Jakob Hein Herr Jensen steigt aus

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Inhaltsangabe zu „Herr Jensen steigt aus“ von Jakob Hein

Ist es die hohe Kunst des Nichtstuns, die Herrn Jensen treibt, oder verfolgt er nicht doch einen geheimen Plan? Als Briefträger schiebt er tagtäglich beinah liebevoll Post in die Schlitze der Kästen. Eines Tages freigestellt, verläßt er seine Wohnung immer seltener. – Nicht das Alltägliche, nicht der Wahnsinn interessieren Jakob Hein, es ist der schmale Grat dazwischen. Seine kurze Geschichte von Herrn Jensen lotet mit großer Konsequenz die Tragik eines wunderlichen Lebens ebenso aus wie dessen unerhörte Komik.

Die tragikomische Geschichte von Herrn Jensens Ausstieg ist absurd und in ihrer widersinnigen Logik zutiefst verstörend. Sehr lesenswert!

— Charly117

Kommt schön leicht daher. Gut geschrieben. Hätte allerdings noch mehr "Tiefenschärfe" in der Schilderung des Charakters erwartet.

— heerlich

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  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    winter-chill

    08. July 2012 um 21:41

    Ein kurzes, aber sehr intelligentes Buch. Es sind vor allem die leisen Zwischentöne, die dieses Buch ausmachen, zum Teil fand ich es aber auch sehr beklemmend zu lesen, wie Herr Jensen sich immer mehr aus der Gesellschaft zurückzieht. Ein gutes Buch, das auch schnell zu lesen ist, aber irgendwie habe ich auch mehr erwartet.

  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    PauleSenkel

    03. March 2012 um 22:25

    Habe mehr erwartet. Zu leise. Aber doch irgendwie strange.
    5 Videorekorder von 10

  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    Speckelfe

    23. January 2012 um 22:28

    In diesem kleinen, schmalen Büchlein geht's um den ungelernten Postboten, der nach über 10 Jahren bei der Post in seinem Traumberuf arbeitslos wird. Nach und nach entscheidet er, sich aus dem Leben zu verabschieden ... kein Fernsehen mehr zu sehen, kein Radio zu hören, keine Zeitungen zu lesen und sich an keine Konventionen zu halten. Interessantes Büchlein, daß zum Nachdenken anregt. Den Protagonisten kann man durchaus verstehen.

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  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    Saari

    Herr Jensen steigt aus von Jakob Hein ist eine Perle der deutschen Literatur. Die Geschichte über einen Postboten, der plötzlich arbeitslos wird und nach und nach der Gesellschaft, ihren Konventionen und moralischen und normativen Wertvorstellungen entsagt, besticht durch Heins lakonischen und stillen Schreibstil. Wenn man als Leser bisweilen Herr Jensen doch als etwas eigenbrötlerisch empfindet, so fühlt man doch über weite Strecken mit ihm und hat Verständnis für seine Ansichten und Handlungen. Des Weiteren glänzt dieses kleine Büchlein durch eine großartige Beobachtungsgabe, z.B. wenn es um das Arbeitsamt geht: „Das Amtsgebäude war eine aus Betonplatten zusammengesetzte Einfallslosigkeit. Bedachte man allerdings, fuhr es Herrn Jensen durch den Kopf, dass das erklärte Ziel des Amtes in seiner eigenen Abschaffung bestand, wurde dieses Ziel architektonisch glaubhaft vertreten.“ Wer einen kurzweiligen, wahrhaften und besonderen Roman lesen möchte, dem sei Jakob Heins Werk sehr zu empfehlen.

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    • 3
  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    Huebner

