattiiKayvanTeeKerstinTh (30/30)kingofmusicKleine1984kleinechaotinkleine_welleKleinerKometKnoppersKnorkekn-quietscheentchenKodabaerkornmuhmeKuhni77Kurousagi L LaDragoniaLadyIceTeaLadyMoonlight2012LadySamira091062LaLectureLaMenschLandbieneLarii-MausiLarryPiLaurax3lehmaslenicool11LeonoraVonToffiefeelesebiene27LeseJetteLese-KrissiLeseLottiLeseMama82Leseratz_ 8Lesezirkelleyaxlieberlesen21LilawandelLilli33LimitLesslinda2271lLissyLit-TripLiz_MacSharylizzie123LooooraLostHope2000louella2209Lovely90LrvtcbLuilineLuzi92lyydja M mabuereleMali133marpijemartina400MarveyMary2Mary-and-Jocastamelanie1984MelEMelvadjamia0503miahMiamouMichicornMimasBuchweltMinniMira20 (30/30)MiracleDaymiramiepMiriSeemisanthropymisery3103MissErfolgmiss_mesmerizedMissMoonlightMissSnorkfraeuleinMissStrawberryMissSweety86mistellormondymonstahasimrc0mrsCalemmmingsMrs_Nanny_OggMurphyS91 N NachtorchideenaninkaNelebooksnemo91NewspaperjunkieNightflowerniknakNisnisnoitaNookinordbrezeNynaeve04 O once-upon-a-timeOnlyHope1990Ophiuchus P Pachi10pamNpardenPaulamybooksandmepeedeePhilipPhiniPiiPinkie31PinocaPippo121PMelittaMPucki60 Q QueenelyzaQueenSize R rainbowlyRitjaRoni88 S sakuSakukosameaSanjewelSarah9070schafswolkeScheckTinaSchlehenfeeSchluesselblumeSchneeeule129SchnutscheschokokaramellSeelensplitter (Blog) (20/20)ShineOnSickSikalSkybabesolveigSomeBodysommerleseSnordbruchSophiiiespozal89StarletStaubfinger12StefanieFreigerichtstefanie_skySteffi1611Steffi_LeyererSteffiZiStehlbluetensteinchen80sternblutsunlightSuskaSxndy_03 T TalathielTalliannaTaluziTamileinTanja13TatsuThe iron butterflyTheBookWormthelauraverseTina2803Tine13Tini_STiniSpeechlesstintentraumweltToniarwTraubenbaerTraumTante U ulrikeuulrikerabe V Valabevalle87vanystefvb90Veritas666Vivy_navk_tairenVroniMarsVucha (34/30) W wampyWaschbaerinwerderanerWermoewewidder1987WilliaWolly X Y YaBiaLinaYolandeYvetteH Z zazzleszessi79

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    • 4257
  • Es lebe die Wissenschaft

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
    Schlehenfee

    Schlehenfee

    06. January 2017 um 16:07

    Texas, 1899: Die elfjährige Calpurnia Tate ist neben sechs Jungen das einzige Mädchen der Familie Tate, die eine Farm mit Baumwolle und Pekannüssen haben. In diesem Sommer weckt eine Beobachtung ihr naturwissenschaftliches Interesse: Große, gelbe Heuschrecken bevölkern die Wiese, währen die normalen grünen Heuschrecken kaum zu finden sind. Die Antwort auf ihre Frage findet Callie mit Hilfe ihres Großvaters, der sie in die Geheimnisse des „botanisierens“ sowie der Pflanzen- und Tierbestimmung einweiht. Callie geht völlig in der Naturwissenschaft auf und träumt von einem Leben als Forscherin. Nicht so leicht in einer Welt, in der Mädchen nur eine Zukunftsperspektive haben: hauswirtschaftliche Tätigkeiten lernen und heiraten.Calpurnias revolutionäre Entdeckungen ist ein wunderschönes Buch für Mädchen und alle junggebliebenen Erwachsenen. Die Beschreibungen des Lebens am Ende des 19. Jahrhunderts sind Jacqueline Kelly hervorragend gelungen. Technische Neuerungen wie das Telefon und das Auto trafen auf eine patriarchalische und traditionelle Gesellschaftsordnung. Für ein neugieriges, wissbegieriges und unkonventionelles Mädchen wie Calpurnia war das eine schwierige Zeit. Ihr wissenschaftliches Interesse und gleichzeitig ihre völlige Unbegabung in Sachen Kochen, Stricken oder Nähen sorgen immer wieder für Konflikte mir ihren Eltern, aber auch mit anderen gleichaltrigen Mädchen, die dem vorgegebenen Weg ohne Hinterfragen folgen werden.Callies einziger Verbündeter ist der Großvater, aber auch er kann oder möchte sich nicht über alle konventionen hinweg setzen. So berichtet er Callie, dass er als Soldat im Sezessionskrieg auch Nähen und Kochen lernen musste. Gerade dieses Dilemma, in dem Callie sich befindet, ist glaubwürdig und behutsam beschrieben. Sie ist keine totale Rebellin, sondern bemüht sich ab und zu schon, den Wünschen ihrer Mutter nachzukommen (mit Betonung auf Bemühen). Der Naturwissenschaft aber gehört ihr Herz. Ich bin gespannt, wie Callie diesen Konflikt meistern wird und ob im zweiten Band ihre Träume wahr werden.Das Buch ist gut und leicht verständlich geschrieben, gibt den Zeitkolorit und die naturwissenschaftlichen Aspekte aber sehr gut und authentisch wieder. Der Humor kommt bei Callies Missgeschicken und Streichen natürlich nicht zu kurz. Besonders gefiel mir auch ein kleiner Seitenhieb auf das imperiale Maßeinheitensystem, bei dem Calpurnia und ihr Großvater annehmen, dass es in Kürze von dem viel logischeren und wissenschaftlich korrekterem metrischen System abgelöst werden wird. Tja...

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  • Vorhang auf für Miss Tate!

