Jakob Strobel y Serra , Dirk Bleyer Burma

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Inhaltsangabe zu „Burma“ von Jakob Strobel y Serra

In diesem wunderschönen Bildband hat Asien-Experte Dirk Bleyer die Schönheit und magische Ausstrahlung des Trendreiseziels Burma in faszinierenden Aufnahmen festgehalten. Ergänzt werden die Bilder durch fundierte Texte des F.A.Z.-Reiseredakteurs Jakob Strobel y Serra, der über Tradition und Geschichte ebenso berichtet wie über die derzeitigen Entwicklungen. So besucht man beim Blättern die schönsten Orte des Landes, wie die Städte Mandalay und Bagan oder den Inle-See, ist fasziniert von den herrlichen Fotos und lernt zugleich das Land und seine Hintergründe kennen. Eine topaktuelle Dokumentation eines Landes im Umbruch.
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  • Eine erste Annährung an ein unbekanntes Land

    Burma
    R_Manthey

    R_Manthey

    24. June 2015 um 10:35

    Lange Zeit konnte man nicht nach Burma reisen, weil die herrschende Militärdiktatur das Land abschottete. Wie so oft erzwang letztlich der wirtschaftliche Niedergang das Ende dieser korrupten Gewaltherrschaft. Nun kann man also wieder dorthin reisen. Und wenn man das tatsächlich vorhat, dann bietet dieser Bildband mit seinem ausführlichen Textteil eine recht gute erste Annäherung. Natürlich begeistern westliche Besucher vor allem die vergoldeten Pagoden und die vielen buddhistischen Tempel. Im Text ist von Gotteshäusern die Rede. Aber im Buddhismus gibt es keinen Gott oder sonstige Heiligkeiten. Aber leider ist auch der Buddhismus im Laufe seiner Geschichte nicht vom Übel der Instutionalisierung verschont geblieben. In Burma scheint man hingegen besonderes Augenmerk auf die Verkitschung des "Erleuchteten" zu legen. Mit überdimensionalen Statuen macht man Buddha zum kultischen Heiligtum und führt damit einen wesentlichen Teil seiner Lehre ad absurdum. Wenigstens muss er nicht den Leidenden oder den Helden spielen, wie das anderswo bei solch zentralen Figuren üblich ist. Im Kleinen dient seine überall fabrizierte Statue dem Überleben armer Handwerker. Wenigstens darüber würde er sich wahrscheinlich freuen, wenn er noch dazu käme, weil er sich wahrscheinlich vorher über den Rummel um seine Person totgelacht hätte, würde er heute durch Burma wandeln. Die Fotografien in diesem Buch sind von guter Qualität. Gelegentlich weiß man allerdings als Außenstehender nicht, ob die Realität tatsächlich so kitschig aussieht wie auf einigen Bildern. Vom Text kann man wegen seiner Informationsdichte zunächst überrascht sein. Von außen fällt es allerdings schwer, zu beurteilen, inwieweit damit die Wirklichkeit tatsächlich einigermaßen adäquat abgebildet wird. Bei einigen Formulierungen zum Buddhismus oder den ethnischen Minderheiten (insbesondere der muslimischen) kamen mir allerdings leichte Zweifel. Dennoch stellt dieses Buch in der Tat eine interessante erste Informationsquelle für alle diejenigen dar, die vielleicht in naher Zukunft dorthin reisen möchten. Zunächst widmen sich die Autoren der jüngeren Geschichte des Landes. Später werden sie immer wieder einmal in ferne Zeiten abschweifen, wenn es das Thema erlaubt. Natürlich spielt die Hauptstadt Rangun, in die man wohl zu erst kommt, wenn man das Land besucht, eine herausragende Rolle. Weitere Themen sind der Hauptfluss Irrawaddy, die Tempelanlage Bagan sowie Mandaly, die letzte Hauptstadt des burmesischen Königreiches am Ufer des Irrawaddy. Noch heute stellt Mandalay das spirituelle Zentrum des Lansdes dar. Dann befassen sich die Autoren dann mit den komplizierten Problemen des heutigen burmesischen Vielvölkerstaates. Am Ende des Buches beschreiben sie die Mythen rund um den Inle-See.

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