Jakob Hein Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht

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Inhaltsangabe zu „Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht“ von Jakob Hein

Seit Boris Moser seine Agentur für verworfene Ideen eröffnet hatte, war niemand anderes als er selbst durch deren Eingangstür getreten. Nun stand diese Frau vor seinem Schreibtisch, Rebecca. Schlagartig wurde Boris klar, dass er sie nie wieder gehen lassen durfte. Und dann tat er etwas, das er sonst unter allen Umständen vermieden hätte: Er erzählte ihr von einem verworfenen Romananfang, in dem Sophia für ihren Auftraggeber eine Geschichte aufschreibt. Diese handelt von dem Wissenschaftler Heiner, der kurz davor stand, den Sinn des Lebens zu ergründen. Durchzogen von leiser Komik und geprägt von Einsicht in den Aberwitz des Daseins erzählen Jürgen Uter, Stefan Kaminski, Bernd Stephan und Ulrike Hübschmann diese Geschichte von der Suche nach dem Glück. Das gleichnamige Buch erscheint im Piper Verlag.

Die Idee ist toll, aber ich fand das Buch zu kurz geraten. Drei Geschichten werden angeschnitten und sehr kurz abgehandelt.

— Anin
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    Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht
    Bavaria123

    Bavaria123

    05. June 2017 um 18:18

    Meine Meinung ============= Erst vor kurzem hatte ich ein dünnes Buch gelesen, das seinem Preis überhaupt nicht gerecht werden konnte. Nun bekam ich dieses Büchlein geschenkt. Es ist nur 175 Seiten stark und kostet 16,90 €. Somit ist es eben auch alles andere als ein Schnäppchen. Auf dem ersten Blick zumindest. Aber ich wollte dem Werk doch zumindest die Chance geben, mich zu überzeugen, dass es einen besonderen Wert hat. Was mir auf den ersten Blick gefallen hat, war das in warmen Farben gehaltene Cover und der Umstand, dass es ein Leseband hat. Die dreizehn Kapitel sind übersichtlich gegliedert und auf dickerem Papier gedruckt. Soweit ist es eben wirklich schon mal überzeugend. Und dann der Titel, eigentlich ja nichtssagend oder möglicherweise verwirrend. Aber mir kam in den Sinn, dass ich etwas ähnliches schon mal gelesen hatte. Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht. Und dann fiel es mir ein. Goethe hat es in seinem Werk „Faust“ geschrieben. " Den Himmel über mir und unter mir die Wellen". Ja, und das war dann wieder ein Aspekt, der mir gefallen hat. Und sodann war ich nach ein paar Seiten mittendrin in der Gedankenwelt von Jakob Hein. Da sitzt nun Boris Moser in seiner Agentur für verworfene Ideen. Die Räume gehörten vorher zum Computerladen Pixelbrain. Und den wollte ja auch eigentlich die Dame am Telefon sprechen. Aber schon allein die Illusion dieser Agentur habe ich als interessant empfunden. Hat nicht jeder von uns fast tagtäglich Ideen, die er dann doch verwirft, weil sie eben doch nicht ins Leben passen. Aber leider heftet diesen Ideen dann ja doch der Misserfolg an, so ein leichter miesepetriger Essiggeruch und es ist ja kein Wunder, dass niemand davon gern erzählt. Und Boris hat zudem ja noch Romananfänge auf Lager. Wenn diese auch nur von ihm selbst stammen. Und dann liest Boris einen seiner Romananfänge vor und schon ist der Leser im nächsten Geschehen. Tja und dann geht es los mit dieser Geschichte in der Geschichte in der Geschichte. Das ist ziemlich schräg, mag jeder jetzt denken, der das Buch nicht kennt. Ja, vielleicht ist es das tatsächlich. Aber ehrlich gesagt, finde ich es einfach nur herrlich. Boris erzählt die Geschichte von Sophia, einer attraktiven Frau, die die Gabe hat, Gedanken lesen zu können. Als sie auf der Straße zusammenbricht und ins Koma fällt, kann sie trotzdem mit dem Arzt Sebastian auf der Intensivstation sprechen. Und auch hier sind es die tiefsinnigen aber niemals erdrückenden Gedanken, die mich begeistert haben. Dem Autor geht es zum einen um die zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber es geht noch um mehr. Es geht um die Suche nach dem Sinn des Lebens, um die Leichtfertigkeit mit der wir Menschen mit manchen Dingen umgehen, um Oberflächlichkeiten und Tiefsinn. Jakob Hein erzählt von der Freude am Leben, von Erfolgen und Misserfolgen, von den Wendenpunkten, denen wir im Leben begegnen. Nebenbei, so meint man als Leser jedenfalls, erfährt man die Zubereitung von virtuosem Tee und perfekten Kaffee. Aber selbst hier entdeckt man so einiges an Philosophie. Ich habe bei dem Buch einige Male schmunzeln müssen. Aber ich habe mir auch Fragen gestellt. Wie nutzt man am besten die Jahre zwischen Wiege und Grab? Blicke ich lieber vorwärts oder eher zurück oder bin ich gar blind, wie ein Maulwurf? Schreibe ich auch nur die Anfänge von Geschichten und überlasse es anderen, sie weiter zu denken? Zum Ende des Buches hin bekommt zwar nicht jede der Geschichten ein Ende, aber doch in sich einen Abschluss. In einer Besprechung zu diesem Werk wurde gesagt, dass der Autor die Absurdität des Lebens aufs Korn nehmen will. Ja, und diese Beschreibung trifft sicher auch treffend zu. Ich fand einige Dinge wirklich verrückt, und das im ganz eigentlichen Wortsinn. Es ist ein Buch, dass Situationen des Alltäglichen aus einer anderen Perspektive sieht, sie durchleuchtet und darüber philosophiert. Abwegig ist das Leben ja immer mal wieder, und verrückt eben auch. Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen. Es lässt sich flüssig und locker lesen. Leider ist es fast ein wenig zu kurz geraten. Aber es beschäftigt den Leser, wenn der das dann möchte, noch eine ganze Zeit nach dem Schließen des Buchdeckels. Von mir als Bavaria123 auch auf anderen Seiten veröffentlicht