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
    Bibliomania

    Bibliomania

    14. December 2016 um 22:40

    Calpurnia Virginia Tate ist eine wissbegierige 11-Jährige, die ihre Zeit viel lieber mit ihrem Großvater auf großen Entdeckungstouren als mit Nähen, Sticken und Stricken verbringt. Leider lebt sie 1899 in Amerika und sosehr sie sich auch bemüht mit ihrem Wunsch Wissenschaftlerin zu werden, spricht die Zeit doch gegen sie. Besonders ihre Mutter möchte sie zu einer guten Köchin und Handarbeiterin heranerziehen. Ein Glück, dass ihr Großvater ihr eine spannende Alternative bietet, die besonders interessant wird, als Calpurnia mit ihrem Vater eine neue Entdeckung macht.Calpurnia ist einfach ein herzerwärmendes Mädchen! Mit ihren fünf Brüdern hat sie es nicht leicht und da sie auch keine ältere Schwester als Vorbild hat, die ihr die Hausarbeit etwas schmackhaft machen könnte, möchte auch sie etwas "Richtiges" machen. Es tat mir in der Seele weh zu lesen, was sie lernen muss (und es überhaupt nicht gut kann) und sich trotzdem ganz gut durch ihr Leben mogelt. Ich mochte sie sofort und freue mich sehr auf den zweiten Teil. Besonders schön fand ich auch, dass Calpurnias Entdeckungen immer wissenschaftlich untersucht werden, sie selbst wissenschaftliche Methoden erlernt und anwendet und dann auch noch immer wieder kleinere Tier- und Blattzeichnungen im Buch zu finden sind, einfach schön!

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    • 2
  • was für ein zauberhaftes Buch

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
    claudi_rani

    claudi_rani

    16. August 2016 um 15:01

    Ende des 19 Jahrhunderts in der texanischen Einöde ist es nicht so leicht, das einzige Mädchen unter mehreren Geschwistern zu sein. Davon kann Calpurnia wirklich ein Lied singen. Ständig von den Brüdern gepiesackt, vom Vater mehr oder weniger ignoriert und von der Mutter mit aller Macht gedrängt, ein anständiges Frauenzimmer und brave Ehefrau zu werden. Doch das ist so gar nicht das, worauf Calpurnia Lust hat. Sie hat völlig andere Interessen, denn seit sie das Buch von Charles Darwin gelesen hat, versucht sie auch in ihrer Gegend Spuren der Evolution zu entdecken. Dabei findet sie einen unerwarteten Begleiter- den eigenbrödlerischen und griesgrämigen Großvater. Eigentlich kennt Calpurnia ihn gar nicht richtig, gibt er sich bei den Familienessen doch recht schweigsam oder gar bissig.Doch schon bald merken beide, wie sehr sie die Liebe zur Natur und Wissenschaft verbindet. Eines Tages machen sie eine aufregende Entdeckung, der ihnen einen kleinen Platz in der großen weiten Welt der Wissenschaft schaffen könnte... Welch ein zauberhaftes Buch! Calpurnia habe ich sofort ins Herz geschlossen und ihre Wissbegierde ist einfach ansteckend. Es ist sehr spannend zu lesen, wie sich das kleine Mädchen in einer Welt durchsetzt, in der weder Wissenschaft noch Frauen sonderlich wertgeschätzt werden.Das Buch besticht nicht nur durch die interessanten Charaktere und der liebevolle Sprache - zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl Tom Sawyer zu lesen, so sehr war ich in die Zeit um 1900 abgetaucht. Was es noch lesenswerter macht, sind die vielen vielen liebevollen Zeichnungen von Tieren und Pflanzen. Einfach wunderbar! Fazit: Ein wunderbares Buch, das ich als Biologin natürlich besonders wegen des Bezugs zur Evolution gern gelesen habe. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung an alle Leser, die Geschichten über schlaue, unabhängige Mädchen lieben.

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 25. - 28. März 2016

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Mit LovelyBooks durch die Oster-Feiertage! Nach dem großartigen Lese-Endspurt zum Ende des Jahres, haben wir von LovelyBooks schon lange nach einer Gelegenheit gesucht, wieder gemeinsam mit euch ein langes Lese-Wochenende zu veranstalten! Glücklicherweise steht Ostern vor der Tür und wir finden, das ist die perfekte Gelegenheit für eine Wiederholung! Deswegen heißt es nun: Weg mit den Ostereiern, her mit den Büchern! Wir starten einen Lesemarathon zu Ostern! Was ist ein Lesemarathon?Bei unserem Lesemarathon vom 25. - 28. März (Karfreitag bis Ostermontag) möchten wir uns ganz bewusst Zeit dafür nehmen, endlich einmal längere Zeit am Stück zu lesen. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können.Wie kann man mitmachen?Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden.Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch!

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    • 988
  • "Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen" von Jacqueline Kelly