    „Herr Jensen steigt aus“ – „oder die Beantwortung der Frage nachdem, was er so tut.“ Jakob Hein baut mit Herrn Jensen eine Figur auf, die am liebsten Joghurt mag, „der möglichst nur aus Milch besteht“ (S. 122) und sich vier Videorekorder kauft und mit deren Hilfe scripted realitys analysiert und so versucht der Diskrepanz zwischen Fiktion und Realität auf die Spur zu kommen sucht. Aber von vorn: Herr Jensen ist ein vornamenloser Briefträger ohne Berufsausbildung, dem nach zehn Jahren bei der Post gekündigt wird, damit nicht andere gekündigt werden und plötzlich sehr viel Zeit zur Verfügung hat. Wie kann man sich nicht mit Herrn Jensen identifizieren? Zumindest mir als ewiger ehemaliger Chemiestudent fällt es schwer, nicht bei Herrn Jensens Überlegungen, die zur Abstraktion verdammten naturwissenschaftlichen Formeln mit bitterem Lächeln aufzufassen. Nach dem gescheiterten Studium geht es also zur Post. Und die bleibt die erste und letzte studentische Geldquelle, auch dann, wenn Herr Jensen schon lange kein Student mehr ist. Und nach der Kündigung bleibt Zeit, darüber zu sinnen, ob da nicht hätte mehr gewesen sein können. Ihn, Herrn Jensen, hat aber keiner an die Hand genommen und woanders hin als bis zur Post geführt. Und nun also zu Hause: „er empfing genau das gleiche Fernsehprogramm wie ein Millionär, was ihm fast schon wie Kommunismus erschien.“ (S. 31) Herr Jensen steigt aus, indem er sich weigert, wieder einzusteigen. Bei der Arbeitsagentur wird er mit Maßnahmen gequält: „Diese Maßnahme war für Arbeitslose, dachte er schlecht gelaunt. Warum musste sie dann vor Sonnenaufgang anfangen?“ Und damit er nicht wieder mit Maßnahmen, aber auch nicht mit gekürzten Bezügen behelligt wird, konfrontiert Herr Jensen seine Sachbearbeiterin mit der seiner existentiellen Wahrheit. Und weil Frau Ortner vom Amt zwar gut mit den Herumbrüllern und Bettlern, nicht aber mit den Hartnäckigen wie Herrn Jensen umzugehen vermag, beschließt sie, dass er weiterhin und auf unbestimmte Zeit seine Bezüge ungekürzt erhalten sollte, nur um sie nie wieder mit seiner Lebenswahrheit zu belästigen. Herr Jensen schmeißt zuerst seinen Fernseher und die vier Videorekorder raus, damit er nicht mehr mit der Außenwelt konfrontiert würde, dann schraubt er den Briefkasten aus und geht stumm mitten in der Nacht demonstrieren, vor dem Rathaus! „Herr Jensen machte sich keine Illusionen darüber, dass er seine Sorgen mit jemandem hätte teilen können. Die Leute kleisterten schließlich ihre Sinne zu.“ (S.112ff.) „Er konnte sich nicht vorstellen, dass vor ihm schon jemand deutlicher auf die Absurdität dieses Scheinproblems von Himmelsrichtungen hingewiesen hatte.“ (S.118) Herr Jensen demonstriert also stumm gegen die Macht der Medien und die Macht des Geldes und kommt sich wie ein riesiger Provokateur vor. Das Kommunikationsmodell Jensen geht aber nicht auf, weil Jensens stummer Protest nicht verstanden wird, sein selbst erwähltes Eremitendasein ihn in einen von außen beachtbaren Wahnsinn treibt, den er aus seiner Sicht nicht als solchen wahrnimmt. Jensens Selbstwahrnehmung funktioniert nicht mehr nach den Normen, die sich unsere Mediengesellschaft ausgedacht hat und hier schlummert vielleicht der Kernkonflikt, den Jakob Hein uns vor Augen führen will. Herr Jensen, Meier, Müller, Schulze kann sich nicht gegen die mediale und kommerzielle Überflutung zur Wehr setzen, ohne dabei als krankhaft und auffällig zu erscheinen. Anders als andere Aussteiger aber gelingt es Herrn Jensen auch die „Abholer“, die ihn für arrestwürdig erachten, so weit abzuwimmeln, dass er noch Zeit findet, sein Namensschild abzuschrauben, um so unerkannt und ungefunden bis an den Rest seiner Tage leben zu können. Was aus Herrn Jensen, der zwar aus der Gesellschaft ausgestiegen ist, das kollektive Erinnern an seine Person nicht löschen kann, geworden ist, verrät Jakob Hein nicht. Ob Herr Jensen in seiner totalen Isolierung glücklich wird, erfahren wir auch nicht. Im Gegensatz zum Jakob Hein und seinem „ersten T-Shirt“, bringt dieser nicht zum Lachen, sondern zum Nachdenken. Nicht amüsante, sondern schmerzliche Konfrontationen muss Herr Jensen und somit der Leser durchmachen. Jeder der durch den Klappentext von „Herr Jensen steigt aus“ mit Komik gelockt wird, wird enttäuscht. Jeder, der Hirnfutter auf hohem sprachlichem Niveau erwartet, wird belohnt. I.Hübner

