Jakob Nolte Alff

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Inhaltsangabe zu „Alff“ von Jakob Nolte

Benjamins Leiche wird in einen Zaun genäht aufgefunden. Er ist das erste Opfer des 'Vollstrickers', einem Phantom, das die Bewohner des Städtchens Beetaville in Angst und Schrecken versetzt. Jeder von Benjamins Mitschülern der High & Low Highschool reagiert anders: Sie werden zu Detektiven und Reportern, gründen Bands, reißen sich Finger ab, fallen voll Lust übereinander her oder nehmen ihre Eltern als Geiseln. Nach dem Fund einer zweiten Leiche wird Agent Donna Jones vom FBI eingeschaltet, verzweifelt aber an dem schier unlösbaren Fall. Erst als er den eigenen Sohn als Köder auslegt, kommt Bewegung in seine Ermittlungen. Jakob Nolte schafft mit diesem Murder-Mystery-Thriller eine rasante Groteske über die USA der 90er Jahre zwischen dem Tod Kurt Cobains und 9/11. Mit Wortgewalt begleitet er seine sonderbaren Protagonisten beim abgründigen Prozess des Erwachsenwerdens. Ein hochtouriger Roman irgendwo zwischen Twin Peaks und Gottfried Benn, der die Leser in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt.

Noltes Texte sind eine Bereicherung und zeigen, was mit Sprache möglich ist, wenn man erstmal beginnt, damit zu spielen.

— Contresse

Ein Buch wie Rausch, eine Stak­ka­to der Wörter und Ideen. Als eBook für 0€, womit es keine Ausrede gibt, dieses Buch nicht zu lesen.

— TheoR

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  • Ein Buch wie ein Rausch, eine Stak­ka­to der Wörter und Ideen.

    Alff

    TheoR

    19. March 2016 um 14:57

    Es ist durchaus kein gewöhnliches Buch, nicht wegen der Thematik, gemordet wurde in Büchern schon immer, aber die Art und Weise der Erzählung ist etwas ganz besonderes, ein Alleinstellungsmerkmal, abseits vom literarischen Mainstream. Der Leser merkt schnell, hier hat man es mit einem sonderbaren Phänomen zu tun, sowohl bei der Handlung selbst, eine Leiche wird in einem Zaun geflochten aufgefunden, als auch in der Art des Erzählens. Das ganz Buch fühlt sich an, als wäre es in einem einzig großen Drogenrausch geschrieben und der Autor hält nur an einer haarfeinen dünnen Nabelschnurr den Bezug zur Realität aufrecht erhalten können, gleichwohl geht es einem als Leser, wie einem Süchtigen, dessen Droge dieses Buch ist und er Seite für Seite den nächsten literarischen Schuss braucht. Parallelen könnte man ziehen, "Fear and Loathing in Las Vegas" von  Hunter S. Thompson, "The Silence of the Lambs" von Thomas Harris oder Serien wie "True Detective", kommen einen in unzweifelhaft in den Sinn und doch hat dieses Buch seinen ganz eigen Charme und Reiz, der eben diese vermeintlichen Vorbilder in den Schatten stellt und in sich selbst glänzt. Der Autor hat einen stakkatohaften erzählerischen Stil, der mit vielen kurzen Aufzählungen arbeitet und dabei den Leser schier außer Atem geraten lässt. Viele schnell Sprünge in der Handlung selbst, oft in eine farbenprächtige Unschärfe, wie das ganze Buch nie wirklich eine Schärfe gewinnt. Ein Fokus, eine klare Handlung kommt im klassischen Sinn nicht auf, immer drängen sich diese kleinen Dinge am Rand der Geschichte selbst, in den Vordergrund, buhlen um Aufmerksamkeit und lechzen danach gelesen zu werden. Am Ende enthält das Buch, in der Geschichte selbst platziert, die Aufforderung es noch einmal zu lesen, nicht vorschnell darüber zu urteilen. Der Stil, vielleicht gewöhnungsbedürftig, eckig und doch ist flüssig geschrieben, hat diese vermeintliche Unsicherheit nicht verdient. Wer es gelesen hat, es mochte,  sollte es empfehlen, denn dieses Buch, der Autor selbst, hat diese Aufmerksamkeit verdient. Man darf gespannt sein was als nächstes aus der Feder von Jakob Nolte fließen wird.

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