Jakob Melander Blutwind

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(2)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Blutwind“ von Jakob Melander

Wenn der Blutwind in ihm tobt, gibt es für seine Opfer kein Entkommen Am Strand von Kopenhagen wird eine grotesk zugerichtete Frauenleiche entdeckt, sie wurde auf ungewöhnlich altmodische Weise konserviert, und ihre leeren Augenhöhlen starren ins Nichts. Lars Winkler von der Mordkommission nimmt die Ermittlungen auf, ihm zur Seite steht die junge Polizeibeamtin Sanne Bissen – die Lars auch dann noch ins Vertrauen zieht, als ihm der Fall entzogen wird. Während nach und nach eine Familiengeschichte ans Licht kommt, die grauenvoller kaum sein kann, sucht der Sandmann, vom Blutwind getrieben, weitere Opfer …

Von allem ein bisschen viel: etliche Themen in einem Thriller verwurstet, aber trotzdem fesselnd zu lesen. Menschliche Abgründe ohne Ende!

— angi_stumpf

Tolle düstere Atmosphäre und superspannend!

— Ana

Stöbern in Krimi & Thriller

Rot für Rache

Ganz tolle Fortsetzung!

Daniel_Allertseder

Die Treibjagd

Spannend, kämpferisch und doch auch ein romantischer Krimi,,,

Angie*

Das Apartment

Rutscht leider in die paranormale Schiene ab. Ein Thema, das leider nicht meines ist !ansonsten "der etwas andere Thriller"!!

Igela

Kreuzschnitt

Ein fantastisches Buch, Hochspannung garantiert!

SophLovesBooks

Angstmörder

Phänomenales Ende mit unerwarteter Wendung!

Anni59

Death Call - Er bringt den Tod

Wieder ein toller Krimi meines Lieblingsautors und dieses Mal hatte ich nicht mal eine Vermutung wer der Täter sein könnte. Begeisterung

Berti07

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein bisschen viel von allem ...

    Blutwind

    angi_stumpf

    31. July 2016 um 23:25

    Die Geschichte: Mordermittler Lars Winkler ist nach zweimonatiger Auszeit wieder im Dienst und wird gleich an den Fundort einer ungewöhnlichen Leiche gerufen: die tote Frau wurde konserviert und außerdem wurden ihr beide Augen entfernt. Lars ist es allerdings unmöglich, weiterhin mit seinem Vorgesetzten Ulrik zusammenzuarbeiten, denn er ist der Grund für seine laufende Scheidung. Er beantragt deshalb seine Versetzung und wird prompt von den Mordermittlungen abgezogen. Stattdessen soll er eine grausame Vergewaltigungsserie aufklären. Lars ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es am Ende sehr persönlich für ihn wird: eine Freundin seiner Tochter wird zum Opfer … Meine Meinung: Das Buch beginnt gleich mit einer Rückblende ins Jahr 1953, es folgen noch weitere Zeitsprünge, die uns teilweise in die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs mitnehmen. Diese Reisen in die Vergangenheit fand ich gleichermaßen erschreckend wie auch interessant, die Geschichte erstreckt sich so über mehrere Generationen. Menschliche Abgründe tun sich hier auf in verschiedensten Formen. Der Autor hat extrem viele Themen in dieses eine Buch gepackt: von Kindesmissbrauch über Vergewaltigung, Mord, Folter, Verstümmelung, verschiedenste Ausprägungen von Geisteskrankheit, Familiendramen, Drogenmissbrauch und Menschenhandel. Alles ganz interessant, aber das sorgt auch dafür, dass die Story manchmal etwas überfrachtet wirkt. Auch bei eher nebensächlichen Dingen tritt eine auffällige Häufung auf, die mich in einem Fall zunehmend gestört hat: ohne Zigaretten geht in diesem Buch irgendwie überhaupt nichts. Die Charaktere fand ich sehr interessant und Lars als Protagonist war mir nicht unsympathisch. Er hat zwar leider so seine Macken, aber wer hat die – auch im richtigen Leben – nicht? Er wirkt dadurch recht authentisch, genau wie seine Tochter, einige Kollegen und die vielen Durchgeknallten in der Story. Absolut atmosphärisch und mit der richtigen Menge an Details beschreibt Jakob Melander seine Schauplätze. Man kann sich immer alles bestens und sehr lebendig vorstellen. Auch sehr bildlich erläutert werden die doch vergleichsweise ekligen, blutigen und grausamen Szenen der Geschichte, die eher nichts für zartbesaitete Leser sind. Es ist ein Thriller, bei dem man sehr gut miträtseln und allerdings auch schon zu einem frühen Zeitpunkt große Teile der Auflösung erkennen kann. Fesselnd fand ich das Buch trotzdem noch, denn durch die vielen Handlungsstränge kommt niemals Langeweile auf. Im privaten Bereich von Lars bleibt am Ende so einiges offen, was wohl im nächsten Band geklärt werden könnte. Die Reihe werde ich im Auge behalten und ich bin gespannt, wie sich alles weiter entwickelt. Fazit: Von allem zwar ein bisschen zu viel, aber insgesamt doch gut zu lesen und durchaus spannend.

    Mehr
  • Keine Gefahr für Jussi Adler-Olsen

    Blutwind

    Havers

    "Blutwind“ ist das Debüt des Dänen Jakob Melander, der in seiner skandinavischen Heimat in erster Linie als Rockmusiker bekannt ist. Und es gibt bereits Stimmen, die in ihm bereits den neuen Jussi Adler-Olsen sehen. Es sind drei verschiedene Handlungsstränge, auf denen „Blutwind“ aufbaut: Zum einen ist da die Frauenleiche am Strand von Kopenhagen, eine Prostituierte, der beide Augäpfel entnommen und deren Körper mit einer ungewöhnlichen Konservierungsflüssigkeit „haltbar“ gemacht wurde. Aber das ist erst der Anfang. Dann hält eine Reihe von äußerst brutalen Vergewaltigungen die Stadt in Atem, wobei die Opfer allesamt zuvor einen speziellen Nachtclub besucht hatten. Und zu guter Letzt geht es um ein Familiengeheimnis aus der Vergangenheit, das bis in die Gegenwart hineinreicht und mit den Morden in Beziehung steht. Aber das finden Lars Winkler von der Mordkommission und die Polizistin Sanne Bissen er im Laufe ihrer Ermittlungen heraus… Jakob Melanders Protagonist Lars Winkler unterscheidet sich kaum von den Polizisten, die wir aus den Kriminalromanen/Thrillern nicht nur der bekannten skandinavischen Autoren kennen - mich hat er streckenweise an Ian Rankins John Rebus erinnert: Seine Ehe ist kaputt, er hat eine Vorliebe für Classic Rock, war früher ein Punk, geht konsequent gegen alle Widerstände seinen Weg, ist eher unkonventionell, was die Methoden angeht, hat Probleme mit seinen Vorgesetzten – alles in allem eher Typ „Einsamer Wolf“, aber ein begnadeter Ermittler mit einer hohen Erfolgsquote. „Blutwind“ ist zwar kein Pageturner, aber dennoch ein solider Thriller. Aber, und hier sind wir auch schon an dem Punkt, an dem meine Kritik ansetzt, ich hatte während des Lesens immer wieder das Gefühl, einzelne Teile der Story und auch das Personal bereits zu kennen. Es wirkte, als ob der Autor diverse Punkte unbedingt einarbeiten wollte und diese dann während des Schreibens abgehakt hätte. Und so hat Jakob Melander mit „Blutwind“ das Rad nicht neu erfunden, sondern dann doch einen eher konventionellen Krimi geschrieben, der aus der Masse leider nicht heraussticht.

    Mehr
    • 2
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks