James A. Michener Centennial

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Inhaltsangabe zu „Centennial“ von James A. Michener

Chronicles the lives of individuals involved in the development and exploitation of the American West, particularly Colorado. (Quelle:'Flexibler Einband/01.04.1994')
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  • Leserunde zu "Der Turm der Welt" von Benjamin Monferat

    Der Turm der Welt

    BenjaminMonferat

    Hallo liebe Lesenden,der eine oder die andere wird sich möglicherweise noch an meine Präinkarnation erinnern, als Stephan M. Rother, der gemeinsam mit Euch und Ihnen zum Beispiel diese Leserunde bestritten hat. Nun, es gibt große Neuigkeiten. Ich bin nicht länger Gandalf der Weiße, sondern ... Also, kurz gesagt: Als Autor voluminöser zeithistorischer Romane veröffentliche ich als Benjamin Monferat. (Irgendwie seh ich im Video aus wie frisch aus den Katakomben. Autorenschicksal: Man kommt zu wenig raus.)Monferats Erstling, "Welt in Flammen", die Erzählung um die letzte Fahrt des Simplon Orient Express, wird mancher vielleicht schon gelesen haben. Die Resonanz - auch hier auf LovelyBooks - hat mich schlicht umgehauen. Platz sieben bei den Jahresbesten. Klasse.Mit "Der Turm der Welt" legen wir nun am 26. August im Wunderlich Verlag den Nachfolger vor, eine spektakuläre Geschichte vor dem Hintergrund der gigantischsten Massenveranstaltung des 19. Jahrhundert, der Pariser Weltausstellung des Jahres 1889. Ihr Prunkstück - der Eiffelturm - erinnert bis heute an dieses Ereignis.Die Völker Europas versammeln sich zu einem Fest des Friedens - doch ein düsterer Schatten hängt über Paris, die Drohung eines verheerenden Anschlags, der die Stadt, den Kontinent, die Welt ins Chaos stürzen könnte. Die ersten Seiten des Textes sind ganz aktuell (5.8.2016) in der offiziellen Leseprobe zu bestaunen (rechte Seite: "Downloads"); etwas mehr sogar in unserer Kingsize-Version. Hier erhebe ich zudem die Stimme und spreche zum Volke. Will sagen: Ich lese eine der ersten Szenen des Romans. Eigentlich sollte ja jedes Empfangsgerät irgendwelche Lautsprecher haben. Wer das Ganze nicht hören kann, gebe mir Bescheid. Dann ruf ich an und lese vor. Mehr zum Buch gibt es noch einmal hier zu lesen. Und hier berichtet der Autor, was für ein ausgesucht ekelhaftes Gefühl es ist, monatelang literarisch an einem Anschlag zu arbeiten - und dann geschieht dieser Anschlag tatsächlich, im Jahre 2015 und vor den Augen der Welt. Das Buch konnte danach nicht mehr dasselbe sein. Es ist mir noch wichtiger geworden, und ich sehe es inzwischen als Zeichen an die bösartigen Menschen mit den Kalaschnikows, die glauben, unsere Art zu leben zerstören zu können. Und an die anderen bösartigen Menschen, die auf dem Rücken der Opfer ihr eigenes Süppchen kochen wollen, indem sie den Angehörigen einer ganzen Religion die Schuld zuschieben. Ihr - werdet - nicht - gewinnen!Wobei diese Schwere und Düsternis keineswegs aus jeder Seite der Geschichte spricht. Das Lektorat war zwischenzeitlich immer mal in Sorge, ob sie nicht zu gut gelaunt klingt. (Ich geb's ja zu: "Serge der Concierge" ist wirklich etwas albern. Aber, hey, schließlich ist es mein Name, der richtig groß auf dem Buch steht. Der Name des Verlags steht da sehr viel kleiner.)"Der Turm der Welt" ist also der Titel, den ich mit Euch lesen möchte. Was dann aber meine Frage wäre: Damals, im neunzehnten Jahrhundert, wurde auf einer Weltausstellung Kulturen aus fremden Ländern gezeigt. Das war noch völlig unbekannt für die europäischen Besucher. Ebenso unbekannt wie die pochenden, stampfenden, dampfenden Maschinen. Eine Menge zu sehen also. - Wie aber müsste so eine Ausstellung heute aussehen, damit sie spannend wird für Euch, heute, da wir es gewohnt sind, die ganze Welt mit Hilfe weniger Klicks serviert zu bekommen - auf dem sieben Zoll-Display. Auf der Pariser Weltausstellung war Gottlieb Daimler zugegen, mit dem ersten Automobil, Thomas Alpha Edison mit dem ersten Gerät, das Klänge und Stimmen aufzeichnen konnte. Und heute? Hat das Pokemon denselben faszinierenden Schauwert? (Ich könnte übrigens schwören, dass es das vor ein paar Jahren schon mal gab, dieses Pokemon, genau dasselbe Tier. Fehler in der Matrix vielleicht.) Doch das Fremde, das Neue, das Unbekannte und Exotische: Gibt es das überhaupt noch? Wie würde das aussehen - für Euch? Just kommt mir noch in den Sinn, dass ich gar nicht verraten habe, was es dabei überhaupt zu gewinnen gibt, wenn man die Frage beantwortet. Wobei das vermutlich irgendwo da oben schon steht. 20 Exemplare unseres hochwertigen Titels "Der Turm der Welt" warten auf die glücklichen Gewinner. Unser unparteiisches Katzenrudel ist bereits hoch motiviert, die Sieger zu ermitteln.Berücksichtigt werden sämtliche Bewerbungen, die bis zum 9. August eingehen. Danach werden die Exemplare an die Gewinner überlichtschnell versandt, und wir können loslegen. Da "Der Turm der Welt" vierzehn Tage später auch schon rauskommt, können sich dann auch die Enthusiasten anschließen, die das Buch im Handel erworben haben (was Verlag und Handel freut. Den Autor sowieso.)Mir bleibt an dieser Stelle nur noch zu sagen, dass ich mich Ungeheuer freue ... halt, klein, führt sonst zu Missverständnissen ... dass ich mich ungeheuer freue auf unsere Exkursion in die aufregendste Stadt der Welt.À bientôt - in Paris!Benjamin Monferat / Stephan Rother

