Jakob Hein

 3,7 Sterne bei 496 Bewertungen

Lebenslauf von Jakob Hein

Jakob Hein, geb. 1971 in Leipzig, lebt seit 1972 mit seiner Familie in Berlin. Er ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Autor zahlreicher Bücher für Erwachsene ("Hypochonder leben länger") und Kinder ("Gute Nacht, Carola").

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jakob Hein

Cover des Buches Herr Jensen steigt aus (ISBN: 9783492968867)

Herr Jensen steigt aus

 (170)
Erschienen am 06.10.2014
Cover des Buches Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht (ISBN: 9783492968904)

Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht

 (84)
Erschienen am 06.10.2014
Cover des Buches Mein erstes T-Shirt (ISBN: 9783492968874)

Mein erstes T-Shirt

 (42)
Erschienen am 06.10.2014
Cover des Buches Gebrauchsanweisung für Berlin (ISBN: 9783492276610)

Gebrauchsanweisung für Berlin

 (27)
Erschienen am 13.04.2015
Cover des Buches Vielleicht ist es sogar schön (ISBN: 9783492968911)

Vielleicht ist es sogar schön

 (22)
Erschienen am 06.10.2014
Cover des Buches Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand (ISBN: 9783492968898)

Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand

 (27)
Erschienen am 06.10.2014
Cover des Buches Wurst und Wahn (ISBN: 9783869710471)

Wurst und Wahn

 (22)
Erschienen am 18.08.2011
Cover des Buches Kaltes Wasser (ISBN: 9783462050585)

Kaltes Wasser

 (13)
Erschienen am 05.10.2017

Neue Rezensionen zu Jakob Hein

Cover des Buches Hypochonder leben länger (ISBN: 9783869712727)B

Rezension zu "Hypochonder leben länger" von Jakob Hein

Der heiße Stuhl gegenüber der Couch
BrittaRKollbergvor 5 Monaten

Was Sie schon immer über Psychiater zu wissen glaubten – hat oft nichts mit der Realität zu tun. Jakob Hein öffnet die Tür zum Sprechzimmer und lässt uns in seine Akten schauen. Seine eigenen, wohlgemerkt. Mit Tiefe, Umsicht und seinem gewohntem Humor. 




Es ist immer genussvoll und vom ersten Satz an erfrischend, ein neues Buch von Jakob Hein in die Hand zu nehmen. Das wäre dann wohl einer der berühmten „immer“-Sätze, vor denen er selbst in diesem Büchlein warnt. Aber hier stimmt er: Unterhaltsame und aufschlussreiche Stunden sind auch mit den „Hypochondern“ garantiert. Und nun auch noch Langlebigkeit. Eine wichtige Nachricht in diesem Jahr, in dem wir zwischen Vorsicht und Leichtfertigkeit, Werteabwägungen und der flugs erfolgten Einteilung in ganz neue Menschengruppen – Systemrelevante, Risikogruppen und Superspreader – fortwährend hin und her schwanken.


Tatsächlich geht es auch in Heins Erfahrungen mit Patienten und vor allem mit sich selbst als Arzt und den Erwartungen anderer an ihn erstaunlich viel um Dinge, mit denen ich mich in anderem Kontext täglich beschäftige: um Vorurteile, die Bewertung von Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu irgendeiner (konstruierten) Gruppe, wie zum Beispiel Juden, Radfahrer oder eben Patienten. (Hein irrt zwar hier in der Annahme, es gäbe keine Vorurteile über Mathematiker – über weibliche jedenfalls kenne ich einige –, aber das wäre ein anderes Buch, vielleicht meins.) Mit spitzer Feder, Nachdenklichkeit und treffend gewählten Vergleichen spießt er unsere Vorstellungen von Psychiatern auf, davon, was für Menschen sie sein und wie sie praktizieren sollten, und davon, welche Rolle wir in ihrem Leben spielen. Heins klare, ironische und zugleich warmherzige Zeilen können auch für andere Berufsgruppen und Klientenbeziehungen ein Vorbild an Integrität, Zugewandtheit, Selbstschutz und ehrlicher Zuversichtlichkeit sein; sie machen Mut und sind im allerbesten Sinne nicht abschließend.


 


Ein Buch umsichtiger Betrachtung, mit einem für mich überraschenden Spritzer Wut und zugleich angefüllt mit dem Hein’schen Humor und Sprachwitz, der auch schwierige Themen (und Krankheiten) behandelbar macht. Amüsant und erholsam und eine vergnügliche Einladung, alte eigene Weisheiten noch einmal neu zu bedenken.


Sehr genossen habe ich dabei am Rande, wie Hein mit einem Sprachproblem umgeht, das, heiß umstritten, noch wenig allgemein akzeptierte Lösungen gefunden hat. Statt sich in geschlechtsspezifischen oder -neutralen Bezeichnungen zu verlieren, streut Hein diese so geschickt konsequent willkürlich variierend ein, dass er genau die richtige Mischung aus lehrreichem Stolpern und zunehmender Normalisierung weiblicher Bezeichnungen erreicht. Bei einer Materie, in der der Unterschied zwischen Patientin und Patient für eine Aussage unter Umständen wesentlich sein kann, ist das schon die hohe Kunst – eine, die der Autor meisterinnenhaft beherrscht. Sein Buch könnte auch darin ein Vorbild sein für viele ähnliche, die sich mit diesem Thema noch mühen.