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
    Jacynthe

    Jacynthe

    19. January 2016 um 14:07

    Inhalt Calpurnia ist fast zwölf Jahre alt und interessiert sich nicht die Bohne für Haus- und Handarbeiten. Viel lieber verbringt sie ihre Zeit draußen mit ihrem Großvater, wo sie Tiere und Pflanzen sammeln, untersuchen und protokollieren. Als die beiden eines Tages eine vermeintlich neue Pflanzenart entdecken, hat Calpurnia sich entschieden: sie möchte auf die Universität gehen. Doch ihre Mutter hat andere Pläne mit ihr... Meine Meinung Mein erstes Buch in 2016 und gleich ein Lieblingsbuch... also wenn das kein gutes Omen für das kommende Lesejahr ist! Ich habe Calpurnia schon vor einigen Monaten einmal im Buchladen liegen sehen und es im Geiste sofort auf meine Wunschliste gesetzt. Da ich mir letztes Jahr jedoch das Ziel gesetzt hatte, keine neuen Bücher zu kaufen, musste es erst einmal warten. Vor Weihnachten stieß ich dann in der Bibliothek darauf und es musste natürlich sofort mit in den Weihnachtsurlaub. Zum Lesen bin ich dann allerdings erst in diesem Jahr gekommen. Von der ersen Seite an war ich gebannt von Calpurnias Geschichte. Ich konnte die texanische Hitze spüren und hatte den Geruch von verbrannter Erde in der Nase. Ich fühlte die Erleichterung, wenn mitten in der Nach ein schwacher Wind weht und ein wenig Abkühlung verschafft. Und ich erinnerte mich daran, wie ich als Kind durch die Natur streifte und Pflanzen sammelte. Auch die Mischung aus zartem Feminismus, historischem Zeugnis und wissenschaftlichem Roman sprach mich sofort an, und dass das Buch sowohl für Jugendliche (die Empfehlung liegt bei 13+) als auch Erwachsene interessant sein kann. Calpurnias Forschungen sind anfangs kaum als solche zu bezeichnen. Sie beobachtet Tiere von der Veranda aus, von denen sie viele gar nicht benennen kann, und hält ihre kargen Beobachtungen in einem kleinen Notizbuch fest. Sie fürchtet sich vor ihrem Großvater, bis das Rätsel um die großen brauen Grashüpfer, die plötzlich überall auftauchen, die beiden zusammenbringt. Fortan sind sie unzertrennlich und ihr Großvater ist froh, dass unter seinen sieben Enkeln nun doch eines zu sein scheint, das das Zeug zum Forschen hat, und dem er alles beibringen kann. Ich mochte die ganze Familie Tate sehr gerne. Calpurnias sieben Brüder konnte ich zwar namentlich nie auseinanderhalten, was aber nicht weiter schlimm war. Nur dass Harry der älteste und damit auch eine Art Ansprechperson für Calpurnia ist, konnte ich mir merken. Ich mochte es, wie er sie immer zärtlich "mein Kätzchen" nennt, und wie viel Verständnis er für seine einzige Schwester aufbringt. Die anderen Jungs sind ein wuselnder, Chaos verursachender Haufen, aber ich habe sie trotzdem alle lieb gewonnen. Der Vater ist in der Geschichte stark unterrepräsentiert, dafür hat die Mutter das Zepter des Haushalts in der Hand. Doch obwohl sie ganz den alten Sitten und Werten verfallen ist, war sie mir sympathisch. Trotz aller Belehrungen und Vorhaltungen lässt sie Calpurnia auch ein Kind sein und verbietet es ihr auch nicht, sich draußen ihr Kleid schmutzig zu machen, wie man es vielleicht von einer solchen Geschichte erwarten könnte. Sie ist sanft, aber bestimmt und es ist im Grunde nicht ihre Schuld, dass sie sich den Traditionen so verbunden fühlt. Calpurnias Großvater ist natürlich die Schlüsselfigur des Romans. Nachdem er sein Leben lang sein Unternehmen auf- und ausgebaut hat, widmet er sich nun allein seinen Forschungen, was ihn auf die Familie verschroben und unnahbar wirken lässt. Doch für Calpurnia öffnet er sein Herz und weiß viele interessante Dinge zu erzählen. Einfühlsam führt er seine Enkelin in die Welt der Forschung ein und teilt sein Wissen vorbehaltslos mit ihr. Sogar den Erfolg des Fundes einer vermeintlich neuen Pflanzenart schreibt er ihrer gemeinsamen Arbeit zu - und was könnte es großartigeres für ein Kind geben? Der Fund jener Pflanze und die mit Spannung erwartete Antwort der führenden Wissenschaftler aus Washington bildet den Spannungsbogen des Romans und wie Calpurnia saß auch ich auf glühenden Kohlen und wartete auf die Antwort. Zwischendrin entspinnt sich Calpurnias Lebens- und Leidensgeschichte, die nicht weniger spannend ist, denn fast täglich geschieht etwas Unerwartetes: Harry verliebt sich und Calpurnia fürchtet, ihren Lieblingsbruder zu verlieren; aus einer fetten Raupe, die sich verpuppt hat, wird wider Erwarten kein schöner Schmetterling; Calpurnias erste Handarbeitsversuche sind eine Katastrophe und gleich drei ihrer Brüder verlieben sich in ihre beste Freundin. Ich fühlte mich, als sei ich Teil dieser Familie, so alltäglich und doch wieder besonders waren die Ereignisse, die von Calpurnia beschrieben werden. Ihre Erzählungen sprühen dabei nur so vor Humor und Heiterkeit. Häufig musste ich schmunzeln über die Situationskomik und die seltsamen, aber doch immer treffenden Metaphern, zum Beispiel der Satz "Ich war so nervös wie eine langschwänzige Katze in einem Raum voller Schaukelstühle." (S. 143), oder die Szene, als es zum Nachtisch von Calpurnia gebackenen Apfelkuchen gibt und ihr kleiner Bruder wissen möchte, ob er das auch lernen kann, was seine Mutter verneint, da er ja später eine Frau haben werde, die für ihn backen könnte. Calpurnia fragt sich daraufhin: "Gab es irgendeine Möglichkeit für mich, auch eine Frau zu bekommen?" (S. 226) An dieser Stelle sowie an vielen anderen merkt man die feministischen Züge des Romans. Calpurnia steht für viele Mädchen dieser und der folgenden Zeit, die ihre eigenen Wünsche und Träume zugunsten der Tradition und Werte der Gesellschaft und der Familie zurückstellen müssen. Doch Calpurnias Geschichte endet mit diesem Roman zum Glück noch nicht. Das Ende ist relativ offen gehalten. Zwar kommt endlich der langersehnte Brief aus Washington und ein sonderbarer Wetterumschwung scheint ein gutes Omen für die Zukunft zu sein, doch alles andere ist noch in der Schwebe, was sich hoffentlich im Folgeband "Calpurnias faszinierende Forschungen" ändern wird. Ich vergebe 5 von 5 Wolken für diesen faszinierenden Roman. Wer "Maia oder Als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf" mochte, dem wird auch dieses Buch gefallen.

