James Brown Godfather of Soul

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Inhaltsangabe zu „Godfather of Soul“ von James Brown

Die große Autobiografie der Soul-Legende

„Mr. Dynamite“, „Sex Machine“, „Hardest-working Man in Show Business“ – mit seiner atemberaubenden Bühnenshow wurde James Brown noch zu Lebzeiten zur Legende. Er revolutionierte die Popmusik und wurde zum Vorbild für Stars wie Michael Jackson, Mick Jagger oder Prince. In seiner Autobiografie werden aber auch die vielen dunklen Seiten im Leben des „Godfather of Soul“ offenbart.

Für alle Freunde des Soul ein absolutes Muss.

— JulesBarrois

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  • Was für ein Leben. Was für eine Persönlichkeit

    Godfather of Soul

    JulesBarrois

    20. April 2015 um 10:48

    Godfather of Soul: Die Autobiografie –  James Brown (Autor), Lore Boas (Übersetzer) - 496 Seiten, Heyne Verlag (13. Oktober 2014), 9,99 €, ISBN-13: 978-3453640603 Meine erste Begegnung mit dem „Godfather of Soul“ war „I feel good!“ Nicht gespielt von ihm selber, sondern von einer Soulband aus amerikanischen Musikern aus der Air-Base Ramstein Mitte der 60er Jahre. Diesen Ohrwurm bin ich nie wieder losgeworden. Und so hat Soul und damit James Brown mein musikalisches Leben als Schlagzeuger begleitet. Und jetzt seine Autobiographie: Was für ein Leben. Was für eine Persönlichkeit. Ich habe dieses Buch enorm genossen: Es ist als ob James Brown seine außergewöhnliche Geschichte in einem langen und interessanten Gespräch erzählt. Er spricht über seine Musik, sein Privatleben und Probleme, seine Philosophie, und sehr spannend über Show-Business und Bühnen. Die einführenden Worte der Autobiografie schreiben Autoren, die das Phänomen James Brown wirkungsgeschichtlich ergründen wollen. Vielleicht sollten Sie einfach alle Vorworte weglassen und sie zum Schluss lesen. Fangen Sie dort an wo »Mr. Dynamite« selbst zur Feder greift, und auf erfrischend offene und ehrliche Art über die Disziplin in seiner Band, Gefängnis, Schusswaffen, Black Power und Politik spricht. Und am Ende werden Sie feststellen, dass Sie eine Lektion gelernt haben über das Vertrauen in Menschen, Toleranz, Glaube und Spiritualität. James Brown galt als härtester Arbeiter im Showbusiness: Von 1956 bis 2002 erschien im Schnitt alle zwei Monate ein neuer Hit. Er prägte Musiker wie Carlos Santana und Miles Davies ebenso wie die moderne Rap- und Hip-Hop-Musik. Little Richard, der ihn zunächst als Vorgruppe zuließ, dann aber als jemanden ablehnte, der ihm die Show stahl, verbeugte sich am Ende tief vor dem Erneuerer und Wegweiser James Brown. Michael Jackson wäre nicht der großartige Tänzer geworden, wenn er zuvor nicht von den Bewegungen des »Godfather of Soul« hypnotisiert gewesen wäre. Seit seinem ersten Nummer-eins-Hit »Please, Please, Please« im Jahr 1956 hat James Brown fünfzig Jahre lang die Musik immer wieder verändert. Mit seiner Hymne »Say it Loud, I'm Black and I'm Proud« wurde er zur Symbolfigur der schwarzen Bürgerrechtsbewegung und stellt bis heute für viele Schwarze die Verkörperung des amerikanischen Traums dar. Es tut gut, dass James Brown seine Biografie nicht seinen Vorwortschreibern überlassen hat. In »James Brown« spricht »Mr. Dynamite« vor allem selbst zu uns. Als er 2006 in Atlanta, Georgia, starb, war er bereits 20 Jahre lang in der »Rock and Roll Hall of Fame«. Und dort gehört er hin. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Heyne Verlages http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Godfather-of-Soul-Die-Autobiografie/James-Brown/e464466.rhd Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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  • Rezension zu "Godfather of Soul" von James Brown

