James Ayers

Neue Bücher

Cover des Buches Im Eissturm der Amsel (ISBN: 9783941485976)

Im Eissturm der Amsel

 (4)
Erscheint am 31.07.2021 als E-Book bei TraumFänger Verlag GmbH & Co. KG.
Cover des Buches Comanchen Mond Band 3 (ISBN: 9783941485884)

Comanchen Mond Band 3

Erscheint am 01.08.2021 als Taschenbuch bei TraumFänger Verlag GmbH & Co. KG.
Cover des Buches Ulzanas Krieg (ISBN: 9783941485402)

Ulzanas Krieg

Neu erschienen am 25.06.2021 als E-Book bei TraumFänger Verlag GmbH & Co. KG.

Alle Bücher von James Ayers

Cover des Buches Im fahlen Licht des Mondes (ISBN: 9783941485488)

Im fahlen Licht des Mondes

 (20)
Erschienen am 31.01.2018
Cover des Buches Wie ein Funke im Feuer (ISBN: 9783941485600)

Wie ein Funke im Feuer

 (8)
Erschienen am 15.02.2018
Cover des Buches Im Eissturm der Amsel (ISBN: 9783941485976)

Im Eissturm der Amsel

 (4)
Erscheint am 31.07.2021
Cover des Buches Ulzanas Krieg (ISBN: 9783941485402)

Ulzanas Krieg

 (0)
Erschienen am 25.06.2021
Cover des Buches Comanchen Mond Band 3 (ISBN: 9783941485884)

Comanchen Mond Band 3

 (0)
Erscheint am 01.08.2021

Neue Rezensionen zu James Ayers

Cover des Buches Im Eissturm der Amsel (ISBN: 9783941485754)SiColliers avatar

Rezension zu "Im Eissturm der Amsel" von Kerstin Groeper

Trapper und Indianer am Missouri
SiColliervor einem Jahr

Wahrscheinlich kannten die Weißen diese Art des Süßens nicht. Überhaupt waren sie wie kleine Kinder, denen man erst die Geschenke der Natur zeigen musste. Alles, was sie wussten, was das Töten ... aber nicht, wo man das Leben fand.“ (S. 141)

 

Meine Meinung

Das Buch macht mir eine Rezension nicht leicht, möchte ich doch so begeistert schreiben, wie ich es zu den früher gelesenen Büchern der Autorin tat, kann es hier jedoch leider, leider nicht. „Absolut empfehlenswert. Absolut lesenswert. Unbedingt lesen.“, lautete mein Fazit zu einigen derselben. Für die hier erzählte Geschichte selbst würde ich ein gleiches Prädikat verleihen, die reiht sich nahtlos an die Reihe der älteren Werke der Autorin an. Aber herstellerisch wie stilistisch fällt das Buch deutlich ab.

Um mit Ersterem, dem Herstellerischen, zu beginnen. Ein, zwei Satzfehler kommen auch in den besten Büchern vor. Ein Mal ein Wort vergessen oder vertauscht, gut, auch das kann passieren. Aber dauernd? Ich kann mich nicht entsinnen, je ein Buch gelesen zu haben, das dermaßen viele Satzfehler - bis hin zu fehlenden und/oder falschen Wörtern - enthält wie dieses. Ein Korrekturlesen scheint nicht stattgefunden zu haben, anders kann ich mir das nicht erklären. Ein fehlender Buchstabe kann sinnverändernd sein, beispielsweise liest man auf Seite 109 das Wort „Freude“ - aber gemeint ist „Freunde“. Das ist aus dem Zusammenhang beim Lesen leicht ersichtlich. Schwieriger wird es bald darauf auf Seite 113, als es da heißt: „Er achtete er seine Vision, (...)“ Es dauerte einen Moment, bis mir klar war, daß das „er“ nicht ein falsches Wort war, sondern ersatzlos gestrichen werden muß. „Er achtete seine Vision, (...)“ ist gemeint. Ob vertauschte oder fehlende Buchstaben, falsche Zeiten oder ganze Wörter - die Lesefreude wurde merklich getrübt. Schade, das kenne ich von anderen Büchern des Verlages ganz anders. 