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  • Rezension zu "Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen"

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
    pruttner

    pruttner

    14. September 2015 um 18:56

    Klappentext: Calpurnia ist eine Entdeckerin. Sie liebt es, ihre Umgebung zu erforschen und Dinge in Frage zu stellen. Dass sie traditionellen Erwartungen entsprechend, Kochen, Stricken und Klavierspielen lernen soll, leuchtet ihr nicht ein. Lieber streift sie durch die Natur, beobachtet Pflanzen und Tiere. Unterstützt wird sie von ihrem eigenwilligen Großvater, einem Forscher und Tüftler. Er schätzt ihre Wissbegier, schenkt ihr Bücher und öffnet ihr die Augen für die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse des anbrechenden 20. Jahrhundert. So erobert sich Callie ihren Weg in in eine selbstbestimmte Zukunft. Callie ist ein Vorbild für jede Mädchengeneration: neugirieg und feinfühlig, kritsch und klug. "Der beauberndste historische Jugendroman seit vielen, vielen Jahren. So frech und unverbraucht, gleichermaßen witzig, klug, und beeindruckend aktuell." The New Yorker "Die Verwandlung der Titelheldin in eine selbstbestimmte junge Frau und ihr überraschender Mut machen dieses wunderbare, preisgekrönte Buch zu einer interessanten und fesselnen Lektüre." Publishers Weekly Cover: Wieder mal wunderbar  und passend zum Buch gestaltet. Über den Autor: Jacqueline Kelly, in Neuseeland geboren, wuchs in Kanada auf und lebt in Texas. Sie studierte Medizin und Jura, arbeitete als Ärztin und Rechtsanwältin, und begann nebenbei das Schreiben. 2009 erschien ihr Debüt Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen, das u.a. mit dem Newbery Honor, dem Josette Frank Award und als ALA Best Book for Young Adults ausgezeichnet wurde. In der Schweiz erhielt sie für die deutsche Fassung den Prix Chronos 2014. Im Herbst 2015 erscheint die Fortsetzung des hoch gelobten Jugendromans über die neugierige Calpurnia Tate Meine Meinung: Also, dieses Buch hat wirklich den Titel Lieblingsbuch verdient. Es war das schönste Buch, dass ich seit längerem je gelesen habe. Es hat seinen festen Platz in meinem Bücherregal! Und ich freue mich jetzt bald den neuen Teil aus der Serie zu lesen.

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  • Plauderthema zur LovelyBooks Kinderbuch-Challenge 2015

