Jae Jae Vorsicht, Sternschnuppe

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Inhaltsangabe zu „Vorsicht, Sternschnuppe“ von Jae Jae

Sternschnuppen sollen eigentlich Glück bringen, vor allem in der Vorweihnachtszeit, aber Austen erlebt das glatte Gegenteil. An ihrem ersten Tag im neuen Job soll sie den Weihnachtsbaum in der Lobby schmücken, aber Dee, die stellvertretende Chefin der Firma und ein zwanghafter Kontrollfreak, ist mit der Anordnung der Kerzen so gar nicht zufrieden.

Als Dee versucht, die Kerzen neu zu arrangieren, fällt ihr prompt der Stern, der die Spitze des Baumes ziert, auf den Kopf.

Dee macht ihre Kopfwunde dafür verantwortlich, dass sie sich zu Austen hingezogen fühlt. Sie ist entschlossen, ihre Gefühle zu ignorieren, vor allem auch deshalb, weil Austen keine Ahnung hat, dass Dee ihre Vorgesetzte ist.

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    Vorsicht, Sternschnuppe

    Koriko

    16. December 2015 um 12:53

    Story: Neuer Job – neues Glück: Mit flatternden Nerven tritt Austen ihre neue Stelle in einer renommierten Spielzeugfirma an und wird gleich am ersten Tag mit einer ungewöhnlichen Aufgabe betraut. Sie soll den Weihnachtsbaum im Foyer schmücken. Voller Enthusiasmus stürzt sie sich in die Arbeit und verteilt Papiersterne, auf der die Mitarbeiter ihre Wünsche notieren können. Darunter ist auch Danielle Saunder, kurz Dee, stellvertretene Geschäftsführerin, die von den meisten Mitarbeitern gehasst wird. Als sich die beiden Frauen nach einem kleineren Unglück (bei dem herunterfallende Sternschnuppen eine größere Rolle spielen) kennenlernen, ahnt Austen zunächst nicht, wen sie vor sich hat. Auch Dee hat kein Interesse das Missverständnis aufzuklären, immerhin fühlt sie sich von der offenen Austen angezogen. Als die Bombe platzt, ist Austen zwar enttäuscht, lässt sich aber nach einer Weile darauf ein, rein platonisch mit Dee befreundet zu sein. Doch so sehr die beiden Frauen auch versuchen, ihre Gefühle aus dem Spiel zu halten, es gelingt ihnen nicht … Eigene Meinung: Der romantische Liebesroman „Vorsicht, Sternschnuppe“ stammt aus der Feder der deutschen Autorin Jae und erschien beim Ylva Verlag. Die Autorin hat bereits mehrere Kurzgeschichten, Novelle und Romane veröffentlicht – sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch. Zum vorliegenden Roman gehört auch das Buch „Auf schmalem Grat“ („Vorsicht, Sternschnuppe“ scheint der Spin-Off des Krimis zu sein, so dass es empfehlenswert ist, erst „Auf schmalem Grat“ zu lesen), in dem es um Austens beste Freundin Dawn und deren Partnerin Aiden geht. Wie für Jae typisch, erwartet den Leser ein romantischer Liebesroman, bei dem die Beziehung der beiden ungleichen Frauen im Zentrum steht. Dieses Mal haben Jaes Heldinnen allerdings nur bedingt mit sich selbst zu kämpfen, sondern müssen sich gegen die Vorurteile innerhalb der Firma und die Ängste, die eine Offenbarung gegenüber den Mitarbeitern und dem Geschäftsführer mit sich bringen würde, behaupten. Dabei hat vor allem Dee das Problem, dass sie sich als Frau immer wieder neu beweisen muss und den Anforderungen ihrer Familie nie genügt, ist sie doch die einzige weibliche Person in einem Haushalt, der rein von Männern dominiert wird. In dem Zusammenhang erinnert sie ein wenig an Annie aus „Cabernet und Liebe“, die in ihrer Familie ebenfalls keinerlei Anerkennung bekommt (wenngleich die Grundlagen anders sind). Leider wird dieser Konflikt am Ende ein zu schnell ad acta gelegt, denn der Handlungsstrang mit Dees Familie wird verhältnismäßig wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Umso mehr Zeit wird darauf verwendet, Austen und Dee zusammenzubringen und während ihrer Beziehungs-Etappenziele zu begleiten. Dabei geht es vorwiegend um das Thema: „verbotene Liebe am Arbeitsplatz“ – der Liebe wischen Chefin und Angestellter. Das ist zwar nicht ganz so ausufernd, wie in „Cabernet und Liebe“, dafür aber recht vorhersehbar. Bereits nach wenigen Seiten weiß der Leser wie die Geschichte endet und wie die jeweiligen Charaktere auf bestimmte Situationen reagieren. Das macht „Vorsicht, Sternschnuppe“ recht langweilig, da alles nach Schema F abläuft. Hier hätte man auch kürzen können und zumindest einen Teil des ewigen Hin-und-Her rausnehmen können. Die Charaktere entsprechen ebenfalls den üblichen Klischees, wenngleich Austen mit ihrer offenen, direkten Art ein wenig aus der Masse heraussticht und auch die etwas ruppige Dee dem Leser mit der Zeit ans Herz wächst. Glücklicherweise hat Jae dieses Mal darauf verzichtet, die männlichen Figuren als unsympathische Trampel und Weiberhelden darzustellen. Zwar mag man einen Großteil von Dees männlicher Verwandtschaft nicht, doch ihr Bruder Tim ist sehr liebenswert, ebenso Austens Vater und deren kleiner Bruder. Leider haben diese nur einen kurzen Auftritt. Dafür sind nahezu alle Angestellten des Konzerns unausstehlich. Als Leser fragt man sich, warum niemand etwas gegen die Gerüchteküche unternimmt und Dinge richtig stellt, insbesondere da sie das Betriebsklima negativ beeinflussen. Stilistisch bietet „Vorsicht, Sternschnuppe“ solide Unterhaltung, die allerdings wenig Neues bietet. Gerade wenn man bereits mehrere Bücher von Jae gelesen hat, langweilt sich mit der Zeit, da man Szenen und Ereignisse bereits aus ihren anderen Romanen kennt und es wenig Varianz zu anderen Geschichten gibt. So sicher Jae die Handlung zu Papier bringt, so lockerleicht ihr Schreibstil ist und so gut die Beschreibungen und Dialoge in Szene gesetzt sind, je mehr Bücher man von Jae kennt, desto schneller langweilt man sich beim Lesen ihrer neueren Werke. Fazit: „Vorsicht, Sternschnuppe“ ist eine nette, sprachlich solide Liebesgeschichte, die vor allem durch sympathische, wenngleich leicht stereotype Figuren besticht. Leider ist die Handlung vorhersehbar und bietet dem Leser wenig Neues, so dass man sich schnell langweilt – gerade wenn man andere Werke der Autorin kennt (die sich alle irgendwie ähneln). Dennoch ist Jaes Roman Fans lesbischer Liebesgeschichten zu empfehlen, insbesondere wenn man lockerleichte Unterhaltung ohne schwergängige Themen schätzt. Wer ihre Bücher mag, sollte sich „Vorsicht, Sternschnuppe“ nicht entgehen lassen, alle anderen sollten im Vorfeld einen Blick in die Leseprobe werfen. Generell sollte man jedoch zunächst „Auf schmalem Grat“ lesen, da das vorliegende Buch doch stark spoilert …

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