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    • 2

    rkuehne

    05. February 2011 um 08:20
  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    rkuehne

    09. September 2010 um 19:24

    Herr Jensen könnte ein Vorbild für uns alle sein. Er verliert seinen Job als Postbote und ist damit, mit dem einzigen was er kann, nicht mehr gebraucht und nach Phasen der Enttäuschung darüber bemerkt er, dass er die Arbeit nicht braucht, um glücklich und zufrieden zu sein. Im Grunde ist Herr Jensen ein Visionär. Sein Gedanke, nichts zu machen, weil er schlicht nicht gebraucht wird und auch nicht mehr danach zu streben, etwas zu machen. An einer Stelle im Buch heißt es sinngemäß: Früher war jemand, der nicht arbeitete verachtet, weil seine Arbeitskraft gebraucht wurde, um die Ernte von den Feldern zu holen. Heute sind Leute die nichts machen immer noch verachtet, obwohl ihnen niemand sagen kann, wofür man sie braucht. Sich von dem Gedanken lösen zu können, gebraucht zu werden, ist sicher nicht leicht, aber meiner Ansicht nach perspektivisch betrachtet eine Fähigkeit, um die man Leute beneiden kann. Damit will allerdings weder Herr Jensen, noch will ich, dazu aufrufen, unter die Sozialschmarotzer zu gehen. Aber dieses Buch ermöglicht einen anderen Blick auf Menschen, die nicht arbeiten, einen wohlwollenderen Blick, den viele von ihnen auch verdient haben. Das ganze schwere Thema packt Jakob Hein scheinbar spielerisch in eine leichte Geschichte, getragen von wunderbar leichter, angenehmer Sprache. Ein unscheinbares, aber wirklich großes Werk, Herr Hein. Chapeau!

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  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    Rock-n-Roll

    06. August 2010 um 18:40

    Interessanter Ansatz, gut umgesetzt, aber nicht wirklich innovativ... auf jeden Fall ein Buch das nachdenklich macht und sehr aktuell ist.

  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. December 2009 um 23:36

    Ehrlich gesagt - ich hatte etwas Überwältigenderes erwartet. Dieses Büchlein ist klein, auch fein - und - sagen wir einmal "nett". Die Geschichte um den arbeitslosen Postangestellten, welcher sich langsam aus den Stricken einer verworrenen Gesellschaft löst und sich in die Einsamkeit flüchtet, ist grundsätzlich gut geschrieben. Es sind die leisen Töne, die Anspielungen, der verhaltene Witz zwischen den Zeilen - und darauf war ich nicht vorbereitet. Dieser Roman wird nicht den Stein ins Rollen bringen, der Veränderungen nach sich ziehen könnte - aber er wird zarte Gedanken auspflanzen, welche Einfluss nehmen könnten. Fazit: Wer es gesellschaftskritisch und auch ein bisschen schräg mag, ist mit diesem Büchlein gut beraten. Schlicht, leicht lesbar und doch anspruchsvolle Literatur. Klappentext Sie sind komisch. Sie sind tragisch. Wir erkennen uns in ihnen wieder und betrachten fortan das Alltägliche mit anderen Augen: Von Gregor Samsa bis Garp bevölkern Sonderlinge die Literatur. Herr Jensen ist einer von ihnen. Herr Jensen arbeitet bei der Post. Sorgfältig, beinahe liebevoll, pflegt er seine Zustellungen in die Schlitze der Briefkästen zu schieben. Arbeitet Herr Jensen nicht, denkt er über geheime Jagdgründe für Frauen nach oder über die Schwerkraft. Für ihn hätte es immer so weitergehen können. Eines Tages allerdings wird Herr Jensen freigestellt, um Freistellungen vermeiden zu können, wie man ihm erklärt. Bald darauf stellt er fest, dass man einen Wecker, der nicht mehr wecken muss, eigentlich Uhr nennen sollte...

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  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    rumble-bee