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    SiCollier

    28. August 2016 um 18:28
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    BenjaminMonferat schreibt Dazu hier noch einige Worte. Wie Ihr inzwischen wisst, war ich ja gehalten, eine gewisse Kürze zu wahren, und das gilt auch für die Nachbemerkung. Das ist auch einer der Gründe, aus denen ich ...

    Tja, das ist des Öfteren zur Sprache gekommen, also das Kürzen. Ich denke, ich schreibe da jetzt einfach nix mehr dazu, also jedenfalls nicht mehr viel. Erwähnt habe ich in der Leserunde den Film ...

  • Für Interessierte, Betroffene und deren Angehörige

    Die heimliche Sucht, unheimlich zu essen

    Janine2610

    Der Inhalt: Der kollektive Schlankheitswahn fordert seine Opfer. Abertausende von Frauen hängen an der Alltagsdroge Essen. Maja Langsdorff beschreibt Zusammenhänge und Hintergründe der Essstörung und zeigt: Ess-Brech-Sucht ist heilbar, aber eine Heilung ist beschwerlich, von Rückschlägen gekennzeichnet und fordert den ganzen Einsatz der Betroffenen. Meine Meinung: Dieser Ratgeber ist eine gute und umfangreiche Informationsquelle bezüglich Essstörungen. Allen voran wird hier viel Aufklärungsarbeit zu Bulimia nervosa, oder kurz Bulimie, geleistet. Die Ess-Brech-Sucht ist eine mittlerweile weit verbreitete Erkrankung, die wohl, durch die Gesellschaft bedingt, immer mehr "um sich greifen" wird. Maja Langsdorff hat es (sogar als Nichtbetroffene) gut hinbekommen, dem Leser einen eindrucksvollen Einblick in diese, bei manchen Menschen mitunter Unverständnis hervorrufende, Krankheit zu gewähren. Sie bringt Betroffenen, Angehörigen, oder aber einfach auch nur Interessierten, in ihrem Buch, Themen wie Krankheitsentstehung, Auslöser, Trigger, Ausbruch, Rückfälle, Symptomatik, Therapieansätze, Hilfsangebote, usw. näher. Zusätzlich gibt es einen Teil, und der war für mich persönlich der interessanteste, in dem Betroffene, bzw. ehemals Betroffene selbst zu Wort kommen, ihren Krankheitsverlauf schildern, Dinge, die ihnen bei ihrer Gesundwerdung geholfen haben, kundtun und erzählen, wie sie schlussendlich aus der Suchtspirale des ewigen (Fr)essens und Erbrechens ausbrechen konnten. Gut, ich muss gestehen, einige Kapitel waren interessanter als andere, aber das lag wohl daran, dass sich der Inhalt des Buches an eine breiter gefächerte Leserschaft wendet und nicht nur an die rein Interessierten, so wie ich es einer bin. Ein größerer Teil darin beschreibt auch schon ganz konkrete (auch akute) Hilfsangebote, die mir für meinen Geschmack schon etwas zu sehr ins Detail gingen und die ich dann auch nur überflogen habe. Alles in allem ist es ein einleuchtend und verständlich geschriebener Ratgeber, der, da bin ich mir ziemlich sicher, Betroffenen, sofern sie Hilfe wirklich annehmen wollen, helfen und vor allem Mut machen kann. Und Leute, die sich für Erkrankungen der menschlichen Psyche interessieren, kommen hier sowieso auf ihre Kosten.

