Jacques Le Goff Kaufleute und Bankiers im Mittelalter

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Inhaltsangabe zu „Kaufleute und Bankiers im Mittelalter“ von Jacques Le Goff

Ein kompakter Überblick über mittelalterliche Wirtschaftsgeschichte des "großen Historikers der kleinen Geschichten". Von den Betreibern des Handels und der Geldgeschäfte, von ihrer sozialen und politischen Rolle.

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  • Vom Geld im Mittelalter

    Kaufleute und Bankiers im Mittelalter
    Sokrates

    Sokrates

    17. September 2014 um 11:12

    Jacques Le Goff, der neben Philippe Aries wohl bekannteste Vertreter der Annales-Schule aus Frankreich, widmet sich in diesem schmalen Bändchen der Rolle von Kaufleuten und Bankiers im Mittelalter. Bereits früh schimmert die Frage durch, ob denn das mittelalterliche Kaufmannswesen bereits (früh)kapitalistische Züge getragen hat. Im Verlauf des im essayhaften Stil geschriebenen schmalen Buches beantwortet Le Goff diese Frage mit „Ja“ – und dass die Kaufleute des Mittelalters mit ihrem Handeln gegen Gesetze der katholischen Kirche verstießen (Zinsverbot etc.) schadete dieser Entwicklung keinesfalls. Vielmehr löste sich der anfängliche Widerstand der Kirche allmählich in Luft auf: zunehmende ökonomische Verquickungen der Kirche selbst, das Profitieren vom Einfluss der Kaufleute/Bankiers auf die Gesellschaft sowie die Wirtschaft und die zunehmende Assimilation vorwiegend der Kaufmannsschicht in katholische Orden ebneten der schrittweisen Legitimation der Geld akkumulierenden Gesellschaftsschicht den Weg in die Legalität. Mit dem Ende des Mittelalters hatten Kaufleute und Bankiers den Geist der Gesellschaft bereits dermaßen verändert, dass ihre Existenz und Notwendigkeit in Gänze unumstritten war. – Le Goff ist ein großer „Geschichtenerzähler“; seine Texte lesen sich mit einer Eleganz, als dass man ohne große Mühe durch sie hindurchsteigt. Es macht auf jeder Seite Spaß, sich auf seine Ausführungen einzulassen. Das liegt mit Sicherheit auch an seinem Erzählstil: Kurze, prägnante Sätze, wenig Künsteleien, wenig Prosa. Statt dessen werden die Fakten korrekt, aber auch einfach präsentiert – Geschichte wird auf diese Weise zu keiner komplizierten Wissenschaft, die nur durch eigene Fachbegriffe geprägt ist, sondern ist einzig durch Neugier auf eine andere Epoche geprägt, die wenig spezielle Vorkenntnisse erfordert, um verstanden zu werden. Diese Art der Darstellung gelingt nur sehr wenigen Historikern.

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