Irgendwann kapituliert, und damit komme ich zu dem oben angesprochenen Stilistischen, habe ich bei den Namen, Stammes- und Ortsbezeichnungen. Wie in ihren früheren Büchern, hat die Autorin auch in diesem weitgehend originale indianische Bezeichnungen verwendet. Aber waren die im „Scharlachroten Pfad“, „Im fahlen Licht des Mondes“ oder auch in „Die Feder folgt dem Wind“ konstant durchgehend, so daß mir diese trotz der Fremdartigkeit keine großen Probleme bereiteten, so hatte ich hier immense Schwierigkeiten. Tituwan - Hunkpapa - Lakota - erst durch diesen (englischsprachigen) Artikel ist mir der Zusammenhang deutlich geworden. Ich hatte das Gefühl, daß manche Stämme mit drei oder gar vier verschiedenen Namen im Verlauf des Buches auftauchen. Von den mir völlig fremden indiananischen Bezeichnungen für Berge und Flüsse ganz zu schweigen. Nach einiger Zeit habe ich resigniert und aus dem Zusammenhang geschlossen, wer oder was gerade gemeint war.

Die Autorin will mit solchen Namensgebungen vermutlich Gefühl und Nähe  für die indianischen Stämme vermitteln, bei mir erreichte sie damit das Gegenteil: Distanz bis Unverständnis. Für Insider mögen die Begriffe eindeutig sein; will sie jedoch Zielgruppen über den Tellerrand hinaus erreichen (und davon gehe ich aus), wird ihr das so nicht gelingen. Zumindest ein ausführliches Glossar wäre vonnöten, und ebenfalls eine Landkarte mit allen vorkommenden Orten, Forts und Flüssen - einschließlich der im Roman verwendeten indianischen Bezeichnungen dafür.

Es mag möglicherweise ungünstig sein, dieses Buch direkt - quasi als Kontrast - nach Tolstois „Krieg und Frieden“ zu lesen, obwohl handlungsmäßig beide Romane in ungefähr dem gleichen Zeitraum, allerdings auf verschiedenen Kontinenten, angesiedelt sind. Wobei der Kontrast auch von den Lebensumständen nicht größer sein könnte - seltsam, wie grundverschieden zu gleicher Zeit die Lebensbedingungen in verschiedenen Gegenden der Welt sein können. Insofern muß ich Kerstin Groeper einen gewissen Bonus zugestehen, wenn ich das Gefühl hatte, daß das Buch - so kam es mir beim Lesen in den Sinn - streckenweise „seelenlos“ erzählt wird, irgendwie fehlte mir der Charme ihrer früheren Bücher, es erschien mir eher in einer nüchternen Erzählweise geschrieben, was für mich die oben erwähnte Distanz erhöhte und nur selten zu einer emotionalen Nähe zu den Figuren führte. 

Das, und hiermit komme ich zum Inhaltlichen, wiederum ist in manchen Szenen vielleicht gar nicht so schlecht, denn die Autorin schont weder ihre Figuren noch die Leser. Es waren harte Zeiten; verfeindete Stämme führten immer wieder Kriegszüge gegeneinander, und inmitten die immer weiter nach Westen vordringenden Weißen, welche auf die Bedürfnisse der Indianer meist wenig Rücksicht nahmen. An etlichen Stellen kommt im Roman die Einstellung der Weißen gegenüber den „Heiden“ sehr deutlich zum Ausdruck. Hier wird der sogenannte „Wilde Westen“ nicht romantisiert, sondern (jetzt positiv verstanden) nüchtern so beschrieben, wie er war. Wenngleich die Autorin im Nachwort zu verstehen gibt, daß sie ob der heute vielfach sehr anderen Sichtweise manches nicht so hart beschreiben konnte, wie es seinerzeit wirklich war. Leben und Sterben gehörte nunmal dazu, man dachte nicht so viel darüber nach, wie wir Heutigen das gewohnt sind. „Die Zeiten haben sich eben geändert und damit auch, was wir als moralisch oder unmoralisch empfinden“, schreibt die Autorin im Nachwort (vgl. S. 561).