    Petronella Apfelmus - Verhext und festgeklebt
    Buchraettin

    Buchraettin

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    Buchraettin

    Buchraettin

    01. September 2015 um 10:07
  • Buchtipp | Juni '15 - eine wunderbare Zeitreise mit einer klugen Hauptfigur!

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
    Büchernische

    Büchernische

    Lasst mich euch auf eine Zeitreise mitnehmen. Wir reisen zurück zum Ende des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt ins Jahr 1899. Nur noch einige Monate trennen das Jahr vom Sprung ins nächste Jahrhundert. Wir stehen mitten im Bundesstaat Texas, nicht weit von Austin entfernt. Es ist heiß, stickig. Staub bedeckt die Kutsche am Wegesrand, in der Ferne wogen die wollweißen Flauschkugeln der Baumwollfelder im Wind. Am Rand dieses Feldes steht ein großes Haus mit einer breiten Treppe vor dem Haupteingang. Und auf dieser Treppe sitzt ein junges Mädchen neben einem alten, weißbärtigen Mann. Der vollständige Name dieses Mädchens lautet Calpurnia Virginia Tate, kurz Callie Vee. Sie ist die Hauptfigur in meinem soeben beendeten Buch, das auf den klangvollen Titel »Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen« hört. Es ist das Debüt der US-Autorin Jacqueline Kelly, erschien im Herbst letzten Jahres bei den Hanser Literaturverlagen und hat mich nachdrücklich beeindruckt. Warum das so ist, möchte ich euch nun berichten. Wunderschön illustrierte Buchperle Dieses Debüt aus der Feder einer Ärztin und Juristin hat mich unglaublich positiv überrascht. Das begann schon mit dem Zeitpunkt, als ich das Cover in der Herbstvorschau des Hanser Verlags entdeckte. Die zarten Illustrationen im Stile einer botanischen Enzyklopädie hätten nicht passender sein können und gefielen mir auf Anhieb wahnsinnig gut. Auch das Innenleben des Buches strahlt nur so vor gestalterischer Schönheit. Kapitelüberschriften wurden umrahmt, kleine Zeichnungen von Tieren und Pflanzen tummeln sich auf den Seitenrändern, während die ersten Initialen eines Kapitels stehts in einer sanft geschwungenen Schriftart hervorgehoben wurden. Der Verlag hat sich unglaublich viel Mühe mit der Gesamtgestaltung des Buches gegeben, eine echte Buchperle. Zeitreise in eine Epoche des Umschwungs Dieser erste Eindruck setzte sich auch mit dem Lesen der Geschichte fort, denn Jacqueline Kelly hat mich mit ihrem Buch absolut verzaubert. Angesiedelt Ende des 19. Jahrhunderts auf einem Anwesen mitten in Texas, zog sie mich mitten hinein in ihre lebendig gewordene Kulisse eines gut betuchten Anwesens, umgeben von weitläufigen Baumwollfeldern, deren raschelnden, weißen Wattebäusche ich förmlich zu hören glaubte. Dienstboten erfüllen den Bewohnern des betuchten Hauses alle Wünsche. Es ist eine Zeit, in der es sich für Mädchen nicht gehört, harte Feldarbeit zu leisten. Vielmehr ist es für ein Mitglied ihres gesellschaftlichen Standes absolut unvorstellbar, statt Heirat und Familiengründung – inklusive aller damit verbundenen hauswirtschaftlichen Pflichten – lieber an einer Universität zu studieren. Zwar beginnt sich allmählich etwas in den Mühlen festgezurrter Verhaltensweisen zu bewegen, doch noch schwelt der Gedanke von Rassen- und Geschlechtertrennung in den Köpfen der Menschen. Momente, in denen Calpurnias Mutter nervös zusammenzuckte, als ihre Söhne Scott Joplin auf dem Klavier spielten, oder Küchenfee Viola ihren Schützling Calpurnia beim Unkraut jäten auf dem Baumwollfeld ertappte und schnell ins Haus scheuchte, untermauern dieses Gesellschaftsbild. Protagonistin zum Verlieben Calpurnia wächst als eines von vier Geschwistern und gleichzeitig als einzige Tochter des Hauses auf. Getragen von einer wunderbar leichten, wohlformulierten Schreibe fühlte ich mich in eine andere Zeit, in eine andere Welt versetzt. Die Autorin hat sehr gründlich für ihr Erstlingswerk recherchiert, achtete auf einen zeitgemäßen Sprachduktus, der jedoch keineswegs anstrengend zu lesen war. Vielmehr sorgte er in Verbindung mit der dichten Atmosphäre und einer klugen, sympathischen Charakterzeichnung für intensives Lesevergnügen, dem ich mich nicht zu entziehen vermochte. »Damit du ein bisschen Lektüre in der Verbannung hast«, sagte er. […] Ich nahm Sandwich und die ‘Großen Erwartungen’ und sank mit dem Gefühl von allerfeinstem Luxus ins Bett. Ahhh – ein Bett, ein Buch, ein Kätzchen und ein Sandwich. Mehr brauchte man im Leben eigentlich nicht. – Seite 64 Jacqueline Kelly erschuf eine aus der Masse herausragende Mädchenfigur, die sich im Laufe der Geschichte zu einer wissbegierigen, zielstrebigen jungen Dame entwickelte, welche lieber ein Junge wäre, sollte dies der Preis für Gleichberechtigung sein. Während ihre Altersgenossinnen noch mit Klöppeln und Topflappen häkeln beschäftigt waren, wäre Callie Vee lieber heute als morgen erwachsen, forschte und hinterfragte, studierte und analysierte die Welt um sich herum nach logischen, wissenschaftlichen Aspekten. Das ist jedoch v.a. ihrer Mutter ein Dorn im Auge, die ihrer Tochter all das ermöglichen möchte, was ihr nach den Verlusten des Krieges nicht vergönnt war. Calpurnia spürt das zunehmend, während in ihrem Kopf Engelchen und Teufelchen einen kleinen Kampf zwischen Freiheitsdrang und Pflichtgefühl gegenüber ihrer Familie ausfechten. Es war ein wahres Vergnügen, ihre Entwicklung inmitten einer Welt zu verfolgen, die selbst im Umbruch begriffen war. Das erste Telefon, das erste Automobil, Eisenbahnen, die weite Landesteile miteinander verbanden, Kommunikation über weite Strecken – die Menschheit begann, sich Dinge zu erklären, wissenschaftlich zu erforschen und zu entdecken. Es ist die Epoche von Darwin, Edison oder Dickens. Dieses junge Mädchen ist das Sinnbild dieser im Umschwung befindlichen Gesellschaft. »Wieso muss ich eigentlich handarbeiten und kochen lernen?« […] »Was ist das denn für eine Frage?«, antwortete sie nur […]. Du lieber Himmel, was für eine traurige Reaktion! War die Antwort denn ein so fest verankerter Teil unserer Art zu leben, dass niemand überhaupt einmal innehielt, um auch nur über die Frage nachzudenken? Wenn die Menschen in meiner Umgebung nicht einmal die Frage verstanden, dann konnte es keine Antwort darauf geben. Und wenn es keine Antwort gab, dann war ich verdammt zu einem Leben, das ausschließlich aus solchem Frauenkram bestand. – Seite 217 Kelly bediente sich hier und da künstlerischer Freiheiten, sei es bei der Interpretation von historischen Ereignissen oder botanischen Begriffen. Dies dürfte wohl nur studierten Botanikern und Historikern, welche die texanische Geschichte in allen Details auswändig kennen, auffallen. Jacqueline Kelly lebt selbst in Austin / Texas, recherchierte vor Ort und brachte den texanischen Sommer des Jahres 1899 so farbenfroh in mein Lesezimmer, dass ich alles um mich herum ausblendete. Sie hat eine sehr atmosphärische Geschichte erschaffen, die mich von Seite zu Seite fester umarmte und nicht mehr losließ, bis ich das letzte Wort der Danksagung gelesen hatte. Ihre Hauptfigur wuchs mir so sehr ans Herz, dass es mir unglaublich schwer fiel, mich von diesem Buch zu verabschieden. Zum Glück währt der Abschied nicht lange, denn im Juli erscheint bereits der zweite Band rund um die clevere Protagonistin und widmet sich unter dem Titel »Calpurnias faszinierende Foschungen« dieses Mal der Tierwelt. Mein Fazit: Jacqueline Kelly schrieb sich mit ihrem Debüt »Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen« direkt in mein Herz. Sie überzeugte mich mit einer klugen, sympathischen, liebevoll gezeichneten Protagonistin und entführte mich mit einer gut durchdachten Geschichte in die atmosphärische Epoche des endenden 19. Jahrhunderts. Es fiel mir schwer, Abschied zu nehmen, hinterließ dieses Buch solch ein ebenso unbändiges Verlangen, nun selbst weiter in den historischen Ereignissen dieser Zeit forschen zu wollen. Ich kann es kaum erwarten, mit dem zweiten Band erneut durch die Zeit zu reisen und an der Seite von Miss Calpurnia Virginia Tates unseren gemeinsamen, unermüdlichen Wissensdurst zu stillen. Volle Punktzahl für dieses wundervolle Jugendbuch, das ich Groß wie Klein, Alt und Jung ans Leseherz legen möchte. Diese zeitlose Abenteuerreise in die Vergangenheit lohnt sich sehr, nicht zuletzt ob seines Denkstoßes, die eigenen Träume trotz aller Hindernisse zu verwirklichen.