Nur ein kleiner Wunsch bleibt nach der Lektüre dieses reizvollen Buchs: Den unterhaltsamen und oft anspruchsvollen Zeilen des Autors hätte ein genaueres Lektorat womöglich gut getan. Man merkt den Kapiteln an, dass, so scheint es, nicht genug Zeit für ein sorgfältiges Korrektorat geblieben ist – dies trübt hin und wieder den Lesegenuss. Der Galiani Verlag, der so schöne Bücher auszuwählen und zu verlegen weiß, kann etwas mehr Muße sicherlich aushalten. Muße, wie sie auch allen Lesern beim Schmökern dieses besonderen Büchleins zu wünschen ist.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Hypochonder leben länger (ISBN: 9783869712727)sabatayn76s avatar

Rezension zu "Hypochonder leben länger" von Jakob Hein

‚Wenn Sie sich morgens vor den Spiegel stellen [...].'
sabatayn76vor 5 Monaten

‚Wenn Sie sich morgens vor den Spiegel stellen, sich anschauen und sagen: Du siehst beschissen aus, bist strunzdumm und hast es einfach nicht verdient, im Spiel des Lebens mitzumachen. [...] Was glauben Sie, wie wird ein solcher Tag verlaufen?’

Jakob Hein erzählt in ‘Hypochonder leben länger’ initial von seinem Werdegang, von seiner Faszination für die Psychiatrie und von seiner Arbeit als niedergelassener Psychiater.

Im Verlauf thematisiert Hein unter anderem artifizielle Störungen, Mobbing, Stigmatisierung, Cocktailparty-Syndrom, Hypochondrie, Placebo und Nocebo, Schweigepflicht, Suizidalität, Schlafstörungen, Motivationale Gesprächsführung, biopsychosoziales Modell, medikamentöse Behandlung, Diagnosen, eigene psychische Gesundheit, Neuroenhancement, Hochbegabung, Hypersensibilität, Pubertät, Cannabis und Lobotomie.

Da ich selbst im Bereich der Psychiatrie tätig bin, kenne ich viele der Vorurteile gegenüber dem Fachgebiet und dem Personal, die der Autor in seinem Buch erwähnt. Ich fand Heins Einblicke sehr spannend und vor allem extrem lustig. Ich habe von Hein bereits die ‘Gebrauchsanweisung für Berlin’ gelesen, bei deren Lektüre ich oft schallend gelacht habe, und auch ‘Hypochonder leben länger’ macht einfach Spaß, ist gleichzeitig aber auch lehrreich und räumt mit allerlei sonderbaren Vorstellungen und Ideen auf, die vielen Leuten beim Stichwort ‘Psychiatrie’ einfallen.

Das Buch liest sich flott, und Hein schafft es, Wissen auf sehr amüsante Weise zu vermitteln, so dass man durch die Lektüre einiges über Psychiatrie lernen kann.

Da ich selbst bereits seit 26 Jahren im Bereich der Psychiatrie tätig bin, gab es für mich insgesamt eher wenig Neues, aber trotzdem habe ich die Lektüre genossen und empfehle sie sehr gern Leuten, die ihr Bild vom Fach Psychiatrie gerne generalüberholen lassen möchten.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Hypochonder leben länger (ISBN: 9783869712727)Rinas-Bücherblogs avatar

Rezension zu "Hypochonder leben länger" von Jakob Hein

Die Diagnose alleine macht nicht gesund.
Rinas-Bücherblogvor 7 Monaten

#HYPOCHONDERLEBENLÄNGER #NETGALLEYDE , #ANZEIGE

Hypochonder leben länger

und andere gute Nachrichten aus meiner psychiatrischen Praxis

von Jakob Hein

Verlag: Kiepenheuer & Witsch

Genre: Körper, Geist & Gesundheit | Sachbuch

In diesem Buch erzählt ein Psychiater aus dem Alltagsleben seines Berufes. Es geht um Erwartungshaltungen der Patienten, dem Sinn und der Sinnlosigkeit von Diagnosen ( machen bekanntlich nicht gesund ) , dem Mitwirken der Patienten und der Frage gibt es eine Pille und alles ist damit gut.

Hypochonder leben länger beruht auch auf den Inhalt des Buches, wo der Autor mitunter in leicht verständlicher humorvoller Weise erklärt warum das so ist.

Er greift einige Beispiele aus dem Berufsbild auf und zeit sehr anschaulich seine Meinung zu verschiedenen Themen diesbezüglich auf.

Mein Leseeindruck

Viele Anschauungen aus der Medizin – Psychatrie, Therapie gefallen mir sehr gut. Wäre schön wenn mehrere so denken würden.

Ein Buch wo man meinen könnte hier handle es sich um trockene Materie, aber ich war sehr angenehm überrascht, wie interessant es dargestellt wurde. Ich habe es mit Begeisterung gelesen.

Interessant war auch zu erfahren, dass man auch als Psychiater die ganz normale medizinische Ausbildung durchläuft und gerade wie wichtig es ist in diesem Fall sich strickt an die Schweigepflicht zu halten.

Der Autor schreibt sehr offen und klärt auch über einige Vorurteile auf, die sich so mancher für diese Berufsbrance festgelegt hat.

Ich war sehr begeistert von dem Buch und wen die Thematik der Beruf Psychiater interessiert, dem kann ich es nur empfehlen.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Jakob Hein im Netz:

Community-Statistik

in 582 Bibliotheken

auf 54 Wunschzettel

von 5 Lesern aktuell gelesen

von 7 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks