Jade van der Zalm

Lebenslauf

Anja Portin (geb. 1971) ist eine in Helsinki lebende Schriftstellerin, die bisher Kinderbücher, Essays, Sachbücher und einen Roman (Nachruf, 2019) geschrieben hat. Sie hat vergleichende Literatur- und Rechtswissenschaften an den Universitäten Helsinki und Turku studiert und als Journalistin und Redakteurin gearbeitet. Im Jahr 2020 wurde sie für ihren Roman Radio Popov mit dem Finlandia Junior ausgezeichnet – dem renommiertesten finnischen Literaturpreis für Kinder- und Jugendbücher.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jade van der Zalm

Cover des Buches Die Stadt der kleinen Wunder (ISBN: 9783845850986)

Die Stadt der kleinen Wunder

(13)
Erschienen am 29.09.2023

Neue Rezensionen zu Jade van der Zalm

Cover des Buches Die Stadt der kleinen Wunder (ISBN: 9783845850986)
schreibzaubers avatar

Rezension zu "Die Stadt der kleinen Wunder" von Anja Portin

schreibzauber
Äpfel in der Wundertüte

>> Inhalt

Alfred ist oft allein. Seine Mutter ist schon vor langer Zeit verschwunden und sein Vater ständig auf Geschäftsreise. Der Neunjährige wird daher meist sich selbst überlassen und seufzt, wenn er sich einsam fühlt. Als Feinohrige kümmert sich Amanda um vergessene Kinder, deren Seufzer sie hören kann. Eines Nachts entdeckt Arthur sie auf einem ihrer Rundgänge und folgt ihr. 


>> Schreibstil & Illustrationen

Die Geschichte ist in kurze Kapitel unterteilt, die durch schwarz-weiße Illustrationen aufgelockert werden. Sprachlich einfach, aber wirkungsvoll umgesetzt. Eine ruhige, für Kinder vom Thema her aber eher anspruchsvolle Geschichte. 


>> Besonderheit

Obwohl das Buch vor allem Freundschaft und Zusammenhalt zum Thema macht, spielt doch die Vernachlässigung von Kindern eine zentrale Rolle. In Amandas Apfelgarten würde ich jedoch sehr gerne auch einmal selbst eingeladen werden.


>> Kritik

Der Titel und das Cover haben so gar nicht auf das schließen lassen, was mich im Buch erwartet hat. Obwohl es ein Kinderbuch ist, habe auch ich als Erwachsene beim lesen mitgefühlt. Teilweise wirkten die Charaktere auf mich etwas überspitzt und eindimensional, vor allem die Erwachsenen wurden meist als Gegner der Kinder dargestellt. Über die Fähigkeiten der Feinohrigen und deren Vereinigung hätte ich gerne noch mehr erfahren.


>> Fazit

Eine interessante Geschichte, die sich durch die Thematik von andere Fantasy-Romanen abhebt und zum Mitfühlen und Nachdenken anregt.

Cover des Buches Die Stadt der kleinen Wunder (ISBN: 9783845850986)
R

Rezension zu "Die Stadt der kleinen Wunder" von Anja Portin

riraraffi
Ernst und Komik sind nah beieinander

Alfreds Seufzer durchdringen die Stille dieser Nacht besonders intensiv, denn sein Vater ist erneut auf "Geschäftsreise" und hat weder Nahrung noch Geld für seinen Sohn zurückgelassen. Alfred ist ein verlassenes Kind und diese Nacht wird seine Situation als besonders schlimm eingestuft, sodass er in dieser Nacht eine Zeitung mit einem Apfel und einem Butterbrot vor die Tür gelegt bekommt.Schnell findet er heraus, wer da dahintersteckt und hängt sich an Amanda. So erfährt er von den vielen anderen vergessenen Kindern und ihren Seufzern, die Amandas Ohren wackeln lassen. Mit Hilfe von alten Radios, die sie zusammen an die ganz Verlassenen verteilen, startet Alfred die Radiosendung “Radio Popow”, die die Verlassenen Samstag nachts weniger alleine fühlen lässt. Dabei wächst er über sich hinaus, doch sein Projekt, sowie Amandas Mission sind auch in Gefahr, denn nicht alle sind auf der Seite der verlassenen Kinder. 