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    • 2
    Buchraettin

    Buchraettin

    11. August 2015 um 11:36
  • Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
    littleowl

    littleowl

    03. August 2015 um 11:29

    Worum geht’s? Texas, 1899: Mit einem kleinen, in rotes Leder gebundenen Notizbuch fängt alles an. Darin trägt die zwölfjährige Calpurnia während eines brütend heißen Sommers ihre ersten wissenschaftlichen Beobachtungen ein. Wozu brauchen Hunde Augenbrauen? Warum gibt es im Sommer zwei verschiedene Arten von Grashüpfern? Zu Calpurnias bestem Freund und Mentor wird ihr Großvater, ein Vollblut-Naturforscher, den der Rest der Familie nur belächelt. Doch Callies Mutter gefällt es gar nicht, dass ihre Tochter den ganzen Tag in der Natur herumstreift und lateinische Pflanzennamen lernt. Sie sieht sie als brave Hausfrau und Mutter, nicht als Wissenschaftlerin. So wird Callie zum Backen, Stricken und Klavierspielen gezwungen, auch wenn sie sich noch so sehr sträubt. Aber so schnell ist sie nicht bereit, ihre Zukunftsträume aufzugeben. Meine Meinung Zu einem echten Lesevergnügen wird dieser Roman vor allem durch die zauberhafte kleine Erzählerin Calpurnia. In vielerlei Hinsicht hat sie noch einen sehr unschuldigen, unverstellten Blick auf die Welt, ist gleichzeitig jedoch schon eine scharfsinnige Beobachterin. Vor allem ist sie die geborene Forscherin, intelligent, aufmerksam und wissbegierig. In gewisser Weise ist Callie aber in der falschen Zeit geboren. Sie kann und will die Erwartungen, die an sie als Mädchen gestellt werden, nicht erfüllen. Calpurnia interessiert sich so gar nicht für Kochen oder Handarbeit und sieht nicht ein, warum für sie andere Regeln gelten als für ihre sechs Brüder. Ich finde es immer toll, wenn Jugendbücher ihren Lesern so starke weibliche Vorbilder bieten und an dieser rebellischen Nachwuchsforscherin können sich wirklich alle jungen Mädchen ein Beispiel nehmen. Auch die Nebenfiguren sind alle liebevoll ausgearbeitet und bereichern die Geschichte. Da ist zum Beispiel Calpurnias Großvater, den alle für einen komischen Kauz halten, aber respektieren, weil er die Farm der Familie aufgebaut hat. Er bringt seiner Enkelin alles bei, was man als junger Naturforscher wissen muss und begegnet ihr immer auf Augenhöhe. Diese Freundschaft ist jedoch Calpurnias konservativer Mutter ein Dorn im Auge, die ihre Tochter so gern als liebende Ehefrau und Handarbeitstalent sehen würde. Und die ganze Zeit über wuseln die sechs Brüder, drei jüngere und drei ältere, durch den Roman und sorgen für jede Menge komische Momente. Ganz besonders habe ich Harry, Travis und J.B. ins Herz geschlossen. Die sechs nerven Calpurnia zwar oft, lieben ihre Schwester aber sehr und sorgen sich rührend um sie. Neben der eigentlichen Geschichte fand ich es sehr interessant, etwas über das Leben auf einer Farm um 1900 zu erfahren. Zu dieser Zeit ist der technische Fortschritt auf dem Vormarsch, selbst in der tiefsten texanischen Pampa. Die Präsentation eines Automobils auf dem Jahrmarkt und die Einrichtung einer (!) Telefonleitung in der Stadt sind große Sensationen für Calpurnia und ihre Familie. Gleichzeitig sind die Menschen in ihren Ansichten aber noch ziemlich altmodisch, z.B. was die klar festgelegten Rollen von Mann und Frau angeht. Calpurnias Rebellion ist jedoch das beste Beispiel dafür, dass der Aufbruch in eine neue Zeit langsam auch in den Köpfen der Menschen ankommt. Unsere kleine Protagonistin hat aber sicher noch einige Hindernisse zu überwinden, bevor sie ihren Traum verwirklichen kann. Um genau zu sein ist das Ende dieses Romans so offen, dass ich schon ein bisschen irritiert war, bis ich gesehen habe, dass es einen zweiten Band gibt. Fazit Eine zauberhafte Geschichte über ein kleines Mädchen, das an der Schwelle zum 20. Jahrhundert darum kämpft, seine Zukunft selbstbestimmt gestalten zu dürfen. Ich werde Calpurnias Weg auf jeden Fall weiter verfolgen!

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  • Mehr davon!

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
    Toirse

    Toirse

    17. May 2015 um 16:26

    Erster Eindruck:  Seht ihr dieses Cover? Habt ihr auch genau hingeguckt? Ist das nicht toll? Durch den Rahmen hat es so ein bisschen was von einem Notizbuch und die Pflanzen und Tiere darauf sind einfach wunderbar gezeichnet. Inhalt: Callie Vee, eigentlich Calpurnia, passt nicht so ganz in die Welt in der sie lebt. Mit Stricken, Sticken, Kochen und ähnlichem kann sie nicht viel anfangen. Viel lieber streift die 12-jährige alleine oder mit ihrem Großvater durch die Natur und beobachtet Tiere und Pflanzen. Es ist auch ihr Großvater der sie für Naturwissenschaften und den technischen Fortschritt begeistert. So findet Calpurnia ihren eigenen Weg ins 20. Jahrhundert… Meine Meinung: Ein Buch über Naturwissenschaften. Und über ein Mädchen! In der rosa Barbiewelt, die große Teile der Mädchenunterhaltung verschluckt hat etwas ganz besonderes. Jacqueline Kelly verwebt geschickt historische Fakten mit Fiktion.  Jedem Kapitel ist dabei ein Zitat aus „Von der Entstehung der Arten“ vorangestellt. An diesem Buch versucht sich auch Calpurnia im Buch und ihr Großvater ist ein großer Verehrer Darwins. Großvater Tate ist sowieso eine tolle Figur. Er ist dieser typische weise Großvater, aber einer der auch viele schlimme Dinge erlebt hat und nur selten davon erzählt. Vom Baumwoll-Farmer und Soldat aus den Südstaaten zum Gründungsmitglied der National Geographic Society… Insgesamt gibt es wirklich kaum etwas zu bemängeln an diesem Buch. Es zeigt sehr eindrucksvoll wozu Naturwissenschaften so alles nützlich sein können und wie wichtig es ist dem Fortschritt immer aufgeschlossen gegenüber zu stehen. Der Schreibstil ist einfach wundervoll und zeigt wie interessant und schön eigentlich ganz normale Dinge sein können. Fazit: Ein wunderbares Buch über das anbrechende 20. Jahrhundert und über das Erwachsenwerden. Wenn Calpurnia es vielleicht auch nicht ganz schafft ;) Ein Buch, das seines gleichen sucht. Wann gibt es mehr davon?

