Jacques Berndorf Die Grenzgängerin

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Inhaltsangabe zu „Die Grenzgängerin“ von Jacques Berndorf

Eine Frau, eintausend Kilo Sprengstoff, ein Ziel: Deutschland

Der deutsche Topagent Karl Müller geht bei einem Auftrag in Tripolis verloren. Prompt will ihm der BND fristlos kündigen – gegen den Widerstand seines Chefs Krause, der daraufhin selbst den Dienst verlässt. Die Situation im BND ist heillos verfahren, da trifft die Nachricht ein, dass eine Frau in Albanien tausend Kilogramm Sprengstoff gekauft hat und damit auf dem Weg nach Deutschland ist. Wer ist sie? Was will sie? Und vor allem: Wer kann sie aufhalten?

Karl Müller wird nach Tripolis geschickt, um einen libyschen General »abzuschöpfen«, der mit dem deutschen Geheimdienst zusammenarbeitet. Doch plötzlich ist Müller spurlos verschwunden. Seine Kollegin und enge Freundin Svenja Takamoto reist ihm ohne offiziellen Auftrag hinterher. Beiden Agenten steht deswegen vonseiten der BND-Rechtsabteilung die fristlose Kündigung ins Haus. Das will ihr Chef Krause nicht hinnehmen, der bereits im offenen Kampf mit der Finanzabteilung steckt und nur noch von zu Hause arbeitet. Schnell stürzen die Konflikte die ganze Behörde ins Chaos. Dann kommt eine erschreckende Nachricht: Angeblich hat eine Frau in Albanien tausend Kilogramm C4-Sprengstoff gekauft – eine Ladung, mit der man mehrere sechsstöckige Häuser pulverisieren könnte. Und sie soll mit dem Stoff auf dem Weg nach Deutschland sein. Doch niemand weiß Genaueres, Müller und Svenja bleiben verschwunden, und die Gefahr wächst von Tag zu Tag ...

Kurzweilig, spannend, überraschend

— knacks1965

Besser gehört. Guter Thriller. Spannend.

— karatekadd

Also der Klappentext stimmt ja so auch nicht....? Aber das Buch war sehr genial. LG Michael

— MichaelSterzik

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    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • Von BND Spionage liest man seltener...

    Die Grenzgängerin

    karatekadd

    21. November 2015 um 19:35

    Ein SPY-Roman. Nicht etwa die Agenten der CIA (Clancy) oder des MOASSAD (Silva) sind die handelnden Figuren, obwohl von beiden Geheimdiensten Agenten auftreten. Nein, diesmal ist es der Bundesnachrichtendienst, kurz BND.  Ein deutscher Agent des BND geht in Tripolis verloren. Es ist die Zeit des Bürgerkriegs und Gaddafis Regime liegt in den letzten Zügen. Karl Müller soll "Onkel Tobruk", eine libyschen General ausschöpfen. Doch nun ist Müller verschwunden. Seine Mitagentin und Freundin mit dem russisch-japanischem Namen Svenja Takamoto reist auf eigene Faust unter Nutzung einer ihrer Deckidentitäten hinterher. Der Chef von beiden sendet auch noch einen Agenten nach Libyen. Werden sie ihn finden?  In Albanien hat eine Frau 1000 kg C4, das sogenannte Semtex, gekauft. Wie kommt das Zeug nach Deutschland? Und was hat ein gewisser Globetrotter namens Stauff damit zu tun?  Die Operationsabteilung von Krause gerät in das Visier von "Seilschaften"; es könnte sein, die Untersuchungen der Rechts- und Finanzabteilung sind bis in das Kanzleramt zurück zu führen. Krause arbeitet nun von zu Hause aus.  Natürlich kommt ein SPY-Krimi nicht ohne einen extravaganten Abhörspezi und Hacker aus. Hier wird er Goldhändchen genannt… * * *  Ein richtiger Spionagekrimi in den Kreisen des BND. Genau wie andere auch. Spannend, verwickelt, wenn die Agenten im Dunkeln tappen, dann tut der Leser ebenso. Die Gedankengänge der Mitarbeiter des „Dienstes“, ihre Schlossfolgerungen aber auch die Irrwege sind, es die durch den Roman führen. Richtig gut, das Hörbuch. Es scheint, dass der Autor die Regeln des SPY-Romans vollständig eingehalten, worin immer diese auch bestehn...  Ab und zu nehme ich eben auch ein Hörbuch mit. Dies geschieht höchsten in einer Tanke. Dieses habe ich aber relativ schnell zu Ende gehört, das alleine spricht schon für das Hörbuch und den Autoren, der mit sonorer Stimme selber liest. Ungekürzt.   Bei Random House ist zu lesen, dass dies bereits der vierte Roman um den BND-Mann Müller ist. Es gibt da noch Ein guter Mann, Bruderdienst und Der Meisterschüler... * * * Jacques Berndorf ist das Pseudonym des Journalisten Michael Preute (1936). Er hat die Eifel-Krimis um Siggi Baumeister geschrieben, welche Kultstatus erlangt haben sollen. (Es lebe der Regionalkrimi). Ein kurzweiliges Buch. Es schreit nach mehr. © KaratekaDD

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  • Rezension zu "Die Grenzgängerin" von Jacques Berndorf

    Die Grenzgängerin

    MichaelSterzik

    09. September 2012 um 12:20

    Die Grenzgängerin – Jacques Berndorf Inhalt Eine Frau, eintausend Kilo Sprengstoff, ein Ziel: Deutschland Der deutsche Topagent Karl Müller geht bei einem Auftrag in Tripolis verloren. Prompt will ihm der BND fristlos kündigen – gegen den Widerstand seines Chefs Krause, der daraufhin selbst den Dienst verlässt. Die Situation im BND ist heillos verfahren, da trifft die Nachricht ein, dass eine Frau in Albanien tausend Kilogramm Sprengstoff gekauft hat und damit auf dem Weg nach Deutschland ist. Wer ist sie? Was will sie? Und vor allem: Wer kann sie aufhalten? Karl Müller wird nach Tripolis geschickt, um einen libyschen General »abzuschöpfen«, der mit dem deutschen Geheimdienst zusammenarbeitet. Doch plötzlich ist Müller spurlos verschwunden. Seine Kollegin und enge Freundin Svenja Takamoto reist ihm ohne offiziellen Auftrag hinterher. Beiden Agenten steht deswegen vonseiten der BND-Rechtsabteilung die fristlose Kündigung ins Haus. Das will ihr Chef Krause nicht hinnehmen, der bereits im offenen Kampf mit der Finanzabteilung steckt und nur noch von zu Hause arbeitet. Schnell stürzen die Konflikte die ganze Behörde ins Chaos. Dann kommt eine erschreckende Nachricht: Angeblich hat eine Frau in Albanien tausend Kilogramm C4-Sprengstoff gekauft – eine Ladung, mit der man mehrere sechsstöckige Häuser pulverisieren könnte. Und sie soll mit dem Stoff auf dem Weg nach Deutschland sein. Doch niemand weiß Genaueres, Müller und Svenja bleiben verschwunden, und die Gefahr wächst von Tag zu Tag ...(Verlagsinfo) Kritik Jacques Berndorf ist einer der wenigen, deutschen Autoren denen es erlaubt war eine Blick hinter die Kulissen des Deutschen Geheimdienstes dem Bundesnachrichtendienstes (BND) zu werfen. Trotz alledem bleibt es dabei es ist und bleibt ein Geheimnis welche Rolle der deutsche Geheimdienst in Krisenregion spielt. Mit Sicherheit keine unerhebliche, doch alle Aktionen bleiben stets im Verborgenen, und es breitet sich ein Deckmantel des Schweigens aus unter den offiziellen Meldungen. Das „(Erfolgs)Geheimnis ist wohl die Unauffälligkeit der Agenten, die als Touristen, als Geschäftsmänner, Wissenschaftler, Entwicklungshelfer oder weniger versteckt als Diplomaten, ihrer nicht ungefährlichen Arbeit nachgehen. Ziel ist die Aufklärung in Krisengebieten, Unterlagen sammeln, Spionage der Infrastruktur des Landes – geografisch wie auch politisch einen Blick hinter den Vorhang zu werfen. Und hier besteht das eigentliche Risiko der Agenten, es sind Menschen, von denen sie die meisten Informationen sammeln können. Jacques Berndorf erzählt in seinen Romanen um seine Hauptfigur „Karl Müller“ sehr realistisch und ist darauf bedacht, weniger extrovertiert und auffällig aufzutreten. Seine Agenten sind ganz normale Menschen nach außen hin, doch sie führen ein Leben im Schatten. Ein Privatleben findet meistens wohlkontrolliert und wenig transparent statt. Ein Familienleben ist schwierig zu einzuordnen unter den vielen Einsätzen, von denen man selbst der Partnerin oder Ehefrau, am besten gleich gar nichts erzählt. Egal welchen Gefahren sie sich aussetzen im Außendienst, erhalten sie wenig bis gar keinen Dank und Anerkennung. All das erzählt der Autor des vorliegenden Titels: „Die Grenzgängerin“ zwischen den Zeilen. Zu allererst lässt er den TOP Agenten Karl Müller im Tripolis von der Leine. Das Land ist durch den Bürgerkrieg zerrüttet und der ehemalige Staats- und Regierungschef Gaddafi hinterlässt auf seiner Flucht eine Menge Leiche und sowieso ein in Trümmern liegendes Land. Die Mission des Agenten ist es, eine Quelle anzuzapfen und Information zu erhalten. Doch seine menschliche Quelle ist