Jakob Arjouni Hausaufgaben

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Inhaltsangabe zu „Hausaufgaben“ von Jakob Arjouni

War er seiner Familie, seinen Schülern nicht immer ein leuchtendes Vorbild? Und nun muss Deutschlehrer Joachim Linde »peinlichstes Privatleben« vor seinen Kollegen ausbreiten, um seine Haut zu retten. Denn alles in seinem Leben scheint die schlimmstmögliche Wendung genommen zu haben.

Ich musste das Buch für den Deutschunterricht lesen und ehrlich gesagt fand ich es noch überraschend unterhaltsam und gut geschrieben.

— Arya_
Arya_

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    Hausaufgaben
    dominona

    dominona

    17. October 2014 um 10:21

    Seine Frau leidet an Depressionen, die Tochter begeht einen Selbstmordversuch und zieht danach aus und der Sohn will auch nichts mehr von ihm wissen und und er selbst möchte eigentlich nur ungestört wandern gehen, da fangen seine Schüler in der letzten Stunde an über Antisemitismus und Kriegsschuld zu debattieren und bringen ihn dadurch in ernste Schwierigkeiten, aber wo bitteschön soll er bei der ganzen Angelegenheit auch nur einen Fehler begangen haben? Er war immer ein vorbildlicher Vater und Ehemann, immer, ehrlich, ungelogen, etwas anderes kam für ihn ja gar nicht in Frage. Das Buch liest sich wie ein Messer durch weiche Butter geht, aber diese aalglatte Hauptfigur, die sich alles so hindreht, wie sie es gerne hätte, dieser Antiheld quasi, geht einem irgendwann so auf die Nerven, dass man den Holzthron, auf dem er sitzt am liebsten selbst ansägen würde.

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  • politisch korrekt scheitern

    Hausaufgaben
    Petruscha

    Petruscha

    19. August 2014 um 19:04

    Kurzer Roman über das Scheitern eines 68er Lehrers. Dicht geschrieben und politisch geradezu brisant, da er nebenbei sämtliche Gutmenschendoktrinen für persönliche Vorteile des Protagonisten benutzt. Ist denn so die grüne menschenrechtsbewegte Welt gemeint?

  • Rezension zu "Hausaufgaben" von Jakob Arjouni

    Hausaufgaben
    TaschaBroich

    TaschaBroich

    17. January 2013 um 16:45

    Die Abgründe des Alltags - unfd wie man davon eingeholt werden kann. Witzig, und hintergründig böse.

  • Rezension zu "Hausaufgaben" von Jakob Arjouni

    Hausaufgaben
    Ben78

    Ben78

    05. June 2012 um 13:04

    Dieses Buch hat mich schockiert und gefesselt zugleich. Ich hatte mich in den Klappentext gar nicht groß eingelesen, sonder mir das Werk als Hörbuch auf den iPod gezogen und beim laufen genossen. So unbefangen ging ich dann auch an die Selbstdarstellung des Protagonisten heran, welcher sich im Laufe der Handlung immer mehr in Wunschdenken, Halbwahrheiten und Lügengebäuden zur eigenen Person verstrickt, um vor sich selbst zu bestehen. Dabei kommt es immer wieder zu kleinen Schockmomenten, in welchem Arjouni dem Leser geschickt vermittelt, was da wirklich gelaufen sein muss. Fazit: Bin glaube ich 10-12 km mehr gelaufen als geplant, weil ich nicht loskam von dem Werk. Gute Unterhaltung.

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  • Rezension zu "Hausaufgaben" von Jakob Arjouni

    Hausaufgaben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. March 2011 um 11:08

    Der Deutschlehrer Linde am Reichenheimer (der Name dürfte unterschiedliche Assoziationen in Gang setzen) Schiller-Gymnasium will in die Ferien. Über einen von ihm nicht rechtzeitig unterbrochenen Wortwechsel zwischen der antifaschistischen Schülerin Sonja und dem von ihr als rechtskonservativ eingeordneten Mitschüler Oliver kann Linde endlich das Thema der Hausaufgabe loswerden: Wie kommt Deutschland aus der Naziecke?- Ein für Linde, den Autor und den Leser verfängliches Thema. Für Linde umso mehr, als seine verkorkste Familie Angriffsflächen bietet, für den Autor, weil er sich nicht eindeutig auf eine Seite schlagen darf und offensichtlich auch nicht will, und für den Leser, weil er - zumeist - schon Stellung bezogen hat und auf die ihm gefällige Antwort wartet. Arjouni "schlägt" damit seine Leserschaft, und hier ist der hoch gegriffene Ausdruck vielleicht wirklich einmal angebracht, so "in Bann", dass das Buch, wenn es geht, in einem Zug gelesen wird. Am Schluss ist niemand unbefriedigt, aber auch wohl niemand ganz zufrieden. - Eine Momentaufnahme, die den nach wie vor zur Thematik (der Titel steht im Plural!) vorherrschenden Zeitgeist zutreffend beschreibt.