Der Trapper Pierre DuMont, die Mandan Mato-wea und der Hunkpapa Wambli-luta sind die Handlungsträger, die exemplarisch für ihre Völker stehen, deren Lebensstränge sich mehr und mehr verknüpfen und uns damit von der Zeit kurz nach der Expedition von Clark und Lewis berichten. Wer die Autorin kennt weiß, daß sie ihre Bücher akribisch recherchiert. Wer sich also trotz der oben kritisierten Mängel auf die Geschichte einläßt, wird mit einer Erzählung vom Beginn des 19. Jahrhunderts belohnt, die vom harten Leben der Trapper wie der Indianer, von deren Denken und Handeln, von Freud und Leid und vom am Horizont bereits heraufziehenden Untergang der indigenen Stämme erzählt. Bar von jeglichem Glanz und Gloria erwachen diese Jahre vor dem geistigen Auge des Lesers zum Leben.

„Die weißen Siedler wollen, was rechtmäßig jemand anderem gehört, und sie sind zahlenmäßig überlegen und haben die überlegenen Waffen.“, wird der Halbcheyenne Zeke Monroe nach dem Massaker am Sand Creek zu seinen Kindern sagen, als diese ihn nach dem Grund für das Massaker fragen (vgl. Rosanne Bittner „Climb the Highest Mountain“ (Savage Destiny 5, S. 139, eigene Übersetzung). Zwar sind wir in diesem Buch hier von jenem Ereignis noch einige Jahrzehnte entfernt, doch diese Einstellung scheint bereits durch, bestimmt das Denken und Handeln vieler Weißer, geht quasi in die DNA der (weißen) Amerikaner ein und wirkt bis heute. Es ist eigentlich traurig zu sehen, wie schon relativ kurz nach der Unabhängigkeit der USA eine solche Haltung handlungsbestimmend wurde.

 

Mein Fazit

Trotz herstellerischer Mängel und der (für mich) problematischen Namensgebung ein guter Roman über die Frühzeit der Trapper am Missouri, die seinerzeit dort lebenden Indianerstämme sowie den Krieg zwischen den USA und den Briten. Keine romantische Verklärung, sondern harte Realität in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts, sehr gute Verknüpfung von Fakt und Fiktion - trotz allem (s. o.), wie alle Bücher der Autorin, lesenswert.

 

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Cover des Buches Im Eissturm der Amsel (ISBN: 9783941485754)KleinerVampirs avatar

Rezension zu "Im Eissturm der Amsel" von Kerstin Groeper

Im Eissturm der Amsel
KleinerVampirvor einem Jahr

Buchinhalt:


1808 im Grenzland zwischen Mississippi und Missouri: Trapper und Pelzhändler stoßen immer weiter in das indianische Territorium vor. Unter ihnen auch Pierre, der sein Glück als Fallensteller machen will. Er nimmt die Indianerin Mato-wea zur Frau, doch nicht aus Liebe, sondern aus rein praktischen Gründen. Bereits vor einiger Zeit hat auch der Hunkpapa-Krieger Wambli-luta ein Auge auf Mato-wea geworfen: das Mädchen erscheint ihm mehrfach in seinen Visionen. Das Schicksal will es schließlich, dass sich die Wege der drei Personen kreuzen, mitten im Kampf zwischen den Weißen und den roten Völkern….


 


Persönlicher Eindruck:


Phantastisch! Dieser Roman stellt vieles, was ich bisher aus diesem Bereich gelesen habe, in den Schatten. Ein wahrer Pageturner, den man nur schwer oder gar nicht aus den Händen legen kann.


