Jaimal Yogis

 3.4 Sterne bei 7 Bewertungen

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Die faszinierende Welt der Angst

Die faszinierende Welt der Angst

 (2)
Erschienen am 25.08.2014
Surfing Buddha

Surfing Buddha

 (5)
Erschienen am 23.03.2010

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Rezension zu "Die faszinierende Welt der Angst" von Jaimal Yogis

Schutz und Kraft durch Angst
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Schutz und Kraft durch Angst

Allein schon der Titel weckt einerseits das Interesse und führt andererseits zu einem zunächst ungläubigen Gefühl.

Angst gilt nicht gerade als wünschenswert. Dieser Aufruhr im Körper in direkter Bedrohungssituation, die Gedanken, die im Kopf nicht zur Ruhe kommen, das belastete Gefühl, wenn Konflikte drohen, die innere Lähmung, die oft mit der Angst einhergeht, all das sind Zustände, die so ziemlich jeder denkende Mensch gerne vermeidet und sich lieber, so nötig, seinen „Adrenalinkick“ auf eine „kontrollierte Form der Angst“ besorgt. Eine technisch überprüfte Achterbahn, ein Bungee-Sprung…. Aber konkret im Leben?

Vielfach werden pharmazeutisch sehr stark Verbreitung erlebende Pillen erfunden, mit denen der Angstzustand gemildert, das Gemüt aufgehellt werden wollen.

Und nun möchte der amerikanische Journalist Yogis nicht Tipps und Tricks zur „Vermeidung“ von Angst bieten, sondern gar ein Loblied auf dieses starke Gefühl singen?

Da darf man gespannt sein. Und wird nicht enttäuscht.

Zunächst beinhaltet Angst zumindest an sich bereits mindestens zwei Impulse. Nicht nur der Lähmung oder der Flucht, sondern auch den Impuls der „Überwindung“ der Angst. Ein „sich stellen“ aus risikobehafteten, bedrohlichen Situationen gegenüber.
Was im Übrigen überaus Sinn macht und von der Natur stimmig eingerichtet ist. An sich bereitet ja alles Unbekannte zunächst Angst. Gäbe der Mensch dieser Angst grundlegend nach, wäre ein Fortschritt weder auf persönlicher Ebene noch auf gesellschaftlicher Ebene möglich. Das Wesen des Fortschrittes und der Reifung ist das Betreten „noch unbekannten Gebietes“, statt in der zwar sicher wirkenden, aber doch sehr begrenzten „persönlich bekannten und vertrauten Welt“ alleine zu verharren.

So wird verständlich, dass der häufigste Satz in der Bibel jenes „Fürchte Dich nicht!“ ist. Wissend darum, dass nur eine Überwindung der Angst oder eine zumindest einsetzende Kontrolle, trotz und mit Angst Schritte zu wagen, eine Entwicklungsmöglichkeit für den Menschen beinhaltet.

Auf der einen Seite also findet sich die Angst als Grundbefindlichkeit allen Lebens (selbst bei Seeanemonen, wie Yogis aufzeigt), auf der anderen Seite lässt sie sich nicht so einfach abstellen und bildet zunächst einen starken Grund der Hinderung, Neues zu wagen.

Und dennoch stimmt, was Yogis sehr plakativ und verständlich auch an vielen persönlichen Beispielen belegt und illustriert: „Die Angst ist keineswegs ein überflüssiges Übel“. Und sie muss keineswegs dauerhaft lähmen.

Im Gegenteil, Angst ist ein vitales, dynamisches Gefühl, ein „Motivator“, das „Beängstigende“ anzugehen und zu überwinden und ein „Regulator“ auf diesen Wegen nicht blindlings voran zu stolpern, sondern eine notwendige Vorsicht walten zu lassen (aber dieser Vorsicht nicht die alleine Macht über das Handeln zu geben).

Angst schärft die Sinne, bringt das Adrenalin auf Touren, beschleunigt die Denkprozesse und vieles mehr.