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    • 7
  • Leserunde zu "Der scharlachrote Pfad" von Kerstin Groeper

    Der scharlachrote Pfad

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Leserunde zum Buch "Der scharlachrote Pfad- eine Sioux Saga" Ich habe ja noch nie eine Leserunde gemacht ...aber bei diesem Thema bietet es sich vielleicht an, weil die Leser eventuell doch so einige Fragen haben. Ich möchte mit euch über indianische Etikette und Spiritualität philosophieren und über die historischen Ereignisse diskutieren. Ich beantworte auch Fragen zur Sprache der Lakota und was ihr sonst so wissen wollt. Das Buch basiert auf historischen Tatsachen, obwohl die Hauptprotagonisten frei erfunden sind. So hatte ich mehr Gestaltungsmöglichkeiten in der Handlung. Kann mich jemand beraten, wie so eine Leserunde abläuft? Freu mich auf euch!

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    • 591
  • Leserunde zu "20 populäre Irrtümer über den Wilden Westen" von Alexander Emmerich

    Alles Mythos! 20 populäre Irrtümer über den Wilden Westen

    TheissVerlag

    Yieeha und Yippie Ya Yo! Heute starten wir wieder in eine neue, spannende Leserunde – und wir würden uns freuen, wenn DU dabei bist :) Ausgesucht haben wir einen ganz besonders schönen Titel aus unserem Programm, mit dem wir Euch erfreuen wollen: „Alles Mythos! 20 populäre Irrtümer über den Wilden Westen“ von Alexander Emmerich Und worum geht es da? Natürlich um den guten alten Wilden Westen! Und an was denkt man da? Richtig! An Ungebundenheit, Freiheit, Weite! Die Luft riecht nach Blei, waghalsige Räuber überfallen rasende Postkutschen und todesmutige Indianer greifen mit Kriegsgeschrei gut bewachte Forts an, während der »Lonesome Cowboy« allein in den Sonnenuntergang reitet … Aber war das wirklich so? Entspricht unsere Vorstellung von Abenteuer und Wildnis wirklich den Fakten, oder ist alles pure Fiktion, genährt von zu vielen John-Wayne-Filmen und Karl-May-Büchern? Und die Faszination des Wilden Westens lässt nicht nach, wenn man die Klischees hinterfragt. Im Gegenteil! Flüssig und mitreißend erzählt Alexander Emmerich, wie wild der Westen wirklich war… Zu unserer Leserunde zu „Alles Mythos! 20 populäre Irrtümer über den Wilden Westen“ verlosen wir unter allen Bewerbern 10 tolle Leseexemplare. Mitmachen ist ganz einfach:                            Schreibt uns bis zum 29. September was Euch am Wilden Westen fasziniert! Wir freuen uns auf Eure Antworten! Und wer weiß, vielleicht findet sich davon das eine oder andere ja auch im Buch wieder ;) Die glücklichen Gewinner werden am selben Tag von uns per PN benachrichtigt. Für Fragen stehen wir Euch natürlich immer gerne zur Verfügung :) Und nun: viel Glück und viel Spaß! Es grüßt Euch, Euer Theiss-Team

