Jacqueline Yallop

 3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Big Pig, Little Pig, Marlford und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jacqueline Yallop

Big Pig, Little Pig

Big Pig, Little Pig

 (3)
Erschienen am 19.03.2018
Marlford

Marlford

 (0)
Erschienen am 05.02.2015
Obedience

Obedience

 (0)
Erschienen am 31.01.2012

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killmonotonys avatar

Rezension zu "Big Pig, Little Pig" von Jacqueline Yallop

Kurzrezension: Big Pig, Little Pig
killmonotonyvor 6 Monaten

Kurz gesagt: Leider gefiel mir dieses Buch überhaupt nicht. Ich hatte mich zwar auf ein erzählendes Sachbuch eingestellt, aber dass dieses Buch sich so dermaßen in die Länge zieht, hätte ich nicht gedacht. Der Grundgedanke, ob man Tiere schlachten kann, die man liebt, ist spannend, und ich bin der festen Überzeugung, dass ich es nicht könnte, doch Jaqueline Yallop und ihr Mann sind da anscheinend härter im Nehmen. Während zu Beginn des Buchs noch gestaunt wird, was für schöne Tiere Schweine doch sind und historische Gegebenheiten mit Forschung und Charakterstudien zusammentreffen, hätte ich mir doch mehr erhofft. Die „harten Fakten“ über Schweine füllen derweil auch den Großteil des Buches und der Leser bekommt stets vor Augen geführt, wie intelligent und treuherzig Schweine doch sind, um dann gegen Ende entsetzt und enttäuscht zu sein über die Wahl, die Yallop und ihr Mann treffen. Kurz vor der Schlachtung tanzt das zu tötende Schwein noch im Heu und freut sich seines Lebens, und man hofft auf einen humanen Moment der Einsicht, doch die Autorin zeigt kaum eine Regung und bleibt hart. Zur Veranschaulichung werden dann noch Fotos von einer strahlenden Yallop mit einer Würstchenkette in der Hand gezeigt. Den Schlachtungs- und Zerlegungsvorgang bekommt der Leser auch in seiner Ganzheit erläutert, Leser mit schwachem Magen sollten hier vielleicht einige Seiten überblättern.

Wir waren gründlich und pragmatisch. Es wirkt alles überschaubar. Gefühle spielen dabei scheinbar überhaupt keine Rolle. Wie schwer kann es denn schon sein, ein Schwein zu töten?

Kurz und knapp: Das Genre „erzählendes Sachbuch“ ist mir nicht fremd, fremd war jedoch diese komplette Abwesenheit von Einfühlvermögen. Jaqueline Yallop baut zwar ein Verhältnis zu ihren Schweinen auf und bemerkt auch ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten, dennoch führt auch ihre ausgiebige Recherche über Schweine, ihre Intelligenz und ihre Zutraulichkeit nicht dazu, dass sie sich von ihren Gefühlen mitreißen lässt. Zudem werden die Schweine zu vielen Gelegenheiten nur als „Schlachtkörper“ gesehen, was im starken Kontrast zu ausführlichen Beschreibung zu der Schönheit der Tiere und der Ähnlichkeit zum Menschen steht. „Big Pig, Little Pig“ (im Übrigen die Namen der Schweine) kann ich leider überhaupt nicht weiterempfehlen, da es mir zu kaltblütig, zu „unmenschlich“ war.

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Bjjordisons avatar

Rezension zu "Big Pig, Little Pig" von Jacqueline Yallop

Recht interessant....
Bjjordisonvor 8 Monaten

Da das Buch ein doch recht aktuelles Thema behandelt, wollte ich lesen. Es wird hier besprochen, ob man Fleisch essen sollte oder auch nicht und ob man Tiere schlachten kann, die man selber aufgezogen hat.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von der Autorin erzählt und sie gibt wieder, wie sie und ihr Mann sich entschlossen haben Schweine zu halten, allerdings mit dem Ziel, diese beiden nach Erreichen des Schlachtgewichtes zu schlachten. Untermalt werden diese aktuellen Abschnitte mit wiederkehrenden Ausschnitten aus der Geschichte des Schweins und das es früher mal viel gegolten hat. Auch wird erwähnt, dass es mal eine Phase gab, in der es modern war, Schweine auf Postkarten und ähnlichem zu drucken.

Persönlich hat mir das Buch wirklich gut gefallen, gerade die Abschnitte über die Schweine von Jacqueline fand ich sehr interessant. Man merkt, dass sie doch auch zuerst zumindest abschnittsweise eher zwiespältig gegenüber dem Schlachten eingestellt ist und sie sich nicht sicher ist, ob sie es wirklich durchziehen kann. Es wird beschrieben, wie sie alles für die Tiere herrichten und wie sie sich entwickeln. Gefallen haben mir auch die Abschnitte, wie plötzlich die Nachbarn schauen kommen.

Ich muss gestehen, dass ich die Idee eigene Tiere zu haben, um diese dann zu schlachten, wirklich interessant finde, denn man weiß, dass diese es schön hatten. So wird es auch im Buch beschrieben. Ob ich es jetzt für mich dann auch wirklich durchziehen könnte, wahrscheinlich eher nicht.

Die geschichtlichen Auszüge fand ich zwar interessant, allerdings muss ich gestehen, dass ich die jetzt nicht gebraucht hätte.

Der Schreibstil war toll. Die Autorin hat alles sehr gut verständlich geschrieben und man kann der Handlung gut folgen.

Das Cover finde ich sehr stimmig zu Geschichte entworfen. Übrigens gibt es auch im Buch ein paar Bilder der Schweine.

 

Zur Autorin:

Jacqueline Yallop hat Englische Literatur studiert, ist Autorin dreier Romane sowie zweier Sachbücher und lehrt Creative Writing an der University of Aberystwyth in Wales. Sie reist zwischen Großbritannien und dem Südwesten Frankreichs hin und her, kuratiert Ausstellungen und liebt es, Schweine zu halten.

Quelle:  Verlag

 

Fazit:

4 von 5 Sterne. Toller, lebensnaher Roman, der zum überlegen anregt. Hat mir gut gefallen.

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