Endstation Tokio

von James Buckler 
3,7 Sterne bei6 Bewertungen
Endstation Tokio
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Lannas avatar

Spannend!

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Der Erzählstil war gerade Wegs einnehmend und ich wollte das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen.

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Inhaltsangabe zu "Endstation Tokio"

Der junge Londoner Alex Malloy flüchtet vor seiner Vergangenheit ins sechstausend Meilen entfernte Tokio. Es scheint der perfekte Ort zu sein, um ein neues Leben anzufangen und ein anderer Mensch zu werden. Die grellen Lichter und dunklen Ecken der fremden Stadt berauschen ihn, und das betörende Land schlägt ihn in seinen Bann. Als er die rätselhafte Naoko kennenlernt, scheint es die große Liebe zu sein. Aber auch Naoko hat ihre Geschichte, und mit ihrer Beziehung gehen die beiden eine unheilvolle Verbindung ein: Alex wird in einen Strudel von Ereignissen hineingezogen, der völlig außer Kontrolle gerät – und ihn schließlich ganz zu vernichten droht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442314713
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:330 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:23.07.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Lannas avatar
    Lannavor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannend!
    Spannend !

    Endstation Tokio von James Buckler
    Inhalt:

    Alex flieht vor seinem Leben in London. Er erhofft sich ein neues Leben in Tokio anzufangen, dabei ist es egal welche Stadt ihm dabei helfen sollte, Hauptsache sie ist weit weg und hilft Alex zu vergessen.

    Tokio meint es zunächst nicht schlecht mit Alex. Er erhält einen neuen Job als Englisch Lehrer und hat wieder Kontakt, zu seinem ehemaligen Kommilitonen Hiro aufgenommen, durch diesen lernt er Naoko kennen.

    Naoko und Alex fühlen sich zu einer angezogen und beginnen eine Liebesbeziehung, obwohl, oder vielleicht gerade weil sie beide ein Geheimnis in sich tragen. Hiro soll dies nicht wissen, denn er würde es nicht für gut heißen und rät Naoko auch vehement ab, sich mit Alex zu treffen, da er England nicht umsonst verlassen musste.

    Naoko hört nicht auf ihren Freund und wird Alex ungewollt in etwas hineinziehen und bringt dabei ein Stein ins Rollen, das Alex wieder aus der Bann werfen wird.

    Meine Meinung :

    Mit dem Prolog beginnt die Geschichte sehr mysteriös, denn Alex versucht den Flughafen zu verlassen und wird daran von einem Spürhund gehindert. Danach reisen wir in die Vergangenheit und dürfen erfahren was dazu geführt hat.

    Der ganze Anfang war sehr vernebelt erzählt, beide Figuren tragen Geheimnisse die erst nach und nach offenbart werden. Man ist ständig hin und her gerissen und weiß nicht was man glauben soll. Ich war sehr daran interessiert, weiter zu lesen um, die Geheimnisse zu lüften.

    Die ganze Geschichte wirkt wie ein Film, aufgrund der abrupten Szenenwechsel und des hinhalten des Lesers. Was aber nicht verwunderlich ist, da der Autor aus der Filmbranche kommt. Er studierte Film und arbeitete danach bei BBC und MTV, außerdem lebte aber auch in England und Japan wo er englisch unterrichtete. Somit konnte er aus Erfahrung über Japan berichten, dies hat man auch gespürt.

    Er hat sich aber nicht die Zeit genommen, um auf einige Japanische Begriffe einzugehen, was ich auch nicht bemängel, denn im Kontext hat man es verstanden. Ein aufmerksamer Leser muss somit nicht mal Google fragen.

    Am Anfang habe ich mir einige negative Dinge aufgeschrieben wie, dass man zu sehr in die Geschichte geworfen wird oder mir einige Beschreibungen zu z. B. den verschiedenen Stadtviertel gefehlt haben. Aber sobald man sich in der Geschichte eingefunden hat und begriffen hat, dass Alex auf etwas wirklich schlimmes zusteuert und er so machtlos dagegen ist, kann man das Buch kaum mehr aus der Hand legen.

    Hier kommt nämlich auch der überaus gut gewählte Buchtitel ins Spiel „Endstation Tokio“, dies hat man erst begriffen, wenn man die Geschichte vollständig kennt. Denn es geht um das Leben und dass, das Leben manchmal einfach ein Arschloch sein kann. Es ist auch nicht alles so wie es zunächst scheint und die Frage: “ Was würdest du tun, um dich zu schützen? Würdest du jemanden bestrafen, der es verdient hat und du selbst aber unschuldig bist.“

    Fazit:

    Ein Buch mit Spannung und Tiefgang. Zunächst begriff ich nicht so richtig, wohin mich dieses Buch führen will. Aber als der Autor langsam Licht ins dunkel brachte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Es ist ein kurzweiliger Spannungsroman der unterhält, aber auch zum denken anregt. Man stellt sich unweigerlich die Frage:“Was hättest du getan?“.

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    Calipas avatar
    Calipavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Der Erzählstil war gerade Wegs einnehmend und ich wollte das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen.
    Mein Fazit zu "Endstation Tokio"

    Am Anfang des Buches, hatte ich den Gedanken das wir vielleicht Alex begleiten, der vielleicht einen Schicksalsschlag aus seiner Vergangenheit mit der Hilfe seiner großen Liebe aufarbeiten kann. Es war KOMPLETT anders als ich es erwartet habe, was mich sehr, sehr positiv überrascht hat. Der Erzählstil war gerade Wegs einnehmend und ich wollte das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe Japan aus einer komplett anderen Sicht kennengelernt als ich es bisher aus den Medien kannte. Bestimmte Szenarien luden zum Träumen ein, während andere wahre Alpträume hoch beschwören konnten.

