Der heilige Eddy

von Jakob Arjouni 
3,8 Sterne bei63 Bewertungen
Der heilige Eddy
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Tempo- und geistreich! Witzig und wahrhaftig! Berlin! Berlin! Ein Lieblingsbuch!

P

Ein absolut liebenswertes Buch mit allem was dazugehört: Spannung, Witz und ein gutes Ende.

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Inhaltsangabe zu "Der heilige Eddy"

›Der heilige Eddy‹ handelt vom mysteriösen Verschwinden eines Berliner Großunternehmers und High-Society-Stars, von Klatschjournalisten, einer Stadt außer Rand und Band, einem Volkshelden wider Willen – und vom wunderbarsten Duft der Welt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257240177
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:24.08.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 27.01.2009 bei Diogenes erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ellaellas avatar
    Ellaellavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tempo- und geistreich! Witzig und wahrhaftig! Berlin! Berlin! Ein Lieblingsbuch!
    Berlin! Berlin!

    Diese Berliner Kleingangster-Story reißt bereits auf den ersten Seiten mit. Eddy wickelt sie alle ein und zockt sie ab, bis er selbst inmitten einer riesigen Verwicklung steckt. Und dann geht ihm auch noch sein Herz verloren, als ob er nicht schon genug am Bein hätte, zum Beispiel eine Leiche... 

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    Duffyvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der heilige Eddy" von Jakob Arjouni

    Ein Mann stolpert an einer Wohnungstür, als er seine Tochter besuchen will, stürzt die Treppe hinab und kommt zu Tode. Pech für Eddy, einem kleinen Betrüger und Straßenmusikanten, der dabei steht und nun natürlich denkt, dass man ihn dafür verantwortlich machen wird, denn der Stolperer ist ein bekannter Großunternehmer und Szenegröße. Also beschließt Eddy den Unternehmer vrschwinden zu lassen. Eine Entscheidung, dessen Klugheit man anzweifeln kann, doch das ist nach dem Verbrennen der Leiche in einem Waldstück natürlich zu spät und wie es sich gehört, fangen für Eddy nach der Brandaktion die Probleme erst richtig an.
    Eine schöne Geschichte, in der alles enthalten ist, was ein guter Roman eben enthält, etwas Krimi, eine Liebesgeschichte, sogar einen sozialen Aspekt, Intrigen, Freundschaft und vor allem eine sympathische Hauptfigur. Arjouni hat all dies mit seinem schönen, flüssigen Erzählstil ohne Längen und mit Gespür für Pointen in diesem Roman untergebracht. Bis zum Schluss hofft man mit Eddy, dass die Sache ein gutes Ende nimmt und ... Lesen Sie selber, Arjounis Romane sind nämlich allerbeste Unterhaltung, Genuss ohne Reue.

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    Moenas avatar
    Moenavor 7 Jahren
    Rezension zu "Der heilige Eddy" von Jakob Arjouni

    Was für ein dummer Zufall: Ausgerechnet vor Eddys Wohnungstür gerät der derzeit meistgehasste Mann Berlins ins Stolpern - Imbissbuden-Millionär und Heuschreckenkapitalist Horst König. Das Letzte, was Eddy - ein sympathischer Trickbetrüger, der sich mit dem Ausnehmen betuchter Leute ein Leben als Musiker samt bürgerlicher Fassade im linksalternativen Kreuzberg finanziert - gebrauchen kann, ist die Aufmerksamkeit der Polizei. So wenig wie die von Königs Bodyguards, die draußen auf ihren Chef warten.
    Zwar weiß sich Eddy zunächst zu helfen, doch dann gerät die Geschichte außer Kontrolle. Der Fall Horst König wird zum Berliner Medienereignis und dessen Familie zum Freiwild für Boulevardjournalisten, während der vermeintliche Mörder von Presse und Bevölkerung zum Volkshelden aufgespielt wird.
    Eddy plagt das schlechte Gewissen, und gerne würde er sämtliche Missverständnisse aufklären. Am liebsten gegenüber Königs schöner und exzentrischer Tochter Romy.

    „Der heilige Eddy“ ist wiedermal ein Buch, das ich zu Buchhändlerzeiten aus der Leseexemplar-Kiste gefischt und dann vergessen hatte. Aber da das Buch mit 246 Seiten sehr dünn ist, hatte ich es mir nun doch einfach mal vorgenommen.

    Obwohl mich das Buch mit seinem locker-humorvollen Schreibstil und dem sympathischen Protagonisten überzeugen konnte, war die Kürze am Ende ein großer Minuspunkt.
    Bis zu der Stelle, als Eddy die Leiche von Horst König auf äußerst kreative Weise an den Bodyguards vorbeischafft und entsorgt, habe ich das Buch mit großer Begeisterung gelesen. Die Kapitel lesen sich schnell und flüssig und die eine oder andere Idee oder Erinnerung von Eddy hat mich schmunzeln lassen.

    Leider wird der durchweg positive Eindruck des Buches dadurch zerstört, dass der Rest der Geschichte viel zu schnell und zu grob erzählt wird. Die Beziehung, die sich zwischen Eddy und Romy - die unter falschem Namen im selben Haus wohnt - entwickelt, wird kaum erklärt. Die beiden treffen sich nicht ganz zufällig auf der Trauerfeier für Romys Vater, verabreden sich und landen zusammen im Bett. Danach ist die Beziehung einfach plötzlich da, von einem Kapitel zum nächsten, ohne weitere Beschreibung oder Erklärung.
    Auch Eddys Entschluss, die Missverständnisse aufzuklären und Romy darüber in Kenntnis zu setzen, kommt sehr plötzlich und Romys Reaktion war für mich nur schwer nachvollziehbar. Was aber auch daran liegt, dass die Figur Romy kaum charakterisiert wird, sodass ich keine Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Dafür war schlichtweg keine Zeit.

    Das Ende ist schließlich dann zwar unterhaltsam, lässt aber sehr viel offen. Mir gab der Roman das Gefühl, als hätte der Autor eine gute Idee für den Anfang gehabt und hätte das Ganze dann so schnell wie möglich zum Ende bringen wollen. Die meisten Handlungspunkte im zweiten Teil werden nur kurz angerissen, bevor Eddy zum nächsten übergeht. So bleibt kaum Zeit, sich als Leser wirklich in die Geschehnisse hineinzuversetzen und die Geschichte mitzuverfolgen.

    Fazit:
    Ein kurzweiliger Roman mit spannendem sowie humorvollem Anfang, bei dem zum Ende hin aber leider viel Potenzial verschenkt wurde.

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    BertieWoosters avatar
    BertieWoostervor 7 Jahren
    Rezension zu "Der heilige Eddy" von Jakob Arjouni

    Eddy ist ein Straßenmusiker und im Nebenberuf ein kleiner Großstadthalunke oder umgekehrt, wie man es sehen möchten. Es läuft eigentlich ganz gut. Gleich zu Beginn des Buchs wird man in die Welt der Trickbetrüger eingeführt. Eddy kassiert gleich ordentlich ab. Aber dann passiert etwas unvorhergesehenes. Der wohl meist gehasste Mann Berlins, ein Millionär und "Heuschrecke" kommt im Stiegenhaus von Eddy Zuhause unglücklich zu Tode. Was macht dann so ein kleiner Ganove, der befürchten muss, dass seine eigentlicher Beruf auffliegt und er vielleicht sogar wegen Mordes in den Knast kommt? Er versucht die Leiche zu beseitigen, wobei ihm seine Tricks zugute kommen.
    Damit beginnt aber erst die Sache sich nochmehr zu verwickeln.
    Eine witzig geschriebene Geschichte, kein Krimi im eigentlichen Sinn. Eher noch eine Satire auf den Boulevardjournalismus, der mit seinen Schlagzeilen Leute hochjubeln oder in der Luft zerreissen kann, ohne dass die Wahrheit eine Rolle spielt. Insgesamt ein flüssig zu lesendes interessantes Büchlein.

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    AliceIBvor 8 Jahren
    Rezension zu "Der heilige Eddy" von Jakob Arjouni

    " Der heilige Eddy" ist ein Gaunerstück der Extraklasse. Teilweise hat Eddy mich an den wesentlich melancholischeren Mr. Ripley erinnert...keine schlechte Gesellschaft...oder vielleicht doch?!
    Auf jeden Fall macht dieses Buch wirklich Spaß?

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    Archibald Pynchon-Lights avatar
    Archibald Pynchon-Lightvor 8 Jahren
    Rezension zu "Der heilige Eddy" von Jakob Arjouni

    Eddy führt ein Doppelleben. Genauer gesagt, ein Dreifachleben. Es gibt den Trickbetrüger Eddy, der am Berliner Hauptbahnhof gutbetuchte Reisende ausspäht und sie mit einem simplen Bananenschalentrick um ihr Geld bringt. Es gibt den Straßenmusiker Eddy, der davon träumt, von der Musik leben zu können und die Betrügereien nur abzieht, um ein Auskommen zu haben. Und es gibt den gutbürgerlichen, stilbewussten Eddy, der mit den Nachbarn harmoniert und auf die unbedingte Einhaltung von Regeln pocht. Vor allem diese Rolle sorgt für sehr komische Momente, wenn er cholerischen Geschäftsleuten und gelangweilten Leibwächtern gegenübertritt.