Zu einem gewissen Nachteil gereicht dem Buch allerdings die ausgeprägte, typisch amerikanische Erzählweise, beständig Geschichten und Geschichten von Bekannten, Freunden oder von sich selbst zu breit als Beispiel anzuführen. An manchen Stellen erscheint die Illustration des eigentlichen Punktes als Wichtiger und umfassender als die durch diese zu beleuchtende Aussage selbst. Dennoch ist und bleibt es spannend, im Buch auch Menschen, Lebensformen zu begegnen, die sich anscheinend nur mit einer gehörigen Portion Angst wirklich wohlfühlen, auch das also gibt es.

Im Gesamten bietet das Buch eine Art Programm, mit der Angst zu leben und die Kräfte der Angst mit Augenmaß zu nutzen, zeigt auf, wie zu große Angst reduziert werden kann, um bewegungsfähig wieder zu werden und beinhaltet eine ganze Reihe bedenkenswerter Hinweise auf die positiven Aspekte der Angst.

Insgesamt eine lesenswerte Lektüre, die zur eigenen Reflexion umfassend einlädt, ohne mit erhobenem Zeigefinger sich unangenehm aufzudrängen.

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Engiles avatar

Rezension zu "Surfing Buddha" von Jaimal Yogis

Der Immer-Wieder-Surfer
Engilevor 5 Jahren

Jaimal ist 16 als er das erste Mal von zu Hause abhaut um in Hawaii nach der perfekten Welle und dem meditativen Surferlebnis zu suchen. In den folgenden Jahren ist sein Leben geprägt von Wellen, Wasser, Buddhismus und dem Zen. Eine lange Reise hat begonnen, die sein halbes, und wer weiß, vielleicht auch sein ganzes Leben dauern wird. So manche Erkenntnis, mancher Rückschlag lässt ihn zum einen erwachsen, zum anderen ruhiger werden. Für mich versucht der Autor dieses Buches, seine Gedanken und Erfahrungen in Lehren zusammen zu fassen und damit etwas an Andere weiter zu geben. Leider bleibt es weitgehend beim Versuch. Man kann die Zusammenhänge manchmal erahnen, eine klare Erkenntnis blieb mir als Leser jedoch verborgen. Ein sprachlich einfach geschriebenes Buch, das leider oft mehr verwirrend als klärend wirkt. Doch wer weiß, vielleicht war das seine Absicht.

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eetjepupetjes avatar

Rezension zu "Surfing Buddha" von Jaimal Yogis

Rezension zu "Surfing Buddha" von Jaimal Yogis
eetjepupetjevor 8 Jahren

Hmm, was soll man sagen zu diesem Buch... ich bin unsicher und gespaltener Meinung!
Kurz zusammengefasst geht es in "Surfing Buddha" um das Erwachsenwerden, surfen, Zen und Buddhismus und um das Zusammenspiel all dieser Komponenten.
Einerseits finde ich es sehr interessant wie der Autor Verbindungen zieht zwischen Zen-Weisheiten, dem Meer, den Wellen und dem Surfen, andererseits bin ich enttäuscht von seinen Beschreibungen des Surfens. Jamail Jogis hat es leider nicht geschafft mir das Gefühl zu vermitteln mit auf dem Brett in den Wellen zu sitzen, wie es bspw. Tim Winton bei "Atem" gelungen ist.
Gerechterweise sollte man vielleicht sagen, dass das vermutlich auch gar nicht seine Intention war, denn die Geschichte beschreibt in erster Linie das Erwachsenwerden des Autors und die durchaus interessanten Wege die er dabei eingeschlagen hat. Hierbei zieht er immer wieder Parallelen zwischen surfen und Buddhismus.
Ich denke dieses Buch besitzt trotz seiner sehr einfachen Schreibstil unglaublich viel Tiefe und deshalb werde ich es auf jeden Fall in einer ruhigen Minute noch ein zweites Mal lesen. Vorher werde ich mich noch ein wenig mit dem Thema Buddhismus beschäftigen, in der Hoffnung dann auch alle Zen-Weisheiten zu verstehen ... und wenn ich danach erleuchteter bin, dann schreibe ich noch eine Rezension;-)
Fazit: durchaus empfehlenswert
PS: falls jemand von euch einen Tipp für gute Surf-Literatur/Romane hat schickt mir doch bitte eine Nachricht...

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