Jakob Horvat

 3,6 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor*in von Weltnah.

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Cover des Buches Weltnah (ISBN: 9783218011655)

Weltnah

 (15)
Erschienen am 21.03.2019

Neue Rezensionen zu Jakob Horvat

Cover des Buches Weltnah (ISBN: 9783218011655)
Kleine_Raupe82s avatar

Rezension zu "Weltnah" von Jakob Horvat

Reise zu sich selbst und um die Welt
Kleine_Raupe82vor 5 Jahren

Jakob Horvat ist ein Fernsehjournalist aus Österreich. Eines Tages hat ein Freund von ihm eine verrückte Idee: Er möchte die Welt umrunden und zwar ohne Flugzeug, sondern nur mit dem Boot und per Anhalter. Ihnen wird schnell klar, dass das nicht zu schaffen sein wird und sie setzen sich als Ziel, von Wien nach Amerika zu trampen. Ihre Reise führt sie zunächst in acht Tagen mit dem Segelboot nach Teneriffa. Schließlich findet Jakob tatsächlich eine „Mitfahrgelegenheit“ und segelt in drei Wochen über den Atlantik, sein Freund kehrt aus persönlichen Gründen nach Hause zurück. Jakob bereist Kolumbien und weitere südamerikanische Länder, die USA und schließlich Indien. Er lernt zahlreiche verschiedene Menschen kennen, die ihn mal mehr und mal weniger beeindrucken, er erlebt Höhen und Tiefen und macht sich auf die Suche nach sich selbst. Den Leser lässt er teilhaben, sowohl an der äußeren als auch an der inneren Reise. Das ist nicht immer schön, denn in uns allen schlummern Seiten, die wir wohl (zumindest manchmal) gerne verstecken würden. Aber es ist immer erkenntnisreich, sowohl für Jakob als auch für den Leser.

Ich bin sehr gerne mit Jakob um die Welt gereist, er war mir von Anfang an sympathisch, ich mochte seine klugen Gedanken und die Zitate, die er in sein Buch eingebracht hat. Am Ende jedes Kapitels gibt es „Weltnah für zu Hause“, Denkanstöße, um einfach mal was Neues auszuprobieren, vielleicht auch um sich weiterzuentwickeln, beispielsweise schlägt Jakob vor, ab sofort die beiden ersten Menschen, die man morgens trifft wenn man das Haus verlässt, zu grüßen. Andere Exkurse sind das „Waldbaden“ oder Affirmationen. Ich empfand diese Tipps nie als aufdringlich, sondern einfach als Tipp, wie man die Welt auch zu Hause erfahren kann. Jakob erlebt viele Abenteuer, die er in seinem Buch auch festgehalten hat, angefangen bei der Atlantiküberquerung als Segelneuling, über den „Run to the Sun“ auf Maui (56 km und 3000 Höhenmeter in etwa 12 Stunden) bis hin zu einsamen Sternennächten am Strand einer kleinen Insel. Ich habe definitiv Fernweh bekommen. Aber dieses Buch ist so viel mehr als ein Reisebericht. Jakob streut auch immer wieder Erzählungen über besondere Menschen ein, die er getroffen hat und immer wieder betrachtet er sich selbst, sein Leben, seine Ziele, seine Gewohnheiten. Ja, diese Reise verändert Jakob und der Leser bekommt dies hautnah mit. Das mag manchem zu viel Nabelschau sein, ich fand es sehr interessant.

Das letzte Drittel des Buches beschäftigt sich intensiv mit Yoga und Spiritualität. Ich bin selbst kein besonders spiritueller Mensch, mir hat es aber trotzdem gefallen. Ich würde auch gerne wieder mit Yoga anfangen und konnte auch ansonsten einige Erkenntnisse aus diesem Buch mitnehmen, einige der Tipps werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

Fazit: Wie schon der Untertitel („Raus aus der Komfortzone und rein ins Leben“) und der Klappentext deutlich machen, handelt es sich bei diesem Buch nicht um einen gewöhnlichen Reisebericht. Die Reise spielt eine große Rolle, aber Jakobs persönliche Entwicklung ebenfalls. Wer sich für so etwas nicht interessiert, sollte das Buch vielleicht besser nicht lesen. Allen anderen kann ich es nur wärmstens empfehlen, ein Abenteuer gepaart mit klugen Gedanken über die großen Sinnfragen des Lebens.