fürchterlich illoyal und lässt den Bundesagenten in eine Falle laufen. Der Kontakt zu seinen Dienstherren in Deutschland reißt ab und seine Geliebte und Kollegin Svenja Takamoto hält nichts mehr aus und sie reist mithife ihrer eigenen „Quellen“ nach Libyen um Müller zu befreien. Das gelingt ihr auch, aber unauffällig ist etwas anderes. Zu Hause gibt es nun Probleme mit den Medien und innerbetriebliche Intrigen machen es der Abteilung um Müller nicht leichter. Zudem taucht noch eine extreme Bedrohung auf, denn eine geheimnisvolle Frau hat 1000 Kilogramm hochexplosives C4 gekauft und ist damit auf den Weg nach Deutschland. Ihr Ziel ist es wohl einen Anschlag auszuführen, doch wer oder was ist das Ziel dieser Aktion? Die Zeit rennt den Geheimdienstlern davon... Jacques Berndorfs neuester Spionage-Thriller überzeugt durch eine abwechslungsreiche Handlung mit interessanten Nebenschauplätzen. Gerade im ersten Teil nimmt die Handlung ein irrsinniges Tempo auf, die Ereignisse überschlagen sich dabei ein wenig und schon befindet sich der Leser inmitten von BND-Intrigen, absolut schmutzigen CIA-Aktionen und der Indiskretion der Medien. In „Die Grenzgängerin“ versuchen die Agenten möglichst lautlos ihren Job zu erledigen. Zwar ist das nicht immer möglich, doch mit der Rücksichtslosigkeit eines 007 hat das nichts gemeinsam. Wenn Gewalt ausgeübt werden muss, dann schnell, hart und konsequent. Bei Jacques Berndorf bewegt sich dies allerdings sehr realistisch. Die Spannung wird hier nicht nur durch Kugelhagel und Befreiungsaktionen erzeugt, sondern durch messerscharfe Dialoge, die man sehr genau lesen muss, die aber ungemein vergnüglich sein können. Viel Wert legt der Autor und Journalist auf die Konzeption seiner Charaktere, die absolut bodenständig und authentisch erzählt wird. Müller wird sein eigenes unbeständiges Leben vor Augen geführt, wenn seine Tochter ihn bittend von ihm aufgenommen zu werden, da sie bei ihrer Mutter nicht bleiben möchte. Die Schattenseiten ihres Berufes holen sie auch im Privatleben ein. Jedenfalls dass, was davon übrig geblieben ist. Ein klägliches Stück „Normalität“ das immer weiter schwindet. Sehr interessant und vielschichtig auch ist die Figur der Svenja Takamoto. Wenn Müller das Hirn des Duos ist, dann ist seine Geliebte und Kollegin in jedem Fall der schlagkräftigere Teil, der manchma,l wenn es sein muss, auch über Leichen geht. Bei diversen Nebenfiguren hat Jacques Berndorf seinen ganz persönlichen Spielplatz entdeckt. Jede Figur hat seine Eigenarten, oftmals schrullig und merkwürdig „lebendig“ doch immer menschlich und nicht nur sympathisch. Trotz aller Nebenfiguren und Handlungen konzentriert sich die Handlung zumeist auf die Bedrohung der 1000 Kilogramm C4 mit der man ganze Wohnblöcke einebnen könnte. Der Autor lässt eventuell den Leser einen Blick hinter die Methoden der Recherche blicken lassen. Denn es gibt ja auch Agenten, die von ihrem Arbeitsplatz am Schreibtisch Bedrohungen analysieren und versuchen auszuschalten. Fazit „Die Grenzgängerin“ ist ein faszinierender Agenten- und Spionage-Thriller mit einer kristallklaren Leseempfehlung. Abwechslungsreich, Authentisch und die Kombination zwischen Handlung und Figuren absolut ausgewogen. Seit Jahren habe ich keinen Berndorf mehr gelesen, aber nun kann es kaum erwarten, dass der deutsche TOP-Agent des BND und seine Kollegen die Welt retten, oder zumindest die kleine BRD. Ich glaube das sich so mancher Agent des BND beim Lesen des Titels, schmunzelt oder zumindest seiner Frau oder Partner(in) zum Lesen empfiehlt. Perfekter und gar nicht geheime, hochkarätiger Agententhriller und gar nicht Top Secret. Michael Sterzik JACQUES BERNDORF Die Grenzgängerin Roman Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-26672-8
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50* (* empf. VK-Preis) 

Verlag: Heyne Erscheinungstermin: 13. August 2012

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  • Rezension zu "Die Grenzgängerin" von Jacques Berndorf

    Die Grenzgängerin

    michael_lehmann-pape

    24. August 2012 um 13:08

    Geheimdienstliche Verwicklungen und Gefahren „Wenn ich das richtig sehe, haben wir den besten Agenten verloren, der mit Abstand beste weibliche Agent ist ohne Auftrag in Tripolis verschwunden, die Tarnung des sehr wichtigen Informanten Arthur Schlauf ist aufgeflogen.“ Wobei zu diesem Zeitpunkt der Leitung des deutschen Geheimdienstes noch nicht bekannt ist, dass eine noch unbekannte Frau mit Kiloweise nicht nachweisbarem Sprengstoff auf dem Weg nach Deutschland ist. Genügend Gründe also für Direktor Krause, sich die noch wenigen Haare zu raufen. Krause, der Lunte gerochen hat durch einen unangenehmen Mitarbeiter und sich nach Hause verdrückt hat. Unter Protest seiner Frau, unter Beeinträchtigung der Einrichtung ob der notwendigen Umbauten in seinem Wohnzimmer. Aber was tut man nicht alles, wenn man sauer ist und seinen Dienst zu schützen hat. Und zudem voller Sorge um Müller, den besten Agenten, der in Tripolis verschwunden ist, um Svenja, die beste Agentin, Lebensgefährtin von Müller, die verschwunden ist (wobei allen klar ist, wohin Svenja sich aufgemacht hat). Und dies alles angesichts der Bedrohung durch die Unbekannte mit dem Sprengstoff und unter Druck durch einen hochrangigen Offizier und überzeugten Folterer des ehemaligen libyschen Regimes, der auf ein Flugzeug und ein sicheres Geleit drängt. In Verbindung mit, wie immer bei Berndorf, auch hervorragend eingeführten und eigenständigen Nebenfiguren setzt der Autor in seinem neuesten Buch so einen munteren, durchaus hier und da mit feinem Humor gewürzten, nie aber langweiligen oder unlogischen Reigen in Gang, der bestens unterhält. Absolute Hochspannung, blutige Gemetzel, ständig verwirrende Nebengeschichten, falsche Fährten und Finten sind dabei seine Sache nicht. Wohl aber der stetige Fluss einer in feiner Sprache erzählten Geschichte mit überzeugenden Protagonisten in durchaus erkennbaren Verbindungen und Wechselwirkungen. Wobei es besonders die sprachlichen Möglichkeiten Berndorfs in seinem ruhigen Erzählfluss sind, welche die Lektüre zu einem Genuss machen. Unaufgeregt, mit oft kurzen, aber präzise treffenden Beschreibungen von Orten, Personen und Situationen und ebenso fließend realistisch funktionierenden Dialogen entfaltet Berndorf durchaus, fast wie nebenbei, noch einen Blick auf aktuelle Krisenherde und Hintergründe brutaler Machenschaften, an denen große Regierungen bei weitem nicht unbeteiligt sind. Eine lockere Erzählweise, die auch den oft pathetischen Unterton vieler anderer Agentengeschichten gar nicht erst auf kommen lässt und durch hier und da leichte Überzeichnungen (ob einer wie Krause wirklich Geheimdienstchef werden würde?) das alles wieder ins rechte Maß rückt. Eine in sich schlüssige, ruhig (und an rechter Stelle durchaus mit Spannungselementen gewürzt) erzählte Geschichte, die für gute Unterhaltung und Freude an Form und Stil sorgt.

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