Jakob Strobel y Serra Kuba

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Inhaltsangabe zu „Kuba“ von Jakob Strobel y Serra

Kuba ist das inspirierendste Land der Karibik. Es provoziert geradezu gute Literatur und Reise¬reportagen. Doch es ist auch viel komplexer und janusköpfiger, als es seine Fröhlichkeit vermuten lässt. Wer in die Seele der Insel schauen will, muss sich den Schriftstellern in diesem Reiselesebuch anvertrauen. Viele haben versucht, den kubanischen Extremismus zu entschlüsseln: Dieses Land emotionalisiert und polarisiert wie kein zweites in Amerika, es schürt rasenden Hass oder rettungslose Liebe, immer Leidenschaft, nie Gleichgültigkeit. Es gibt tausend Erklärungsmuster, tausend gute Gründe, die Kuba dann mit einem Handstreich wieder beiseite wischt. Liegt es an der Schicksalhaftigkeit dieser Insel, an den Turbulenzen ihrer Geschichte, die so traurig, so tragisch ist, dass sie eigentlich ein melancholisches Land hätte hervorbringen müssen? Das ist bestimmt ein möglicher Grund, doch die Kubaner zertanzen und zersingen ihn im nächsten Augenblick mit ihrer unbezähmbaren Lebensleichtigkeit. Ist die Ursache vielleicht der provokante Stolz der Kubaner, den keine Not, keine Repression, keine Hoffnungslosigkeit jemals zerstören kann? Gut möglich, doch je mehr kubanische Literatur man liest, umso skeptischer wird man. Denn der ganze Stolz kommt einem eher vor wie verzweifelter Trotz, wie rumgetränkter Fatalismus. Kubas Gegenwart ist das Amalgam aus den vielen Schichten seiner Vergangenheit. Auf einen flüchtigen Blick sind sie nicht zu erkennen, mit diesem Buch aber sehr wohl.
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