Die Handlung des Romans teilt sich in drei zunächst getrennte Handlungsstränge, die sich nach und nach überkreuzen. So wird die Geschichte sowohl aus Pierres, als auch aus Mato-wes und Wambli-lutas Perspektive erzählt, was das Ganze wahnsinnig spannend macht.


Pierre als erster der drei Protagonisten blieb mir von Anfang bis zum Schluß unsympathisch. Er „heiratet“ das Indianermädchen Mato-wea allein aus Berechnung, tauscht sie gegen ein Gewehr und einen Suppentopf ein und nutzt die Indianerin allein für sein persönliches (sexuelles) Vergnügen. Er will sie nur behalten, solang er in der Wildnis ist, nach St. Louis will er sie nicht mitnehmen, da er sie als nicht standesgemäß betrachtet.


Mato-wea ist eine stolze Tochter ihres Volkes. Gemäß der Traditionen und ihrer Erziehung steht sie zu ihrem Mann, auch wenn er zunächst grob zu ihr ist und sich herumkommandiert. Dass sie nur die Bettgespielin des Trappers ist, nimmt sie klaglos hin, sie fügt sich in diese „Beziehung“, doch zu melden hat sie nichts, obwohl Pierre meist gut zu ihr ist.


Wambli-luta ist meiner Meinung nach die vielschichtigste der Figuren. Stolz, ein Bild von einem Mann, fürsorglich gegenüber seiner Familie, seinem Stamm und auch gegenüber Mato-wea, die er seit ihrer ersten kurzen Begegnung liebt. Wambli-luta ist ein Krieger, er schreckt nicht davor zurück, einen Feind zu töten und ist doch der, den ich von den beiden Männern am meisten mochte.


Die Geschichte an sich ist detailreich und plastisch angelegt – ein Buch wie ein Film. Es wird nie langweilig, der Spannungsbogen ist durchgängig und es macht einfach Spaß, sich in den Weiten am Missouri zu verlieren. Die Art, wie die Autorin das Leben der Indianer, die Denkweise und die Unterschiede zum Weißen Mann darstellt und mit Leben füllt, sind immer wieder ein Genuss. Der Roman hat einige explizit erotische Szenen, die aber harmonisch in den Kontext passen, er verfügt zudem über eine Landkarte, auf der die einzelnen Schauplätze nachvollziehbar gemacht werden.


Der Epilog macht dem Leser Hoffnung auf eine mögliche Fortsetzung der Handlung. Zu wünschen ist es – denn auch 560 Seiten gehen leider einmal zu Ende.


Eine absolute Leseempfehlung, das war ganz große Erzählkunst – und top recherchiert!

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Cover des Buches Im Eissturm der Amsel (ISBN: 9783941485754)yellowdogs avatar

Rezension zu "Im Eissturm der Amsel" von Kerstin Groeper

Trapper am oberen Missouri
yellowdogvor einem Jahr

Im Eissturm der Amsel ist ein neuer, komplexer historischer Roman von Kerstin Groeper, der im frühen 19.Jahrhundert am oberen Missouri angesiedelt ist.


Zunächst möchte ich gerne etwas über das Cover sagen. Es sagt viel über die Message aus: Indianische Kultur, Zuneigung und Verbundenheit.

Und passt somit sehr gut zum Roman. Auch der Titel „Im Eissturm der Amsel“ hat etwas poetisches, was sich auch im Buch wiederfindet.

Es beginnt erstaunlich dramatisch. Mit der Zeit werden 3 bemerkenswerte Figuren vorgestellt: Der Trapper Pierre DuMont, die junge Mandan-Indianerin Mato-wea und den stolzen Lakota Wambli-Luta.


Für meinen Lesegeschmack ist das Buch zu ausführlich, andererseits erlaubt der Umfang, die Figuren und ihr Verhältnis zueinander vollumfänglich auszuarbeiten und auf Details einzugehen. Dabei werden die Verhältnisse der Zeit glaubhaft beschrieben.


Das Buch ist auch deswegen eine große Leistung, weil es auf historisch belegten Ereignissen beruht.

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