Jakob Arjouni Happy birthday, Türke!

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Inhaltsangabe zu „Happy birthday, Türke!“ von Jakob Arjouni

Privatdetektiv Kemal Kayankaya versucht gerade eine Wespe aus seinem Büro zu vertreiben, als es an der Tür klingelt. Herein tritt eine kleine Türkin in Trauerkleidung. Ihr Mann ist vor ein Paar Tagen in einem Bordell ermordet worden, und die Polizei kümmert sich nicht gerade eifrig, darum, den Mörder zu finden. Ein neuer Fall - und dringend gebrauchtes Kleingeld - für Kayankaya.

Rauh, hartgesotten und mit hessischem Charme, dieser Türke! Lesenswerter deutscher Krimiklassiker!

— Gulan
Gulan

Fast schon ein Klassiker unter den Regionalkrimis, konnte mich aber trotzdem nicht überzeugen

— smayrhofer
smayrhofer

Ganz einfach großartig, ein wirklich gutes Stück Kriminalliteratur.

— WortGestalt
WortGestalt

Der letzte wirklich gute deutsche Detektiv-Roman!

— POMFritz
POMFritz

(3,5 Sterne) Einer der besseren Regionalkrimis, obwohl sich Arjounis Leistung im Laufe der Jahre stark verbessert.

— allthesespecialwords
allthesespecialwords

Mein erster Krimi, nuja vom Hocker reißt er mich jetzt nicht grade. Aber ganz schlecht ist er auch nicht.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Happy birthday, Türke!
    Gulan

    Gulan

    05. June 2017 um 13:15

    Ich trank und rauchte , schoß Ringe in die Luft und ließ meine Gedanken wegschwimmen. Das Bier legte einen Schleier über meine Augen. Ich schob die Beine auf den Tisch und rutschte in eine bequeme Lage. Das Bier lief wie in einen trockenen Schwamm. Dann fiel die Flasche auf den Boden, und ich schloß die Augen. Ich war angetrunken und müde. Es war wohlig warm.Gerade als der Schatten langsam auch über mein Gehirn zog, schrillte die Türklingel.„Scheiße.“Ich rappelte mich hoch, schlurfte zur Tür und drückte die Klinke herunter. Erst sah ich tranig in die Mündung. Dann war ich mit einem Schlag hellwach. (S. 113) Privatdetektiv Kemal Kayankaya erhält an seinem Geburtstag unverhofft einen interessanten Auftrag: Der Türke Ahmed Hamul wurde im Hinterhof eines Bordells ermordet aufgefunden, die Polizei hat bislang wenig vorzuweisen. Die Ehefrau des Toten bittet ihn, den Täter zu ermitteln. Da sogar ein Vorschuss gezahlt wird, macht sich Kayankaya auf den Weg ins Frankfurter Rotlichtmilieu und es dauert nicht lange, bis er erste Ergebnisse erzielt. Kayankaya findet schnell heraus, dass Hamul mit Heroin gedealt hat und auch in der Familie des Toten liegt einiges im Argen. Offenbar war auch sein Schwiegervater als Dealer tätig und starb vor drei Jahren an einem Autounfall. Kayankaya erhält mit Hilfe des pensionierten Kommissars