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    • 205
  • Leserunde zu "Emily - Sommer der Sehnsuch" von Ann Shorey

    Emily - Sommer der Sehnsucht

    Arwen10

    Nun kommt eine absolute Leseempfehlung ! Dieses Buch hat mir total gut gefallen und gehört jetzt zu meinen Lieblingsbüchern: Emily Sommer der Sehnsucht von Ann Shorey Zum Inhalt: Eine Liebesgeschichte aus der Zeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Die 20-jährige Emily Lindberg lebt bei ihrem Großvater in Missouri. Er ist ihr nach dem Krieg als Einziger von ihrer Familie geblieben. Emily führt seinen Laden, denn den Großvater lässt manchmal sein Gedächtnis im Stich. Sie will aber unbedingt auf einen Treck nach Westen gehen, um die traurigen Erinnerungen hinter sich zu lassen und von vorn anzufangen. Zwei Männer werben um Emily: der Frauenheld Royal Baxter und der hilfsbereite, aber schüchterne Curt Saxon, den seine traumatischen Kriegserfahrungen verfolgen. Warum nur ist Curt so wechselhaft in seinen Stimmungen? Und wie soll sie sich entscheiden? Leserstimme: Die Geschichte hat sozusagen alles: eine mutige Heldin, einen gutmütigen Großvater, mehrere Schurken und einen gut aussehenden Ehrenmann. (Quelle: http://brunnen-verlag.de/details.php?catp=11000_11100&p_id=112008) Hier der Link zur Homepage der Autorin: http://www.annshorey.com/index.html Für die Bewerbung nennt mir bitte ein christliches Lieblingsbuch. Wer keins hat, ein anderes Lieblingsbuch. Warum ist es euer Lieblingsbuch ? Vorraussetzung für ein Freieexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension. Ein großes Dankeschön an den Brunnen Verlag für die Unterstützung der Leserunde ! Bitte bewerbt euch bis zum 15.07.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 16.07. im Laufe des Tages.

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    • 119
  • James A Michener "Centennial" - Eine grandiose Saga eines Landes und seiner Bewohner