    01. December 2009 um 14:57

    Dies ist eines jener Bücher, die viel zu schnell vorbei gehen. Das lässt beim eiligen Leser leicht den Eindruck entstehen, das Buch wäre flach oder unvollständig. Doch das ist im Grunde ein Trugschluss. Ein solches Buch kann nur dadurch gewinnen, dass man es mindestens ein zweites Mal liest - oder eben von vornherein langsamer. In relativ locker miteinander verbundenen Episoden erfahren wir von Herrn Jensens Leben, das relativ plan- und ziellos verläuft. Doch ausgerechnet dann, wenn er aus der Sicht der Gesellschaft versagt (arbeitslos wird), da findet er zu sich selbst und will seinem Leben einen Sinn geben. Tragisch ist nur, dass er so nicht-konform ist, dass dieser eigene Sinn ihn der Gesellschaft eher noch mehr entfremdet... Der Anfang des Buches, etwa bis zu einem Drittel, verläuft ein wenig gemütlich. Gerne hätte ich mehr vom täglichen Arbeitsleben des Herrn Jensen und seinem Verhältnis zu Kollegen erfahren. Aber im Grunde ist alles schon gesagt: die Erzählweise Jakob Heins ist sparsam, aber ungeheuer effektiv. Eher andeutend als beschreibend. Ab dem Punkt, wo Herr Jensen dann zum Arbeitsamt muss, gewinnt das Buch ein wenig an Tempo, und vor allem an schrägem Witz. Die Erzählweise bleibt episodisch, doch kann man als Leser oft nicht umhin, den krausen Gedanken Herrn Jensens zuzustimmen. Was er über diese völlig verfahrene Job-Agentur denkt, hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht! Und auch seine "Erkenntnisse" über das Fernsehprogramm entbehren nicht einer gewissen tragikomischen Logik. Man merkt kaum, wie Herr Jensen immer weiter abdriftet. Einer drohenden Einweisung in eine Anstalt entgeht er am Ende nur knapp. Der "Roman" endet damit, dass er sein Türschild abmontiert, und bleibt somit angenehm offen. Das Buch will eben nicht Herrn Jensens Leben bis ins letzte Detail schildern, sondern den Leser zum Nachdenken anregen. Und das ist hier hervorrragend gelungen! Herr Jensen hält uns als angepassten Normalbürgern den Spiegel vor, und oft fragt man sich, wer eigentlich der Verrücktere ist. Das Buch wirft unangenehme, weil nicht leicht zu beantwortende Fragen auf, die einem noch lange durch den Kopf gehen. Das alles getragen von einer stilsicher eingesetzten Sprache - ein wunderbar anderes Buch, das ich sicher nicht zum letzten Mal gelesen haben werde. Erinnert auf eine gewisse Art sehr an Alan Bennett!!

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  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    Lilian

    20. September 2009 um 09:52

    Protagonist: Herr Jensen. Ausstieg: aus der Gesellschaft. Die Geschichte von Herrn Jensen beginnt damit, dass dieser seinen Job als Postbote verliert. Als Postbote ohne Ausbildung ist er der erste, der der Stellenreduktion zum Opfer fällt. Was aber nun anfangen mit der "freien Zeit"? Zunächst gestaltet Herr Jensen seine Tage mit Ausschlafen und Fernsehen, bis er beginnt dem Sinn (oder Unsinn?) von Talk-Shows auf den Grund zu gehen. Als er schließlich für sich erkennt, dass hier im Sinne von gesellschaftlichen Normen vorgeschrieben wird, wie ein Mensch in der hiesigen Gesellschaft nicht zu sein hat oder was nicht normal ist, muss er bemerken, dass er (ledig, keine Freunde, arbeitslos etc.) nicht "normal" ist. Er beginnt sich mehr und mehr aus der Gesellschaft zu lösen. So untersagt er sich Informationen in jeglicher Form zu "konsumieren" und gestaltet seine Tage mit spazierengehen und der Freude am "Nichtstun". Mehr und mehr ist aber auch zu erkennen, dass Herr Jensen zunehmend ver-rückt wird. Ver-rückt vielleicht aber auch nur im Sinne des Steppenwolfes bei Hesse: nämlich abgerückt aus der Gesellschaft. Alles in allem eine nette Geschichte. Doch leider hatte ich mir nach den Rezensionen hier bei lovelybooks etwas mehr von dem Bucht erhofft. Wenn ich hier lese, dass die Geschichte von Herrn Jensen etwas buddhistisches hat, so kann ich das nur in Teilen bzw. Ansätzen (innerhalb des Buches) nachvollziehen.