Löff auch Zugang zu Polizeiakten, die ihn aufhorchen lassen. Doch mit seinen Nachforschungen gerät er selbst in die Schusslinie, denn schon nach wenigen Stunden erreicht ihn ein erster Drohbrief. Autor Jakob Arjouni betrat 1985 mit 21 Jahren die literarische Bühne mit seinem vielbeachteten Debüt „Happy Birthday, Türke“. Arjouni, geboren und aufgewachsen in Frankfurt, kreierte mit Kemal Kayankaya einen Privatdetektiv in klarer Tradition der amerikanischen hardboiled detectives, der aber dennoch ein echter Frankfurter Junge ist. Mit dem dritten Kayankaya-Roman „Ein Mann, ein Mord“ gewann Arjouni 1992 den Deutschen Krimi Preis. Daneben war der Autor aber vielseitig in der Wahl der Gattung und des Genres, allerdings behandeln alle Werke meist zeitgenössische, gesellschaftskritische Thematiken. Er schrieb mehrere Theaterstücke, Entwicklungsromane, eine Dystopie. Aber er kehrte immer wieder zu seinem Kemal Kayankaya zurück, so bei seinem letzten veröffentlichten Roman „Bruder Kemal“, dem fünften Band der Reihe. Arjouni verstarb 2013 an einem Krebsleiden. Der Abend war verlaufen wie erwartet. Wir sprachen über Autos, die wir nicht bezahlen, und Frauen, die wir nicht beschlafen konnten. Er sowieso nicht mehr. Später klauten wir dem Gemüsehändler im Erdgeschoß noch zwei Flaschen Mariacron aus dem Keller und waren irgendwann danach bewußtlos in die Betten gefallen. (S.6) Die Geschichte lebt natürlich von ihrer äußerst gelungenen Hauptfigur. Ich-Erzähler Kemal Kayankaya feiert zu Beginn der Geschichte seinen 26.Geburtstag. Er hat eine interessante Biografie: Kind türkischer Eltern, Mutter bei der Geburt, Vater vier Jahre später bei einem Unfall verstorben. Von einem deutschen Ehepaar adoptiert und dadurch durch und durch deutsch sozialisiert. Durch sein Äußeres und seinen Namen wird er jedoch regelmäßig mit dem ganz alltäglichen Rassismus konfrontiert, dem er meist mit Ironie und Schlagfertigkeit begegnet. Kayankaya ist mehr zufällig zu seiner Privatdetektivlizenz gekommen, aber er hat die richtige Spürnase und bewegt sich sicher durch das Frankfurter Bahnhofsviertel. Er ist ein einsamer Wolf, hartgesotten, ständig zerknittert und verkatert, aber gleichzeitig mit hoher Intelligenz und auch Empathie – also definitiv mehr Marlowe als Spade. Arjouni hat diesen Krimi sehr straff geplottet. In drei erzählten Tagen und nach weniger als 200 Seiten ist er auch schon wieder aus. Zwar kam mir hin und wieder der Gedanke, dass Kayankaya die Dinge manchmal schon etwas zu flott herausfindet, aber dafür gibt es hier auch keinen Leerlauf. Alles in allem eine vorzügliche Geschichte mit rauen Tönen, aber auch hessischem Charme (und Dialekt).