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  • Rezension zu "Hausaufgaben" von Jakob Arjouni

    Hausaufgaben
    Duffy

    Duffy

    07. September 2010 um 18:41

    Die TAZ schrieb über dieses Buch, dass es Arjounis "relevantester" Roman ist und dem kann man sich nur anschließen. Deutschlehrer Linde hat sich im Rahmen eines Kurses mit der Frage der Deutschen im Nazireich zu beschäftigen. Auch muss er noch mit Konfrontationen verschiedener Befindlichkeiten bei den Schülern fertig werden. Hinzu kommt noch ein zerrüttetes Familienleben, eine Altschuld, die keine ist und die dramatischen Zuspitzungen der einzelnen Faktoren. Irgendwie wird alles miteinander verknüpft und endet unvorhergesehen, aber irgendwie doch logisch. Dieser Roman packt von der ersten zur letzten Seite, ein kleines Juwel zwischen gut angelegter Fiktion und der Bedrohung, dass das alles genauso irgendwie irgendwo passieren könnte. Arjounis bester bisher.

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  • Rezension zu "Hausaufgaben" von Jakob Arjouni

    Hausaufgaben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. February 2010 um 13:28

    Viel zu nah an der Wahrheit, als das in diesem Buch nicht eine erschrekende Realität zu Grunde liegt. Wenn auch die einzelnen Faktoren, die Lindes Wochenendpläne durchkreuzen, auf manch einen Leser konstruiert wirken, aber diese Leser haben dann auch keinen Bezug zu dieser heiklen Thematik und haben auch keine Vorstellung davon, wie ein Leben, dass auf einer Lügen aufbaut wie ein Kartenhaus - auf einen Streich - zusammenbrechen kann. Ich kann es nur nochmal betonen, dass Arjouni in diesem Roman nicht nur an einer Wahrheit kratzt, sondern die Wahrheit heraus schneidet.

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  • Rezension zu "Hausaufgaben" von Jakob Arjouni

    Hausaufgaben
    sternchen70

    sternchen70

    14. March 2009 um 09:07

    Wie ein einzelnes Wochenende doch das Leben eines Menschen verändern kann! Immer, wenn man denkt, wow, extrem, setzt Arjouni noch eins drauf. - Gut geschrieben, berührend, unerwartet - lesenswert!

  • Rezension zu "Hausaufgaben" von Jakob Arjouni

    Hausaufgaben
    papalagi

    papalagi

    26. February 2009 um 10:05

    Eigentlich wollte Deutschlehrer Linde über das verlängerte Wochenende seine immer wieder aufgeschobene Reise nachholen. Die Möglichkeit dazu hat er, weil seine Frau mit einem weiteren Nervenzusammenbruch in der Klinik weilt, sein Sohn auf einer Greenpeace-Demo ist und die Tochter nach einem Selbstmordversuch von der Fam. das Weite gesucht hat und jetzt bei ihrem Freund in Rom lebt. Aber eben, es kommt ganz anders. In der letzten Schulstunde zum Thema „Drittes Reich“ kommt es zu Differenzen und prompt wird der Lehrer kurz bevor er das Haus verlassen will von einer Mutter tel. aufgehalten. Und dabei bleibt es nicht. Wir erfahren immer mehr von Linde und seiner Fam., Linde, der sich so überaus toll fühlt und immer auf Jung macht und keine Schuld bei sich sucht, geschweige denn findet. Und die Frage bleibt bis zum Schluss, hat er sich an seiner Tochter vergriffen oder hat er nicht?

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  • Rezension zu "Hausaufgaben" von Jakob Arjouni

    Hausaufgaben
    MonaMayfair

    MonaMayfair

    27. May 2008 um 21:03

    jeder sieht seine welt auf seine weise.. erlebt die dinge aus seiner sicht..
    und ein bisschen geht es in diesem buch um die unterschiedliche wahrnehmung der dinge..
    ein bisschen wunschdenken und halbwahrheiten - und schon steht eine lüge auf den beinen, die das leben des lehrers zur hölle werden lässt..
    lest es!!

  • Rezension zu "Hausaufgaben" von Jakob Arjouni

    Hausaufgaben
    variety

    variety

    02. January 2008 um 07:57

    Natürlich liest sich das Buch extrem gut und der Stil Arjounis ist packend. Auch die Geschichte selber beginnt mitten im Leben des Deutschlehrers Linde mit all seinen (?) Problemen. Hier ist schon der erste Kritikpunkt zu finden: Ehefrau deppressiv, Tochter haut ab, Schülerin klagt ihn an, Freund lässt ihn fallen, Sohn verunfallt. Auch wenn es manchmal passiert, dass Schicksalsschläge gehäuft auftreten, ist das hier doch alles etwas gar "gut arrangiert", so dass man dem Autor das einfach nicht mehr alles abnimmt. Auch der Schluss enttäuscht mich auf der ganzen Linie: Nichts wird aufgelöst und der Leser bleibt im Ungewissen, jetzt da die Geschichte so richtig beginnen könnte. Selbstverständlich soll es bei einem guten Buch auch einen offenen Schluss geben können, aber hier erscheint mir das als "billige Ausrede", wie wenn dem Autor nicht in den Sinn gekommen wäre, einige Probleme aufzulösen. Sehr schade für ein sonst tolles Werk!

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