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  • Rezension zu "Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht" von Jakob Hein

    Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht
    hrafnaklukka

    hrafnaklukka

    05. March 2009 um 16:00

    Der Roman „Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht“ ist eine 174 Seiten starke Sammlung von vier Kurzgeschichten, die geschickt wie Matrjoschka-Puppen ineinander verschachtelt sind. Das Buch beginnt mit Boris, einem Ladenbesitzer mit einem Laden ohne Namen, der verworfene Ideen sammelt – Ideen die nutzlos, unzeitgemäß, unpassend oder unmoralisch sind, aber vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt oder mit einer anderen Idee zusammen noch gebraucht werden könnten. Durch eine falsche Telefonnummer lernt er Rebbeca kennen. Ihr zeigt er die Geschichte von Sophie und Sebastian, in der Sophie Sebastian von ihrem blinden Arbeitgeber, dem Maulwurf, erzählt, der wiederum ein Buch über Heiner, Wolf und der Suche nach dem Sinn des Lebens schreibt. Der Titel des Buches ist irgendwie etwas verfehlt, ich konnte keine Beziehung zu dem Buch finden. Das Buch selber ist eigentlich sehr amüsant und kurzweilig geschrieben und kann in einem Rutsch durchgelesen werden. Es hat zwar Tiefgang, aber ohne schwerfällig zu wirken- der Autor bringt seine Alltags-Philosophie leicht wie ein Schmetterling im Frühling, zurück bleibt nur ein tiefes Wohlgefühl. Etwas gestört hat mich die hölzerne Sprechweise der Protagonisten, die wenig mit Alltagsgebräuchlicher Sprache gemein hat, dadurch hören sich die Dialoge etwas hölzern an. Außerdem sprechen sie alle auf die gleiche Art und Weise, - etwas kompliziert und ziemlich weitschweifig (ist mir besonders bei Rebeccas Monolog über Tee am Anfang und später bei Heiners Monolog über Kaffee aufgefallen. )Die Personen an sich sind jedoch durchaus sympathisch und liebenswert, ich habe jeden einzelnen ins Herz geschlossen. Auch ist dieses Buch in keine bestimmte Kategorie einzuordnen, ich würde sagen es gleicht schon einem Liebesroman, ist aber doch soviel mehr. Die Geschichten einzeln betrachtet sind sehr schön geschrieben und auch Aussagekräftig, und auch in gewissem Maße miteinander verwoben. Leider bleiben am Ende noch einige offene Fragen, so habe ich mich gefragt was aus Heiner und dem Maulwurf geworden ist. Was wirklich schade ist – das Lesevergnügen war mit 174 Seiten leider viel zu kurz, der Preis im Vergleich dazu relativ hoch.

