Jacqueline Sheehan Das Glück eines einzigen Tages

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Inhaltsangabe zu „Das Glück eines einzigen Tages“ von Jacqueline Sheehan

Als ihr Mann stirbt, verändert sich die Welt der 40-jährigen Rocky auf einen Schlag für immer. Sie gibt ihre Karriere als Psychologin auf und verlässt ihre Heimat, um auf eine kleine Insel zu ziehen – eine Million Meilen entfernt von allem, was ihr jemals etwas bedeutet hat. In Peaks Island angekommen, begegnet sie einem schwarzen Labrador. Mit einem hölzernen Pfeil, der ihm in der Schulter steckt, stolpert Lloyd in Rockys Leben. Es ist der Beginn einer unvergleichlichen Freundschaft zwischen einer Frau, die an einem gebrochenen Herzen leidet, und einem verwundeten, liebenswerten Tier …

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  • Eine Geschichte, die unter die Haut geht - ein Buch, welches man so schnell nicht vergißt

    Das Glück eines einzigen Tages
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    28. January 2014 um 15:12

    Achtung - Rezension enthält zwei Zitate Es war Herbst geworden. Vier Monate nach dem Tod ihres geliebten Mannes faßt Rocky den Entschluss, die Stadt zu verlassen. Zu tief ist die Trauer, die Erinnerungen. Sie wird sich ein Jahr Auszeit nehmen von ihrem Job als Dozentin an der Universität, wo Rocky als Psychologin arbeitet. Doch wie es scheint, braucht sie selbst Hilfe. Also packt sie ihre Sachen, das Haus soll untervermietet werden, aber darum kümmerte sich dann Caleb, ihr Bruder. Rocky wollte Richtung Osten, zurück in die Vergangenheit, Erinnerungen an einen glücklichen Tag auf Peaks Island. Für etliche Wochen wohnt sie erst einmal in einem Motel in Portland. Dann liest sie ein Stellenangebot, das ein „Tierkontrollwärter/-in“ auf Peaks Island gesucht wird. Isaiah Wilson, zu ihm fast sie sofort Vertrauen. Mag wohl daran liegen, dass er früher einmal Geistlicher war und so bekommt sie den Job und er hat auch sein Ferienhaus frei, wo sie wohnen kann. Dort auf dieser Insel, trifft sie auf die ältere Tess, eine Frau mit einer besonderen Begabung. Tess ist Synästhetikerin, d. h. sie nimmt die Menschen durch Farben wahr. Ich hatte zuvor noch nichts davon gehört, aber durch die ausführlichen Schilderungen war ich sehr beeindruckt. Der Mensch wird hier von einer ganz anderen Seite gezeigt. In der Nachbarschaft von Rocky lebt das junge Mädchen Melissa. Obwohl sie nur eine Nebencharaktere in der Handlung spielt, wird sie mit zu einer wichtigen Person für Rocky. Melissa ist extrem sportsüchtig, wodurch sie ihre