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Hoffmann_und_Campe_Verlag

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Mia ist am Ziel ihrer Wünsche: Sie erreicht in Kanada endlich den Durchbruch als Fotografin. Aber mit der ersten großen Auszeichnung, die sie ins Herz der Künstlerszene katapultiert, stellt sich nicht das große Glück ein, sondern die Blockade. Rafael, ihre große Liebe, überredet sie zu einer Reise nach Berlin, der Stadt, in der sie aufgewachsen ist. Als junges Mädchen war sie vor allem an einem Ort glücklich: im Restaurant Dalmatia ihrer Tante Zora im Wedding.
Dorthin kehrt sie zurück und diese Rückkehr wird eine Reise ins Gestern, ins Westberlin der Wendezeit und nach Kroatien, das Land ihrer Eltern. Eine Suche nach Mias Jugend beginnt und es entsteht das Porträt charakterstarker Menschen wie Zora und deren Sohn Ivo, Mias Großmutter und Mutter, und wie nebenbei erzählt sich die Geschichte zweier Länder Europas, mit denen ihre Leben verwoben sind. Denn all diese Geschichten sind auch Mias Geschichte ...


Leseprobe

Hast Du Lust, mit uns zusammen den Roman "Restaurant Dalmatia" von Jagoda Marinic zu lesen, es mit der Autorin und den anderen Lesern zu diskutieren und zu rezensieren? Dann bewirb Dich bis einschließlich 7. Oktober 2013 im Unterthema "Bewerbung" - wir freuen uns auf Deinen Kommentar!









Jagoda Marinic ist gebürtige Kroatin und deutsche Autorin und Kolumnistin. Mit ihrem Erstling Eigentlich ein Heiratsantrag (2001) landetesie mit nur 23 Jahren einen großen Erfolg bei Kritik und Publikum. Für den Erzählband Russische Bücher (2005) erhielt sie den Grimmelshausen-Förderpreis. Ihr Roman Die Namenlose war für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert und wurde von Der Spiegel zu den wichtigsten Neuerscheinungen des Jahres 2007 gezählt. Nach längeren Aufenthalten in Zagreb, Split, New York und Berlin lebt und arbeitet Jagoda Marinic derzeit in Heidelberg.

Auf der Website der Autorin könnt Ihr noch mehr über Jagoda Marinic erfahren: http://www.jagodamarinic.de/

Achtung liebe Leser, natürlich endet die Bewerbungsphase fristgerecht und wir freuen uns auf weitere Interessierte!

Buch: Restaurant Dalmatia
1 Foto

Bella5

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen
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Oh, dieses Buch passt genau in mein Beuteschema bzw. zu meinem tag "Interkulturalität".

Kanada-Deutschland-Kroatien. Ich wüsste gern, wie die Protagonistin sich definiert bzw ob sie überhaupt in nationalen Kategorien denkt? Und in der aktuellen "Für Sie" gibt es einen schönen Beitrag über die Autorin, den ich mit Interesse gelesen habe.

Ich bewerbe mich hiermit. Zeitnahe Rezension geht klar.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Das klingt ja sehr interessant! Da wäre ich bitte auch gern dabei.

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Bella5

vor 4 Jahren

Izmedu dazwischen (Seite 204 - 239)
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@kolokele

Du hast vollkommen Recht. ;-)

aba

vor 4 Jahren

Rezensionen

Liebe Jagoda,
ich möchte mich ganz herzlich bei dir für die so tolle Begleitung dieser Leserunde bedanken.
Bei Frau Küstner von Hoffmann und Campe Verlag bedanke ich mich auch für das Leseexemplar.

Selten erlebt man als Leser, dass ein Buch so eine gute Grundlage für eine niveauvolle Diskussion ist.
Dafür bedanke ich mich auch bei den anderen Teilnehmern!

Hier ist der Link zu meiner Rezension, die ich auch hier unten kopiere:

http://www.lovelybooks.de/autor/Jagoda-Marinic/Restaurant-Dalmatia-1058679878-w/rezension/1066891087/

"Ana sah es als ihre Aufgabe, die Erde zu sein, eine Großmutter war die Erde, der Boden, in den eine Familie ihre Wurzeln schlägt"

Mit welchen Konflikten müssen Einwanderer-Familien in Deutschland leben? Gegen wie viele Vorurteile müssen sie kämpfen?
Fühlen sich die Jugendlichen in diesen Familien den Deutschen dazugehörig, oder leben sie in einer Art Zwischenraum? Zwischen Traditionen und Erinnerungen ihrer Eltern und dem Wunsch, ganz normal, wie alle anderen, zu sein?

Mia, eine in Kanada lebende Künstlerin, kehrt nach langer Abwesenheit nach Berlin zurück, die Stadt, in der sie aufgewachsen ist.
Im Restaurant "Dalmatia", das im Berliner Stadtteil Wedding liegt, hat sie die schönste Zeit ihrer Jugend verbracht. Zora, die Restaurantbesitzerin, ist Kroatin, genauso wie Mias Eltern.
Schon die erste Begegnung mit Zora in deren eigener Umgebung ruft in Mia Erinnerungen an ihre Kindheit hervor, die tief in ihrem Inneren verborgen waren. Die Vergangenheit wird zur Gegenwart.
Dies ist für Mia der Anfang von der Suche nach ihrer Identität, nach ihren Wurzeln.

In "Restaurant Dalmatia" erzählt uns Jagoda Marinić die Geschichte von Mia, eine Geschichte, die nicht bei ihrer eigenen Geburt als Mija anfängt, sondern viel früher, in dem Land ihrer Eltern.

Mia wird es während ihres Aufenthaltes in Berlin klar, dass sie sich von ihrer Vergangenheit abgelöst hat, dass sie irgendwann aufgehört hat, sie selbst zu sein.
Während der Suche nach ihrer eigenen Identität erkennt Mia, was für eine Bedeutung ihre Vergangenheit für sie hat und wo ihre Wurzeln liegen. Sie erkennt, dass sie nicht nur das Kind kroatischer "Gastarbeiter" ist, sondern auch, dass sie die ganze Geschichte eines Landes in sich trägt, Traumata aus zwei Kriegen, das Los mehrerer Generationen mit allen ihren Erfolgen und Fehlern, Mütter und Väter, die in ihrer elterlichen Rolle teilweise versagt haben.

Jagoda Marinić hat mich mit ihrer Erzählung tief gerührt. Auch wenn manche Dialoge und Auseinandersetzungen wichtig für Mias Erkenntnis waren, sind es die Erzählungen und Beschreibungen von vielen Ereignissen und Schicksalen, was mich bewegt, zum Teil sogar erschüttert hat.

Wie Mia zu dieser Erkenntnis kommt, welchen Menschen sie auf der Suche nach ihrer verlorenen Identität begegnet, das erzählt uns Jagoda Marinić in ihrem Roman "Restaurant Dalmatia", der auch über das Schicksal einer ganzen Generation kroatischer Einwanderer erzählt, von "Gastarbeitern", die in Deutschland ein Zuhause gefunden haben, aber auch von denen, die sogar nach vielen Jahren, nach einem ganzen Leben vielleicht, in Deutschland nie richtig angekommen sind.

"Restaurant Dalmatia" ist ein Roman mit nachhaltiger Wirkung. Noch lange werde ich daran denken. Mich beschäftigt außerdem die Frage, ob sich Mia ihrer Rolle als Mittlerin zwischen den Generationen und den Kulturen bewusst sein wird... Ich möchte davon ausgehen.

serpina

vor 4 Jahren

Fragen an die Autorin

Wie bist du auf die Idee zu diesem Buch gekommen?

serpina

vor 4 Jahren

Wie gefällt Euch das Cover?

Es hat was.

Corsicana

vor 4 Jahren

Rezensionen
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Es ist schon recht lange her, dass ich mit diesem Buch angefangen habe. Dann bin ich "hängen" geblieben. Dann neu angefangen - dann wieder hängen geblieben. Dann immer wieder in die Leserunde geschaut - das hat geholfen - diese Leserunde war wirklich besonders intensiv, es haben sich einige sehr viel mit dem Buch beschäftigt. Und eine Leserunde, an der die Autorin selbst teilnimmt, ist immer sehr zu empfehlen.

Es lag nicht an mangelnder Qualität des Buches, dass ich immer wieder hängen geblieben bin - sondern eher an hoher Qualität. Und hoher Dichte, vielen Andeutungen, vielen schönen Sätzen - die ich immer wieder lesen wollte - und dadurch aber leider nicht weiter kam.

Jetzt habe ich die letzten 100 Seiten einfach mal immer weiter gelesen. Und das war gut - dies hat mir sehr geholfen. Und ich habe ein Gespür für das Buch bekommen.

Und ein Gespür dafür, was es heißt, Wurzeln zu haben oder eben keine Wurzeln. Dies ist sicher nicht nur eine Frage ob Gastarbeiterkind oder "einheimisches" Kind - ich habe den Eindruck, dies spielt gar nicht so die große Rolle - wichtig ist die Familiengeschichte, die Einstellung zum Leben, die die Familie hat und die in der Familie traditionell weiter gegeben wird. Diese Geschichte könnte m.E. auch auf eine Deutsche Protagonistin passen, auch hier gab es Krieg, schicksalhafte Verflechtungen der Familie mit den Nazis - oder eben mit den Nazigegner - wirtschaftliche Not und Kinder, die man kaum ernähren konnte. Immer ist es wichtig, die Geschichte der eigenen Familie zu kennen, Traditionen und Einstellungen zu kennen - daraus kann man lernen, Zusammenhänge erkennen und darauf aufbauend etwas ändern.

Wie es Mia / Mija wohl jetzt (weiter) versucht. Die Zeit (mit Rückblenden) die in diesem Buch beschrieben wird, hilft der Protagonistin, ihre eigenen Wurzeln zu sehen und daraus Schlüsse für Ihr Leben zu ziehen.

Danke für das Buch - eigentlich wollte ich es in erster Linie lesen, weil ich Kroatien so gerne mag und weil es so wenige Bücher auf Deutsch über Kroatien gibt - aber dann war es außerdem noch ein viel globaleres Thema.

Tiffi20001

vor 4 Jahren

Rezensionen
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Zuerst wollte ich mich entschuldigen, dass ich nicht aktiv an der Leserunde teilnehmen konnte, aber aus persönlichen Gründen fehlte mir leider die Zeit dazu. Trotzdem vielen Dank dass ich dieses Buch lesen durfte!

Meine Rezension:
http://www.lovelybooks.de/autor/Jagoda-Marinic/Restaurant-Dalmatia-1058679878-w/rezension/1085131866/

kolokele

vor 3 Jahren

Rezensionen

Der Vollständigkeit halber die Rezension. Ich bin lang drumrum geschlichen, weil es gar nicht so einfach ist, die Gedanken zum Buch in Worte zu fassen, daher ist die Rezension auch weniger tiefgehend als eigentlich meine Gedanken dazu.

http://www.lovelybooks.de/autor/Jagoda-Marinic/Restaurant-Dalmatia-1058679878-w/rezension/1107435102/

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