    Das oben beschriebene Ende hat mich leider (vielleicht genau deswegen) sehr enttäuscht. James Buckler hatte im ganzen Buch ein Ass im Ärmel, ließ mich nicht wirklich Luft holen zwischen den Ereignissen und ließ mir dann aber die Luft raus am Ende. Dennoch würde ich wieder zu einem Buch von James Buckler greifen.

    [star rating=4.7]

    Für eine Ausführlichere Rezension besucht mich gern auf meinem Blog :) 

    http://calipa.de/2018/08/02/endstation-tokio-buchrezension/

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    Schurkenblogs avatar
    Schurkenblogvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: James Buckler führt den Leser beeindruckend durch japanische Widersprüchlichkeit und die Straßen Tokios. Starkes Debüt!
    Starkes Debüt über japanische Widersprüchlichkeit!

    Ein starkes Debüt legt uns James Buckler vor, der selbst in Japan lebte und uns dieses Land der Widersprüche aus den Augen eines „gaijin“, eines Ausländers, zeigt.

    An der Seite von Alex Malloy, der als Englischlehrer an der Excelsior School in Shinjuku Dori arbeitet, ziehen wir durch die Straßen Tokios. Eine Stadt des Lärms, des Rauchs, der Lichter, der 4-Liter-Sake-Flaschen und teuren Frauen, die sich ihre Einkäufe nur mithilfe von Boyfriends finanzieren können. Und das obwohl Japaner ständig auf Ruf und Ansehen bedacht sind.
    Genau diese Widersprüche stellt Buckler in den Vordergrund. Geschäftsmäßiges Treiben wechselt zu ständigen Aberglauben, Ruf und Ansehen sind wichtiger als Gerechtigkeit und Freundschaft.

    All das zeigt Buckler verpackt in eine Geschichte, die an eine Abwärtsspirale erinnert. Denn für Alex Malloy hätte Tokio eigentlich ein Neuanfang sein müssen, doch dieser Neuanfang erinnert in der Tat an eine Endstation, denn wenn mal die Yakuza hinter einem her, kann man sich nicht mehr viel erhoffen.
    Zudem ist Alex eine Figur, die eigentlich alles richtig machen will, bei der aber das Schicksal wie eine Kettenreaktion des Bösen zuschlägt und ihn hinabzieht in den Strudel japanischer Doppeldeutigkeit und Tokios Unterwelt. Böse wird das enden, das ahnt der Leser. Und das lässt ihn bis zum Schluss den japanischen Ausflug genießen.

    Wer Japan kennenlernen möchte, wird dieses Buch lieben. Ich habe jede Seite davon genossen. Uchi-soto. Drinnen und draußen.

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    Haverss avatar
    Haversvor 2 Monaten
    Story nicht schlecht, aber leider emotionslos und distanziert erzählt

    Die verschiedenen Länder Europas sowie die Vereinigten Staaten bildeten jahrzehntelang den geografischen Hintergrund für Kriminalromane und Thriller. Dann erweiterte sich das Spektrum um Südafrika, in den vergangenen Jahren kam noch Australien dazu. Die asiatischen Länder waren bisher eher schwach vertreten. Seit einiger Zeit nun kann man beobachten, dass Japan der neueste Trend ist. Vermehrt tauchen japanische Autoren in diesem Genre auf und rücken Japan samt seiner kulturellen Eigenheiten in den Fokus. Im Gegensatz dazu gibt es die englischsprachigen Autoren, die ihre Protagonisten im „Land der aufgehenden Sonne“ mit der Gewalt der organisierten Kriminalität konfrontieren, ansonsten aber Land und Leuten, und noch weniger dieser Kultur, Beachtung schenken.

    Zu dieser Gruppe gehört auch der englische Autor James Buckler, der für seinen Erstling „Endstation Tokio“ die japanische Hauptstadt als Kulisse verwendet: nach einem tragischen Ereignis kehrt Alex Malloy seinem Heimatland den Rücken und versucht einen Neuanfang in Japan. Dort lernt er die ehrgeizige Kuratorin Naoko kennen, verliebt sich in sie und geht mit ihr eine unheilvolle Beziehung ein, denn Naoko hat ihre eigenen Pläne, die Alex das Leben kosten könnten.

    Buckler hat nicht nur für Film und Fernsehen sondern auch einige Zeit als Englischlehrer in Japan gearbeitet. Ersteres schlägt sich in seinen bildhaften Schilderungen sowie seiner gut lesbaren Art des Schreibens nieder. Welche Eindrücke seine japanischen Jahre bei ihm hinterlassen haben, kann nur vermutet werden. Er zeigt uns in seinem Roman das Land und die Menschen durch die Brille des Europäers, der sich einigermaßen verunsichert, wenn nicht sogar verstört in einer für ihn fremden Kultur zurechtfinden muss. Auf mich hat das leider eher emotionslos und distanziert gewirkt, obwohl die Story an sich eigentlich nicht schlecht war. Schade!

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    heberschs avatar
    heberschvor einem Monat
    kitty4s avatar
    kitty4vor einem Monat

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