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    • 6
  • Großartige Kriminalliteratur

    Happy birthday, Türke!
    WortGestalt

    WortGestalt

    Dieses Buch fand ich so großartig, dass ich gar nicht weiß, wohin mit all meiner Freude! Bücher, die einen so richtig begeistern, sind immer etwas ganz besonderes und es fällt mir schwer, "Happy birthday, Türke!" mit Worten gerecht zu werden. Denn wenn ein Buch es mir so richtig angetan hat, dann neige ich auch leicht zur Glorifizierung. Daher kann es gut sein, dass ich schlichtweg blind bin für eventuelle Schwächen, die „Happy birthday, Türke“ haben könnte. Denn auch, wenn ich beispielsweise das Ende recht früh erahnen konnte, war die Geschichte in meinen Augen so genial erzählt, so rund, so zufriedenstellend in allen für mich relevanten Punkten, was bleibt mir da mehr, als begeistert zu sein?! Besonders, da ich von Hause aus eine Schwäche für diese Art von Detektivromanen habe. Der hartgesottene Privatdetektiv, der sein Whiskeyglas nicht nur in einem Zug leert, sondern es auch ohne mit der Wimper zu zucken zerkaut, hinunterschluckt, aufsteht, loszieht und seinen verdammten Fall klärt. Für diese Art von Figurenzeichnung sollte man ein wenig Begeisterungsfähigkeit mitbringen, um Freude an den Geschichten um den Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaya zu haben. Kemal Kayankaya, 26, Privatdetektiv in Frankfurt am Main, versteht wunderbar hessisch, aber kein Wort türkisch. Da fühlen sich schon die ersten auf den Schlips getreten, türkische wie hessische Mitbürger. In Ankara geboren, ist er nach dem Tod seiner Eltern in Frankfurt am Main aufgewachsen, ein hessischer Bub durch und durch quasi, auch wenn seine Mitmenschen in ihm nur den Türken sehen. Es gibt viele Szenen, die das Thema aufgreifen und erstaunlich wenige Menschen in diesem Buch, die ohne Schranken denken können. Bedenkt man, dass „Happy birthday, Türke“ in den frühen 1980er Jahren geschrieben wurde, fällt auf, dass... ja, was eigentlich? Dass auch in den 80er Jahren Alltagsrassismus überall anzutreffen war? Dass Menschen damals auch nicht klüger waren, nicht toleranter? Aber es gibt wie immer beide Seiten, die netten und die garstigen, auch im Buch. Damals und heute. Und das Buch will da auch gar nicht mit dem erhobenen Zeigefinger mahnen, zumindest kam es mir so nicht vor. Es bildet einfach die Realität ab, gerade was die sozialkritischen Themen angeht. Die Story selbst ist fiktiv und dabei ein absolut stimmiger Kriminalfall. Und es geht ordentlich zur Sache, ganz so, wie ich es mir bei einem Privatdetektiv-Krimi vorstelle. Da wird ordentlich ausgeteilt und eingesteckt, im Milieu ermittelt, man trifft sich in dunklen Gassen und in noch dunkleren Kneipen, Fäuste fliegen, ebenso die dicken Sprüche, und das alles mit einer klitzekleinen Prise Humor, einer Art Nonchalance. Ganz der toughe Typ, trotz zerschlagener Nase. Zugeschwollenes Auge, Tritte in die Nieren, ach was, das macht doch nichts. Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Ein Privatdetektiv auch nicht. Diese Attitüde macht für mich den Charme solcher Geschichten aus. Charme hat auch die Art, wie Jakob Arjouni die Geschichte erzählt. Sehr konzentriert und doch mit ein paar Anekdoten hier und da kommt ein perfektes Lesetempo zustande, auf gerade einmal 170 Seiten entsteht eine Geschichte, die man auf 400 Seiten auch nicht besser hätte erzählen können. Es ist einfach alles drin, alles dran. Ein Privatdetektivkrimi, hard-boiled wie man es aus den USA kennt, aber dabei doch ganz verwurzelt in dem, was die damals noch deutsch-deutsche Geschichte prägte. Ein Kriminalroman mit einem starken Zeitgeist. Jakob Arjouni hat neben zahlreichen anderen Romanen insgesamt 5 Bände der Kemal Kayankaya-Reihe geschrieben, der letzte Band „Bruder Kemal“ erschien 2012. Der Autor verstarb 2013 und hinterlässt mit seinem Werk einen der wichtigsten Wegsteine der jüngeren, deutschsprachigen Kriminalliteratur. Fazit: Hier ist einfach alles stimmig, ein wunderbares Stück Kriminalliteratur! Der Privatdetektiv Kemal Kayankaya ist mit seinen 26 Jahren noch nicht ganz so abgefuckt wie manch andere Ermittler in diesem Genre, hat aber trotzdem die nötige Tiefe und die richtige Einstellung, um als Figur zu funktionieren und zu begeistern. Ein Krimi, den man lesen sollte, wenn man sich ein umfangreiches Bild von der jüngeren, deutschsprachigen (Krimi-)Literatur machen möchte. Bewertung: Stil: 5/5 | Idee: 4/5 | Umsetzung: 5/5 | Figuren: 5/5 | Plot-Entwicklung: 5/5 Tempo: 5/5 | Tiefe: 5/5 | Komplexität: 4/5 | Lesespaß: 5/5 Rezension von WortGestalt http://wortgestalt-buchblog.blogspot.de

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    • 3
  • Krimi Noir

    Happy birthday, Türke!
    Ellen-Dunne

    Ellen-Dunne

    21. March 2013 um 16:19

    Das Buch ist ein echter Klassiker der deutschen Krimiliteratur. Der Held Kemal Kayankaya ist so männlich, es tut schon weh. Aber die Geschichte im Frankfurt der 80er ist so schnell, rasant und gut geschrieben, da macht man gerne mit. Wie traurig, dass der Autor so früh verstorben ist und ich erst dadurch wirklich auf ihn aufmerksam wurde ...

  • Rezension zu "Happy birthday, Türke!" von Jakob Arjouni

    Happy birthday, Türke!
    Sve-n-ja

    Sve-n-ja

    09. January 2012 um 18:27

    Ein interessanter, kurzweiliger Roman, der nicht extrem speziell ist. Gelesen habe ich ihn ganz gerne und könnte mir vorstellen, noch weitere Bücher von Arjouni zu testen.

  • Rezension zu "Happy birthday, Türke!" von Jakob Arjouni

    Happy birthday, Türke!
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. April 2011 um 10:11

    Inhalt: Herr Kayankaya lebt in Frankfurt a.M. und ist Privatdetektiv. Aber nicht nur das macht der Polizei zu schaffen, sondern auch, dass er türkische Wurzeln hat. Das passt nicht in ihr Bild. Er hat Geburtstag und feiert ihn mit Café und Kuchen alleine in seinem Büro, als er einen Auftrag einer türkischen Frau bekommt: Er soll heraus bekommen, wer ein Familienmitglied erstochen hat. Die Polizei tut aus der Sich der Frau einfach zu wenig... ** ** ** ** ** ** *** Schreibstil: Eigentlich würde ich schreiben: Nicht besonders auffällig. Schlicht und einfach. Wenn es da nicht immer wieder Bilder gäb, die durch die Wortwahl einen extremen Ekel und Härte erlangen. ** ** ** ** ** ** *** Quintessenz: Eine nette Ferienlektüre. Der Anfang dümpelte die Geschichte vor sich hin. Erst das letzte Kapitel wurde dann im Ansatz spannend. Ein Regional-Krimi. Ein wenig nervig finde ich, dass in scheinbar allen Romanen über/ mit Privatdetektiven, diese kurz vor dem finanziellen Ruin stehen, dann einen Auftrag bekommen und nachher trotzdem nicht mal besser dastehen. Scheinbar gibt es ein Privatdetektiven-Milieu, das alle Autoren wieder aufgreifen und behalten wollen...?!? ** ** ** ** ** ** ***

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  • Rezension zu "Happy birthday, Türke!" von Jakob Arjouni

    Happy birthday, Türke!
    Cibo95

    Cibo95

    04. November 2010 um 07:57

    Mord und Drogenhandel in Frankfurt, Ahmed Hamul wird mit einem Messer im Rücken am Bahnhof aufgefunden. Die Polizei verfolgt den Fall nicht wirklich, so dass die Familie von Hamul einen Privatermittler auf den Fall ansetzt. Da er einen türkischen Namen trägt, gehen sie davon aus, dass er ein "echter" Türke ist, er soll sich um den Tod des Landsmanns kümmern. Kemal Kayankaya ... der etwas versoffene, zynische Privatermittler in seinem ersten Fall. Da er seine türkischen Eltern früh verloren hat und in Deutschland bei Pflegefamilien aufgewachsen ist, sind ihm die türkische Sprache und türkische Sitten nur am Rande bekannt. Er übernimmt den Fall und jagd auf eigene Faust den Mörder, korrupte Polizisten und Dirnen. Mir hat die Figur sehr gut gefallen, mit dem Fall wurde ich nicht warm, außerdem wurde mir in dem kurzen Krimi zuviel am frühen Morgen gesoffen ;-) Ich werde wohl keine weiteren Kayankaya-Krimis lesen.

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  • Rezension zu "Happy birthday, Türke!" von Jakob Arjouni

    Happy birthday, Türke!
    Duffy

    Duffy

    24. February 2010 um 17:46

    Der wohl populärste Kayankaya-Krimi, in jedem Fall der typische. Arjouni schickt seinen türkischen Privatschnüffler durch Frankfurt, um den Mord an einem Landsmann zu klären, der auf die schiefe Bahn gekommen ist. Da tritt allerhand Er- staunliches zutage. Immer sieht man auch Philip Marlowe herumgeistern, aber längst hat Kayankaya sein eigenes Profil. Ein cooler, angenehmer Looser einerseits, auf der anderen Seite den Ganoven verstandmäßig doch ein wenig voraus. Er zeigt es eben nicht s, kann auch gut einstecken und ist das, was man durch und durch als symphatisch bezeichnen würde. Arjouni hat das Genre um eine feste Größe bereichert.

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  • Rezension zu "Happy birthday, Türke!" von Jakob Arjouni

    Happy birthday, Türke!
    Petruscha

    Petruscha

    30. March 2009 um 12:22

    Schön, aber auch hart. Es war nett mal wieder einen Ausflug in die 80er Jahre zu machen mit Telefonzellen und so. Insgesamt fand den Roman auch amüsant, aber nicht besonders lustig. Besser gefallen mir Arjounis moderne Feenmärchen.

  • Rezension zu "Happy birthday, Türke!" von Jakob Arjouni

    Happy birthday, Türke!
    jenny5556

    jenny5556

    08. December 2008 um 19:38

    Dünnes Buch aber weckt neugier

  • Rezension zu "Happy birthday, Türke!" von Jakob Arjouni

    Happy birthday, Türke!
    LoK

    LoK

    10. November 2006 um 10:55

    einer der lustigsten Krimis überhaupt.