    Centennial

    SiCollier

    29. April 2013 um 17:12

    Meine Meinung Meine Güte, was für ein Buch! Es beginnt mit der Formung der Landschaft, die heute unter dem Namen „Colorado“ bekannt ist und erzählt von seinen Bewohnern. Von den Sauriern, die hier lebten und starben, den Klapperschlangen, den Pferden, den Bibern bis hin zum Menschen, der das Land schließlich in Besitz nahm. Zu dem Zeitpunkt als die eigentliche Handlung beginnt, sind bereits über hundert Seiten gelesen, Jahrmillionen durchschritten und der Boden bereitet für eine wahrhaft umfassende Darstellung der Geschichte Colorados. Michener stellt dabei alles in einen größeren Zusammenhang, wie ich es noch bei keinem Schriftsteller erlebt habe. So werden wir der sterbenden Saurierin wieder begegnen, Jahrmillionen später, wenn ihr Skelett ausgegraben wird. Immer wieder, je weiter das Buch voranschreitet, gibt es solche Reminiszenzen, solche Erinnerungen an frühere Ereignisse. Nicht immer über Jahrmillionen, sondern manchmal nur über Jahrzehnte hinweg. Es ist bisweilen erstaunlich, wie schnell de Mensch vergißt. „Centennial“ ist die Geschichte des Landes Colorado und seiner Bewohner, und zwar genau in dieser Reihenfolge. Wenn die eigentliche Handlung einsetzt, so um die Mitte des 18. Jahrhunderts, werden die Handlungsträger zwar Menschen, aber immer geht es in der Erzählung um das große Ganze, von dem der Einzelne nur ein kleiner Teil und mehr oder weniger unwichtig ist. Wenn spätere Generation über die Vergangenheit reflektieren, die Namen des Stammbaums zusammensuchen, ist vieles in Vergessenheit geraten. Aber hätte um 1800 Lame Beaver nicht zu seiner Tochter Clay Basket gesagt, sie solle Pasquinel heiraten - die Geschichte hätte einen völlig anderen Verlauf genommen. Handlung und Personen des Romans sind, wie der Autor zu Beginn ausdrücklich erwähnt, fiktiv. Dennoch finden sich viele historische Ereignisse im Buch, die so stattfanden. Das „Masskaker“ etwa ist recht deutlich als das vom Sand Creek vom 29. November 1864 an den Cheyenne zu erkennen. Zwar gab es keinen Pasquinel, aber Trapper wie ihn gab es seinerzeit sehr wohl. Oder Levi Zendt, der Mennonit aus Pennsylvania, einer zentralen Figur, der von seiner Familie gebannt wird und mit Elly nach Oregon aufbricht - um nie dort anzukommen. Ungemein beeindruckend die Szene, in der er nach Jahrzehnten nochmals seine Heimat sieht, wo sich so gar nichts verändert hat im Gegensatz zum Westen, wo nichts mehr ist, wie es einmal war. Der Untergang der Indianer, denen man nicht das Recht zugestand, nach ihren Vorstellungen leben zu dürfen; mit denen man Verträge schloß, nur um sie gleich wieder zu brechen. Die Ausrottung der Büffel, und damit die Vernichtung der Lebensgrundlage der Urbevölkerung, das Entstehen der ersten großen Rinderranchen und Farmen. Wer sich je gefragt hat, wie es zu solch riesigen Ranchen kam, hier findet man die Erklärung dafür. Levi Zendt, Oliver Secombe, der Rancher aus England, oder Hans Brumbaugh, der Wolgadeutsche, der Potato ganannt wird und das Land urbar macht - sie stehen für eine Pioniergeneration. Als dann die Wendells in Centennial eintreffen, kommt mit ihnen die neue Zeit und neue Methoden. Ihren Erfolg begründen sie mit einem Mord. Und wieder gehen die Gedanken zurück, viele Tausend Jahre, als am Beaver Creek eine Biberin hauste und Jahr für Jahr ihre Jungen groß zog. Aber die Methoden und Einstellungen der Wendells (den Mord mal ausgenommen) sollten auch uns heutigen, sehen wir uns um, bekannt vorkommen. Es ist, wie erwähnt, die Geschichte des Landes und seiner Bewohner, das macht sich auch im Stil bzw. der Gewichtung der Erzählung bemerkbar. Stilistisch empfand ich es als eine gelungene Mischung zwischen ausführlicher und nüchterner Erzählweise. Naturgemäß sterben die meisten Protagonisten im Laufe des Buches; manche jung, manche alt, manche eines gewaltsamen, manche eines natürlichen Todes. Und nicht immer erfahren wir direkt davon. Bei etlichen kommt irgendwann der lapidare Hinweis, daß sie an der und der Sache verstorben seien. Das ließ mich manchmal schon, teilweise recht heftig, schlucken, wenn liebgewordene Figuren, die ich über den größten Teil ihres Lebens begleitet hatte, an ihr lapidares Ende kamen. Aber so ist das Leben nunmal. Daß auch über neunhundert Seiten nicht ausreichen, alles und jedes Detail zu beschreiben, sollte sich von selbst ergeben. Je weiter der Roman voranschreitet, je größer werden die Abstände zwischen den einzelnen Begebenheiten, und ein paar kleinere Plotlöcher tauchen auf. So wird erwähnt, daß die Kinder von Paul Garret in einem schwierigen Alter seien, woraus ich schließe, daß sie noch bei ihm leben müssen, aber außer dieser Bemerkung finden sie im Buch keine Erwähnung. Allerdings sind das nur kleinere Dinge, die für die eigentliche Handlung nicht wesentlich sind. Angemerkt sei noch, daß das Kapitel über die Revolution in Mexiko teilweise sehr brutal und sicher nichts für schwache Nerven ist. Zwar geht Michener bei den Beschreibungen nicht sehr ins Detail, aber was da an Grausamkeiten passiert, wird mehr als deutlich. Je weiter das Buch voranschreitet, je mehr verschränkt sich der Handlungsbogen, um so öfter tauchen Erinnerungssplitter auf, wird auf früheres verwiesen, kommen unweigerlich längst verblichene Bewohner Colorados ins Gedächtnis zurück. Sei es der Saurier, die Biberin und ihre Höhle, oder lange Verblichene Menschen. Pasquinel, Clay Basket, Alexander McKeag, Levi Zendt, Elly Zendt, Lucinda McKeag, Hans Brumbaugh, Oliver Secombe, Jake Lloyd, Charlotte Buckland, Sheriff Axel Dumire und wie sie alle heißen. Michener hat ungemein starke Figuren geschaffen, an die mich noch sehr lange erinnern werde. Am Ende angekommen, war ich erschöpft, als ob ich selbst all das durchlebt hätte. Vor dem letzten Kapitel ist ein Stammbaum des bis jetzt letzten Besitzers der Venneford-Ranch eingefügt, und es lohnt sich, ihn ausführlich zu betrachten. (Allerdings erst dann, wenn man soweit ist. Vorher erschließt sich nicht, wer da alles drin enthalten ist und wie die Zusammenhänge sind.) Mein Blickwinkel auf die Geschichte Amerikas, vielleicht die Geschichte überhaupt, hat sich völlig verändert. Ein sehr lesenswertes Buch eines Autors, von dem ich gewißlich noch mehr lesen werde. Und vermutlich mein diesjähriges Jahreshighlight. Kurzfassung In epischer Breite die grandiose Saga eines Landes und seiner Bewohner. Anmerkung Meine Rezi bezieht sich ausschließlich auf die amerikanische Originalausgabe, NICHT auf die deutsche „Übersetzung“.

