Jagoda Marinic Eigentlich ein Heiratsantrag

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Inhaltsangabe zu „Eigentlich ein Heiratsantrag“ von Jagoda Marinic

"Ich gehe zu meinem Leben. Es ist da, wo Du nicht bist", heißt es in einem Brief einer jungen Frau, der, obschon er von Trennung spricht, Eigentlich ein Heiratsantrag ist. Irrungen und Wirrungen, die seltsamen Wege der Liebe und Begegnungen voller Zauber, die oft in Fluchten münden - davon erzählt Jagoda Marinic in ihrem ersten Buch. Wenn jemand Geschichten schreibt, weiß er wohl, wie Peter Bichsel sagt, daß eine Geschichte "nie so schlimm ist wie die Realität. Eine Geschichte trägt die Besänftigung der Welt in sich. Sie ist - und das ist oft ärgerlich - tröstlich." Indem jemand Figuren und Situationen erfindet, rettet er sie vor dem Vergessenwerden, bannt sie in Wort und Bild, versucht, im Erzählen das ihnen Besondere zu entfalten. So sind die Geschichten von Jagoda Marinic ganz unprätentiöse und doch höchst kunstvolle Versuche, dem Gewöhnlichen und Alltäglichen mit Phantasie zu begegnen - um das, was das wirkliche Leben "als Stoff für Geschichten" zu bieten hat, ins Außergewöhnlic he, Einmalige zu wenden."Sie war, wo sie war, das hatte sie begriffen. Sie war immer, wo sie war, und ob sie dabei in dieser oder jener Stadt war, war egal, weil sie immer war, wo sie war." Mit Eigentlich ein Heiratsantrag stellt sich eine junge kroatisch-deutsche Erzählerin vor, die für alte Themen der Literatur einen wundersam eigenen Blick hat.

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  • Rezension zu "Eigentlich ein Heiratsantrag" von Jagoda Marinic

    Eigentlich ein Heiratsantrag
    Beagle

    Beagle

    25. May 2010 um 12:02

    Verträumt und Hoffend - träumend von einem Land, das man hinter sich gelassen hat, oder besser gesagt, die Eltern, man selbst kennt es nur noch aus Urlaubsfahrten. Hoffend auf die (richtige) Liebe. So könnte man Jagoda Marinics Geschichten am Besten beschreiben. Sie schreibt in einer herrlichen Sprache, die sich leichtfüßig durch das ganze Büchlein schlängelt und doch nicht einfallslos und alltäglich ist. Immer wieder taucht an Stellen, an denen man es gar nicht zu vermuten mag, auch ein wenig Humor auf. Es ist aber eher traurig komisch. Insgesamt bleibt zu sagen, dass es sich um sehr gute Erzählungen handelt, die aber oftmals noch weiter ausbaubar gewesen wären, man fängt zu lesen an und stolpert sozusagen auf der nächsten Seite schon wieder über deren Ende.

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  • Rezension zu "Eigentlich ein Heiratsantrag" von Jagoda Marinic

    Eigentlich ein Heiratsantrag
    Kitten

    Kitten

    20. December 2009 um 18:38

    Marinic füllt das Buch mit lebensnahen und wundervoll beschriebenen Situationen aus dem Leben, in dem sie klar und doch so tiefgründig schreibt. Eine Seite über das "Einkaufen", die Gedanken einer Frau, die sich das erste Mal ihrem Schicksal stellt, anstatt wegzulaufen, die Leiden einer alten Dame, die sie im Schaukelstuhl verfolgen. Das sind nur einige der wundervollen Kurzgeschichten, die auftauchen, kurz mitreißen und doch nicht so schnell wieder loslassen. Ein sehr, sehr unterbewertetes und viel zu unbekanntes Buch! Einfach grandios!

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