Jakob Arjouni

 3.9 Sterne bei 680 Bewertungen
Autor von Happy birthday, Türke!, Idioten. Fünf Märchen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jakob Arjouni (©Regine Mosimann)

Lebenslauf von Jakob Arjouni

Jakob Arjouni (mit bürgerlichem Namen Jakob Bothe) wurde am 8. Oktober 1964 als Sohn des bekannten Dramatikers Hans Günter Michelsen in Frankfurt am Main geboren, wo er auch aufwuchs. Er absoliverte sein Abitur in einem Internat im Odenwald und zog dann nach Montpellier in Südfrankreich. Sein dortiges Studium brachte er nicht zu Ende, sondern schlug sich als Kellner und Badeanzug- und Erdnussverkäufer durch. 1985 veröffentlichte er seinen Debütroman »Happy Birthday, Türke!« der später von Doris Dörrie verfilmt wurde. Immer wieder schrieb er Theaterstücke. Arjouni wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderme mit dem Deutschen Krimipreis für »Ein Mann, ein Mord«. Ein Jahr später zog es ihn nach Berlin, wo er eine Schauspielschule besuchte, diese jedoch ebenso abbrach wie sein Studium an der Freien Universität. Jakob Arjouni lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Ginestas im Languedoc, Südfrankreich und in Berlin. Der deutsche Schriftsteller, Krimiautor und Dramatiker ist nach schwerer Krebs-Erkrankung im Alter von 48 Jahren in der Nacht auf den 17. Januar 2013 in Berlin im Kreise seiner Familie gestorben.

Alle Bücher von Jakob Arjouni

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Cover des Buches Happy birthday, Türke!9783257215441

Happy birthday, Türke!

 (108)
Erschienen am 28.08.2012
Cover des Buches Idioten. Fünf Märchen9783257603736

Idioten. Fünf Märchen

 (85)
Erschienen am 25.09.2013
Cover des Buches Hausaufgaben9783257603699

Hausaufgaben

 (70)
Erschienen am 28.08.2013
Cover des Buches Der heilige Eddy9783257240177

Der heilige Eddy

 (64)
Erschienen am 24.08.2010
Cover des Buches Cherryman jagt Mister White9783257241679

Cherryman jagt Mister White

 (50)
Erschienen am 22.05.2012
Cover des Buches Magic Hoffmann9783866157897

Magic Hoffmann

 (48)
Erschienen am 22.05.2010
Cover des Buches Mehr Bier9783257215458

Mehr Bier

 (42)
Erschienen am 28.08.2012

Neue Rezensionen zu Jakob Arjouni

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Rezension zu "Bruder Kemal" von Jakob Arjouni

Spannender Multi-Kulti-Krimi
Stephanusvor 3 Monaten

Der türkischstämmige Privatdetektiv Kemal Kayankaja geht in seinem fünften Fall dem Verschwinden eines Mädchens nach und soll zugleich einen Autor beschützen. Beides scheint zunächst nicht zusammenzuhängen, bringt aber schließlich doch eine Verbindung, die dann in Entführung, Mord und Rache endet.

Ajouni schreibt wie immer großartig, gekonnt und pointiert. Er entwirft einen spannenden Krimi, der im Frankfurter Bahnhofsmilieu und der dekadenten Kulturszene angesiedelt ist. Unterhaltsam und gut ausgearbeitete Hauptfiguren machen diesen Krimi ebenso zu einem Lesetipp wie den guten Erzählstil.

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Rezension zu "Kismet" von Jakob Arjouni

Verrücketer, spannender Multikulti-Krimi
Stephanusvor 3 Monaten

Der türkischstämmige Privatdetektiv Kemal Kayankaja will seinem Freund, dem Gastwirt Romario helfen, der von Schutzgelderpressern bedroht wird . Als die Erpresser auftauchen geht so manches schief und Kemal und sein Freund erschießen die Erpresser. Um die Hintermänner aufzudecken ermittelt er und gerät bald in die Schusslinie der kroatischen Mafia und dubioser Geschäftemacher. Die Kneipe von Romario geht in Flammen auf und dieser ist bald ebenso wie Kayankaja in Lebensgefahr, als sein Büro in die Luft fliegt. Eine mörderische Hetzjagd beginnt und Kemal schafft es schließlich sich aus der Schusslinie zu bringen und den Fall zu lösen.

Ajouni gelingt eine spannende Krimi-Handlung im Frankfurter Bahnhofsmilieu mit einer großartigen Hauptfigur. Der Detektiv Kemal Kayankaya, der kein türkisch kann und besser Deutsch spricht als so mancher Deutsche beschreibt sehr gut die Spannungen und Eindrücke der zweiten Generation türkischer Einwanderer, die in Deutschland geboren wurden und nur in ihren Familien die türkische Kultur erfahren haben. Stil und Sprache überzeugen und so mancher pointierter Dialog ist enthalten. Der Autor versteht mit Sprache umzugehen und gekonnt werden Personen beschrieben und auch Spannung aufgebaut, so dass eine lebendige Erzählwelt entsteht, in die ich mich gleich hineinversetzt fühlte. Habe das Buch gerne gelesen und es hat mit gefallen, so dass ich es nur weiterempfehlen kann. 

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Rezension zu "Hausaufgaben" von Jakob Arjouni

What could go wrong, did go wrong ...
engineerwifevor 4 Monaten

Ganz großes Kino auf unter 200 Seiten! Es sollte ein entspanntes verlängertes Wochenende für Joachim Linde, den Deutschlehrer am Schiller Gymnasium, werden. Er wollte zum Wandern nach Brandenburg. Mal wieder frische Luft tanken, den Kopf freibekommen – so hatte er sich das vorgestellt. Die Reise war bereits in allen Details geplant und es ging nun nur noch darum, die letzte Schulstunde erfolgreich zu Ende zu bringen. Und genau da fingen seine Pläne an, sich in Luft aufzulösen. Fein säuberlich, einer nach dem anderen …

In feiner Arjouni Manier beschreibt der Autor die nächsten Tage des genannten Joachim Linde, der sich ganz plötzlich akuten Situationen stellen muss, die er sich zuvor in seinen schlimmsten Träumen nicht ausmalen hätte können … da ist seine Frau Inge in der Psychiatrie, die auf einmal ungeheuerliche zerstörerische Energien entwickelt. Da steht auf einmal sein Sohn mit geballten Fäusten und der Freund der Tochter mit Umzugskartons vor ihm und ja, es kommt noch schlimmer … mehr sei an dieser Stelle jedoch nicht verraten. 

Mit Scharfsinn und einer bewundernswerten Feinsinnigkeit beschreibt Arjouni jenen Linde, den die Leute bis dato als Vorbild für Eltern und Schüler gesehen hatten. Er zeichnet seine Verzweiflung und seinen Kummer so originalgetreu nach, dass man fast glaubt, ihn in den Arm nehmen zu müssen. Ihn, den Antihelden, der doch nur ein Wochenende im Grünen verbringen wollte!

Mit jedem Buch dieses wunderbaren Autors wird mir wieder schmerzhaft bewusst, dass Jakob Arjouni im Januar 2013 mit nur 48 Jahren viel zu früh verstarb. Was wohl noch für Ideen aus seiner Feder geflossen wären, werden wir leider nie erfahren … 

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Zusätzliche Informationen

Jakob Arjouni wurde am 08. Oktober 1964 in Frankfurt/Main (Deutschland) geboren.

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von 5 Lesern aktuell gelesen

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