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  • Calpurnia

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
    Snowdog

    Snowdog

    18. November 2014 um 00:52

    Cover: Gestaltung passend zur Geschichte  Handlung: Steht im Buch , selber Lesen macht Klug .... :-)  Schreibstil: Flüssig , leicht zu Verstehen  Charaktere : Calpurnia iss ein kleines Mädchen das einem in kurzer Zeit ans Herz wächst... Natürlich sind auch alle anderen in der Geschichte vorkommende Charaktere wundervoll und einzigartig ..... ob Klein oder Groß , Verschroben und Versnobt , man freut sich alle Charaktere kennen lernen zu dürfen .....  Meine Meinung : Am Anfang , so die ersten paar Seiten dachte ich Oh weia das wird langweilig..... Nachdem ich aber dann die kleine Calpurnia mit ihren Gedanken kennen gelernt habe .... Wusste ich das ich die Geschichte lieben würde ......  Ein kleines Mädchen das Versucht auf wirklich schön beschriebene Art und Weise ihr Leben selbst bestimmend und Eigenwillig zu Leben egal was es mit sich bringt , in einer Zeit wo man Frauen nur als Hausfrau sah ..... hat mich doch ziemlich beeindruckt und zum schmunzeln gebracht .  Jeder Mensch sollte sich das Bewahren immer das zu tun für was sein Herz schlägt ...... immer sich Treu bleiben , egal was andere von einem Denken ...  die kleine Calli gibt dies in ihrem Buch an uns weiter ..... mit allem was dazu gehört und wir sollten alle ein klein wenig danach Leben .....  Dieses Buch hat mich berührt in jeglicher Hinsicht ..... 

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  • Heuschrecke, steh mir bei!

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    Es geschieht recht selten, dass ich es mich in die Jugendbuchabteil verschlägt – noch seltener schafft es ein zeitgenössisches Buch jenes Genres in mein Bücherregal. „Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen“ ist jedoch eines jener Bücher, das ich nicht mehr missen und jedem ans Herz legen möchte, der keine Spannung, sondern eine ruhige Geschichte zum Verweilen und Entdecken sucht. Bevor ich mit euch meine Eindrücke teile, möchte ich mich rasch der liebevoll gestaltenden Aufmachung widmen – angefangen beim Cover, das ich einfach zauberhaft finde. Die Kapitel, die übrigens mit recht hochtrabenden und sperrigen Zitaten Darwins eingeleitet werden (was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut), werden jeweils mit einer schönen kleinen Illustration, wie beispielsweise einer Raupe, am Anfang und am Ende quasi eingerahmt. Der erste Buchstabe eines jeden Kapitels ist ebenfalls schön verschnörkelt dargestellt. Optisch ist dieses Buch ein wahres Kleinod, weshalb ich den Preis des Hardcovers definitiv für gerechtfertigt halte. Ein Blick ins Buch lohnt sich – versprochen! Den ganzen Nachmittag hatte meine Kochstunde gedauert - das Ergebnis war in gerade mal vier Minuten vertilgt. Kein Lob der Welt konnte mich dafür entschädigen, dass ich Stunden verloren hatte, die ich mit meinem Notizbuch, meinem Fluss, meinen Pflanzen und Tieren und meinem Großvater hätte verbringen können. Calpurnia Virginia Tate, auch Callie Vee genannt, wächst behütet unter der glühenden Sonne Texas auf einem Gutshof im Kreise ihrer Familie und zwischen Baumwoll-Plantagen auf, bis sie mit ihren beinahe 12 Jahren begreift, dass auch ihr ein vorgezeichnete Lebensweg, dem sich jedes Mädchen Ende des 19.Jahrhunderts aus gut-bürgerlichem Hause zu fügen hat, bevorsteht. Zwar muss sie noch keine Schnürkleider tragen, doch bereits das Erlernen „weiblicher“ Fähigkeiten, wie Kochen, Sticken und Klavierspielen, bereitet ihrem freien Geist großes Missfallen. So muss sich die kleine Heldin nicht nur als einziges Mädchen unter sechs Brüdern behaupten, sondern sich ebenfalls den gesellschaftlichen Konventionen und den Erwartungen ihrer Mutter stellen. Da das Buch recht authentisch gehalten ist, bleibt Calpurnia natürlich nicht von Zweifel und Gewissensbissen verschont. Ganz unerwartet findet das Mädchen in ihrem exzentrischen Großvater, der wortkarg und von der Familie zurückgezogen in seiner Bibliothek tüftelt, einen Verbündeten. Was die beiden auf ihren Entdeckungstouren erleben, möchte ich an dieser Stelle nicht weiter verraten. Da wir Calpurnia nicht nur dabei, wie sie nach und nach die Welt und deren Wunder erforscht, ein halbes Jahr lang begleiten, sondern ebenfalls den Familien- und Arbeiteralltag und andere Ereignisse miterleben, wirkt das Buch sehr lebensnah. Es skizziert ganz beiläufig ein plastisches, lebendiges Bild der Epoche und den jeweiligen Lebensumständen. Dank der vielen Beobachtungen und kleinen Begebenheiten hat das Buch sowohl eine inhaltlich entzückende als auch lehrreiche Seite, wobei letztere dem Leser ganz unaufdringlich eine wohldosierte Portion Bildung und Lebensweisheit schenkt – ohne pädagogischem Zeigefinger, keine Bange. Die einzig wirklich wichtige Frage ist: Womit verbringen wir die knappe Zeit, die uns gegeben ist? Ich habe Calpurnia und ihre wilde, dennoch liebe Art sofort in mein Herz geschlossen – was unter anderem daran liegen mag, dass sie mir Kindheitserinnerungen und die damalige Neugier, Dinge genauer zu beobachten, wieder näher brachte. Die Welt mit Kinderaugen zu sehen, ist ein Schatz, der in jedem von uns irgendwo begraben liegt. Okay, nun schweife ich ab und das auch noch altklug, oha! ;-) Zusammenfassend möchte ich sagen, dass mir das Lesen außerordentlich viel Freude bereitet hat, so dass ich Calpurnia liebend gerne noch weiter, über das Buchende hinaus gefolgt wäre. Ich kann dieses Buch jedem Träumer, Naturforscher, Entdecker, neugierigen Mädchen und jenen, die noch etwas Rückenstärkung brauchen, empfehlen, da es nicht nur für Calpurnia, sondern auch dem Leser Entdeckungen bereithält.