Cover des Buches Weltnah (ISBN: 9783218011655)
K

Rezension zu "Weltnah" von Jakob Horvat

Reisebericht, nicht mehr, nicht weniger...
kAl@barri10””vor 5 Jahren

Es liest sich gut, es gibt zweifellos Aspekte die man nicht gutheißt, man muss nicht alles sympathisch finden, um Gefallen an dem Buch zu finden. Yoga nimmt einen breiten Raum ein, war interessant zu lesen, obwohl ich die Faszination des Autors nicht nachvollziehen kann. Am Ende eines jeden Kapitels stehen Anregungen für zuhause, sie fallen für mich zum Schluss hin ab.

Cover des Buches Weltnah (ISBN: 9783218011655)
Sikals avatar

Rezension zu "Weltnah" von Jakob Horvat

Kein Reisebericht, aber eine Reiseerfahrung
Sikalvor 5 Jahren

Der Journalist Jakob Horvath bricht, einer spontanen Idee folgend, zu einer mehr oder weniger unorganisierten Reise um die Welt auf. In diesem Buch „Weltnah“ schreibt er über diesen 14-monatigen Trip, über den Abschied aus der Komfortzone, über Abenteuer, die er nicht in seinen kühnsten Träumen vermutet hätte, über sein Ziel – seinem Ich näher zu kommen, herauszufinden, welche Grenzen er bereit ist zu überschreiten und über sich hinauszuwachsen.

 

Er durfte Entdeckungen auf 4 Kontinenten machen, 13 Länder erkunden und unzählige Menschen kennenlernen, die positiv gestimmt waren und ihm auf seiner Reise weitergeholfen hatten. Toll finde ich die Gestaltung der einzelnen Kapitel, dass es pro Etappe eine Karte gibt und auch der Zeitraum angeführt ist. So bekommt man eine ungefähre Vorstellung von den einzelnen Reiseabschnitten. Und hier ist auch mein eigentliches Problem … Ich hatte mir erwartet über die einzelnen Stationen der Reise, über die Länder und Menschen einiges zu erfahren.

 

Stattdessen liest man hauptsächlich über die Reise zu sich selbst, wie sich Jakob seinen Ängsten stellt (beispielsweise ohne Handy in der Dunkelheit für 72 Stunden ausharrt). Ich finde die Art und Weise wie er sich diversen Herausforderungen stellt oftmals etwas unüberlegt, manches Mal auch gefährlich.

 

Was mich teilweise wirklich irritiert hat, sind diverse Alkohol- und Drogenexzesse. Diese hätte nicht in solcher Ausführlichkeit geschildert werden müssen. Dafür ein paar Zeilen mehr, wenn es um Interessantes, wie beispielsweise eine Walbeobachtung oder den Ausflug zum Machu Picchu geht.

 

Gut gefallen haben mir die QR-Codes bei manchen Kapiteln, mit denen man kleine Videos öffnen kann, die Ausschnitte der Reise zeigen. So bekommt man etwas mehr Einblick als durch das Buch.

 

Am Ende jedes Kapitels gibt es Tipps, wie man als Leser Schritte zur eigenen Entwicklung unternehmen kann, ohne gleich um die Welt segeln zu müssen. Diese Ratschläge sind zum Teil ganz gut und brauchbar, etwas Neues findet man aber nicht – das hat man alles schon mal in der Art gelesen.

 

Sprachlich liest sich das Buch locker und leicht. Man merkt, dass es der Autor gewohnt ist, mit Sprache umzugehen. Er hat wirklich einen angenehm zu lesenden Schreibstil.

 

Ich finde es beeindruckend, dass er sich der Herausforderung einer Weltreise gestellt hat (ohne jetzt gleich mit dem Flugzeug mal rundum zu kurven). Auch finde ich toll, dass er viel Wertschätzung und Hilfestellung erfahren durfte und die Erfahrung machte, dass die Welt nicht von Grund auf schlecht ist.

Dass ich eine andere Erwartungshaltung an das Buch hatte und mein Fernweh ankurbeln wollte, dafür kann der Autor ja nichts. Daher gibt es auch 3 gute Sterne.

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