Alleine durch den Titel wäre ich nicht auf das gekommen, was mich im Buch erwartet. Die kleine Stadt auf dem Cover sieht etwas altmodisch aus und so hat sich die Geschichte zunächst angefühlt wie aus einer anderen Zeit. Dementsprechend war ich überrascht, dass es doch einige Anzeichen für die aktuelle Zeit gab. Aber eigentlich hat das dann ganz gut  zur märchenhaften Atmosphäre gepasst, diese Undeutlichkeit der Zeit, des Orts, so verzeiht man auch vermeintliche “Logikfehler”, wie die überzeichneten Erwachsene und die ein oder andere Gegebenheit, die nicht unbedingt passt, wie die Suche nach Alfred, die der Schule irgendwie unbekannt bleibt. In Amandas Garten hätte ich mich als Kind auch gerne geflüchtet, den selbstgemachten Apfelmus gegessen und spannende Abenteuer erlebt. Da das Thema ja schon sehr ernst ist, hätten die Erwachsenen an der einen oder anderen Stelle vielleicht nicht so übertrieben als Antiheld*innen dargestellt werden müssen, um diesbezüglich die Thematik nicht zu sehr ins Komische zu ziehen. Andererseits kann man das der Geschichte im Gesamten verzeihen, denn die Mischung aus Fantasy, Märchen und (ernster) Realität war insgesamt schön und auch unterhaltend, man bleibt mit einem warmen Gefühl zurück. 

Cover des Buches Die Stadt der kleinen Wunder (ISBN: 9783845850986)
Flaventuss avatar

Rezension zu "Die Stadt der kleinen Wunder" von Anja Portin

Flaventus
Ein ruhiges und für Kinder eher anspruchsvolles Buch

Im finnischen Original heißt dieses Buch „Radio Popov“. Und das hat einen Grund. Alexander Stepanowitsch Popow entwickelte ein Gerät für die Detektion von Blitzentladungen. Ein ähnliches Gerät nutzte Guglielmo Marconi für den Bau des ersten Radios, das er sich (im Gegensatz zu Popow) patentieren ließ und im weiteren Verlauf seines Lebens weiterentwickelte und 1909 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde.

Weshalb ich das so ausführlich schreibe? Weil das Gerät von Alexander Popow in diesem Buch eine entscheidende Rolle spielt. In diesem Buch geht es um den neunjährigen Alfred, der allein von seinem Vater erzogen wird. Dieser ist jedoch oft auf Dienstreise und vernachlässigt seinen Sohn. Deshalb wird er als „vergessenes Kind“ von Amanda aufgespürt, die die vergessenen Kinder unterstützt. Eines Nachts lauert Alfred ihr auf und es entwickelt sich eine besondere Freundschaft, die u.a. darin mündet, dass sie einen Radiosender ins Leben rufen, der eine Hilfestellung für andere vergessene Kinder ist. Und der Sender ist der Entwurf von Popow.

Der Verlag wirbt damit, dass dieses Buch in kurzen Kapiteln und in einer klaren Sprache geschrieben wurde. Das habe ich nicht so empfunden. Als Zielgruppe werden Kinder ab neun Jahren angesprochen, also ungefähr Drittklässler. Meiner Meinung nach fordert dieses Buch Leser mit einer guten Leseerfahrung. Auch wird die Geschichte recht genügsam und spannungsarm erzählt. Dies passt zwar zur Weihnachtszeit, konnte meine Kinder nicht abholen. Der Beginn war zwar noch recht spannend, aber im Mittelteil flachte die Erzählung ab. Und Kinder brechen Bücher dann erbarmungslos ab. Ich habe sie zu Ende gelesen, so dass ich zwar sagen kann, dass es zwar eine schöne Geschichte ist, halte sie aber für kleinere Kinder eher ungeeignet.

Fazit

Es ist in der Tat eine schöne, ruhig erzählte Geschichte, die meiner Einschätzung nach eher für ältere Kinder geeignet ist (je nach Leseerfahrung versteht sich). Auch müssen die Kinder für ruhigere Geschichten empfänglich sein, damit sie dieses Buch bis zum Ende lesen und das schöne Ende erfahren.

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Hinter dem 3. Türchen verbirgt sich eine warmherzige und märchenhafte Geschichte über Einsamkeit und Freundschaft mit ganz besonderen Held*innen, kleinen Wundern und einzigartigen Illustrationen von Jade van der Zalm.

754 BeiträgeVerlosung beendet
Luna_Lavendelas avatar
Letzter Beitrag von  Luna_Lavendela

Heute ist das Buch angekommen. Herzlichen Dank. 💖

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