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    • 11
  • Ein wunderschönes Buch

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
    Glimmerfee

    Glimmerfee

    Calpurnia ist nicht so wie die anderen Mädchen ihrer Zeit. Stricken, kochen und andere häusliche Tätigkeiten sind ihr ein Greuel. Sie hat das Herz eine Abenteuerin und nichts ist für sie spannender als die Natur um sich herum zu erforschen. In ihrem Großvater findet sie einen Verbündeten, der sie unterstützt und ermuntert ihren eigenen Weg zu gehen. Dieses bezaubernde Jugendbuch ist eines der schönsten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Calpurnia nimmt den Leser an die Hand und lässt ihn an ihrem Leben teilhaben. Es ist das Jahr 1899 und die Rolle der Frau in der Gesellschaft ist stark an das häusliche Leben gebunden. So findet ihr Forscherdrang nur wenig Gegenliebe bei ihren Eltern, die es lieber sehen, wenn ihre einzige Tochter Klavier spielt, Socken strickt, klöppelt und kochen lernt.  Beim Lesen fiel mir wieder auf, welch großes Glück die Mädchen von heute haben, die jeden Beruf ergreifen können, den sie möchten. Das Buch ist aus der Sicht Calpurnias geschrieben und es ist ein wahrer Genuss, mit ihr die erste Coca Cola ihres Lebens zu trinken und mit ihr die kleinen Abenteuer ihres Lebens zu bestehen. Die Charaktere wachsen dem Leser ganz schnell ans Herz, da sie Ecken und Kanten besitzen, besonders ihr etwas furchteinflößender Großvater, konnte mich ganz schnell begeistern. Es ist einfach herzerwärmend, wie sich die Freundschaft zwischen Calpurnia und ihrem Großvater entfaltet. Die Autorin hat das seltene Talent, den Leser vergessen zu lassen, dass er nur ein Buch liest und nicht selber zusammen mit Calpurnia und ihrem Schmetterlingsnetz zum Fluss unterwegs ist. Calpurnia konnte mich von der ersten Seite begeistern. Mit Bedauern habe ich die letzten Seiten gelesen, musste ich doch jetzt diese liebenswerte Familie verlassen, die mir so viel Freude bereitet hat. Ich werde versuchen möglichst vielen Freunden und Bekannten von Calpurnia und ihren revolutionären Entdeckungen zu berichten, damit jeder die Chance erhält, sich mit der kleinen Forscherin anzufreunden. Dieses Buch lege ganz besonders Mädchen ans Herz, von der Forscherin bis zu den Mädchen, die ein wenig Rückenwind gebrauchen können. Auch den erwachsenen Lesern kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Jeder der Familiengeschichten mag und starke Heldinnen wird sich in Calpurnia verlieben und nach der Lektüre es wertschätzen, sich bilden und frei entfalten zu dürfen.

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    • 2
  • Mich hat das Buch überzeugt :)

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
    beccy

    beccy

    13. September 2014 um 12:07

    Inhalt: Calpurnia ist zwölf, als sie begreift, dass ihr vorgezeichneter Lebensweg, nicht ihren Vorstellungen entspricht. Wie die anderen Mädchen soll auch sie Kochen, Stricken und Klavierspielen lernen, damit sie bald heiraten und eine Familie gründen kann. Doch Cal streift viel lieber durch die Natur, beobachtet Pflanzen und Tiere und macht sich Notizen über ihre Entdeckungen. Der Einzige, der sie versteht, ist ihr Großvater, ein eigenwilliger Forscher und Tüftler. Er schenkt ihr Bücher und öffnet ihr die Augen für den technischen Fortschritt und die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse des anbrechenden 20. Jahrhunderts. So erobert sich Cal ihren Weg in eine selbstbestimmte Zukunft. Meine Meinung: Ich habe das Buch gekauft weil es von den Glimmerfeen so hoch gelobt wurde :). Ich war überrascht wie unbekannt dieses Buch noch ist, dies hat mich jedoch nicht abgeschreckt. Ich fand das Buch soooo super interessant und ich selbst liebe ja auch die Natur und konnte mich deshalb sehr mit Calpurnias entdeckergeist mitreißen lassen :). Laut Internet handelt es sich um ein Kinderbuch. Ich finde das jeder Erwachsener auch damit Spaß haben kann, gerade auch weil wir uns in die Vergangenheit begeben. Eine absoulute empfehlung von mir !

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