Magersucht vor anderen verstecken will. Und dann taucht Lloyd auf, ein schwarzer Labrador. Schwer verletzt durch einen Bogenpfeil, nimmt Rocky ihn zu sich. Schließlich war ihr verstorbener Mann Tierarzt gewesen und sie kennt den Umgang mit Tieren. Zitat S. 183 Er hörte zu fressen auf; ein paar Trockenfutterbrocken waren noch übrig. Anschließend schaute er Melissa an, und sie sah ihr Spiegelbild im Licht seiner Augen. ... Sie senkte den Kopf über den Napf, umschloss einen Brocken mit den Lippen und schmeckte süsses Getreide und Fleisch. Mit den Zähnen kratzte sie darüber und erinnerte sich an hundert Geschmäcker, die für sie seit Monaten nicht mehr existierten. Danach weichte sie jeden Brocken einzeln im Mund auf und schluckte. „Lost and Found“, so der Originaltitel, also „verloren und gefunden“, am Ende des Buches muss ich sagen, mir hätte ein anderer Titel besser gefallen als der deutsche. Das Glück an einem Tag verloren. Gefunden = mit und durch den Labrador, der ihr durch seinen erlittenen Verlust, den Tod seines Frauchens, all das gibt, was Rocky wieder zum Leben und den Schritt in eine neue Zukunft braucht. Kapitel 24 ist ein ganz besonderes, indem Lloyd = Cooper den Leser an seinen Gedanken und Empfinden teilhaben läßt. Zitat S. 261 Ein gutes Leben, ein sehr gutes Leben, besteht daraus, einen Menschen zu finden, der einen kennt, der die Freude daran, einem die Brust zu reiben, mit einem teilt, die Freude am Fressen, daran, feucht und glücklich durch den schweren Morgentau zu laufen, bei einem zu sitzen, während man hingebungsvoll an einem frischen Stock kaut. ... Einen solchen Menschen zu finden macht ein gutes Leben aus. Und er hatte sogar zwei gefunden. Wenngleich in dem Buch einige Themen einen großen Stellenwert einnehmen, wie z. B. die Trauer, der Verlust, sowie die Psychologie, wie viel Liebe uns ein Tier geben kann, spielt eine große Rolle. Wer nun denkt, es läuft alles glatt und ohne großartige Erlebnisse weiter ab, wird getäuscht. Da ist die Frage zu klären, woher kommt Lloyd = Cooper, wo sind seine Besitzer bzw. was ist geschehen. Dies zusammen ergibt eine spannende Handlung zum Schluss, von der nicht mehr verraten werden soll, um nicht die Freude am Buch zu nehmen. Insgesamt ist der Roman sehr flüssig geschrieben, hat wunderschöne sprachliche Bilder und jedes Motiv bzw. Handlung der einzelnen Charaktere sind nachvollziehbar und glaubwürdig. Fazit: „Das Glück an einem Tag“ hat mich sehr berührt und gehört zu jenen Büchern, die man so schnell nicht vergisst. Von mir gibt es daher uneingeschränkte Leseempfehlung.

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  • Ein ungewöhnlicher Roman, der mich trotz besonderer Ideen nur bedingt überzeugen konnte

    Das Glück eines einzigen Tages
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    20. July 2013 um 20:26

    Inhalt: Als ihr Mann unerwartet stirbt, verändert sich die Welt der 40-jährigen Rocky für immer. Sie gibt ihre Karriere als Psychologin auf und verlässt ihre Heimat, um auf eine kleine Insel zu ziehen – eine Million Meilen entfernt von allem, was ihr jemals etwas bedeutet hat. In Peaks Island angekommen, erzählt sie kaum jemandem davon, wer sie wirklich ist und was sie hier her treibt. Sie nimmt einen Job als Tierkontrollwärterin an und bleibt am liebsten für sich alleine. Als sie eines Tages einen schwarzen Labrador mit einem Pfeil in der Schulter findet, nimmt sie den schwerverletzten Hund bei sich auf. Nachdem es ihm etwas besser geht, macht sie sich auf die Suche nach den Hintergründen für das mysteriöse Auftauchen, sowie den Besitzern des Labradors. Dabei stößt Rocky auf viele Geheimnisse und benötigt auch immer öfters die Hilfe anderer Inselbewohner. Mit der Zeit entstehen neue Freundschaften und Rocky erkennt, dass ein Verlust auch immer der Beginn von etwas Neuem sein kann. Meinung: Als ich den Klappentext von „Das Glück eines einzigen Tages“ das erste Mal las, hat er mich sofort angesprochen. Denn ab und an lese ich ganz gerne solche herzzerreißenden Geschichten, die zwar zumeist ziemlich vorhersehbar, aber unglaublich emotional sind. Doch irgendwie ist „Das Glück eines einzigen Tages“ von Grund auf anders, als ich es erwartet habe. Obwohl das Ende der Geschichte zwar so ist, wie vorgestellt, ist der Weg dahin alles andere als vorhersehbar. Außerdem bringt die Autorin durch das Geheimnis um das Auftauchen des Labradors auch immer wieder einen kleinen Spannungsbogen in die Handlung. Die Figuren wirken auf den ersten Blick eigentlich eher alltäglich, doch das ändert sich ziemlich schnell. Sie haben alle Besonderheiten und auch ungewohnte Eigenschaften, für deren Beschreibung und Bedeutung sich die Autorin sehr viel Zeit nimmt. So ist Rocky zwar eigentlich eine bodenständige Psychologin, aber durch den Verlust ihres Mannes wird sie auch etwas unberechenbar und handelt öfters unüberlegt und situativ (zum Beispiel, indem sie die Asche ihres Mannes in die Friteuse eines Fastfood-Ladens schüttet). Auf der Insel lernt sie vor allem die schon etwas ältere Tess kennen, die dem Leser vor allem dadurch im Gedächtnis bleibt, dass sie eine Synästhetikerin ist und dadurch ihre Wahrnehmung durch bestimmte Farben, Temperaturen und bestimmte Stellungen im Raum unterstützt wird. So empfindet sie z. B. Schmerzen als Orange, oder haben einzelne Buchstaben bestimmte Farb- und Ortzuweisungen. Diese Wahrnehmungen werden im Buch teilweise ziemlich ausführlich beschrieben, wodurch der Leser einen ungewöhnlichen Einblick in etwas Neues bekommt und damit doch ins Grübeln kommt, wie eintönig und trübsinnig unsere normale Wahrnehmung dagegen ist. Eine andere Figur, die eine größere Nebenrolle spielt und aus deren Sicht auch teilweise einige Kapitel im Buch erzählt werden, ist die junge Melissa. Sie ist die Tochter von Rockys neuer Nachbarin und magersüchtig. Rocky fällt dies gleich auf und macht immer wieder direkte Andeutungen, wodurch sie von Melissa als Gefahr eingestuft wird. Als Leser erfährt man, was in Melissa vorgeht und wie sie sich durch die Begegnungen mit dem schwarzen Labrador Lloyd verändert. Dadurch, dass die Kapitel teilweise aus verschiedenen Sichten erzählt wird, erhält der Leser Einblick in viele verschiedene emotionale Gegebenheiten und verfestigt seine Beziehungen und Meinungen zu dein einzelnen Figuren, die bei mir zwar nicht immer unbedingt positiv waren, aber das Buch dennoch als etwas Besonderes auszeichnen. Doch leider bin ich mit dem Roman trotzdem nicht so ganz warm geworden, denn vor allem beim Schreibstil hätte ich mir oft einfach viel mehr Gefühl gewünscht. Während der Zeit in der Rocky ihren Mann tot auffindet, wusste ich, dass dies traurig und tragisch ist, aber leider wurde dieses Gefühl durch das Lesen kaum unterstützt. Und auch im weiteren Verlauf dringt die Autorin mit ihren Beschreibungen leider selten wirklich zu mir durch und kann mich emotional kaum so steuern und beeinflussen wie es sich für solch einen Roman gehört. Fazit: „Das Glück eines einzigen Tages“ ist anders als man es erwartet. Die Autorin legt in ihrem Roman sehr viel Wert auf die Beschreibungen der einzelnen Figuren und stattet diese mit vielen Eigenheiten aus, die vielleicht nicht jedermanns Geschmack treffen, aber der Geschichte dennoch etwas Besonders und leicht abstraktes verleihen. Leider war mir der Schreibstil etwas zu emotionslos, um mich wirklich fesseln zu können. Am Ende gibt knappe 3 von 5 Sternen für einen Roman, der durchaus seine Vorzüge hat und sich auch von anderen Vertretern dieses Genres abhebt, aber mich nicht ganz zufrieden stellen konnte.

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