Ein Regionalkrimi mit etwas französischen Charm. Vierte Fall von LKA Bucher & seinen Kollegen. Durchaus spannend aber mit für mich persönlich viel zu vielen Fremdwörten durchzogen.
Mehr zu meiner Rezension könnt ihr auf meinen Blog lesen!
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Jakob Maria Soedher
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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"Seebühne" ist schon der 7. Fall um Kommissar Schielin und seine Ermittlungstruppe. Wie oft in längeren Krimireihen wiederholen sich in dieser Reihe das Verhalten und die Geschehnisse rund um die Charaktere etwas, was mich aber an diesen Romanen relativ wenig stört, solange der Kriminalfall an sich interessant ist. Das war nun nicht bei allen Schielin Krimis in gleicher Qualität gegeben, aber diesen fand ich gut gelangen. Ín einem Park am Bodensee wird nach einem Unwetter ein Toter gefunden, der auf den ersten Blick völlig unversehrt wirkt. Es stellt sich aber heraus, dass er besonders perfide Art und Weise ermordet wurde und Schielin und sein Team ermitteln im Umfeld des Toten und versuchen herauszufinden wer Grund gehabt haben könnte den Mann so hinterlistig zu ermorden.
Ein ganz klassischer Ermittlungskrimi also, in dem Personen verhört werden und die klassische Ermittlungsarbeit im Mittelpunkt steht, den Täter hatte ich aber schon ziemlich von Anfang an in Verdacht, was mich aber auch nicht gestört hat. Aufgelockert wird das Ganze mit schönen Beschreibungen rund um den Bodensee und um kulturelle Ereignisse. Dabei ist der Sprachstil recht altmodisch, was einem immer das Gefühl gibt einen Krimi aus längst vergangenen Zeiten zu lesen, zumindest solange bis aktuelle technische Entwicklungen wie Facebook und Co. auftauchen ;-)
Schwächen hat der Krimi schon auch ein paar, einige der Charaktere fand ich diesmal besonders schablonenhaft (z.B. Lydia) und einige lose Enden werden nicht aufgelöst (warum hat Kimmel diesmal besonders schlechte Laune), außerdem war ich den ganzen Krimi etwas irritiert, wenn die Sprache auf Schielins Familie kam, da ich hätte schwören können, dass er bisher immer 2 Töchter im Teenie Alter hatte (?!), diesmal aber nur eine erwähnt wurde. Ein bisschen mehr Sorgfalt und Liebe zum Detail würde ich mir aus diesen Gründen von J.M.Soedher manchmal wünschen, damit wären seine Regionalkrimis wirklich von überragender Qualität, wegen seines Schreibtalents, aber wegen der Schwächen reicht es meist nur für eine 3-4 Punkte Bewertung.
Schielin's 6. Fall spielt zur Adventszeit und wie in den Vorgängerromanen schafft der Autor es von Anfang an die Atmosphäre einer Jahreszeit und des Bodensees und ihrer Bewohner perfekt einzufangen. Alles ist trist und kalt und nass und nur die Aussicht auf Weihnachtsmarkt und Adventsstimmung sorgt für etwas Wärme im Leben der Menschen. In dieser Atmosphäre wird eine besonders bizarre Leiche aufgefunden, abgelegt und festgefroren auf einem Steg, nachdem das Opfer offenbar zuvor in den Bodensee geworfen worden war.
Im Laufe des Falls müssen Schielin und sein Team herausfinden, wer der Tote eigentlich war und wie es zu seinem Tod kommen konnte. Dabei zeigt sich der Kriminalfall etwas weniger konfus als im 5. Teil, als er mich nicht 100% überzeugen konnte, auch wenn auch hier wieder viele Verdächtige und Nebenpersonen auftauchen von denen nicht klar ist was für eine Rolle sie für den Fall spielen (wenn überhaupt). Aber gerade das gemächliche Ermittlungstempo und die Konzentration auf die Charaktere und die Ortsbeschreibungen rund um den Bodensee machen die Krimis rund um Kommissar Schielin für mich aus.
Wie immer zeichnet der Krimi sich hierbei vor allem durch die liebevoll gezeichneten Charaktere aus, über die man mit jedem Buch etwas mehr erfährt und durch die eher altmodisch anmutende Sprache, die den Büchern einen nostalgischen Touch verleihen (der dann gerne abrupt unterbrochen wird, wenn dann plötzlich doch mal Facebook oder Xing erwähnt wird).
Für mich war dieser 6. Teil wieder einer der stärkeren Teile dieser Reihe. Als Nachteil wenn man viele Teile der Reihe liest, ist vielleicht zu nennen, dass sich viele Elemente doch stark wiederholen (Lebendkrippe mit Esel, Treffen mit dem Nachbarn, ...), andererseits sind das ja gerade Dinge, die dazu führen, dass man sich in den Büchern gleich wieder "zu Hause " fühlt. Trotzdem sollte sich der Autor vermutlich überlegen wie er langfristig wieder etwas mehr frischen Wind in die Reihe bringen kann.
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