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  • Rezension zu "Centennial" von James A. Michener

    Centennial

    BTOYA

    13. February 2009 um 12:23

    (Deutsch wurde der Roman als "Colorado Saga" veröffentlicht.) Anhand der Schicksale sowohl fiktiver und realer Figuren läßt Michener - in seiner üblichen akribischen Art - Colorado vom Urbeginn bis heute an uns vorbeiziehen. Einleitung und die ersten ca. 100 Seiten sind (auch wie gewohnt) ziemlich langatmig und man ackert sich geradezu durch die Geophysik des Landes. Aber dafür merkt man im Verlauf des weiteren Buches auch wofür es gut war. Ein packender, spannender und absolut lesenwerter Roman. Für mich eines der besten Bücher des Autors. Wie kaum ein anderer versteht es James A. Michener, ein Land und dessen Geschichte vor den Augen seiner Leser lebendig werden zu lassen. Empfehlenswert. Zum Autor: (* 3. Februar 1907 in New York City; † 16. Oktober 1997 in Austin, Texas) Micheners Eltern sind unbekannt. Die Geburtsdaten stehen so in seinen Papieren, jedoch sind weder das Geburtsdatum noch der Geburtsort tatsächlich bekannt. Als Waise wuchs Michener bei seiner Pflegemutter Mabel Michener in Doylestown, Pennsylvania auf. Er arbeitete zunächst als Lehrer und als Lektor. Im Zweiten Weltkrieg, während seines Einsatzes im Südpazifik, entstand auf der vanuatuischen Insel Espiritu Santo sein erstes Buch 'Die Südsee', eine Sammlung von lose zusammenhängenden Kurzgeschichten. Für dieses Buch erhielt er 1948 den Pulitzer-Preis. Später wurde daraus das Broadway-Musical South Pacific. Michener schrieb zahlreiche weitere Romane, zum großen Teil historische Romane, von denen sich viele mit dem Leben in einem bestimmten Land oder US-Bundesstaat von den Anfängen bis zur Gegenwart beschäftigen. Diese Romane basieren auf historisch korrekten Informationen, während die meisten Hauptfiguren fiktiv sind. Während der Recherche für seine Werke reiste er viel und erforschte die von ihm beschriebenen Länder genau. Viele seiner Werke, wie 'Hawaii' und 'Colorado Saga' wurden mit Weltstars wie Marlon Brando, Grace Kelly, James Garner, Charlton Heston, Julie Andrews, Max von Sydow, Richard Chamberlain, Lynn Redgrave, Timothy Dalton, Glenn Close und vielen anderen verfilmt, wobei in den meisten Fällen Michener selbst das Drehbuch schrieb. Michener schrieb außerdem die Drehbücher zu einer Reihe von Fernsehserien. Außerdem veröffentlichte er mit seiner letzten Ehefrau Mari Sabusawa Michener, einer gebürtigen Japanerin, einige Werke über japanische Kupferstiche und hatte verschiedene politische Ämter inne. Michener starb an Urämie, nachdem er eine Woche vorher selbständig seine bereits zwei Jahre dauernde Dialysebehandlung beendet hatte.

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