    So kreuzt sein Weg den von Horst „Hotte“ König, einem Großunternehmer, der einst als Retter von Berlin gefeiert wurde und nach Betriebspleite und Massenentlassung zum meistgehassten Mann der Stadt wurde. Es kommt, wie es kommen muss und plötzlich hat Eddy eine Leiche am Hals.

    Arjounis großes Talent bestand schon immer darin, Figuren und Situationen zu erschaffen, die einem während des Lesens Unbehagen bereiten. Vielleicht, weil sie so vertraut oder so leicht vorstellbar sind. Bei ihm wird Fremdschämen großgeschrieben und man bekommt diese Szenen lange nicht mehr aus dem Kopf. Allein das Ablenkungsmanöver, das sein Held mit mehreren Möbelhändlern inszeniert, um im allgemeinen Durcheinander die Leiche des Königs aus dem Haus zu schaffen, lohnt schon die Anschaffung des Buches.

    Doch der wahre Ärger beginnt damit erst für Eddy. Hinter dem Unfall wird schon bald ein politisch motivierter Mord vermutet und die Familie des Opfers von Boulevardjournalisten belagert. Und dann lernt Eddy auch noch die schöne Tochter des Königs kennen...

    Mit seinen Kemal-Kayankaya-Krimis von Happy Birthday, Türke bis Kismet wurde er berühmt und hat zahlreiche Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht. Sein Buch Der heilige Eddy ist eine Krimikomödie mit viel Berliner Lokalkolorit und wie immer bei Arjouni, ein großes Lesevergnügen.

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    libris avatar
    librivor 8 Jahren
    Rezension zu "Der heilige Eddy" von Jakob Arjouni

    Wie so oft, ein durchaus gelungener Roman von Jakob Arjouni. Ich lese seit Jahren alle seine Bücher und werde nur selten enttäuscht.

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    RalfderPreussevor 8 Jahren
    Rezension zu "Der heilige Eddy" von Jakob Arjouni

    Ein sympathischer Kleinkrimineller, Eddy Stein, verursacht durch eine Notwehrhandlung den Tod einer Wirtschaftsheuschrecke.

    Und beseitigt die Leiche, um weitere Verwicklungen zu vermeiden.

    Doch damit beginnen die Verwicklungen erst so richtig.

    Ein literarischer Krimi.

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    DieBuchkolumnistinvor 9 Jahren
    Rezension zu "Der heilige Eddy" von Jakob Arjouni

    Der in Kreuzberg wohnende Eddy ist äußerst charmant und vielseitig und nutzt dies gerne für kleinkriminelle Machenschaften aus: Er betrügt und stiehlt, wo sich ihm eine Gelegenheit ergibt und wer mit offenen Augen durch Berlin geht, der findet oft eine Möglichkeit, den ein oder anderen Mitbürger ein bisschen zu erleichtern. Doch sein wahrlich größtes Verbrechen ist ein Versehen, denn bei einem ungewollten Streit vor der eigenen Haustür schubst er den momentan unbeliebten Wirtschaftsboss Horst König so, dass dieser sich den Kopf aufschlägt und stirbt. Erst kann Eddy alles vertuschen, doch dann trifft er auf sein verschollen geglaubtes Gewissen sowie Königs schöne Tochter Romy...

    Dies ist nach "Chez Max" mein zweites Buch von Jakob Arjouni und auch hier muss ich wieder den sehr unterhaltsamen Schreibstil des Autors bewundern. Mit viel Charme und Witz kritisiert er unsere Gesellschaft und hier im Besonderen noch die deutsche Hauptstadt. Manch einer mag sich wiedererkennen und deswegen umso mehr unterhalten werden, der Rest wird einfach vom spannenden Verlauf der Geschichte in den Bann gezogen - wird der Mörder wirklich einfach so davon kommen? Trotzdem fand ich alles etwas vorhersehbar und konnte als Münchnerin eben nicht alles nachvollziehen, ausserdem hat mir "Chez Max" wesentlich besser gefallen und daher war ich nun etwas enttäuscht. Also, gute Unterhaltung mit einigen Schwächen - 3 von 5 Sternen.

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    LeGrandGriss avatar
    LeGrandGrisvor 9 Jahren
    Rezension zu "Der heilige Eddy" von Jakob Arjouni

    Nettes Berlin-Gauner-Schelmenstück. Arjouni kann schreiben, auch ohne den Frankfurter Privatdetektiv Kayankaya

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