Jacqueline Woodson

 4.3 Sterne bei 21 Bewertungen
Autorin von Ein anderes Brooklyn, Wenn die Zeit stehen bleibt und weiteren Büchern.
Jacqueline Woodson

Lebenslauf von Jacqueline Woodson

Jugendliteratur vom Feinsten: Die 1963 geborene US-amerikanische Autorin hat Englisch studiert und für eine Literaturagentur gearbeitet. In den 90er Jahren begann sie ihre schriftstellerische Karriere. Ihre Bilder-, Kinder-, Jugendbücher und Illustrationen erfreuen sich großer Beliebtheit und wurden mit zahlreichen Auszeichnungen belohnt. 2018 gewann die Schriftstellerin den höchstdotierten Kinderbuchpreis der Welt, den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis, da sie über widerständige, junge Menschen schreibe, die um einen Platz im Leben kämpften, der ihnen Halt geben könne, während sie sich einer leichten und luftigen Sprache bediene, die ihren Geschichten eine bemerkenswerte Vielfältigkeit und Tiefe verleihe. 2016 veröfffentlichte Jacqueline Amanda Woodson den Roman „Another Brooklyn“, dessen Übersetzung „Ein anderes Brooklyn“ zwei Jahre später Einzug in die deutschen Bücherregale fand. Es erzählt die Geschichte einer Heimkehrerin. August hatte ihrer Heimat Brooklyn den Rücken gekehrt, kommt zur Beerdigung ihres Vaters allerdings zurück nach New Work. Die Autorin selbst lebt ebenfalls in Brooklyn, mit ihrer Partnerin Juliet Widoff, der Tochter Toshi Georgianna und dem Sohn Jackson-Leroi.

Alle Bücher von Jacqueline Woodson

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Ein anderes Brooklyn

Ein anderes Brooklyn

 (15)
Erschienen am 01.03.2018
Ein anderes Brooklyn

Ein anderes Brooklyn

 (0)
Erschienen am 01.08.2019
Brown Girl Dreaming

Brown Girl Dreaming

 (1)
Erschienen am 01.10.2014
If You Come Softly

If You Come Softly

 (1)
Erschienen am 07.01.2010

Neue Rezensionen zu Jacqueline Woodson

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TochterAlices avatar

Rezension zu "Ein anderes Brooklyn" von Jacqueline Woodson

August in Brooklyn
TochterAlicevor einem Monat

Das findet in diesem Roman ganzjährig statt: weil nämlich August nicht der besagte, oft sehr heiße Monat, sondern ein Mädchen ist, ein schwarzes dazu und es hat es nicht leicht in den 1970ern, in denen es dort aufwächst - als Tochter eines alleinerziehenden Vaters und Schwester eines erheblich jüngeren Bruders, auf den sie stets ein Auge hat.

Ihre Mutter ist für eine Weile weg oder auch für länger - oder was hat die Urne mit der Asche zu bedeuten? Nein, August hat es nicht leicht, in keiner Hinsicht.

Wobei ihre Freundinnen ihre Stütze sind. Ohne sie würde sie es nicht aushalten. Bis sie sich selbst und einander verlieren.

August kommt nach Jahren zurück - zur Beerdigung ihres Vaters. Die erfolgreiche Anthropologin wagt einen Blick zurück - in eine Kindheit in Armut. Oder auch nicht - es kommt eben darauf an, wie man es sieht.

Autorin Jacqueline Woodson braucht für ihr Stimmungsbild nicht viele Worte. Aber denjenigen, die sie wählt, wohnt eine seltsame, ganz besondere Kraft inne.

Ein schwaches Buch, ein starkes Buch. Es ist traurig und gleichzeitig zuversichtlich, wild und sanft zugleich - und ungeheuer eindringlich, auf eine ganz bestimmte Art. Man hat es schnell gelesen, aber man wird es nicht leicht los danach. Dennoch: es ist ein Gewinn, keine Last, auch wenn ich August und ihre Freundinnen nicht um ihre Jugend beneide. Aber vielleicht um ihre Freundschaft. Oder um bestimmte Facetten bzw. Episoden davon. Sie sehen, dieser Roman haftet mir an, ich werde ihn so schnell nicht los und versuche es auch gar nicht. Auch wenn er mich auf gewisse Weise lähmt.

Ein verwirrendes Buch, das alles mögliche mit seinen Lesern anzustellen vermag, wenn man sich denn darauf einlässt.

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schokoloko29s avatar

Rezension zu "Ein anderes Brooklyn" von Jacqueline Woodson

Brookly
schokoloko29vor 5 Monaten

August kehrt wieder heim in ihre alten Heimat, nach Brooklyn. Ihr Vater ist gestorben und sie gibt ihm die letzte Ehre. Nach der Beerdigung kehrt sie in die alte Wohnung zurück und es kehren alte und schmerzlich Erinnerungen an ihre Jugend in Brooklyn.

Ihr Vater und Bruder und sie sind in den 1970er nach Brooklyn gezogen. Sie lernt gleichaltrige schwarze Mädchen kennen. Mit denen sie durch die Straßen von Brooklyn zieht. Jedes Mädchen trägt ihr Schicksal, dem man als Leser nach und nach auf die Schliche kommt.

Das Buch beschreibt wunderschön das Lebensgefühl von Brooklyn in dieser Zeit. Die unterschwellige Gewalt, die angst vor Drogen und Vergewaltigung und natürlich auch die Musik.
Es wird jedes Schicksal der einzelnen Mädchen erst angedeutet und es entsteht ein Sog, da man als Leser wissen möchte, was den einzelnen Mädchen geschieht.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es hat sehr mein Herz berührt. Ich wünsche diesem Buch viele Leser!

Kommentare: 2
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Marina_Nordbrezes avatar

Rezension zu "Ein anderes Brooklyn" von Jacqueline Woodson

Solche Bücher wünscht man sich viel häufiger zu entdecken.
Marina_Nordbrezevor 6 Monaten

Der Trend zum Brooklyn-Buch hält an. Und nach "Ein Baum wächst in Brooklyn" ist dies nun das zweite Buch über den New Yorker Stadtteil, welches mich beeindruckt zurücklässt. In "Ein anderes Brooklyn" versteckt sich ein Kleinod, welchem ich noch viele weitere Leser wünsche. Soviel schon einmal vorweg.

Auf knapp 160 Seiten erzählt Jacqueline Woodson die Geschichte von vier Freundinnen, die im ärmlichen Brooklyn leben und dort die Schwelle zwischen Mädchen und Frau überspringen müssen. Doch wie gelingt die Metamorphose zur Erwachsenen zwischen Armut, Drogendealern, Kriegsveteranen, bedrohlichen Männern und Zukunftsträumen? Angela, Sylvia, Gigi und August – vier Mädchen, vier Schicksale, die sich in einem Wort zusammenfassen lassen: Brooklyn.

August ist dabei unsere Begleiterin durch das Brooklyn der Siebzigerjahre. Gemeinsam mit ihrem Vater und ihrem jüngeren Bruder ist sie erst vor kurzem nach New York gezogen und beobachtet die eingeschworene Gruppe rund um Angela, Sylvia und Gigi vom Fenster aus. Dazugehören. Das ist das, was sie will. Teil der Geschichte werden. Teil der Erinnerung.

"Ich hob den Kopf, betrachtete die sich färbenden Blätter und dachte, dass wir alle irgendwann heimkehren. Irgendwann wurde das ganze Leben, alles und jeder, Erinnerung." (Seite 153)

Was für mich "Ein anderes Brooklyn" so besonderes macht, ist die Tatsache, dass Jacqueline Woodson auf so eindringliche, auf so einfache Art und Weise das Leben der vier ganz unterschiedlichen Mädchen beschreibt und dafür wenige Worte benötigt, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Es ist auch weniger die Geschichte an sich, die den Reiz von "Ein anderes Brooklyn" ausmacht, es ist die Sprache, die einen in einen Sog zieht, mit dem die Seiten des Buches nur so verfliegen.

Armut, Rassismus, Sexualität, Politik – "Ein anderes Brooklyn" schafft ein Bewusstsein, wie es sich in den Siebzigerjahren angefühlt haben muss, als Heranwachsende in Brooklyn zu leben. Eine literarische Geschichtsstunde verbunden mit einer höchst poetischen Sprache. Solche Bücher wünscht man sich viel häufiger zu entdecken. 

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Zusätzliche Informationen

Jacqueline Woodson wurde am 12. Februar 1963 in Columbus, Ohio (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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von 1 Lesern aktuell gelesen

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