    Godfather of Soul

    Babscha

    Mit lautem „Klapp“ schließt sich nach mehr als 450 Seiten quasi am Stück absolvierter Lektüre die 1986 geschriebene und von mehreren hochinteressanten Begleitworten einiger Freunde umrahmte Autobiografie einer der schillerndsten, interessantesten und widersprüchlichsten Musikerpersönlichkeiten des letzten Jahrhunderts. Erstmal durchatmen und sammeln. Als ob man von einer Anhöhe auf das tief unten ausgebreitete Leben eines Menschen blickt, von dem man jetzt so viel erfahren hat und wo man dennoch irgendwie ahnt, dass das alles nur ein Bruchteil von dem gewesen ist, was er wirklich alles erlebt hat. James Brown? Klar, das war doch dieser schwarze amerikanische Clown mit Schlaghosen und perfekt gestylter Föhnfrisur, der auf der Bühne die sex machine gab und selbst im hohen Alter noch schreiend und kreischend den Status des hardest working man in showbiz und des soulbrothers no. 1 für sich reklamierte. Ja, stimmt, ist aber nur der Bruchteil einer Biografie, die es wahrlich in sich hat: 1933 in einem Dreckloch in South Carolina geboren und als kleiner Knirps von Vater und Mutter verlassen, wächst James in Augusta bei seiner Tante auf, die dort ein Bordell betreibt. In einer Zeit unglaublicher Rassendiskriminierung lernt James somit sehr schnell alle Härten seines „schwarzen“ Daseins am eigenen Leib kennen. Mit gerade 16 wird er für Autodiebstähle, die er begeht, um sich „einfach nur anständige Kleidung kaufen zu können“, für mehrere Jahre in den Knast geschickt. Aber er lässt sich von nichts und niemandem unterkriegen. In geradezu exzessiver, manischer Art versucht der hochmusikalische und begnadete Sänger und Tänzer, in der Musikszene Fuß zu fassen, was ihm nach jahrelangen Misserfolgen und viel Lehrgeld als leader seiner legendären Band, den famous flames, endlich auch gelingen soll. Absolutes Markenzeichen werden seine rasend schnellen Bühnenshows mit selbstkreierten Tanzschritten, die Musikgrößen wie Prince und Michael Jackson maßgeblich beeinflusst haben, wie auch seine spezielle, seinerzeit revolutionär neue und bis heute unerreichte Funk-Music, mit der er vor allem das legendäre Apollo in Harlem regelmäßig zum Kochen brachte. Die folgenden Jahrzehnte seines Lebens sind ein einziges Auf und Ab von Phasen weltweiter Erfolge im Music-Business, die Brown ein riesiges Vermögen bescheren, wie auch niederschmetternder teils selbstverschuldeter Erfahrungen durch falsche Freunde und Berater, Betrug, Erfolgsneid anderer Musiker, diverser gescheiterter Ehen und Beziehungen, und den Tod vieler Freunde und Familienmitglieder. Ungeschicktes Agieren als Zugpferd republikanischer politischer Interessen in den angespannten 60/70er Jahren bescheren ihm zusätzlich massive Spannungen mit den eigenen schwarzen Leuten, die bis heute nicht vergessen sind. Wenige Jahre nach dem Verfassen seiner Autobiografie zieht sich Brown desillusioniert, ausgebrannt und von den amerikanischen Steuerbehörden gejagt aus dem Musikgeschäft zurück, verliert mehr und mehr die Bodenhaftung, wozu eine erneute mehrjährige Haftstrafe ab 1991 wegen einer Schießerei mit der Polizei und der Tod seiner vierten Ehefrau in 1996 das ihre beisteuern. Nach glücklosen letzten Jahren, krank und von Drogenmissbrauch gezeichnet, stirbt Brown allein und einsam Weihnachten 2006 in seiner Heimatstadt. Das Buch erzählt die mitreißende Lebensgeschichte eines wahrlich zwiespältigen Mannes, der sich einerseits sein Leben lang in jeder denkbaren Form für die Menschenrechte seiner schwarzen Mitbürger einsetzt, andererseits, ausgestattet mit Sturheit und übergroßem Ego, sein gesamtes Dasein und das seiner Freunde und Mitmusiker der Show und seiner eigenen Gesangs- und Tanzkarriere im Musikgeschäft bedingungslos unterordnet und, geprägt von seinem Aufwachsen in desolaten sozialen Verhältnissen ohne Eltern, sein Leben lang völlige Unfähigkeit zum Eingehen von Beziehungen bzw. Übernahme echter Verantwortung für seine diversen Ehefrauen und Kinder demonstriert. Auf rein musikalischer Ebene dürften nur wenige Musiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen solch massiven Einfluss auf die Entwicklung diverser musikalischer Stilrichtungen bis hin zum Rap und Hip-Hop genommen haben wie James Brown. Ich bin froh, dieses Ausnahmetalent vor vielen Jahren selbst live erlebt zu haben. Und wenn das jetzt leichte Züge einer Hommage annimmt: Genau das ist beabsichtigt! Get on the good foot, man! Ach ja, und das Buch? Absolute Leseempfehlung meinerseits.

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