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  • Rezension zu "Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht" von Jakob Hein

    Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht
    axwa

    axwa

    03. February 2009 um 16:24

    Der Inhalt des Buches "Vor mir der Tag und hinter mir die Nacht" von Jakob Hein ist mit zwei Sätzen gar nicht so einfach zu beschreiben. Es sind eigentlich drei (fast vier) kurze Geschichten über Sinnsuchende, Liebe und Enttäuschung, und ein bisschen über fast alles. Dabei haben alle leicht die Kraft einen ganzen Roman zu ergeben. Am Ende verlangt es einem nach mehr und man beklagt, dass der Text nur gut 170 Seiten umfaßt. Denn dieser Jakob Hein kann schreiben. Es ist ein durchgängiges Vergnügen seinen Ideen, Beschreibungen und philosphischen Betrachtungen zu folgen. Es steckt voller anregender machmal auch skuriler Gedanken, die es alle Wert sind gedacht, aufgeschrieben, gelesen und weitergedacht zu werde. Dieses kleine Buch läßt seinen Leser reicher und auch klüger zurück ohne dabei im geringsten zu langweilen. Einfach großartig und sehr zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht" von Jakob Hein

    Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht
    LilStar

    LilStar

    12. January 2009 um 15:36

    Boris Moser hat eine Agentur für verworfene Ideen. Ein Lebenstraum, den er sich erfüllt hat. Als eines Tages die schöne Rebecca in den Laden kommt, versucht er sie zu beeindrucken indem er ihr einen verworfenen Romananfang erzählt. Mit dieser Erzählung beginnt dann die zweite Geschichte. Eine Geschichte über eine Frau namens Sophia, in der die Leute immer das sehen, was ihnen gerade fehlt oder was ihnen helfen würde. Allerdings ist Sophia nun selbst in Not, denn sie ist umgefallen und der Arzt Sebastian sitzt nun an ihrem Bett, als die Bewusstlose anfängt mit ihm zu sprechen und ihm eine Geschichte erzählt. Diese Geschichte handelt von Sophia selbst und wie sie einmal für einen alten Mann gearbeitet hat, für den den sie seinen Roman tippen sollte. In diesem Roman ging es um Heiner, der beinahe den Sinn des Lebens entdeckt hätte und um Wolf, der verhinderte, dass Heiner je den Sinn des Lebens entdecken und sein Ergebnis auch veröffentlichen konnte. Am Ende lösen sich die einzelnen Geschichten schön wieder ineinander auf und es ist gut nachvollziehbar, was nun wo gerade passiert ist. Die Idee an sich, mehrere Geschichten in einer unterzubringen fand ich nicht schlecht. Eigentlich sogar recht gut. Allerdings waren mir diese Geschichten einfach ein bisschen zu wenig, zu sinnlos um das Gesamtwerk wirklich als gut zu bezeichnen. Natürlich, ein wenig philosophisch ging es zu, man konnte sich Gedanken über kleine Dinge machen. Aber die habe ich mir einfach nicht gemacht, denn das Buch hatte einfach keinen so großen Eindruck auf mich hinterlassen, dass ich mich dazu veranlasst gefühlt hätte. Leider. Für mich bleibt dieses Buch so einfach völlig flach und farblos. Etwas, woran ich mich wohl nach einigen Tagen nicht mehr wirklich erinnern werden. Die wenigen Seiten waren wirklich einfach zu wenig für so viel Inhalt.

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