Jakob Lediger Eben noch lebendig

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Inhaltsangabe zu „Eben noch lebendig“ von Jakob Lediger

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  • Rezension zu "Eben noch lebendig" von Jakob Lediger

    Eben noch lebendig
    jakob_lediger

    jakob_lediger

    22. December 2011 um 10:25

    Kulturbericht des Landes O.Ö.2004 A. Tiefenbacher "Zersetzung ist: Erleichterung" http://www.ooe.gv.at/kultber/folge10_04/index.htm?seite14.htm Jakob Ledigers schillernd-schräges Prosadebüt "Eben noch lebendig" Das was der ‚Residenz Verlag' einer Reihe österreichischer Autorinnen und Autoren einmal geboten hat, das möchte der neu gegründete ‚literaturverlag LUFTSCHACHT' heute: "Literat/inn/en nicht nur eine erste, sondern möglichst eine länger andauernde Wirkungsmöglichkeit bieten". In der Reihe ‚autorenmorgen' ist unter dem Titel "Eben noch lebendig" das Debüt des 39-jährigen bei St. Georgen an der Gusen aufgewachsenen Jakob Lediger erschienen. Vormals Student der "Humanmedizin" widmet sich der Autor heute in Wien der "Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen". Diese Erfahrungen fließen ins Buch ein. Hauptakteure sind die beiden Kommilitonen Lauscher und Riedelmaier. Während sich der erste als "arbeitsloser Studienabbrecher" schon zu Mittag in "Jimmy's Pizzeria" drei Bier und einen Grappa genehmigt und auch sonst nicht zögerlich ist, "ein paar Dosen Bier" in seinen zumeist "schon trunkenen Klabauterleib" zu schütten, bevorzugt der zweite als "an nichts als dem Studium selbst Interessierter", einfach nur Tee. Im 11. Semester befindet sich Riedelmaier bereits mitten in "der Endschrift seiner Dissertation". Plötzlich aber sind auf dem Ausdruck der Seiten nur mehr "Triplettskaskaden" zu sehen. Lauscher entschlüsselt den Text mittels "umgekehrtem Alfabet" und entdeckt daneben noch eine zweite Datei, die ihn zum Mitwisser einer kriminellen Handlung und Riedelmaier für ihn "zum Todfeind" macht. "Von Albträumen geplagt" sucht Lauscher dessen "Herkunftsort" auf, findet zwar nur noch eine Ruine, sieht jedoch als einer, der imstande ist, "sich ein wenig mehr vorzustellen als die meisten", das "Flammenbegräbnis" und den, der dieses "Inferno überlebt" hat, genau vor sich. Das "Ertragen des Unerträglichen" treibt ihn dem Wahn zu. Riedelmaier macht sich, indem er sein "Leben nur der Arbeit" widmet, "unempfindlich gegen die Welt". Er wird "Assistenzarzt" an der "psychiatrischen Abteilung", auf die man Lauscher dann mit einem "ausgeprägten Delirium Tremens" einliefert. Dr. Riedelmaier, auf "wahnhafte Persönlichkeiten" spezialisiert, stellt Lauscher, als der ihn mit seinen Entdeckungen (vom Arzt als "manische Entgleisungen" abgetan) konfrontiert, per Injektionen "hochdotiert ruhig". In diesem Zustand lösen sich "die Filtervorrichtungen der Sinne" auf, was der "Abtragung eines Dammes durch den Fraß des Wassers" ähnelt. "Stück um Stück" zieht sich Lauscher aus sich zurück. "Der Überblick" wird besser, "die Last der Verantwortung geringer", denn "Zersetzung ist: Erleichterung". Zersetzung ist ein zentrales Motiv dieser kompromisslos und gewandt erzählten, beklemmenden wie witzigen, geheimnisumwitterten wie ingeniösen Prosa, die sich nicht scheut, kritisch Stellung zu beziehen. Erzählt wird nicht linear, die Zeitebenen wechseln. Auf eine Gattungsbezeichnung wird verzichtet, lässt sich doch dieser facettenreiche Text, der Elemente der Naturbeschreibung, der wissenschaftlichen Studie, des Großstadtromans und Krimis einbezieht, nicht leicht auf einen einzigen Nenner verdichten. Manifest wird ein solcher in der ihn durchflutenden Auflösung. Wer in ihren Strudel gerät, weil ihm alles fragwürdig geworden ist, "im Besonderen die Rolle" seiner selbst, läuft Gefahr "in die Weite des offenen Meeres" hinausgeschwemmt zu werden. Ein Gutes hat es, denn dort draußen versiegt jedes Verlangen und wird einem der Kopf so richtig frei gespült. Schön. Aber wer hätte sich nicht "diese Pause verdient". A. Tiefenbacher

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