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  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    theoneandonlyCT

    24. August 2009 um 17:03

    Herr Jensen ist praktisch sein ganzes Leben schon Postbote, er trägt die Briefe mit einer ganz besonderen Technik und Faszination aus. Freunde hat er keine, er denkt lieber über die Menschen nach, oder aber über den geheimen und bisher unerkannten Sinn des Fernsehprogramms. Herr Jensen ist ein waschechter Außenseiter, aber für ihn könnte es immer so weiter gehen. Doch irgendwann wird ihm gekündigt, damit betriebsbedingte Kündigungen verhindert werden, das ist zumindest die diffuse offizielle Begründung. Herr Jensen ist immer mehr damit beschäftigt, nichts zu machen. Der von Anfang an nicht sehr gesellige Protagonist kapselt sich immer mehr von der Außenwelt ab. Nur manchmal muss er unter anderem sinnlose Fortbildungsprogramme des Arbeitsamtes absolvieren, um seine Finanzen zu sichern. Der Roman hat eine interessante Thematik, die sich auch in der Sprache widerspiegelt. Genau das ist jedoch auch ein Manko der Geschichte, oft passiert rein gar nichts, dazwischen formuliert Herr Jensen interessante Gedanken, die sowohl zum Schmunzeln, als auch vereinzelt zum Nachdenken anregen. Man hat einfach das Gefühl, in manchen Passagen von „Herr Jensen steigt aus“ nichts Relevantes mitzuerleben. Aber das muss eben auch so sein, denn das verkörpert Herr Jensen ziemlich genau. Alles in allem also ein interessantes Buch mit vielen starken Seiten.

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  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    Erzangie

    13. August 2009 um 08:57

    Eine wunderbar skurrile Geschichte uber jemanden, der sich staunend am Rande der Gesellschaft wiederfindet und sich das Leben nicht erklären kann. Arbeitslos geworden widmet er seine ganze Zeit (von der er sehr viel zur Verfügung hat) diesem Problem. Seine Lösung erscheint nur auf den ersten Blick völlig verrückt... wer weiß, vielleicht hat Herr Jensen ja eine Erklärung gefunden und "wir anderen" sind die Verrückten? Der Schreibstil von Herrn Hein und die ungewöhnlichen Gedanken gefallen mir sehr. Man muss sich darauf einlassen wollen, aber dann liest man ein Buch, dass man vielleicht nicht wie einen Hamburger konsumiert, sondern wie eine besondere Speise genießt ;-)

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  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    ShayaMcKenna

    21. July 2009 um 12:32

    Ein sehr nettes Buch. Und wiedermal ein kleines Stück Wahnsinn nahe der Wirklichkeit. Geschrieben in einer sehr einfach aber wirksamen Sprache. Es gibt keine vorgefertigte Denkweise, am Ende des Buches muss jeder sich selbst seine Gedanken machen in wie weit Herr Jensen "wirklich" ausgestiegen ist. Mancher mag glauben dass es solch eine Perso nicht gibt. Aber ich wage zu behaupten, dass ich zumindest zwei Leute kenne die eine ähnliche Einstellung zu ihrer Umgebung haben wie Herr Jensen.

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  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    BertieWooster

    08. April 2009 um 20:42

    Originelle Geschichte über die Entwicklung eines Menschen zum "Nichtstuer". Die Hauptfigur der Geschichte, Herr Jensen, hat immer das getan, was man von ihm verlangt hat. Er ging zur Schule und war der Meinung, dass das immer so weiter geht. Er ist mehr oder weniger unselbständig. Er hat keine Beziehung zu einer Frau begonnen, da ihm niemand gesagt hat, wie man so etwas anstellt. Er bricht das Studium ab, weil es ihm zu mühsam ist, seine Seminare selbst zusammenzustellen. So wird sein Studetenjob als Postbote zu seinem Hauptberuf. Nach über 10 Jahren wird ihm gekündigt, da er keine Berufsausbildung hat und seine Kündigung die Kündigung regulärer Arbeitskräfte erspart. Der Autor schildert nun die Zeit der Arbeitslosigkeit. Herr Jensen hat nun sehr viel Zeit, die nur durch eine sinnlose "Weiterbildungsmaßnahme" der Arbeitsagentur unterbrochen wird. Herr Jensen macht sich Gedanken, wie er seine Zeit sinnvoll nutzen kann. Er will das tun, wozu er am meisten Talent besitzt. Er kommt darauf das Fernsehprogramm zu analysieren, da er sich damit in letzter Zeit beschäftigt hat. Der Autor beschreibt die Sinnlosigkeit des Fernsehprogramms. Aber Herr Jensen kann trotzdem noch einen Sinn darin erkennen. Herr Jensen will sich jedoch nur noch auf das wesentliche Beschränken und über den Sinn der Sachen nachdenken. Damit wird er zum Außenseiter in der Gesellscharft.

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  • Rezension zu "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

    Herr Jensen steigt aus

    Holden

    03. December 2008 um 23:30

    Urkomisches Buch über einen Schluffi, der sich einfach so treiben läßt und damit seine Mitmenschen aus der Fassung bringt. Sehr schön fand ich das Ende.

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